Fliehkraft der Rotorblätter

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  • Snowman2
    Snowman2

    #46
    AW: Fliehkraft der Rotorblätter

    Nicht umsonst hat Otto von Guericke auf beiden Seiten der Kugel Pferde gespannt. Es sieht halt viel spektakulärerer aus. So hält sich fälschlicherweise die Meinung, dass die Kraft verdoppelt wird. Auch Buchautoren können in diese Falle tappen.

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    • Stephan Lukas
      lipoblitzer.de
      Hersteller Tuningteile
      • 02.01.2008
      • 4134
      • Stephan
      • etwas östlich von Berlin...

      #47
      AW: Fliehkraft der Rotorblätter

      Guten Morgen,

      jetzt müsst ihr nur noch die Kräfte in kp oder N (und nicht mehr in g oder kg) angeben, dann mit dem Faktor "a" multiplizieren (siehe Holger), dann ist alles 100% richtig und die Professoren sind glücklich ,

      einen schönen Herrentag ,
      Grüße Stephan
      Lipoblitzer und vieles mehr

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      • E-king 3
        Senior Member
        • 27.12.2009
        • 2183
        • Hendrik
        • Kreis Viersen

        #48
        AW: Fliehkraft der Rotorblätter

        Och.... ich wollt grad noch mit der Kerbwirkung anfangen

        Kerbwirkung - Wikipedia



        geiles thema

        *duck und wech*
        [FONT="Arial"]GruÃ?

        Hendrik[/FONT]

        Kommentar

        • Armin-brushless
          Gelöscht
          • 10.02.2010
          • 219
          • Armin
          • Köln & Leverkusen

          #49
          AW: Fliehkraft der Rotorblätter

          Zitat von Melcomx30 Beitrag anzeigen
          Also hier mal ein schlauer beitrag "von mir" stammt aus dem Buch TECHNISCHE GRUNDLAGEN FßR DEN BAU VON RC-HELIKOPTERN
          Nur wenn etwas in der Zeitung, im Internet oder in einem Buch steht, bedeutet nicht zwangsläufig, dass es auch richtig ist.

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          • LordBernhard
            Member
            • 21.11.2010
            • 600
            • Bernhard
            • Ã?50 Heiligenwald, Aero-Club Funkboys e.V. Schiffweiler- seit 1957

            #50
            AW: Fliehkraft der Rotorblätter

            Zitat von Snowman2 Beitrag anzeigen
            Nicht umsonst hat Otto von Guericke auf beiden Seiten der Kugel Pferde gespannt. Es sieht halt viel spektakulärerer aus. So hält sich fälschlicherweise die Meinung, dass die Kraft verdoppelt wird. Auch Buchautoren können in diese Falle tappen.
            Hole einfach mal eine Zugwaage.
            Mache sie an einer Seite fest und ziehe mit einer Hand.
            Dann ziehe die Waage mit zwei Händen auseinder. Und?
            Die Blattlagerwelle wird von zwei Blätter gezogen.
            Also auf jeder Schraube die gleiche Kraft.

            Oder halte mal ein Pferd fest; und dann zwei Pferde.

            Herzliche Grüße
            Lord Bernhard
            Beam E4 Advance/ Beam 600E Avantgarde
            Natürliche Feind des Piloten>Mücke<und umgekehrt

            Kommentar

            • Snowman2
              Snowman2

              #51
              AW: Fliehkraft der Rotorblätter

              Zitat von LordBernhard Beitrag anzeigen
              Hole einfach mal eine Zugwaage.
              Mache sie an einer Seite fest und ziehe mit einer Hand.
              Dann ziehe die Waage mit zwei Händen auseinder. Und?
              Die Blattlagerwelle wird von zwei Blätter gezogen.
              Also auf jeder Schraube die gleiche Kraft.

              Oder halte mal ein Pferd fest; und dann zwei Pferde.

              Herzliche Grüße
              Lord Bernhard
              Was willst du jetzt damit sagen?
              Zuletzt geändert von Gast; 02.06.2011, 23:55.

              Kommentar

              • kobalt
                Member
                • 30.11.2010
                • 636
                • Kai
                • MA und Umgebung

                #52
                AW: Fliehkraft der Rotorblätter

                als kleines sinnbild, vielleicht hilft es ja weiter
                Nachtrag dazu: die resultierende Kraft ist in der Zeichnung tatsächlich 68, aber der Angriffspunkt ist auch an der Aufhängung angezeichnet und nicht im Seil.
                [FONT="Comic Sans MS"]GruÃ? Kai[/FONT]

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                • LarsBraun
                  LeoLipo.de
                  Onlineshop
                  • 24.08.2008
                  • 900
                  • lars
                  • Leonberg

                  #53
                  AW: Fliehkraft der Rotorblätter

                  Noch was zu den Zuglasten, da ja immer mehr "gespeeded" wird:

                  Annahme: 90 Heli, 2400 am Kopf, Blatt mit 700mm. A) ist ein normales Blatt, B) ein F3C Blatt. Manche sind ja der Meinung mit einem F3C läge der Heli beim Speeden stabiler... 2400 am Kopf kommt da auch schon häufiger vor.

