Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

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  • vlk
    vlk
    Senior Member
    • 26.09.2009
    • 6996
    • Sigmund
    • Wuppertal

    #166
    AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

    Ich fliege schon viel länger so, war aber mit den Wuchtergebnissen nie zufrieden, auch wenn man damit leben kann, ich möchte nur wissen was geht und was nicht, bzw. ob sich der Aufwand in Zukunft lohnt.

    Ich schraube die Blätter mit dem Zwischenstück zusammen, so das nicht wie bei Dir beide Nasen oben und die Endleiste unten ist, sondern so wie sie später auf dem Heli sind.
    Beide Blätter werden in einer Linie ohne Rücksicht auf den Vorlauf montiert und ausgependelt.

    Ob das falsch ist, kann ich nicht sagen.
    So wie Du das machst, kannst Du wahrscheinlich die Tesamenge genaue bestimmen, aber der Fehler des fehlenden Rotorkopfabstand bleibt.
    Gruß
    Siggi

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    • Raschl
      Member
      • 30.12.2017
      • 125
      • Dirk
      • MFC Auerbach / Opf.

      #167
      AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

      Zitat von vlk Beitrag anzeigen
      aber der Fehler des fehlenden Rotorkopfabstand bleibt.
      Genau das hab ich damit gemeint. Deshalb möchte ich auch meine Methode ändern und schauen was das dann noch bringt.

      Vielleicht sollte ich doch noch meine Rotorkopf-Wuchtanlage bauen. Damit könnte ich dann richtig dynamisch wuchten.
      Fliegen heiÃ?t Landen

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      • Thomas L.
        Senior Member
        • 14.02.2013
        • 2890
        • Thomas

        #168
        AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

        Zitat von vlk Beitrag anzeigen
        aber der Fehler des fehlenden Rotorkopfabstand bleibt.
        nicht wenn der Schwerpunkt und das Gewicht bei beiden Rotorblättern gleich ist.
        Und schon bin ich wieder bei meiner altbewährten Methode !

        Grüßle Thomas

        Kommentar

        • vlk
          vlk
          Senior Member
          • 26.09.2009
          • 6996
          • Sigmund
          • Wuppertal

          #169
          AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

          Zitat von Thomas L. Beitrag anzeigen
          nicht wenn der Schwerpunkt und das Gewicht bei beiden Rotorblättern gleich ist.
          Genau das habe ich auch schon ausprobiert und trotzdem leichte Vibrationen gehabt.
          Verstehe es eigentlich nicht und ein Tausch der Blätter hat es entweder etwas verschlechtert oder verbessert, aber so gut wie gestern mit dem auspendeln habe ich es noch nie hinbekommen.

          Jetzt habe ich noch eine kleine Ungenauigkeit an meiner Wippe korrigiert und die Blätter nachgeklebt, konnte aber heute keinen Testschwebeflug machen.

          Es bleibt immer die Fehlerquelle Rotorkopf, deshalb glaube ich auch nicht, das man die Blätter mit einer Rotorkopf-Wuchtanlage besser hinbekommt, de sei denn, es wird der originale Kopf dafür verwendet.

          Bau mal, ich bin auf Bilder gespannt.
          Gruß
          Siggi

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          • Raschl
            Member
            • 30.12.2017
            • 125
            • Dirk
            • MFC Auerbach / Opf.

            #170
            AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

            Das ist schon länger her, dass ich die geplant hab. Sollte wirklich der ganze Rotor inklusive Kopf gewuchtet werden. Aber da es ja auch ohne geht war mir der Aufwand dafür dann doch zu viel. Mich hätte mal interessiert welche Schwingungen und Kräfte da so wirken.

            Zu Deinen Vibrationen noch:
            Es sind doch noch so viele zusätzliche Einflüsse da, die auch Vibrationen erzeugen können. Es muss nicht an den gut gewuchteten Blättern liegen. Vielleicht versteckt sich da noch was anderes.

            Dann mal gut Nacht.
            Fliegen heiÃ?t Landen

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            • Thomas L.
              Senior Member
              • 14.02.2013
              • 2890
              • Thomas

              #171
              AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

              Zitat von vlk Beitrag anzeigen
              Genau das habe ich auch schon ausprobiert und trotzdem leichte Vibrationen gehabt.
              das kommt dann wahrscheinlich von nicht gleichem Vorlauf der Rotorblätter und diese Richtung ordentlich zu wuchten ist, meiner Meinung nach, einiges schwerer.

