Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

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  • Raschl
    Member
    • 30.12.2017
    • 125
    • Dirk
    • MFC Auerbach / Opf.

    #16
    AW: Das ist sicher nicht ...

    Geb ich Dir auch 100% recht. Ich denk eben nur, dass in vielen Anleitungen und Forenratschlägen drin steht wie man es machen soll und nur wenige wissen eigentlich warum.
    Rein aus Gründen der Unwucht ist es nicht logisch, dass der Schwerpunkt bei allen Blättern gleich weit von der Achse weg ist. Dafür gibt es andere Gründe, die ich aber an unseren Helis nicht so wichtig finde.

    Eigentlich drückst Du mit Deinem gesamten vor- letzten Beitrag genau meine Meinung aus.
    Mit meinem "man kann auch eine Wissenschaft draus machen" hab ich nur ausdrücken wollen, dass es manche, meiner Meinung nach, für unseren Anwendungszweck zu genau nehmen und es sich an der Stelle eigentlich schwerer machen als es vielleicht nötig wäre.

    Gruß
    Dirk
    Zuletzt geändert von Raschl; 30.03.2018, 13:30. Grund: Philip war schneller :-)
    Fliegen heiÃ?t Landen

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    • <<Philipp>>
      Senior Member
      • 16.11.2016
      • 2625
      • Philipp

      #17
      Das verstehe ...

      Zitat von Raschl Beitrag anzeigen
      ... hab ich nur ausdrücken wollen, dass es manche, meiner Meinung nach, für unseren Anwendungszweck zu genau nehmen und es sich an der Stelle eigentlich schwerer machen als es vielleicht nötig wäre.
      ... ich aber nicht unter "Wissenschaft". Das ist eher das Gegenteil!

      LG, Philipp

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      • Raschl
        Member
        • 30.12.2017
        • 125
        • Dirk
        • MFC Auerbach / Opf.

        #18
        AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

        Hab das auch nicht auf Deinen Thread oder Deine Beiträge bezogen. Nicht falsch verstehen. Ich denke wir haben eigentlich genau die gleiche Meinung.

        Viele Grüße
        Dirk
        Fliegen heiÃ?t Landen

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        • Crashpilot1977
          Senior Member
          • 15.05.2017
          • 2285
          • Marek
          • Hontheim

          #19
          AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

          Am besten Blätter mit Welle und Rotorkopf wuchten.Das wäre das Optimum.
          Goblin Kraken 700 S
          Chronos 700 V2
          Protos 700 EVO

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          • siXtreme
            Senior Member
            • 05.06.2001
            • 3923
            • Robert

            #20
            AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

            Kann man mit einer Resonanz nicht leben, hat man zwei Möglichkeiten, sich zu wehren:
            - Frequenzen ändern.
            - Dämpfung erhöhen.
            Zwischenfrage:
            wäre da nicht eine weichere Dämpfung von Vorteil, sodass sich die Schwingungen eines "wobbelnden" Rotorkopf es erst gar nicht auf das Chassis übertragen?
            Beim TDR 1 mit dem Wackelkopf hat es funktioniert. Da war im Mittel Bereich der Dämpfung quasi gar keine Dämpfung vorhanden. Also frei schwingend....

            Gruß Robert
            Luftakrobat.

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            • TheFox
              Gelöscht
              • 28.10.2016
              • 7876
              • Peter
              • Ingolstadt/Bayern

              #21
              AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

              Da ich die Blätter meiner 250er Scale Modelle (Mehrblatt-Köpfe) sowohl längs als auch quer zuschneide, lackiere, und auch Night-Blades nicht verschont werden, ist das für mich sehr interessant. Zumal meine Helis (Blade 230S) bis zu 3700U/min max-Drehzahl an der Rotorwelle können...
              Also nur zu! Ich hab bisher auch nur mit der Blatt-Waage ausgewuchtet. Und manches Blatt scheint mir noch andere Probleme zu haben. Die FBL neigen manchmal zu seltsamem Drift.

              Kommentar

              • Jörg Nickel
                Member
                • 05.06.2002
                • 864
                • Jörg
                • Wildflieger rund um 31228 Stederdorf

                #22
                AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                Wozu soll ich einen dynamischen Schwerpunkt bestimmen wenn ich ihn nicht zum auswuchten benötige?

