Absturz wegen Rotorblatt Bruch

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  • Ulli600
    Senior Member
    • 02.07.2012
    • 4223
    • Ulrich
    • Hamburg

    #16
    AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

    Zitat von Backfisch Beitrag anzeigen
    Dass diese Blätter schon über 100 Flüge absolviert haben interessiert auch niemanden.
    Na ja, das ist sicherlich kein Qualitätsmerkmal.
    Ich bin mit Holzblättern groß geworden und möchte die auf keinen Fall heute noch am Heli haben.
    Sie hatten den heutigen Blättern gegenüber nur Nachteile.
    Mindestens haltbar bis: 17.04.2020

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    • Crashpilot1977
      Senior Member
      • 15.05.2017
      • 2285
      • Marek
      • Hontheim

      #17
      AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

      Der Kern ist doch aus Balsaholz vom Material her ungefähr so weich wie Schaum?
      Man kann es so schlecht erkennen da auf dem Bild.
      Goblin Kraken 700 S
      Chronos 700 V2
      Protos 700 EVO

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      • im4711
        Senior Member
        • 31.12.2012
        • 1661
        • Ingolf
        • Cape Coral, FL

        #18
        AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

        Ein Blatt das in der Form bricht zeugt nicht von hoher Qualitaet. Holz als Kern ist vollkommen akzeptabel. Wie gesagt ... es gab einen Hersteller vor Jahren der CF Blaetter mit Holzkern hatte und die waren sehr gut.
        @Backfisch -> ja es gab Hersteller die es machten ... aber nicht mit solch dünnem ßberzug von wer weis was fuer Material. Und ja komplett Holzblätter waren auch üblich. Problem da ... verziehen sich schneller, schwerer auszubalancieren ... Und bitte nicht vergessen viele fliegen weit höhere Drehzahlen als frueher zu Zeiten der reinen Holzblätter.
        Diabolo,HeliBaby,Henseleit,Takumi 700,Banshee 700+850, soXos,Kontronik,BD, OptiPower

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        • Johnny
          OMPHOBBY
          • 27.11.2010
          • 5671
          • Jonas

          #19
          AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

          Bedenkt auch dass der Kern keine Relevanz für die Stabilität des Blattes hat (ist nur für den finalen Laminierprozess damit die Blatthäute an der Form anliegen), und die Blatthaut bei guten Blättern nur Torsion aufnehmen muss.

          Hochwertige Blätter (namely Fun-Key) haben einen D-Spar in der Nasenleiste, das ist ein dickes, langes Glasfaserbündel, das von der Blattspitze in die Wurzel läuft, in weitem Radius um die Bohrung rumläuft und dann zurück in die Nasenleiste, wo es wieder in die Blattspitze läuft. Die Wurzel ist dabei mit Kohlerovings aufgefüllt um die Fliehkräfte gleichmäßig und sicher in diesen Glasfaserstrang zu verteilen.

          Dieser D-Spar nimmt die gesamten Fliehkräfte und, je nach Blattgeometrie, etwa 80% aller Schlagbewegungen auf und entlastet die Blatthaut fast komplett davon. Die meisten Beschädigungen (Risse, Delaminationen, etc) der Blatthaut an Fun-Key Blättern kann man sogar gut reparieren, solange der D-Spar intakt ist. Schon oft gemacht.

          Mir wäre kein Fall bekannt bei dem jemals ein Fun-Key Blatt ohne schwerste Vorschädigung ausgefallen wäre.

          Dazu zu erwähnen ist, Fun-Key baut Blätter unter 500mm etwas anders (mit einem Glasfaserblock in der Wurzel um die Kräfte zu verteilen, und mit Spar aus Kohlefasersträngen statt Glasfaser), die kleinen Blätter sind aber genauso sicher.
          Jonas
          OMPHOBBY M7, M6, M5, M4 MAX, M4, M2 V3 PRO & M1 EVO

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          • Backfisch
            Member
            • 28.04.2013
            • 668
            • Sebastian
            • Wildflieger

            #20
            AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

            Gute Antworten, vielen Dank
            Lg Bastian

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            • DernetteMann1982
              Henseleit
              Teampilot
              • 07.11.2007
              • 4219
              • Holger
              • MFSV Haiger-Allendorf

              #21
              AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

              Hat es bei den 100 Flügen keinerlei harte Landungen, verpatzte Auros etc gegeben?
              Ein Blatt, das an der Stelle bricht, hat meist einen Vorschaden. Gerade bei verpatzten Auros, wo der Heli fast ohne Drehzahl auf den Boden haut, bekommen die Blätter genau an dieser Stelle eine enorme Belastung ab.
              Mit so einer (unsichtbaren) Vorschädigung könnte über kurz oder lang sowas passieren.

