Risikomomente beim Fliegen

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  • LordBernhard
    Member
    • 21.11.2010
    • 600
    • Bernhard
    • Ã?50 Heiligenwald, Aero-Club Funkboys e.V. Schiffweiler- seit 1957

    #31
    AW: Risikomomente beim Fliegen

    Zitat von Chris Benndorf Beitrag anzeigen
    Das schreibt man doch mit "C", und seit wann ist Campen zur Kunst erhoben? Das Camper allerdings immer die Ruhe weg haben, ist mir auch schon aufgefallen...

    SCNR

    Chris
    Da siehst Du, wie zerstreut ich in meinem Alter bin. Soll natürlich Kampfkunst heißen.
    Wollte hier meine Erfahrungen mit etlichen Schüler aufzeigen.
    Heli fliegen ist ja auch eine Kunst. Der Mensch wird nicht als Pilot geboren.
    So habe ich auch das Motorradfahren unter anderen Gesichtspunkten erlernt.
    Ja, da hatte ich so viel Ruhe, dass ich beim vollen Beschleunigen auf der Autobahn mit meiner 160 PS Honda erst ab 230 km/h die zweite Hand an den Lenker legte.
    Oder mit dem Knie auf dem Boden in die Einfahrten gefahren bin.
    War nicht irre, da ich von einigen Profirennfahrern die Technik gelernt habe.
    Und hier finde ich, dass es auch bei anderen Sportarten Parallelen gibt die Gefährlichkeit in Grenzen zu halten. Das heißt erst die Grundlagen beherrschen bevor man Komplizierte Aufgaben lösen will.
    Hier gilt halt die Routine welcher sich jeder aneignen muss die Ruhe bringt.
    So trinke ich am Sim währen ich einen Looping mache auch schon mal einen Schluck Kaffee und steuere nur mit einem Knüppel. Draußen habe ich natürlich keinen Kaffee dabei.
    Das ist Souveränität.


    Herzliche Grüße
    Lord Bernhard of Kerry

    Zitat: -Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.- John Ruskin
    Beam E4 Advance/ Beam 600E Avantgarde
    Natürliche Feind des Piloten>Mücke<und umgekehrt

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    • Chris Benndorf
      Member
      • 30.12.2008
      • 414
      • Chris
      • MFSV Sippersfeld, Pfalz (und auf der Wiese nebenan)

      #32
      AW: Risikomomente beim Fliegen

      Die gefaehrlichsten Situationen entstehen bei mir immer durchs Denken und immer bei Sachen die ich sehr gut beherrsche. So fliege ich (ohne Nachzudenken) etliche schoene Kreise und urploetzlich denke ich darueber nach, wie man so einen Kreis denn nochmal lenkt und nix geht mehr...

      Auf die Art und Weise habe ich Mitte letzten Jahres einen 600ESP versenkt, als ich mitten im Looping stehen geblieben bin, dachte "aeehhh, wie ging denn das noch", und den Heli senkrecht eingebombt habe -> Totalschaden. Ich hatte vorher schon hunderte Loopings geflogen und auf einmal schlaegt mein "Heli-Alzheimer" zu.

      Kennt ihr soetwas auch?

      Gruss
      Chris
      Rex 600 N/GT5, 600 ESP/GR-18+3xG, Warp 360 und Atom 500 mit Brain, X3/GR-18+3xG
      GR mz-24

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      • Helifan
        Helifan

        #33
        AW: Risikomomente beim Fliegen

        Jep, besonders wenn ich dannüberlege wie ich den Heli wieder in meine gewald bekomme.
        Dann ist er schon unten. Hatte ich letztes Jahr zwei mal. Auch totalschaden , auch mein Verbrenner.

        Aber uns bekommt der Heli nicht klein.

        Gruß
        helifan

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        • Chris Benndorf
          Member
          • 30.12.2008
          • 414
          • Chris
          • MFSV Sippersfeld, Pfalz (und auf der Wiese nebenan)

          #34
          AW: Risikomomente beim Fliegen

          Zitat von LordBernhard Beitrag anzeigen
          Da siehst Du, wie zerstreut ich in meinem Alter bin. Soll natürlich Kampfkunst heißen.
          Da haben wir sowohl das Zerstreute, wie auch das Alter gemeinsam Und ich hab schon gesehen, was das heissen sollte, konnte mich aber nicht bremsen (SCNR -> Sorry, could not resist).