                Für Boris (Vereinskollege) Lama habe ich aus zwei stark unterschiedlich schweren Zweiblattsätzen einen Dreiblattsatz gebaut. Der Gewichtsunterschied war so groß,
                das ich das ähnlich wie von Egbert beschrieben gemacht habe, aber eben auch noch in X-Form über das Blatt um den Schwerpunkt in der Tiefe zu ermitteln.

                Der beeinflusst den Vorlauf, bei unterschiedlichen Pitchwinkeln würde das meinen Spurlauf beeinträchtigen.
                Dazu habe ich vor Jahren schon Versuche (unbeabsichtigt) mit selbst gefrästen Holzblättern gemacht, am Boden ein messerscharfer Spurlauf und im Schwebeflug 2cm daneben.

                Das lag nicht an evtl. unterschiedlichen Blattprofilen die durch ihren bei verschiedenen Anstellungen abweichenden Auftriebsmittelpunkt einen über den gesamten Pitchbereich korrekten Blattspurlauf unmöglich machen würden.

                Im Fall der Lama habe ich in dem einen stark leichteren Blatt ein Stück Blei eingesetzt, das nötige Harzgewicht natürlich berücksichtigt.
                Der Schwerpunkt war somit in der Draufsicht der 3 Blätter in X/Y an derselben Stelle bei gleichem Blattgewicht.
                Die 40 Jahre alte rein statische Info liefernde Schlüter-Waage war anschließend auch zufrieden damit. Der Heli flog auf Anhieb einwandfrei!

                Statisch in Längsrichtung zu wuchten um die durch das Schlagen der Blätter erzeugte Bogenform Richtung Rotorwelle zu kompensieren und den damit ansonsten unterschiedlich wandernden Einzelblattschwerpunkt auf gleicher Bahn zu halten halte ich für reine Theorie und daher völlig überflüssig! In der Blatttiefe macht es wie oben beschrieben Sinn!

                Einen heutigen Blattsatz kontrolliert man mit Roland's Waage oder bei ungeraden Mehrblattköpfen besser einzeln wie das die uralte Schlüter-Waage kann.

                Ewald Heim hat in einem Bericht über seinen brandneuen Star-Ranger sein Vorgehen bei einer Unwucht damals so beschrieben:
                Wenn es schüttelt, Klebeband auf ein Blatt, wird es schlimmer dann auf das andere kleben!

                Kommentar

                • <<Philipp>>
                  Senior Member
                  • 16.11.2016
                  • 2625
                  • Philipp

                  #23
                  Ohne da jetzt ...

                  Zitat von siXtreme Beitrag anzeigen
                  Zwischenfrage:
                  wäre da nicht eine weichere Dämpfung von Vorteil, sodass sich die Schwingungen eines "wobbelnden" Rotorkopf es erst gar nicht auf das Chassis übertragen?
                  ... eine wasserdichte Versuchsreihe, die auch ein Chance bei einer Dissertation hätte, liefern zu können, also einfach so dahin überlegt:

                  Ich denke, die weichen Blattgummis wirken ähnlich wie der Henseleit´sche Wackelkopf, man schafft damit ein zentrales Schlaggelenk!

                  Also bekommt man über den "Resonanzrotor" jedenfalls einmal die Synchronisierung von Schlagbewegung und Blattumlauf. Statt ein Wobbeln zu verursachen, verstärkt sich einfach irgendeine zyklische Steuerrichtung, was wohl vom FBL-System gut ausgeregelt werden kann, oder beim Paddelkopf nicht weiter auffällt, weil der Pilot ja zyklisch sowieso dauernd aktiv ist und da unbewusst dagegen hält.

                  Ob mit weichen Gummis der Rotor wobbelt, und das nur nicht auf den Heli übertragen wird?

                  Weiß nicht, darauf habe ich noch nie geachtet, aber als unsauberen Spurlauf müsste man das ja sehen können, oder?

                  Dass Köpfe mit harten Gummis oder sogar starr befestigten Blattlagerwellen bei hohen Drehzahlen nicht in Resonanz gehen, auch nicht bei Vielfachen niedrigerer "Wobbeldrehzahlen" schreibe ich der dabei hohen aerodynamischen Dämpfung zu, die dann die Entstehung merkbarer Resonanz Amplituden verhindert.