              Gruß Holger
              T-Rex 250, 450, 600, Bell 212 Twin Jet, Three Dee V4, MP V91, TDR, TDR 2, TDF, TDS, TDSF

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              • Backfisch
                Member
                • 28.04.2013
                • 668
                • Sebastian
                • Wildflieger

                #22
                AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

                Zitat von DernetteMann1982 Beitrag anzeigen
                Hat es bei den 100 Flügen keinerlei harte Landungen, verpatzte Auros etc gegeben?
                Ein Blatt, das an der Stelle bricht, hat meist einen Vorschaden. Gerade bei verpatzten Auros, wo der Heli fast ohne Drehzahl auf den Boden haut, bekommen die Blätter genau an dieser Stelle eine enorme Belastung ab.
                Mit so einer (unsichtbaren) Vorschädigung könnte über kurz oder lang sowas passieren.

                Gruß Holger
                Die Frage hatte ich mir auch schon gestellt.
                Lg Bastian

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                • Backfisch
                  Member
                  • 28.04.2013
                  • 668
                  • Sebastian
                  • Wildflieger

                  #23
                  AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

                  Zitat von Backfisch Beitrag anzeigen
                  Dass diese Blätter schon über 100 Flüge absolviert haben interessiert auch niemanden.
                  Deswegen auch dieser Satz von mir. Irgendwie wurde nur die Qualität bemängelt, aber niemand hinterfragte die Nutzung, nach so vielen Flügen die Material Ermüdung. Wie auch immer ich konnte auf jeden Fall für mich selbst einen großen Nutzen ziehen aus diesem Thread.

                  Prädikat, auf jeden Fall wertvoll.
                  Lg Bastian

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                  • Chris Lange
                    Senior Member
                    • 13.05.2005
                    • 5371
                    • Christian

                    #24
                    AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

                    Zitat von Johnny Beitrag anzeigen
                    Bedenkt auch dass der Kern keine Relevanz für die Stabilität des Blattes hat (ist nur für den finalen Laminierprozess damit die Blatthäute an der Form anliegen), und die Blatthaut bei guten Blättern nur Torsion aufnehmen muss.

                    Hochwertige Blätter (namely Fun-Key) haben einen D-Spar in der Nasenleiste, das ist ein dickes, langes Glasfaserbündel, das von der Blattspitze in die Wurzel läuft, in weitem Radius um die Bohrung rumläuft und dann zurück in die Nasenleiste, wo es wieder in die Blattspitze läuft. Die Wurzel ist dabei mit Kohlerovings aufgefüllt um die Fliehkräfte gleichmäßig und sicher in diesen Glasfaserstrang zu verteilen.

                    Dieser D-Spar nimmt die gesamten Fliehkräfte und, je nach Blattgeometrie, etwa 80% aller Schlagbewegungen auf und entlastet die Blatthaut fast komplett davon. Die meisten Beschädigungen (Risse, Delaminationen, etc) der Blatthaut an Fun-Key Blättern kann man sogar gut reparieren, solange der D-Spar intakt ist. Schon oft gemacht.

                    Mir wäre kein Fall bekannt bei dem jemals ein Fun-Key Blatt ohne schwerste Vorschädigung ausgefallen wäre.

                    Dazu zu erwähnen ist, Fun-Key baut Blätter unter 500mm etwas anders (mit einem Glasfaserblock in der Wurzel um die Kräfte zu verteilen, und mit Spar aus Kohlefasersträngen statt Glasfaser), die kleinen Blätter sind aber genauso sicher.
                    So ähnlich ist mir der Rotorblattaufbau ebenfalls bekannt. Wobei ich das lediglich bei einem Hersteller beobachtet hatte. Der nutzte in der Schlagachse des CFK Blattes einen Strang CFK Rovings, die sich zur Blattspitze aufteilten. Ein weiterer dünnerer Strang wurde in die Nase gelegt. Beide Strangs liefen um die Blattaufnahmebohrung. Als Sandwichmaterial gab es Schaum. Die Kräfte werden mit dem Aufbau nahezu komplett von den inneren Werten aufgenommen. Da Diese identische Eigenschaften/Material wie die Blatthaut besitzen wird eine Beschädigung durch ßberlast zuerst an der särksten gebogen Stelle sichtbar, der Blattausenseite.