          Gruss
          Chris
          Rex 600 N/GT5, 600 ESP/GR-18+3xG, Warp 360 und Atom 500 mit Brain, X3/GR-18+3xG
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          • LordBernhard
            Member
            • 21.11.2010
            • 600
            • Bernhard
            • Ã?50 Heiligenwald, Aero-Club Funkboys e.V. Schiffweiler- seit 1957

            #35
            AW: Risikomomente beim Fliegen

            Hallo Chris
            Freut mich!
            Habe es extra für Dich noch mal erklärt.
            Ich komme aus dem Saarland. (SCNR)
            Jetzt aber im Ernst.
            Das mit dem Denken habe ich auch analysiert.
            Gut ich habe mir im Laufe meines Lebens einiges angeeignet.
            So spiele ich auch noch Violine. Da muss man auch verschiedene Bewegungen koordinieren.
            Da geht, sich selbst zuhören und spielen auch nicht.
            Also Fliegen und nachdenken und dem Heli zuschauen übersteigt die menschlichen Fähigkeiten.

            Da muss man als tricksen. Dazu ein Tipp: halte beim Fliegen den Unterkiefer entspannt; und du wirst weniger an andere Sachen denken.
            Versuche einfach mal mit runterhängendem Kiefer eine Rechenaufgabe zu lösen.
            Umgekehrt versuche mal mit verbissenem Kiefer an etwas Schönes zu denken.
            Also was bleibt? Wie man so schön sagt: aus dem Bauch heraus handeln.

            Ich habe hier schon einige hilfreiche Gedanken aus meiner Ausarbeitung veröffentlich, welche noch darauf warten ausprobiert zu werden.



            Auszug meiner Ausarbeitung:

            Hast Du deine ßbungen am Simulator genügend gefestigt, gehe raus und mache im Realen einfach das, was Du am Simulator schon gut trainiert hast. Teste immer wieder die Reaktionen deines Heli je nach Wetterlage und Umgebungstemperatur aufs Neue aus.

            Bleibe bei höchstens 60% deines Simulatorkönnens, um keine ßberforderung zu riskieren und um Zeit zur Selbstbeobachtung zu haben.

            Ganz wichtig! Merke dir immer nur das, was Du richtig gemacht hast.

            Es fällt leichter sich Erfolgserlebnisse zu merken, als Fehler ständig zu verdrängen. Hat etwas nicht richtig geklappt, analisiere kurz und vergesse einfach diesen Fehler. Ansonsten bleibt er als unnötiger Ballast im Hinterkopf. Fange nochmals neu an und erfreue dich an deinen Erfolge.

            Glaube nicht einmal daran alles auf einmal zu lernen. Jede neue Flugfigur erfordert im Einzelnen durchgearbeitet zu werden. Das ist meist zeit- und arbeitsintensiv. Dieses kann einen manchmal zum Rand der Verzweiflung bringen. Man kommt sich als unbeholfener vor als beim ersten Schweben. Darum übe Neues nur wenn Du dich gut dabei fühlst.
            Unterteile alles in Einzelschritte (Vorübungen). Erzwinge nichts und breche sofort ohne zögern ab, sollte eine ßbung schon im Ansatz nicht funktioniert, oder Du dabei unsicher wirst.

            Einiges scheinst Du leichter zu lernen. Konzentriere dich demnach am meisten auf das, was Dir noch schwierig fällt zu verbessern. Sei dabei nicht verbissen und halte deinen Kiefer locker. Verbissenheit stört die Konzentration.

            Taste dich immer wieder langsam aufbauend von dem was Du kannst, an das Neue ran. Oft übt man das was einem leicht fällt und sowieso schon sehr gut funktioniert, unnötig weiter.

            Dennoch wiederhole zum Entspannen auch schon gekonnte zurückliegende ßbungen unter neuesten Gesichtspunkten, um sie weiter zu festigen und gehe erst dann eine neue ßbung an. ßberlege dir zu jeder ßbung einen Notausstieg, falls sie daneben geht. Mache einfach das was dir zuerst in den Sinn kommt.

            So lernst Du am schnellsten.

            Du hattest so schon mal geübt. Als Du als Kleinkind das Gehen lerntest, bist Du nur dadurch erfolgreich weitergekommen, dass Du über Misserfolge nicht nachgedacht und nur das genutzt hattest, was auch funktionierte.