                  LG, Philipp

                  Kommentar

                  • Ulli600
                    Senior Member
                    • 02.07.2012
                    • 4223
                    • Ulrich
                    • Hamburg

                    #24
                    AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                    Zitat von &lt;&lt;Philipp&gt;&gt; Beitrag anzeigen
                    Weiß nicht, darauf habe ich noch nie geachtet, aber als unsauberen Spurlauf müsste man das ja sehen können, oder?
                    Einen sauberen "Spurlauf" hat man doch nur im ruhigen Schwebeflug, oder? Kleine, zyklische Korrekturen des fbl treffen ja nicht immer beide Blätter gleichzeitig. Das ist doch auch der Grund, warum ein 3-Blatt präziser ist. Es ist einfach öfters ein Blatt zur richtigen Zeit an der richtigen Position. Daher auch das Wobbeln bei zu harter Dämpfung und niedriger Drehzahl.

                    Wie wichtig nach Schwerpunkt und Gewicht gewuchtete Blätter sind, merkt man auch, wenn man übrig gebliebene Blätter, aus zwei Sätzen, fliegen will.
                    Mindestens haltbar bis: 17.04.2020

                    Kommentar

                    • enied
                      Senior Member
                      • 17.06.2017
                      • 3076
                      • Eugen
                      • Tirol

                      #25
                      AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                      Zitat von enied Beitrag anzeigen
                      ... und wenn Ihr den Schwerpunkt der Blätter nicht angleicht - wo klebt Ihr das Auswuchtgewicht dann auf ? Am Schwerpunkt des einzelnen Blattes ?

                      LG
                      Darf ich nochmals fragen, wo auf dem Rotorblatt Ihr die Klebegewichte anbringt ( beim nicht dynamischen wuchten ) ?

                      Ich am Schwerpunkt des Blattes, da dort meiner Meinung nach dann die Abweichungen bei verschiedenen Drehzahlen ( Fliehkraft ! ) am kleinsten sind.

                      Wie macht Ihr das ?

                      LG
                      Zuletzt geändert von enied; 30.03.2018, 15:48.

                      Kommentar

                      • raimcomputi
                        Senior Member
                        • 14.10.2012
                        • 9209
                        • Raimund
                        • Tönisvorst

                        #26
                        AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                        Zitat von enied Beitrag anzeigen
                        Darf ich nochmals fragen, wo auf dem Rotorblatt Ihr die Klebegewichte anbringt ( beim nicht dynamischen wuchten ) ?
                        Wenn ich klebe, dann in den Schwerpunkt.
                        XK K124 EC145, Protos 500, 450ger Jet Ranger
                        Walkera Devo10
                        Sim:Clearview, Heli-X

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                        • siXtreme
                          Senior Member
                          • 05.06.2001
                          • 3923
                          • Robert

                          #27
                          AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                          Im Beitrag Nr. Ist ein Link, da ist alles erklärt.
                          Was du meinst ist am Schwerpunkt, sonst stimmt es dynamisch nicht mehr.

                          Gruß Robert
                          Luftakrobat.

                          Kommentar

                          • Raschl
                            Member
                            • 30.12.2017
                            • 125
                            • Dirk
                            • MFC Auerbach / Opf.

                            #28
                            AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                            [quote=enied;3325679]Darf ich nochmals fragen, wo auf dem Rotorblatt Ihr die Klebegewichte anbringt ( beim nicht dynamischen wuchten ) ?
                            Ich ganz außen am Blatt das weniger "Drehmoment" auf der Rotorblattwaage erzeugt.
                            (Muss ja nicht zwangsläufig das leichtere Blatt sein.) Aber wenn ich so drüber nachdenke wäre es vielleicht sinnvoller innen anzukleben, weil hier dann feiner gewuchtet werden kann. Allerdings muss man dann viel mehr Masse aufkleben.


                            Zitat von Jörg Nickel Beitrag anzeigen
                            , aber eben auch noch in X-Form über das Blatt um den Schwerpunkt in der Tiefe zu ermitteln.
                            Hallö Jörg,
                            Sind die Vibrationen durch unterschiedlichen Vorlauf der Blätter dadurch so viel stärker?