                    Bei dem hier gezeigten Aufbau wirkt es so, als ob das Holz die Stabilität bringt und das CFk aus optischen Gründen eingesetzt wurde. Grundsätzlich sollte das kein Problem sein, gibt ja genügend Helis die mit Holzlatten gut fliegen.

                    Da Holz deutlich größere Biegungen mitmachte wie CFK, vermute ich keinen Vorschaden. Diesen hätte man zuerst im CFK erkennen können.

                    Zum Spekulieren:

                    1. vielleicht war die Holzauswahl schlecht und oder das Holz an der Stelle beschädigt beim Bau der Blätter.

                    2. vielleicht war die Spezifikation des Herstellers überschritten bezüglich der Drehzahl.

                    3. vielleicht gab es einen Pruduktionsfehler.

                    Am wahrscheinlichsten empfinde ich Position 2. Wenn die Blätter schon älter waren, so kamen diese ggf aus einer Zeit wo die Antriebe und Mechaniken nicht die Leistung der heutigen Helis hatten.
                    Moin

                    Kommentar

                    • Heli87
                      Senior Member
                      • 11.10.2016
                      • 8542
                      • Torsten

                      #25
                      AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

                      Wir hatten Gestern Erstflug im Verein mit einer P38 Lightning mit zwei Hacker Q80 Motoren.
                      Zum Einsatz kamen vermeindliche CFK Props.
                      In der ersten Kurve ist ein Propeller komplett auseinander geflogen.
                      In der darauf folgenden Kurve ist dann das ganze Modell über eine Tragfläche abgekippt und Abgestürzt.
                      Als wir die 15Kg Schrott geborgen hatten, haben wir die Ursache gefunden.
                      An der Motornabe war nur noch der Holzkern des Props und die Blätter ähnlich wie hier weg geflogen.

                      Fairer Weise muss man aber schreiben das der Hacker Q80 seitliche Bohrungen hat und man in den Prop 4 Löcher bohren muss.
                      Das war ganz sicher eine Vorschädigung der Nabe.

                      Nichts desto trotz bin ich der Meinung das Holz oder Metall immer ein Fremdkörper im Laminat darstellen.
                      Mit einer Nabe komplett aus Kohle Rovings wäre es hier und wohl auch Gestern bei uns wohl anders Ausgegangen.

                      Letztendlich sind das in meinen Augen nur Sparmaßnahmen des Herstellers um den Preis zu senken.
                      Kann man ja machen in einer Geiz ist Geil Welt, nur dann sollte man auch schreiben was man da genau verkauft.

                      Gruß Torsten
                      Zuletzt geändert von Heli87; 14.10.2018, 07:40.

                      Kommentar

                      • HP66
                        Member
                        • 04.06.2012
                        • 140
                        • Horst

                        #26
                        AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

                        Hallo zusammen,

                        so wie das aussieht war die Blattwurzel nicht in das CFK Gelege des Blattes eingebunden. Keine Ausfaserungen vorhanden die aber da sein müssten wenn die Balttwurzel in das Gelege eingebunden gewesen wäre.

                        Bei den Alignblättern die ich habe, oder hatte, war das aber immer der Fall dass das Gelege über die Blattwurzel ging, somit dürften das nach meiner Auffassung Fakeblätter sein.

                        Nicht so ganz ohne das so ein Schrott am Markt ist.
                        Gleiches gilt natürlich für die vorgenannten Luftschrauben wo ich auch ganz gerne gewusst hätte wo die her sind.

                        Wenn Du bitte so Nett wärst Torsten mir noch zu veraten wer diese Luftschrauben hergestellt hat, wäre ich Dir Dankbar.



                        Gruß Horst

                        Kommentar

                        • Johnny
                          OMPHOBBY
                          • 27.11.2010
                          • 5671
                          • Jonas

                          #27
                          AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

                          Zitat von Johnny Beitrag anzeigen
                          Ich habe mit Martin ausgemacht dass er mir die Blätter zukommen lässt dass ich sie mir anschauen und reinschauen kann, ich würde dann hier posten was ich rausfinde, dann müssen wir zumindest mal nicht weiter spekulieren
                          ...und genau das ist auch geschehen. Ich habe die Blätter heute bekommen (vielen lieben Dank, Martin!), zerlegt und bin ehrlich gesagt etwas schockiert- sowas hätte ich im Leben nicht erwartet, und schon gar nicht von ALIGN.