            Hast Du genügend Routine, wirst Du ohne viel nachzudenken in allen Situationen reflexartig das Richtige tun und dich leichter auf das Planen von Flugfiguren konzentrieren können.
            So wie Du z.B. eine Treppe hochgehst ohne zu überlegen wie Du das machst.

            Gerade das Fliegen erfordert eine besonders genaue Koordinierung von Augen und Fingern, bzw., was die Bewegungen der Knüppel bewirken.

            Weil unser Gehirn im Unterbewussten überwiegend in wiedererkennen von Bildern und Mustern arbeitet, ist es von großer Wichtigkeit, viele unterschiedliche Flugsituationen zu sehen, um sie zu trainieren.

            Nur somit wirst Du in der Lage sein auf alle möglichen Fluglagen richtig zu reagieren.

            Wiederhole deshalb ständig die Ansicht des Helis, um so viele wie mögliche verschiedener Fluglagen zu beherrschen.
            Das heißt jede Situation muss durch ständiges üben und wiederholen in unserem Gehirn einprogrammiert werden, so werden die Situationen bei denen du nicht genau weist was zu tun ist immer weniger.

            Oft erkennst Du nicht die genaue Fluglage und musst abwarten um deinen Heli weiter zu steuern.
            Beim Flug vor einem Hintergrund mit wenig Kontrast, wie vor dunklen Häusern, Bäume oder Sträuchern. Gegen das Sonnenlicht.
            Da sind während dem Flug immer wieder nur kleine Zeitfenster offen um Korrekturen auszuführen
            So bleibt dir nichts anderes übrig, sich an die letzte Lenkbewegung zu erinnern und demnach zu handeln den Heli in eine erkennbare Position zu bringen

            Es hört sich jetzt als eine herausfordernde Gedächtnisleistung an.

            Aber erst wenn Du zu jeder möglichen bildlich erkannten Flugsituation die richtigen Aktionen dazu gelernt hast, wirst Du reflexartig das richtige machen; und deinen Heli beherrschen. Deswegen fällt es dir gegenüber langsamen Schwebefiguren tatsächlich leichter an einem Stück zu fliegen, um immer in Bewegung zu bleiben. Da sich hierbei die dir bekannten Fluglagen schnell wiederholen und die Ungeübten schneller vergehen. Also, was gibt-s zu üben?

            Lernen am Simulator: Unser Gedächtnis braucht Zeit sich neu zu sortieren. Eine Nacht geschlafen und plötzlich geht dir, woran Du gestern noch verzweifelt bist, locker von den Fingern.

            Du solltest aufhören, wenn Du keinen Fortschritt mehr machst. Natürlich musst Du nicht sofort aufhören wenn es schwer wird. Ein bisschen -Brain Storm- gehört schon dazu.

            Jeder besitzt eine gewisse Menge an Aufmerksamkeit und Konzentrationsvermögen.

            Sagen wir mal deine Aufmerksamkeit beträgt genau 100%. Beim Fliegen musst Du blitzschnell Hunderte von Entscheidungen treffen.
            Wenn Du die meisten Entscheidungen richtig triffst, bist Du wahrscheinlich schon ein recht guter Pilot.

            Das, was Du nicht verstanden hast, wird aber den größten Teil deiner Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen.

            Wann immer Du in die Lage kommst, die Du nicht beherrscht, wird sich deine ganze Aufmerksamkeit darauf fixieren. Oft fürchtest Du eine Situation, bei der Du nicht weißt, was dabei herauskommt.
            Die daraus resultierende Panik kostet dich 100% deiner Aufmerksamkeit oder sogar mehr.

            Wenn Du dir vorher genau überlegt hast, was in einer solchen möglichen Situation zu tun ist, benötigt das viel weniger an Aufmerksamkeit.

            Unser bewusster Verstand schafft maximal sieben Informationen gleichzeitig zu verarbeiten. Er schafft etwa 40 bis 60 Bit pro Sekunde. Was dem Informationsstrom beim Lesen dieser Zeilen entspricht.
            Seine Stärke ist nicht Schnelligkeit sonder Präzision: Er analysiert Fakten und kommt zu Ergebnisse, die er in Worte und Bilder fassen kann, um sie in Handlungen umzusetzen.