                  Die Zentrifugalkraft eines Blattes ist dann bei A) circa 880Kg, bei B) 1000Kg. Da liegt man bereits an der Zugspannungsgrenze einer M5! Siehe Diagramm.


                  Wichtig ist also was man da für eine Schraube verbaut hat. Eine M5 mit der üblichen Festigkeitsklasse von 8.8 ist da deutlich überlastet!! Wir haben ja bisher nur die STATISCHE Belastung gerechnet. Das ist einfach. Man muss aber drei weitere Faktoren berücksichtigen:
                  1) Sicherheitsfaktor von in der Regel 1.1. Also rund 10% Last dazu addieren.
                  2) Wir haben eine mehrachsige Belastung. Nicht nur Zug. Das Blatt übt auch eine Schlag- und eine Schwenkkraft aus. Beim Speeden wird die Blattschraube in der Regel so hart als möglich angezogen, um die Vibrationen durch das Schwenken zu minimieren. Die Schraube wird auf jeden Fall zyklisch nach oben / unten und nach vorn / hinten belastet. Diese Kräfte müssen addiert werden. Blöd ist dabei nur, dass die nicht nur rein additiv eingehen...
                  3) Wir haben keine statische, sondern eine dynamische Belastung. Und die liegt in der Regel um einige Faktoren UNTER der statischen Belastbarkeit. Ist aber nur aufwändig (wenn überhaupt) zu rechnen.

                  Fakt ist, dass der Betrieb eines 90er Helis mit 2400 am Kopf und den üblichen M5 (die meist nicht nach optimalem Drehmoment angezogen sind), bereits an bzw. über der Belastbarkeit der Blatthalterschrauben liegt. Wenn die Dinger nicht regelmäßig gewechselt werden und man nicht genau weiß was man tut, ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis es den ersten Kopf im Flug zerlegt.

                  Ist keine Unkerei, aber soll ein kleiner Denkanstoß sein...
                  Zuletzt geändert von LarsBraun; 03.06.2011, 11:15.
                  Handvoll Grü�e, Lars
                  VStabi mit bisschen Mechanik drum rum

                  Kommentar

                  • hydro
                    Member
                    • 09.07.2010
                    • 185
                    • Wolfgang
                    • Ergolding / Landshut

                    #54
                    AW: Fliehkraft der Rotorblätter

                    Hi,

                    darf ich hier bitte mal eine andere Frage stellen?
                    Hier sind anscheinend die Profis die mir dass sicherlich beantworten können.

                    Welch Kraft hält eine M5 Verschraubung in Alu aus.
                    Ich möchte also an einer in Alu geschraubeten Schraube entsprechend anziehen, und würde gerne wissen wie stark ich daran ziehen darf bis dass Gewinde im Alu nach gibt.
                    Keine Scherkraft.

                    Gruß
                    Wolfgang
                    T-REX600, V22-Osprey im Bau

                    Kommentar

                    • heliprofessor
                      heliprofessor

                      #55
                      AW: Fliehkraft der Rotorblätter

                      Das kommt drauf an wie weit die Schraube im Alu ist.
                      Also vieviele Gewindegänge sich im Alu befinden.
                      Dann kommt´s noch drauf an was für Alu.
                      Da gibts gewaltige Unterschiede.
                      Wenn die Schraube weit genug im Alu ist hält das Gewinde mehr aus wie die Schraube.
                      Kommt narürlich auch auf die Schraube an 8.8 10.9 12.9
                      Zuletzt geändert von Gast; 04.06.2011, 22:22.

                      Kommentar

                      • hydro
                        Member
                        • 09.07.2010
                        • 185
                        • Wolfgang
                        • Ergolding / Landshut

                        #56
                        AW: Fliehkraft der Rotorblätter

                        Zitat von heliprofessor Beitrag anzeigen
                        Das kommt drauf an wie weit die Schraube im Alu ist.
                        Also vieviele Gewindegänge sich im Alu befinden.
                        Dann kommt´s noch drauf an was für Alu.
                        Da gibts gewaltige Unterschiede.
                        Wenn die Schraube weit genug im Alu ist hält das Gewinde mehr aus wie die Schraube.
                        Kommt narürlich auch auf die Schraube an 8.8 10.9 12.9
                        Hi Markus,

                        Gewindetiefe soll ca. 12mm sein.

                        Zum Alu.
                        Welches Alu sollte man für einen Rotorkopf verwenden?
                        Es soll ein 3-Blatt Rotorkopf für 60er Blätter werden.
                        Gibt es da eine genaue Materialbezeichnung?

