Nicht umsonst hat Otto von Guericke auf beiden Seiten der Kugel Pferde gespannt. Es sieht halt viel spektakulärerer aus. So hält sich fälschlicherweise die Meinung, dass die Kraft verdoppelt wird. Auch Buchautoren können in diese Falle tappen.
Fliehkraft der Rotorblätter
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Snowman2
AW: Fliehkraft der Rotorblätter
Nicht umsonst hat Otto von Guericke auf beiden Seiten der Kugel Pferde gespannt. Es sieht halt viel spektakulärerer aus. So hält sich fälschlicherweise die Meinung, dass die Kraft verdoppelt wird. Auch Buchautoren können in diese Falle tappen.
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AW: Fliehkraft der Rotorblätter
Guten Morgen,
jetzt müsst ihr nur noch die Kräfte in kp oder N (und nicht mehr in g oder kg) angeben, dann mit dem Faktor "a" multiplizieren (siehe Holger), dann ist alles 100% richtig und die Professoren sind glücklich
,
einen schönen Herrentag
,
Grüße Stephan
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AW: Fliehkraft der Rotorblätter
Och.... ich wollt grad noch mit der Kerbwirkung anfangen
Kerbwirkung - Wikipedia
geiles thema
*duck und wech*[FONT="Arial"]GruÃ?
Hendrik[/FONT]
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AW: Fliehkraft der Rotorblätter
Nur wenn etwas in der Zeitung, im Internet oder in einem Buch steht, bedeutet nicht zwangsläufig, dass es auch richtig ist.Zitat von Melcomx30 Beitrag anzeigenAlso hier mal ein schlauer beitrag "von mir" stammt aus dem Buch TECHNISCHE GRUNDLAGEN FßR DEN BAU VON RC-HELIKOPTERN
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AW: Fliehkraft der Rotorblätter
Hole einfach mal eine Zugwaage.Zitat von Snowman2 Beitrag anzeigenNicht umsonst hat Otto von Guericke auf beiden Seiten der Kugel Pferde gespannt. Es sieht halt viel spektakulärerer aus. So hält sich fälschlicherweise die Meinung, dass die Kraft verdoppelt wird. Auch Buchautoren können in diese Falle tappen.
Mache sie an einer Seite fest und ziehe mit einer Hand.
Dann ziehe die Waage mit zwei Händen auseinder. Und?
Die Blattlagerwelle wird von zwei Blätter gezogen.
Also auf jeder Schraube die gleiche Kraft.
Oder halte mal ein Pferd fest; und dann zwei Pferde.
Herzliche Grüße
Lord BernhardBeam E4 Advance/ Beam 600E Avantgarde
Natürliche Feind des Piloten>Mücke<und umgekehrt
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Snowman2
AW: Fliehkraft der Rotorblätter
Was willst du jetzt damit sagen?Zitat von LordBernhard Beitrag anzeigenHole einfach mal eine Zugwaage.
Mache sie an einer Seite fest und ziehe mit einer Hand.
Dann ziehe die Waage mit zwei Händen auseinder. Und?
Die Blattlagerwelle wird von zwei Blätter gezogen.
Also auf jeder Schraube die gleiche Kraft.
Oder halte mal ein Pferd fest; und dann zwei Pferde.
Herzliche Grüße
Lord BernhardZuletzt geändert von Gast; 02.06.2011, 23:55.
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AW: Fliehkraft der Rotorblätter
Nachtrag dazu: die resultierende Kraft ist in der Zeichnung tatsächlich 68, aber der Angriffspunkt ist auch an der Aufhängung angezeichnet und nicht im Seil.als kleines sinnbild, vielleicht hilft es ja weiter[FONT="Comic Sans MS"]Gru� Kai[/FONT]
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AW: Fliehkraft der Rotorblätter
Noch was zu den Zuglasten, da ja immer mehr "gespeeded" wird:
Annahme: 90 Heli, 2400 am Kopf, Blatt mit 700mm. A) ist ein normales Blatt, B) ein F3C Blatt. Manche sind ja der Meinung mit einem F3C läge der Heli beim Speeden stabiler... 2400 am Kopf kommt da auch schon häufiger vor.
