Da ich die Tage meine DX6i zu oft im dunklen Kämmerlein benutzen musste hat mich die schlechte Lesbarkeit des Displays bei unzureichender Beleuchtung natürlich tierisch angenerft. Ich habe mich also kurzerhand im WWW umgeschaut ob es da nicht eine Nachrüstlösung gibt die sich auch auf die DX6i anwenden lässt.
Die Recherche ergab eine kleine Anzahl von Beiträgen die mir als Innovationsanstoß zu meinem Umbau gedient haben. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und die Lesbarkeit des Displays bei schlechten Lichtverhältnissen verbessert sich enorm.

Für alle die mit dem Gedanken spielen diese Umrüstung auch durchzuführen möchte ich hier mal eine Teileliste und eine Kurzanleitung zur Verfügung stellen.
Benötigte Materialien:
1x Leuchtfolie 138x34mm (z.B. bei Conrad in Blau, Weiß, Rot oder Grün erhältlich)
1x EL-INVERTER WE-50 (ebenfalls bei Conrad erhältlich)
1x ca. 25cm CU-Schaltlitze zweiadrig (es genügen z.B. zwei Adern von einem alten Floppy- oder HDD-Flachbandkabel)
1x sehr dünnen Schrumpfschlauch.
Als Hilfsmittel benötigt man noch etwas Tesafilm.
Arbeitsschritte:
1. Man überprüfe die Funktionsfähigkeit der Leuchtfolien und des Inverters in einen freien Verdrahtung. Ich zumindest hatte eine defekte Leuchtfolie dabei und würde mich ärgern wenn ich das erst nach der Demontage des Displays festgestellt hätte.
2. Demontage des Sendergehäuses durch entfernen der sechs Kreuzschlitzschrauben. Es müssen dann die drei Steckverbinder welche den Gehäusedeckel mit der Prozessorplatine verbinden abgezogen werden. Weiterhin empfiehlt es sich die beiden Kabelbinder zu entfernen welche die restlichen Kabel zur Prozessorplatine zusammen halten. Des weiteren muss das HF-Modul abgeschraubt und abgezogen werden. Nach lösen der vier Schrauben welche die Prozessorplatine festhalten kann man selbige leicht an kippen und kommt so auch an das Display. Das Display sitzt in einem zweiteiligen Spannrahmen welcher wiederum mit zwei Schrauben an der Prozessorplatine befestigt ist.
3. Als nächste Arbeitsschritte müssen die Leuchtfolie und das Display vorbereitet werden. Dazu ist als Erstes die Leuchtfolie auf Displaybreite zuzuschneiden. Die Leuchtfolie ist eigentlich am Stück einlaminiert aber man kann sie ohne Bedenken auf Maß schneiden und das offene Ende wieder mit etwas Tesafilm versiegeln.
Natürlich sollte man nicht das Ende mit den Anschlüssen abschneiden.

Danach wäre eine wiederholte Funktionskontrolle der Leuchtfolie ratsam (man weiß ja nie...). Wenn diese den Test bestanden hat kann die Reflexionsfolie vom LCD entfernt werden. Das LCD ist auf der Rückseite mit einem Sandwich aus Polarisationsfolie, Reflexionsfolie und Schutzfolie versehen. Dieses gilt es vorsichtig mit einem Cutter aufzutrennen so das nur noch die Polarisationsfolie auf der Displayrückseite verbleibt. Die Polarisationsfolie ist von den drei Folien deutlich die dickste und von der Farbe her leicht grau. Hat man die Folien erst einmal an einer Ecke auseinanderdividiert geht das Abziehen dann relativ leicht von der Hand. Nun kann man die Leuchtfolie (selbige ist nicht so hoch wie das Display) mittig auf der Displayrückseite befestigen. Das geht wiederum ganz gut mit zwei Streifen Tesafilm. Nun sind nur noch die Spannrahmen des Displays etwas mit dem Cutter nachzuarbeiten da die EL-Folie doch etwas aufträgt. Nach verlöten und isolieren der Anschlüsse der EL-Folie kann nun schon das Display wieder an der Prozessorplatine montiert werden.
4. Den Inverter habe ich mit einem doppelseitigen Klebepad im Gehäuse links neben der Prozessorplatine angebracht. Die Verkabelung ist kinderleicht und bedarf meiner Meinung nach keiner Erklärung. Es gilt jetzt nur noch zu entscheiden ob man das Display permanent beleuchten will oder ob man einen der DR-Schalter für die Beleuchtung missbraucht. Ich habe mich für einen permanente Beleuchtung entschieden da die 45mA Stromaufnahme nicht so ins Gewicht fallen. Die Versorgungsspannung für die Beleuchtung kann man an der Platine des Power-Schalters anzapfen. Dort sind Lötpunkte welche mit GND und Power Out beschriftet sind. Also Masse und die geschaltet Batteriespannung.
Der Inverter stört sich übrigens nicht daran ob er nun 4,8V (4x Akku) oder 6,2V (4x neue AA Batterie) bekommt.
Ich bin bewusst nur auf die wichtigsten Details eingegangen und möchte jedem ohne elektronischem Grundwissen und wenigstens rudimentären Lötkünsten von der Umrüstung abraten.
!!! Ein Eingriff dieser Art hat mit Sicherheit den Garantieverlust auf das Produkt zur Folge. Dies bitte ich vor der Umrüstung zu bedenken !!!
Viel Spaß
cu RcHeliFan71




Kommentar