            Er ist rasch überfordert mehrere Entscheidungen gleichzeitig zu treffen. Jeder kennt das aus dem Alltag. Will man im Kaufhaus die günstigste Packung Cornflakes mit unterschiedlichen Packungsgrößen und Inhalten finden, ist der Kopf ausgelastet. Wehe, das Handy klingelt und stört die Denkarbeit.

            Obwohl Frauen von Natur aus talentierter sind mehrere Sachen auf einmal zu erledigen, können durchaus auch Männer das mit ßben erreichen.

            Im Unbewussten kann unser Verstand schier unbegrenzt viele Informationen aus der Umwelt verarbeiten: Seine Verarbeitungsgeschwindigkeit liegt hier über zehn Millionen Bit pro Sekunde! Wir sehen, fühlen und erledigen Routinetätigkeiten ohne darüber nachzudenken.

            Alles, was Du schon vorher in Ruhe geplant hast und gedanklich exakt ausführen kannst, wirst Du auch später genau so beim Fliegen realisieren können.

            Hast Du etwas genau verstanden, eingeübt und bist daran gewöhnt, wirst Du merken, dass es dir immer leichter fällt, dir ein beruhigendes Selbstvertrauen gibt; und Du dich nicht mehr so angestrengt konzentrieren musst.

            Dadurch bleibt dir Zeit und Entscheidungsfreiheit, um deinen Flug ohne ßberraschungen kreativ weiter zu führen- Deine Entscheidungen genau zu beobachten um demnach zu experimentieren deine Fähigkeiten spektakulär zu verbessern.





            -Immer höher, schneller und schneller, bis der Rausch der Geschwindigkeit die Absturzfurcht überwindet und der Spaß beginnt!-


            Planen + ausführen + beobachten + korrigieren + üben = Erfolg!


            Nur wenn Du genau weißt, was Du gemacht hast, weiß Du auch was Du ändern kannst.


            Viel Erfolg!

            Ich hoffe es ist nicht zu viel für Dich als Pf��.. (SCNR -> Sorry, could not resist).

            Herzliche Grüße
            Lord Bernhard
            Beam E4 Advance/ Beam 600E Avantgarde
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            • Chris Benndorf
              Member
              • 30.12.2008
              • 414
              • Chris
              • MFSV Sippersfeld, Pfalz (und auf der Wiese nebenan)

              #36
              AW: Risikomomente beim Fliegen

              Bin Hamburger* (wobei ein Kollege immer behauptet, ich waere Walpfaelzer) und somit im Zwist Saarland/Pfalz neutral.

              PS: Nein, ich habe kein H vergessen...
              PPS: *Vielleicht eher "Doppelwhopper"

              Gruss
              Chris
              Rex 600 N/GT5, 600 ESP/GR-18+3xG, Warp 360 und Atom 500 mit Brain, X3/GR-18+3xG
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              • LordBernhard
                Member
                • 21.11.2010
                • 600
                • Bernhard
                • Ã?50 Heiligenwald, Aero-Club Funkboys e.V. Schiffweiler- seit 1957

                #37
                AW: Risikomomente beim Fliegen

                Hallo Chris,
                hab mal kurz deine Website überflogen.
                Schön gemacht!
                Da steht, dass Du das längere Seitenschweben nicht besonders gut kannst.
                Nun ich kann einen ganzen Akku seitwärts schweben. ßbe als mal auf meiner Terrasse mit 450er zwischen Tisch und Geländer auf einer Fläche von 1,50 X 2,80 Meter. Nicht zum nachmachen empfohlen.

                Orientiere mich dabei am stärksten auf die Kufen.

                Hierzu auch noch etwas:

                Ein rechtsdrehender Heli bleibt beim Standschweben (Heckschweben) nur auf der Stelle, wenn er leicht nach hinten und rechts geneigt ist.

                So auch beim Nasen- und Seitenschweben ist der Heli leicht geneigt um auf der Stelle zu bleiben. Die Knüppelbewegung sind die gleichen wie beim Heckschweben. Lediglich der Heli wird aus einer anderen Perspektive gesehen.
                Beim ersten Seitenschweben hilft schon dich mitzudrehen oder sich gedanklich hinter den Heli zu stellen. So als ob Du Heckschweben übst.

