Absturz wegen Rotorblatt Bruch

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Lucent
    Member
    • 02.03.2014
    • 435
    • Lucent

    #46
    AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

    Hi

    Zitat von Sidewinder Beitrag anzeigen
    Ich kenn mich mit der Blattherstellung nicht aus, aber mit Lacken...
    So wie Du das beschreibst, könnte es sich um ein Inmouldcoating-Verfahren handeln. Eine Einbrenntemp von 180°C ist für einen sog. Einbrennlack eine normale Trocknungstemp.
    Solche Lacke werden i.d.R zwischen 150 - u.U. 220°C für 5-20min. eingebrannt (getrocknet und ausgehärtet). z.B.: Autokarossen werden mit einem KTL beschichtet, die Beschichtung wird dann bei 160-180°C "eingebrannt".
    Pulverlacke werden grundsätzlich bei solchen Temperaturen ausgehärtet.
    jepp - vielen Dank. Die Kombination beider Verfahren - der Lacktrocknung und der Prepregverarbeitung in einem Prozess ist aber eher unwahrscheinlich. Bei "Einbrennlacken" entstehen ja Reaktionsgase/Dämpfe, die in einem Laminatverfahren eher kontraproduktiv sind. ßhnlich wie bei den beschriebenen Alignblättern mit Holzkern, so trocken ist Holz nicht zu bekommen, als das es in einem Autoklaven es nicht die Form zerreißt, wenn es bei 180° "abdampft"

    Ausserdem wird es mit der Prozessfolge

    - Lackieren in der Form (hochtemperaturfähiger Lack)
    - "Einbrennen" des Lackes
    - Einlegen des Prepregs
    --> Frage, haftet dann der Lack
    --> Frage, was ist das für ein Trennmittel?
    - Verarbeiten des Prepregs
    - wieder tempern
    - entfernen

    sauteuer in der Produktion

    Wenn es Prepregblätter sind (wie die NHP, bei den MS Composite weiß ich von HeRo Blättern in dieser Herstellung) sind die sicher nicht in der Form lackiert. Bei NHP wird abschließend foliert.

    Vielleicht ein paar ökonomische ßberlegungen, warum ist ein normales Laminierverfahren eher wahrscheinlich.

    1. Man kann mit einer herkömmlich hergestellten Form (Laminat, Poraver) agieren. Aluformen sind durchaus möglich
    2. Man kann in einem Rutsch Lackieren, Laminieren und die Form zumachen. Vielleicht 2h extra für das Angelieren der Deckschicht
    3. Normales Tempern (unter 100°) reicht

    Bei Prepregs benötig man zwingend warmfeste Formen, das Ausgangsmaterial ist deutlich teurer und aufwendiger zu verarbeiten. Das geht bis zur kontrollierten Luftfeuchte in der Produktion, Prepregs haben die sehr unangenehme Eigenschaft hygroskopisch zu sein.

    Nix für ungut - Prepreg - garantiert nicht in diesem Blatt
    Lucent

    Ohje, Ironie, erkennt man sie?

    Kommentar

    • MiniSpark
      Member
      • 20.11.2015
      • 128
      • Tobias

      #47
      AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

      Zitat von Backfisch Beitrag anzeigen
      Ein paar Bilder wären sehr interessant, zumindest für mich, mein 470l ist absturzfrei und ich hoffe das bleibt auch so.

      Trotzdem will ich, vor allem jetzt nach diesem Fred, wissen was da drin ist.
      Allerdings habe ich bis dato auch wirklich noch gar nichts schlechtes gelesen, bzw. gehört von 380mm Blättern von Align, vielleicht ändert sich das ja jetzt ^^
      Sorry eben erst gelesen,

      Ein Blatt ist tatsächlich auch an der Nabe gebrochen, hatte ich nicht mehr so in Erinnerung. Die scheint auch hohl zu sein, es sei denn da wurde was rausgerissen beim crash.
      Sind die 380er Blätter vom 470er Rex.

      LG Tobias
      Angehängte Dateien

      Kommentar

      • Christian480
        Gelöscht
        • 23.06.2018
        • 492
        • Christian

        #48
        AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

        Zitat von Lucent Beitrag anzeigen
        normales Laminierverfahren eher wahrscheinlich.
        Ich will ja nicht unbedingt abstreiten, dass das Blatt nicht aus Prepreg hergestellt ist. Mich würde aber interessieren, was du jetzt als "normales" Verfahren meinst?
        Also ob man das halbwegs akzeptabel Handlaminiert kriegt weiß ich nicht. Bei Harzinfusionsverfahren (z.B. Resin Film Infusion) könnte ich mir vorstellen, dass sich das Holz ganz schön vollsaugt.

        Gruß Christian

        Kommentar

        • Lucent
          Member
          • 02.03.2014
          • 435
          • Lucent

          #49
          AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

          Hi

          Mit normal meine ich im Handlaminierverfahren. Bei zwei/drei Lagen Gewebe - wo sollen denn da die Kanülen der Infusionsinjektoren hin?
          Schaut Euch einmal die Oberflächen vom z.B. PACE v4 (Leskycomposites) an. Alles handlaminiert mit perfekter Oberfläche und idealem Verhältnis Harz/Gewebe.
          Um zu verhindern, das sich Harz in Balsaholz einsaugt, gerade wenn es als Abstandsmaterial genutzt wird, wirkt verdünnter Spannlack Wunder.
          Lucent

          Ohje, Ironie, erkennt man sie?

          Kommentar

          • Christian480
            Gelöscht
            • 23.06.2018
            • 492
            • Christian

            #50
            AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

            Naja einen "perfekten" Faservolumengehalt wird man wohl nur bei Prepregs annährend erreichen aber sicher nicht beim Handlaminieren. Optik und Oberfläche sind da eher schick machbar als mech. Eigenschaften. Wie ist denn bei Spannlack die Anbindung zwischen Holz und Decklagen? Klebt das noch?

            Kommentar

            • Lucent
              Member
              • 02.03.2014
              • 435
              • Lucent

              #51
              AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

              Hi

              man kann sehr wohl auch im Handlaminierverfahren einen nahezu idealen Matrixanteil im Gewebeanteil erreichen. Harzanteil je nach Gewebetyp errechnen, 10 - 15% % Aufschlag dazu und gut. Wichtig ist beim Laminieren das Harz dünnflüssig zu halten und nach dem Einlegen des Gewebes mit Krepp und einer harten Rolle überschüssiges Harz auszurollen und wo es geht mit Abreißgewebe arbeiten. Zuviel ist nicht so schlimm, zuwenig ist nachteilig, da es dann recht flott zu einer Delamination kommt.
              Ob Spannlack - viele nehmen auch verdünnten Porenfüller - klebt? Aber Hallo!! Soll ja nur "absperren". Natürlich bitte nach dem Lackauftrag mit 320er ßberschleifen und Staub gut entfernen!!
              Lucent

              Ohje, Ironie, erkennt man sie?

              Kommentar

              Lädt...
              X