              Grüßle Thomas

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              • Multisaft
                Senior Member
                • 26.06.2017
                • 1186
                • Tobias
                • Im FSC Neulingen

                #172
                AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                Zitat von Thomas L. Beitrag anzeigen
                das kommt dann wahrscheinlich von nicht gleichem Vorlauf der Rotorblätter und diese Richtung ordentlich zu wuchten ist, meiner Meinung nach, einiges schwerer.

                Grüßle Thomas
                Bei angeglichenem Gewicht plus Schwerpunkt kann der Vorlauf doch eigentlich nicht anders sein? Also wenn dann muss die blattgeometrie ja einen Unterschied haben oder?

                Die anzugleichen dürfte praktisch unmöglich sein...
                MfG Tobias

                Leider darf hier nicht stehen was gesagt gehört. (Gandhi)

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                • Jörg Nickel
                  Member
                  • 05.06.2002
                  • 864
                  • Jörg
                  • Wildflieger rund um 31228 Stederdorf

                  #173
                  AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                  Der Vorlauf ist neben der Position der Bohrung stark von dem Blattschwerpunkt in Y-Richtung (Draufsicht) abhängig, das hatte ich vor 18 Seiten erwähnt!
                  Ein unterschiedlicher Vorlauf muss beim Durchlauf des möglichen Pitchbereichs zu einem abweichenden Blattspurlauf führen.
                  Daher ist für mich diese Richtung deutlich wichtiger als die hier vielbeachtete X-Richtung.

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                  • BOcnc
                    Senior Member
                    • 14.06.2010
                    • 1139
                    • Werner

                    #174
                    AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                    Den Vorlauf braucht man ja deshalb weil der Luftwiderstand das Blatt zurückdrückt. Und der Vorlauf sollte so groß sein das die Blätter bei Drehzahl in einer Linie sind. Also Vorlauf gleich 0 ist. Weshalb muss man den beim Wuchten berücksichtigen?
                    Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

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                    • echo.zulu
                      Senior Member
                      • 03.09.2002
                      • 3985
                      • Egbert
                      • MFG Wipshausen

                      #175
                      AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                      Moin Werner.
                      Bei den meisten Blättern ist ein leichter Vorlauf vorhanden. Früher, zu Paddelzeiten, hat man mit mehr Vorlauf auch mehr Wendigkeit erzielt. Allerdings reagieren die meisten FBL-Systeme allergisch auf Blätter mit Vorlauf, weshalb aktuelle FBL-geeignete Blätter keinen oder nur einen sehr geringen Vorlauf haben. Im ßbrigen schwenkt ein Blatt mit Vorlauf nicht durch den Luftwiderstand nach hinten, sondern durch den hinter dem Schwenkpunkt liegenden Schwerpunkt nach vorn. Idealerweise sollte der Blattschwerpunkt in Flucht mit der Bohrung liegen. Dann hat das Blatt keinen Vorlauf. Das lässt sich aber nur mit vergleichsweise schweren Blättern erreichen.
                      CU,
                      Egbert.

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                      • BOcnc
                        Senior Member
                        • 14.06.2010
                        • 1139
                        • Werner

                        #176
                        AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                        Natürlich muss man beim Wuchten den Vorlauf einstellen.

                        Wenn die Blätter bei Drehzahl keinen Vorlauf haben brauchen die Servos am wenigsten Kraft. Mit Vorlauf heben oder senken sich die Blattspitzen und das braucht Kraft. Kann man ja ganz einfach ausprobieren wenn man die Blätter mal 10 Grad verdreht und Pitch gibt. Natürlich im Stand.
                        Bei Paddel war das nicht so extrem weil die Paddelstange angesteuert wurde.

                        Aber du kannst mir bitte noch erklären warum man den Vorlauf braucht wenn nicht für den Luftwiderstand.
                        Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

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                        • MarcoSch
                          Member
                          • 21.02.2013
                          • 53
                          • Marco
                          • Perth

                          #177
                          AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                          Zitat von siXtreme Beitrag anzeigen
                          Hier findet ihr alle notwendigen Informationen um Rotorblätter auf einfache Weise selbst kontrollieren und nachwuchten könnt:

                          Rotorblätter wuchten

                          Gruß Robert
                          Besten Dank Robert, dass erspart mir 174 beiträge durchzulesen !