                Nasenschweben: Die Standschwebe ist ein absolut instabiler Zustand, da keinerlei aerodynamisch stabilisierende Komponente (wie z.B. beim Flug mit Vorwärtsgeschwindigkeit) hier greifen. Deshalb beim Nasenschweben den Heli permanent mit ganz minimalen Roll- und Nickausschlägen hin und her schaukeln. Wenn der Heli auszubrechen versucht, mit leichtem -Pitch- zucken- gelegentlich etwas Energie aus dem Rotor nehmen. Lasse dabei beide Knüppelausschläge immer kürzer werden, um nicht hektisch zu werden.

                Probier es einfach mal aus. Hat mir sehr geholfen.
                Als Hamburger griegste das hin.

                Will jetzt auch nicht mehr weiter vom Thema abweichen.

                Herzliche Grüße
                Lord Bernhard
                Beam E4 Advance/ Beam 600E Avantgarde
                Natürliche Feind des Piloten>Mücke<und umgekehrt

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                • Chris Benndorf
                  Member
                  • 30.12.2008
                  • 414
                  • Chris
                  • MFSV Sippersfeld, Pfalz (und auf der Wiese nebenan)

                  #38
                  AW: Risikomomente beim Fliegen

                  Zitat von LordBernhard Beitrag anzeigen
                  Nun ich kann einen ganzen Akku seitwärts schweben. ßbe als mal auf meiner Terrasse mit 450er zwischen Tisch und Geländer auf einer Fläche von 1,50 X 2,80 Meter. Nicht zum nachmachen empfohlen.
                  Passt gut ins Thema!

                  Gruss
                  Chris
                  Rex 600 N/GT5, 600 ESP/GR-18+3xG, Warp 360 und Atom 500 mit Brain, X3/GR-18+3xG
                  GR mz-24

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                  • LordBernhard
                    Member
                    • 21.11.2010
                    • 600
                    • Bernhard
                    • Ã?50 Heiligenwald, Aero-Club Funkboys e.V. Schiffweiler- seit 1957

                    #39
                    AW: Risikomomente beim Fliegen

                    Ohne das Risiko in Kauf zu nehmen nach dem Aufsteigen einen Absturz zu erleiden, kann man niemals fliegen.

                    Ein Risiko ist relativ zur Eintrittswahrscheinlichkeit, dem Schadensausmaß bei Eintritt des Schadens und zum Verursacher.

                    Was für den Einen ein großes Risiko bedeutet ist für einen Anderen lediglich ein kalkulierbares Restrisiko.

                    Ein bestehendes Restrisiko gilt es durch Maßnahmen zu minimieren.

                    Wer das Risiko nicht in Kauf nehmen will nach dem Aufsteigen einen Absturz zu erleiden, bleibt besser am Boden.

                    Auch wenn ein Heli Kufen hat. Wie hoch ist das Risiko im Winter Schnee in die Elektronik zu bekommen?

                    Der noch nie etwas riskiert hat, werfe den ersten Stein.

                    Herzliche Grüße
                    Lord Bernhard
                    Beam E4 Advance/ Beam 600E Avantgarde
                    Natürliche Feind des Piloten>Mücke<und umgekehrt

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                    • Tornadoxt
                      Tornadoxt

                      #40
                      AW: Risikomomente beim Fliegen

                      Wie Bruce Lee einst sagte:"Erst muss man alles lernen um es dann wieder zu vergessen".
                      (Will heissen , wenn etwas flüssig und perfekt ablaufen soll ,dann muss es in Fleisch und Blut
                      übergegangen sein,...zum denken bleibt keine Zeit).

                      Kommentar

                      • LordBernhard
                        Member
                        • 21.11.2010
                        • 600
                        • Bernhard
                        • Ã?50 Heiligenwald, Aero-Club Funkboys e.V. Schiffweiler- seit 1957

                        #41
                        AW: Risikomomente beim Fliegen

                        Hi,
                        noch einer so früh auf.

                        Genau richtig!
                        So habe ich aus meinen 35 jährigen Erfahrungen als Kampfkunstlehrer auch Prinzipien aus dem Wing Tsun Kung Fu System fürs Helifliegen angewandt.
                        Kann man auf vieles übertragen wenn etwas funktionieren soll.
                        Kampkunst ist ja auch mit etlichen Risiken verbunden wenn man es falsch macht.
                        ßbrigens wäre Bruce Lee nach der Familienstruktur ein Großonkel von mir.