Die Zentrifugalkraft eines Blattes ist dann bei A) circa 880Kg, bei B) 1000Kg. Da liegt man bereits an der Zugspannungsgrenze einer M5! Siehe Diagramm.
Wichtig ist also was man da für eine Schraube verbaut hat. Eine M5 mit der üblichen Festigkeitsklasse von 8.8 ist da deutlich überlastet!! Wir haben ja bisher nur die STATISCHE Belastung gerechnet. Das ist einfach. Man muss aber drei weitere Faktoren berücksichtigen:
1) Sicherheitsfaktor von in der Regel 1.1. Also rund 10% Last dazu addieren.
2) Wir haben eine mehrachsige Belastung. Nicht nur Zug. Das Blatt übt auch eine Schlag- und eine Schwenkkraft aus. Beim Speeden wird die Blattschraube in der Regel so hart als möglich angezogen, um die Vibrationen durch das Schwenken zu minimieren. Die Schraube wird auf jeden Fall zyklisch nach oben / unten und nach vorn / hinten belastet. Diese Kräfte müssen addiert werden. Blöd ist dabei nur, dass die nicht nur rein additiv eingehen...
3) Wir haben keine statische, sondern eine dynamische Belastung. Und die liegt in der Regel um einige Faktoren UNTER der statischen Belastbarkeit. Ist aber nur aufwändig (wenn überhaupt) zu rechnen.
Fakt ist, dass der Betrieb eines 90er Helis mit 2400 am Kopf und den üblichen M5 (die meist nicht nach optimalem Drehmoment angezogen sind), bereits an bzw. über der Belastbarkeit der Blatthalterschrauben liegt. Wenn die Dinger nicht regelmäßig gewechselt werden und man nicht genau weiß was man tut, ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis es den ersten Kopf im Flug zerlegt.
Ist keine Unkerei, aber soll ein kleiner Denkanstoß sein...Zuletzt geändert von LarsBraun; 03.06.2011, 11:15.Handvoll Grü�e, Lars
VStabi mit bisschen Mechanik drum rum
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AW: Fliehkraft der Rotorblätter
Hi,
darf ich hier bitte mal eine andere Frage stellen?
Hier sind anscheinend die Profis die mir dass sicherlich beantworten können.
Welch Kraft hält eine M5 Verschraubung in Alu aus.
Ich möchte also an einer in Alu geschraubeten Schraube entsprechend anziehen, und würde gerne wissen wie stark ich daran ziehen darf bis dass Gewinde im Alu nach gibt.
Keine Scherkraft.
Gruß
WolfgangT-REX600, V22-Osprey im Bau
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heliprofessor
AW: Fliehkraft der Rotorblätter
Das kommt drauf an wie weit die Schraube im Alu ist.
Also vieviele Gewindegänge sich im Alu befinden.
Dann kommt´s noch drauf an was für Alu.
Da gibts gewaltige Unterschiede.
Wenn die Schraube weit genug im Alu ist hält das Gewinde mehr aus wie die Schraube.
Kommt narürlich auch auf die Schraube an 8.8 10.9 12.9Zuletzt geändert von Gast; 04.06.2011, 22:22.
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AW: Fliehkraft der Rotorblätter
Hi Markus,Zitat von heliprofessor Beitrag anzeigenDas kommt drauf an wie weit die Schraube im Alu ist.
Also vieviele Gewindegänge sich im Alu befinden.
Dann kommt´s noch drauf an was für Alu.
Da gibts gewaltige Unterschiede.
Wenn die Schraube weit genug im Alu ist hält das Gewinde mehr aus wie die Schraube.
Kommt narürlich auch auf die Schraube an 8.8 10.9 12.9
Gewindetiefe soll ca. 12mm sein.
Zum Alu.
Welches Alu sollte man für einen Rotorkopf verwenden?
Es soll ein 3-Blatt Rotorkopf für 60er Blätter werden.
Gibt es da eine genaue Materialbezeichnung?
Welche Zugkraft halten den die von dir angegebenen Schrauben aus?