                          Kommentar

                          • echo.zulu
                            Senior Member
                            • 03.09.2002
                            • 3985
                            • Egbert
                            • MFG Wipshausen

                            #178
                            AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                            Zitat von BOcnc Beitrag anzeigen
                            Aber du kannst mir bitte noch erklären warum man den Vorlauf braucht wenn nicht für den Luftwiderstand.
                            Hatte ich doch schon geschrieben. Früher hat man damit den Heli wendiger bekommen, weil ein vorgeschwenktes Blatt eben bei einer Anstellwinkeländerung diese noch aktiv unterstützt. Wie Du schon geschrieben hast vergrößern sich dadurch auch die Steuerkräfte, was bei einem Paddelkopf eben durch die Paddelebne teilweise kompensiert wurde. Bei einem FBL-Kopf fehlt diese Kompensation, aber vor allen Dingen kann das die Regelung des FBL-Systems durcheinander bringen. Die Schwenkbewegung eines Rotorblatts im Detail zu erklären würde hier denke ich den Rahmen sprengen und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich es komplett und verständlich erklären könnte. Für mehr Informationen verweise ich zunächst einmal auf das Buch von Dieter Schlüter und für ganz wissbegierige auf "Flugmechanik der Hubschrauber" von Walter Bittner.
                            CU,
                            Egbert.

                            Kommentar

                            • <<Philipp>>
                              Senior Member
                              • 16.11.2016
                              • 2625
                              • Philipp

                              #179
                              Theorie und Praxis:

                              Viel Vorlauf reduziert die Rückstellkräfte eines angestellten Blattes:

                              Erstens:
                              Das Extrem eine Labilisierung, die aerodynamisch wirksame vorlaufende Fläche wird größer als die nachlaufende, bei geringster Auslenkung will das Blatt sich um 180° drehen, wird natürlich auch bei den aggressivsten Paddel Blättern nicht erreicht.

                              Zweitens:
                              NIEMALS den Fehler machen, Anstellwinkel (Pitch gegen anströmende Luft) mit dem Einstellwinkel (Pitch gegen Achse der Rotorwelle) zu verwechseln. Das stiftet auch bei anderen Betrachtungen zur Funktion des Helikopter Rotors kräftige Verwirrungen.


                              Ich fliege seit Jahren mit Begeisterung Radix Stickbanger, also klassische 3D Blätter aus Paddelzeiten. Nachdem es die nicht mehr gibt, war ich höchst erfreut festzustellen, dass es aus dem Hause MS Composit eine FB Variante der Rapid Blades gibt!
                              Herrlich, das gleiche lebendige Fluggefühl wie die guten, alten Stickbanger, ohne für mich erkennbare Nachteile! Selbst bei niedrigsten Kopfdrehzahlen keine relevante Tendenz zum Aufbäumen, kein sonstiges unartiges Verhalten.
                              Lediglich bei Autorotationen (speziell den anspruchsvolleren Varianten) hat man natürlich weniger Reserven als bei mit erheblich mehr Trägheitsmoment ausgestatteten FBL Löffeln!

                              Die heute verfügbaren, sehr schnellen UND enorm drehmomentstarken Servos (in Verbindung mit ausgereiften Regelalgorithmen) haben es offensichtlich nicht mehr nötig, erst durch bewusst träge gemachte Blätter in die Lage versetzt zu werden, rechtzeitig das zu tun, was das FBL System von ihnen verlangt.

                              LG, Philipp

                              Kommentar

                              • Raschl
                                Member
                                • 30.12.2017
                                • 125
                                • Dirk
                                • MFC Auerbach / Opf.

                                #180
                                AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                                Zitat von MarcoSch Beitrag anzeigen
                                Besten Dank Robert, dass erspart mir 174 beiträge durchzulesen !
                                Die Einen brauchen nur ne Anleitung wie man es richtig macht. Da kann man auch googeln.
                                Die anderen wollen mehr verstehen warum. Deshalb diese Diskussion hier.

                                Die richtigen Wuchtmethoden sind ja seit Jahrzehnten, nehme ich mal an, bereits bekannt und immer weiter verfeinert worden. Als Neueinsteiger kommt man da leicht ran. Aber Informationen zu finden, warum das eigentlich so gemacht werden soll, ist schon schwerer.
                                Klar kommt man durch nachdenken und ein bisschen technischen Verstand selbst drauf. Aber es gibt immer mal Punkte aus der Diskussion heraus, die einem einen Schubs in die richtige Richtung geben. Das Thema ist trotz der vielen bereits vorhandenen Threads scheinbar immer noch aktuell.

                                Ich spiele gerade mit meiner Excel Tabelle zum Thema Wuchten.
                                Kann mir jemand sagen, wie genau man den Schwerpunkt eines einzelnen Blattes, z.B. mit der Kippmethode über einen Draht, messen kann?

                                Gruß
                                Dirk
                                Fliegen heiÃ?t Landen

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