                        Herzliche Grüße
                        Lord Bernhard
                        Beam E4 Advance/ Beam 600E Avantgarde
                        Natürliche Feind des Piloten>Mücke<und umgekehrt

                        Kommentar

                        • LordBernhard
                          Member
                          • 21.11.2010
                          • 600
                          • Bernhard
                          • Ã?50 Heiligenwald, Aero-Club Funkboys e.V. Schiffweiler- seit 1957

                          #42
                          AW: Risikomomente beim Fliegen

                          Zitat von Vincent Beitrag anzeigen
                          "Hallo" Euch,

                          Es passiert mir beim Fliegen immermal wieder, dass ich für Bruchteile (0-1-2 Sekunden) die Kontrolle "scheinbar" verliere, bzw nicht mehr das 110% Kontrolle Feeling habe. So klassische Momente wie:

                          - Man fliegt ein Manöver und kommt plötzlich überm Kopf in unbekannter Lage heraus.
                          - Man fliegt zu schnell und der Heli macht plötzlich eine unvorhergesehene Bewegung, die ihn in eine andere Fluglage versetzt.
                          - Man fliegt umher und auf einmal wird man so dermaßen vom grellem Winterhimmel geblendet, dass man kaum noch was sieht.
                          - Man steuert ein Manöver versehentlich unsauber und schon ist der Heli hinter der Fluglinie.
                          - Technischer Defekt in einem Manöver und der Heli tut was unvorhergesehenes
                          - Man schaut kurz aufs Display, dann wieder zum Himmel und der Heli ist VIELLL zu Nahe auf einmal..

                          Wie ergeht es Euch denn so mit diesen "haarigen" oder "knappen", "kritischen", "unvorhergesehen" Situationen ? Bzw, was ist Euch denn so alles passiert oder eben "Nicht passiert" ?

                          Grüße,
                          Vince
                          Schaue ich mir am Anfang die Fragen von Vincent an, bemerke ich, dass ein großer Teil beantwortet wurde.

                          Hab noch etwas in meiner Ausarbeitung über das Kreisfliegen gefunden:

                          -Ein Heli macht nichts alleine. Ein Heli will geflogen werden! Was Du machst geschieht; und was Du nicht machst geschieht auch nicht.-
                          Merke:

                          Sage deinem Heli beim Fliegen einfach immer und immer wieder [SIZE="3"]-Ich fliege, - kontrolliere dich! -[/SIZE] So aktiv fliegen wie eine Schwalbe in der Natur.

                          Nur dann hast Du Erfolg und wirst deinen Flugstil verbessern können. Beim Flächenflieger fliegt das Flugzeug und wird dabei in seiner Richtung beeinflusst. Beim Heli fliegt aber nur der Pilot und hält seinen Heli konzentriert und ständig aktiv in der Luft.

                          -Ein erfolgreicher Flug ist nichts anderes als die Verhinderung des Abstürzen!-

                          Also immer gegenüber dem Simulatortraining ohne übermütig zu werden, draußen so viel Mut nehmen, die blockierende Angst eines eventuellen Absturzes aus den Gedanken zu halten, um ihn mit allen Mittel vermeiden zu können, wenn es einmal kritisch wird. Du machst ja alles was Du kannst um weiterzufliegen. Zudem ist ein Heli zu reparieren.

                          Ist alles eine Kopfsache. ßber ein Brett auf dem Boden läufst Du ohne nachzudenken drüber. Das gleiche Brett in fünf Metern Höhe bereitet Dir enorme Schwierigkeiten. Denkst Du ständig nur ans Stürzen, oder etwas anderes, fällst Du runter. Denkst Du ausschließlich nur ans Fliegen fliegt auch dein Heli. Du verstehst, was ich meine?
                          Hörst Du auf konzentriert, bewusst zu fliegen, fliegt dein Heli auch nicht mehr.

                          Sollte kein technischer Defekt, oder Bodenkontakt die Ursache sein, sind die meisten Abstürze seitlich auf eine zu schräg angestellte Rotorscheibe zurückzuführen. Anstatt mit Nick und Roll schnell den Rotor gerade zu stellen, wird oft noch Pitch dazu gegeben, was den Absturz natürlich noch beschleunigt.