                            Zitat von siXtreme Beitrag anzeigen
                            sonst stimmt es dynamisch nicht mehr.
                            Kann mal bitte jemand erklären was "dynamisch" beim Wuchten des Helirotors heißt?
                            Ich kenne "dynamisches Wuchten" nur so, dass Unwuchten bei Drehkörpern (ich sag absichtlich nicht Rotor) auftreten, die nur bei der Rotation (dynamisch) wirksam werden. Statisch, also ohne Rotation, kann er aber trotzdem durchaus gut gewuchtet sein. Der Drehkörper muss dazu aber eine Ausdehnung über die Drehachse (z.B. Zylinder) haben. Es wirken bei der Drehung dann die Fliehkräfte an der einen Stirnseite anders als auf der anderen.
                            Eine Ausdehnung über die Drehachse haben unsere Rotoren aber ja nicht. Die sind eher als Scheibe zu sehen. Woher soll also eine dynamische Unwucht kommen? (außer durch Schlag und Schwenkbewegungen der Blätter)

                            Viele Grüße
                            Dirk
                            Fliegen heiÃ?t Landen

                            Kommentar

                            • enied
                              Senior Member
                              • 17.06.2017
                              • 3076
                              • Eugen
                              • Tirol

                              #29
                              AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                              [QUOTE=Raschl;3325686]
                              Zitat von enied Beitrag anzeigen
                              Darf ich nochmals fragen, wo auf dem Rotorblatt Ihr die Klebegewichte anbringt ( beim nicht dynamischen wuchten ) ?
                              Ich ganz außen am Blatt das weniger "Drehmoment" auf der Rotorblattwaage erzeugt.
                              (Muss ja nicht zwangsläufig das leichtere Blatt sein.) Aber wenn ich so drüber nachdenke wäre es vielleicht sinnvoller innen anzukleben, weil hier dann feiner gewuchtet werden kann. Allerdings muss man dann viel mehr Masse aufkleben.



                              Hallö Jörg,
                              Sind die Vibrationen durch unterschiedlichen Vorlauf der Blätter dadurch so viel stärker?


                              Kann mal bitte jemand erklären was "dynamisch" beim Wuchten des Helirotors heißt?
                              Ich kenne "dynamisches Wuchten" nur so, dass Unwuchten bei Drehkörpern (ich sag absichtlich nicht Rotor) auftreten, die nur bei der Rotation (dynamisch) wirksam werden. Statisch, also ohne Rotation, kann er aber trotzdem durchaus gut gewuchtet sein. Der Drehkörper muss dazu aber eine Ausdehnung über die Drehachse (z.B. Zylinder) haben. Es wirken bei der Drehung dann die Fliehkräfte an der einen Stirnseite anders als auf der anderen.
                              Eine Ausdehnung über die Drehachse haben unsere Rotoren aber ja nicht. Die sind eher als Scheibe zu sehen. Woher soll also eine dynamische Unwucht kommen? (außer durch Schlag und Schwenkbewegungen der Blätter)

                              Viele Grüße
                              Dirk
                              Dynamisches Wuchten in Kurzform:

                              Jedes Rotorblatt hat einen Schwerpunkt. Für beste Ergebnisse muss sich dieser an der gleichen Stelle bei den Rotorblättern befinden.

                              Beim dynamischen Wuchten bringt man erst mal den Schwerpunkt der beiden Blätter an die gleiche Stelle. Erst dann wird das Gleichgewicht hergestellt, ebenfalls am Schwerpunkt ( der ja nun bei den Blättern an der gleichen Stelle liegt ).

                              LG

                              Kommentar

                              • Raschl
                                Member
                                • 30.12.2017
                                • 125
                                • Dirk
                                • MFC Auerbach / Opf.

                                #30
                                AW: Praxisrelevanter Aufwand beim Auswuchten der Rotorblätter?

                                Sorry, die Erklärung reicht mir nicht.

                                Du beschreibst wie alle Anleitungen und Tipps die ideale Vorgehensweise.
                                Warum das aber so durchgeführt werden muss, konnte mir bisher noch keiner erklären. (Hab allerdings, weil es keine Notwendigkeit gab, noch nie so intensiv darüber diskutiert.)
                                Woher kommt die dynamische Unwucht, die man statisch nicht ermitteln kann?
                                Oder anders, warum führt der Schwerpunkt, der bei allen Blättern an der gleichen Stelle am Blatt liegt, zu weniger dynamischer Unwucht?
                                Fliegen heiÃ?t Landen

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