                        Welche Zugkraft halten den die von dir angegebenen Schrauben aus?

                        Gruß
                        Wolfgang
                        T-REX600, V22-Osprey im Bau

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                        • Daniel Jetschin
                          Senior Member
                          • 01.07.2002
                          • 3019
                          • Daniel
                          • Sinsheim

                          #57
                          AW: Fliehkraft der Rotorblätter

                          @ Lars

                          Hast du in deinen Berechnungen berücksichtigt, das der Blattschwerpunkt bei 50-75% der Blattlänge sitzt?
                          Bazinga

                          Kommentar

                          • HeliMitch
                            HeliMitch

                            #58
                            AW: Fliehkraft der Rotorblätter

                            [Feierabendlicher Klugscheißmode an]


                            Zitat von Snowman2 Beitrag anzeigen
                            Nicht umsonst hat Otto von Guericke auf beiden Seiten der Kugel Pferde gespannt. Es sieht halt viel spektakulärerer aus. So hält sich fälschlicherweise die Meinung, dass die Kraft verdoppelt wird. Auch Buchautoren können in diese Falle tappen.
                            Zitat von Fantus Beitrag anzeigen
                            falsch ... der Blattlagerwelle ist es völlig egal, ob von beiden Seiten gezerrt wird oder nur von einer und auf der anderen Seite fixiert ist.
                            So. Das sind mal 2 von mir rausgepickte richtige Beiträge. Damit man sich das mal bildlich vorstellen kann:

                            Seil an Decke festmachen, man hängt sich dran. Jetz "zieht" man an dem Seil also mit einem Gewicht von angenommenen 60kg oder anders es wirken runde 600N(ewton). Jetz muss die Decke eine Gegenkraft aufbringen, damit Dir der ganze Mist nicht auf den Kopf fällt. Jetz wirken also 600N nach unten (man selbst) und 600N nach "oben". Das auf dem Seil aber trotzdem kein 1200N wirken sollte klar sein. Da Kräfte als Vektoren dargestellt werden und diese in verschiedene Richtungen "zeigen", ergibt eine Addition der Kräfte sage und schreibe NULL. Somit herrscht ein Kräftegleichgewicht und man fällt weder nach oben noch nach unten sondern baumelt einfach. (Im Idealfall )

                            Auf unser Problem mit dem Heli übertragen ist es der Gegenkraft völlig egal, ob diese durch einen fixierten Gegenstand erzeugt wird (Decke), oder eben durch die Fliehkraft des gegenüberliegenden Rotorblattes. Ergo sind wir wieder mal bei den berühmten 34kg (richtigerweise 340N) die auf die Welle wirken.


                            Zitat von LordBernhard Beitrag anzeigen
                            Schade, wollte gerade ßberlegungen anstellen, wie das im All ohne Luftwiderstand ist.
                            Ist für die Kraftwirkung auf die Welle völlig wurst. Ob im All, Wasser oder Wackelpudding, die Kräfte werden durch Fliehkräfte aufgebaut und diese ergibt sich aus der Kopfdrehzahl. Das einzige was sich ändert ist die notwendige Kraft um die entsprechende Drehzahl zu erreichen. Auch die Gravitation ist hier nicht von Bedeutung. Sprich egal wo bei 2500rpm wirken 340N auf die Welle.


                            [Feierabendlicher Klugscheißmode aus]

                            Müsste eigentlich so stimmen. Wenn nich, mach ich mirn Bier auf und denk noch mal drüber nach. ^^

                            Kommentar

                            • LarsBraun
                              LeoLipo.de
                              Onlineshop
                              • 24.08.2008
                              • 900
                              • lars
                              • Leonberg

                              #59
                              AW: Fliehkraft der Rotorblätter

                              @Daniel,

                              ja klar. Bei A) ein 3D Blatt mit normalem "3D" Schwerpunkt, bei B) ein schwereres F3C Blatt mit dem Schwerpunkt weiter außen. Der Abstand des CG geht ja im Quadrat ein. Da wird's gleich heftig heftig...
                              Handvoll Grü�e, Lars
                              VStabi mit bisschen Mechanik drum rum

                              Kommentar

                              • BackusNauerForm
                                Member
                                • 09.09.2010
                                • 471
                                • Franc
                                • Bautzen

                                #60
                                AW: Fliehkraft der Rotorblätter

                                Verstehe nicht, warum immer noch viele der Meinung sind, dass die effektive Zugkraft doppelt wirkt.

                                Dann erklärt doch bitte, warum das Fallbeispiel der hier schon häufig erwähnten Magdeburger Halbkugeln - wo eindeutig geklärt ist, dass effektiv nur 15 und keine 30 Pferde ziehen - auf einen Rotorkopf nicht übertragbar sein soll.
                                "Zum Fliegen muss man nüchtern sein, das ist nicht so wie beim Autofahren." H. J. S.

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