                          Die Rotorblätter in Frage, ALIGN 425mm (Gravur an der Wurzel lautet A15DA1961), sind prinzipiell mit einer Lage 3K Kohlefaserprepreg überzogene Holzrotorblätter.

                          Fangen wir bei der Wurzel an und arbeiten uns zur Spitze vor.

                          Die Wurzel selbst besteht aus einem Holzkern und zwei (schwarzen) Plastikstücken, welche wohl zur Verstärkung dienen und jeweils mit zwei angespritzten Stiften, einem mit der Wurzelbohrung und einem weiter innen im Blatt, in Bohrungen im Holz greifen. Es sind im Inneren der Wurzel selbst keine Kohle-, Glas- oder sonstige Rovings vorhanden. Die Hülse habe ich ausgepresst bevor ich das Blatt zersägt habe, der Säge zuliebe.
                          Der Aufbau der Blattwurzel von oben nach unten ist in etwa wie folgt:

                          Blatthaut-Plastikeinsatz-Holzkern-Plastikeinsatz-Blatthaut.




                          Wenn wir uns die Wurzel des abgerissenen Blattes näher anschauen, erkennen wir doch Faserstränge- allerdings gerissen, und, vor allem auf der Seite des Blattes, trocken. Auf Seiten der Wurzel kommen sie unter der Blatthaut und oberhalb der Plastikeinsätze hervor, sie scheinen außen um die zuvor genannten Plastikeinsätze herumzulaufen. Die drei sichtbaren Enden hier rot eingekreist:



                          Dieser Faserstrang scheint symmetrisch ausgeführt zu sein, verläuft zwischen Blatthaut und Holzkern und ist auch an der Bruchstelle des zweiten Blattes (beim Einschlag zerstört) wieder sichtbar:



                          Weiter gehts mit dem eigentlichen Blatt selbst, hier ist bis etwa zur Mitte der Kern weiterhin komplett aus Holz, umgeben von 3K Prepreg. Zur Erinnerung: Bei Blättern von Fun-Key verlaufen hier dick Glas- oder Kohlefaserstränge und ein Stahldraht zur Sicherung des Bleis in der Nasenleiste, und nehmen hierbei einen guten Teil des Blattvolumens ein. Bei diesem Blatt nicht, die unter der Blatthaut verlaufenden Stränge sind im Schnitt quasi nicht ersichtlich, höchstens durch minimale Variationen in der Dicke der Blatthäute.



                          Ab etwa 50% Blattspanne trifft man in diesem Blatt auf Bleigewichte, eines fängt etwas weiter innen an als das andere. Im Querschnitt ist ersichtlich, dass einfach eine Aussparung in den Holzkern gefräst wurde, das Blei eingelegt und mit Harz aufgefüllt wurde. Keinerlei Sicherung des Bleis ist vorhanden, sobald das Blatt beim Crash bricht kann die Spitze ungehindert davonfliegen.



                          Schneidet man das Blatt der Profilsehne nach auf wird wieder der Holzkern sichtbar, sowie die beiden eingeklebten Bleigewichte.



                          So viel zum Aufbau. Jetzt zum Ausfall. Alles nachfolgende ist lediglich eine Theorie, ich kann (und will) keine endgültige Aussage treffen warum das Blatt ausgefallen ist, aber einige Vermutungen kann ich anstellen aufgrund der obigen Feststellungen.

                          Das Blatt erhält augenscheinlich seine Stabilität zum größten Teil durch die Blatthaut und durch die dünnen Kohlefaserstränge, die direkt unter ihr verlaufen. Normalerweise verlaufen Faserstränge, die Schlag- und Zentrifugalkräfte aufnehmen (normalerweise ausgeführt als D-Spar in der Nasenleiste), größtenteils sehr nahe der neutralen Faser des Blattes (das ist die Linie, die bei Biegung und Torsion des Blattes keine Längenänderung erfährt, prinzipiell liegt sie bei symmetrischen Blättern in der Mitte des Blattes), wo sie nur geringe Variation in Schub- und Zugkräften erfahren und hauptsächlich eine (relativ) konstante Zentrifugalkraft und Biegemomente durch Schlagbewegung ertragen müssen. Zudem sind diese Faserbündel normalerweise ziemlich dick dimensioniert, sodass sie diesen Kräften gut gewachsen sind.