                          -Die Seismologen werden es melden, wenn dein Heli am Boden ankommt.-

                          Herzliche Grüße
                          Lord Bernhard
                          Beam E4 Advance/ Beam 600E Avantgarde
                          Natürliche Feind des Piloten>Mücke<und umgekehrt

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                          • luis
                            luis

                            #43
                            AW: Risikomomente beim Fliegen

                            Es gibt allerdings einen kleinen Faktor den ihr weder vorausbestimmen könnt noch beinflussen. Jeder hat ihn , aber nicht jeder hat ihn schon bewusst wahrgenommen.
                            Ich habe ihm einen eigenen Namen gegeben : "Brainlag"

                            Passiert und schon gesehen bei den weltbesten Piloten , ca 0.5-1,5 Sec kurzer Moment in dem alle Abläufe eingefroren sind bzw nur laufende Tasks genau so weiterlaufen, zbsp Sprache spricht weiter, aber Motorik ist eingefroren etc.
                            Auslöser sind oft unbewusst wahrgenommene Eindrücke.

                            Daraus heraus kann dann ohne weiteres ein "unvorhergesehen auf dem Kopf" resultieren. Dann hast du noch Chancen es zu korrigieren.

                            "On the Deck" allerdings erkennst du den Brainlag dann am Einschlag

                            In normalen Lebenssituationen bemerkt man solche Lags kaum, am Limit aber eben schon. Ja ja, was wäre das Leben ohne Variablen

                            Questions ? Ask Univ. Med. Prim. Doz. Dr. Luis

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                            • LordBernhard
                              Member
                              • 21.11.2010
                              • 600
                              • Bernhard
                              • Ã?50 Heiligenwald, Aero-Club Funkboys e.V. Schiffweiler- seit 1957

                              #44
                              AW: Risikomomente beim Fliegen

                              Jetzt wird mir einiges klar.

                              Das sind dann die Situationen, wenn man eine noch nicht gut eingeübte Figur fliegen möchte. Genau im Moment der Anfluges jemand eine Frage stellt und man wie paralysiert nur noch in der Lage ist den Heli gerade so abzufangen. Oder denkt kurz nach, ob man zu hause die Tür geschlossen hat.
                              Ist mir schon öfters aufgefallen. Konnte es aber nirgends zuordnen.

                              Liege ich hier richtig?

                              Herzliche Grüße
                              Lord Bernhard
                              Beam E4 Advance/ Beam 600E Avantgarde
                              Natürliche Feind des Piloten>Mücke<und umgekehrt

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                              • scrat
                                Senior Member
                                • 08.10.2008
                                • 2424
                                • Wolfgang
                                • Hangover

                                #45
                                AW: Risikomomente beim Fliegen

                                Hallo Bernhard,

                                einiges von deinen Ausführungen ist mir zwar etwas theoretisch, aber ist ne Menge dran. Vor allem, das "Durchdenken und üben im Kopf". Das funktioniert wirklich.

                                Als absoluter Antisportler habe ich vor 10 Jahren im biblischen Alter von 37 Jahren das Snowboardfahren erlernen "müssen". Da es aber immer nur einen 1 -wöchigen Skiurlaub gab ( Northener) waren die Fortschritte dürftig. Zu allem ßberfluss bin ich bei allem ein eher langsamer Lerner. Nach dem 2ten Jahr fing ich an, das Jahr über zwischendurch immer mal wieder die notwendigen Bewegungsabläufe langsam und genau im Kopf durchzugehen. Der 3. Urlaub (und somit die dritte Nettofahrwoche) war dann eine Erfolg. Ich konnte erstmals, aber ab dem ersten Tag, wenigstens halbwegs fahren. Tolle Sache das.

                                Beim Helifliegen gelingt mir das nicht ganz so gut, irgendwie habe ich diese Technik nicht so richtig hierauf übertragen. Vielleicht auch, weil der Simulator es einem so einfach macht, haptisch zu üben. Ich konnte es aber auch nicht lassen, Kunststücke vor den Basics zu machen. War teuer, hat aber auch irgendwie Spaß gemacht. Mit komplexen Figuren auf mich zu, tue ich mich aber immer noch schwer.

                                Sei es drum, ich werde mal wieder mehr mit "ßben im Kopf" experimentieren. Deine Ausführungen haben mich dazu motiviert.
                                GruÃ?, Wolfgang

                                Pure Vernunft darf niemals siegen!

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