Gruß
WolfgangT-REX600, V22-Osprey im Bau
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AW: Fliehkraft der Rotorblätter
@ Lars
Hast du in deinen Berechnungen berücksichtigt, das der Blattschwerpunkt bei 50-75% der Blattlänge sitzt?Bazinga
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HeliMitch
AW: Fliehkraft der Rotorblätter
[Feierabendlicher Klugscheißmode an]
Zitat von Snowman2 Beitrag anzeigenNicht umsonst hat Otto von Guericke auf beiden Seiten der Kugel Pferde gespannt. Es sieht halt viel spektakulärerer aus. So hält sich fälschlicherweise die Meinung, dass die Kraft verdoppelt wird. Auch Buchautoren können in diese Falle tappen.So. Das sind mal 2 von mir rausgepickte richtige Beiträge. Damit man sich das mal bildlich vorstellen kann:Zitat von Fantus Beitrag anzeigenfalsch ... der Blattlagerwelle ist es völlig egal, ob von beiden Seiten gezerrt wird oder nur von einer und auf der anderen Seite fixiert ist.
Seil an Decke festmachen, man hängt sich dran. Jetz "zieht" man an dem Seil also mit einem Gewicht von angenommenen 60kg oder anders es wirken runde 600N(ewton). Jetz muss die Decke eine Gegenkraft aufbringen, damit Dir der ganze Mist nicht auf den Kopf fällt. Jetz wirken also 600N nach unten (man selbst) und 600N nach "oben". Das auf dem Seil aber trotzdem kein 1200N wirken sollte klar sein. Da Kräfte als Vektoren dargestellt werden und diese in verschiedene Richtungen "zeigen", ergibt eine Addition der Kräfte sage und schreibe NULL. Somit herrscht ein Kräftegleichgewicht und man fällt weder nach oben noch nach unten sondern baumelt einfach. (Im Idealfall
)
Auf unser Problem mit dem Heli übertragen ist es der Gegenkraft völlig egal, ob diese durch einen fixierten Gegenstand erzeugt wird (Decke), oder eben durch die Fliehkraft des gegenüberliegenden Rotorblattes. Ergo sind wir wieder mal bei den berühmten 34kg (richtigerweise 340N) die auf die Welle wirken.
Ist für die Kraftwirkung auf die Welle völlig wurst. Ob im All, Wasser oder Wackelpudding, die Kräfte werden durch Fliehkräfte aufgebaut und diese ergibt sich aus der Kopfdrehzahl. Das einzige was sich ändert ist die notwendige Kraft um die entsprechende Drehzahl zu erreichen. Auch die Gravitation ist hier nicht von Bedeutung. Sprich egal wo bei 2500rpm wirken 340N auf die Welle.Zitat von LordBernhard Beitrag anzeigenSchade, wollte gerade ßberlegungen anstellen, wie das im All ohne Luftwiderstand ist.
[Feierabendlicher Klugscheißmode aus]
Müsste eigentlich so stimmen. Wenn nich, mach ich mirn Bier auf und denk noch mal drüber nach. ^^
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AW: Fliehkraft der Rotorblätter
@Daniel,
ja klar. Bei A) ein 3D Blatt mit normalem "3D" Schwerpunkt, bei B) ein schwereres F3C Blatt mit dem Schwerpunkt weiter außen. Der Abstand des CG geht ja im Quadrat ein. Da wird's gleich heftig heftig...Handvoll Grü�e, Lars
VStabi mit bisschen Mechanik drum rum
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AW: Fliehkraft der Rotorblätter
Verstehe nicht, warum immer noch viele der Meinung sind, dass die effektive Zugkraft doppelt wirkt.
Dann erklärt doch bitte, warum das Fallbeispiel der hier schon häufig erwähnten Magdeburger Halbkugeln - wo eindeutig geklärt ist, dass effektiv nur 15 und keine 30 Pferde ziehen - auf einen Rotorkopf nicht übertragbar sein soll."Zum Fliegen muss man nüchtern sein, das ist nicht so wie beim Autofahren." H. J. S.
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