                          Verlegt man diese wichtigen Faserstränge allerdings direkt unter der Blatthaut, also weit weg von der neutralen Faser des Blattes, bringt jedes Blattschlagen, zusätzlich zur sowieso schon vorhandenen Biegung und Zentrifugalkraft, auch beträchtliche Stauchung und Zerrung dieser Stränge mit sich, in der Frequenz der Drehzahl. Das ist eine zusätzliche Last auf die Sträng, und wenn wir uns erinnern dass ein Teil der Stränge nahe der Wurzel nicht mit Harz getränkt war, liegt jetzt die Vermutung nahe, dass die Kohlefasern durch Ermüdung, ihren geringen Querschnitt und evtl. auch Reibung gegen die Blatthaut gebrochen sind.

                          Folgen wir dieser Vermutung, wurde durch das Blatt durch die gebrochenen Stränge geschwächt, vielleicht schon genug um über längere Zeit zu einem Ausfall zu führen. Bei einem guten Blatt nimmt der D-Spar normalerweise die komplette Fliehkraft und etwa 80% aller Schlagkräfte auf, die bei diesem Blatt allerdings dann komplett von Blatthäuten und dem Holzkern aufgenommen werden müssen. Ich vermute, dass der Holzkern unter dieser Höchstlast nicht viel zur Stabilität beiträgt und die Holzfasern unter dieser extremel Last mit der Zeit im mikroskopischen Bereich evtl. sogar brechen und delaminieren können, also bleibt alles an den (einlagigen!) Blatthäuten hängen, die dann vermutlich schlussendlich unter der wiederholten Belastung aufgegeben haben.

                          Das ist meine Theorie zu diesem Absturz, und es ist nur eine Theorie. Ich erhebe keinerlei Anspruch auf Richtigkeit, dies sind lediglich meine Vermutungen zum Unfallhergang.

                          Ich würde Blätter dieses Typs (ALIGN 425mm) allerdings, allein in Anbetracht des Aufbaus, persönlich nicht fliegen.

                          Danke fürs Lesen.
                          Angehängte Dateien
                          Jonas
                          OMPHOBBY M7, M6, M5, M4 MAX, M4, M2 V3 PRO & M1 EVO

                          Kommentar

                          • Ello Propello
                            Gelöscht
                            • 16.11.2013
                            • 3172
                            • Norbert
                            • MFF Klostermoor

                            #28
                            AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

                            Zitat von Johnny Beitrag anzeigen
                            Ich würde Blätter dieses Typs (ALIGN 425mm) allerdings, allein in Anbetracht des Aufbaus, persönlich nicht fliegen.
                            Hallo Jonas,

                            sind die Rotorblätter für 700/800er von Align ähnlich schlecht verarbeitet ?

                            Kannst Du dazu etwas sagen ?

                            Kommentar

                            • Johnny
                              OMPHOBBY
                              • 27.11.2010
                              • 5671
                              • Jonas

                              #29
                              AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

                              Zitat von Ello Propello Beitrag anzeigen
                              Hallo Jonas,

                              sind die Rotorblätter für 700/800er von Align ähnlich schlecht verarbeitet ?

                              Kannst Du dazu etwas sagen ?
                              Nein, die sind vollkommen in Ordnung. Ich habe vor kurzem ALIGN 700mm Blätter zerlegt (bzw. die ßberreste davon, das Zerlegen passierte schon am Heli ), die kommen von Hawk-RC, und Hawk weiß wie man Blätter baut. Sie sind zwar nicht so extrem sauber gebaut wie Blätter von Fun-Key, aber nach demselben Grundprinzip und damit definitiv gut genug.

                              Ich zumindest würde sie ohne Bedenken fliegen.
                              Jonas
                              OMPHOBBY M7, M6, M5, M4 MAX, M4, M2 V3 PRO & M1 EVO

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                              • TheFox
                                Gelöscht
                                • 28.10.2016
                                • 7876
                                • Peter
                                • Ingolstadt/Bayern

                                #30
                                AW: Absturz wegen Rotorblatt Bruch

                                Wir lernen: Dass auf den Blättern Align drauf steht, ist kein Merkmal für Qualität.
                                Man muss schon mehr wissen. Danke für die Aufklärung.

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