Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

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    #1

    Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

    Moin Leute.

    Ich bin gerade am ßberlegen, ob sich in meinem System ein Kondensator, für den Empfänger lohnt.

    System:

    TDR
    3x MKS HBL 950 HV
    1x MKS HBL 980 HV
    FBL/Empfänger/Servos werden über einen LiFe Hacker TopFuel (1300mAh) 2S mit 6,6 Volt versorgt.

    Nun hab ich ne ganze Menge über den Einsatz von Low ESR's am Empfänger gelesen, um diese berüchtigten Spannungsspitzen durch den "Dynamoeffekt" der Servos abzufangen.

    Leider fliegen die meisten nur noch über BEC. Ich habe ja nun einen Empfängerakku und würde gern wissen, ob nicht der Akku an sich schon die Funktion eines Kondensators übernimmt.

    Oder bringt mir der Einsatz eines Kondensators auch bei einem Empfängerakku noch Vorteile, da er näher am Verbraucher ist, schneller ist etc...

    Falls es Vorteile bringt, welche Größe wäre sinnvoll.
    Bei Robbe gibts einen mit 16V und 1800 uF, allerdings schreiben einige, man solle 4700 uF nehmen. Und welche Spannung* Gehts nicht auch mit 10V Kondensatoren (meine Systemspannung ist ja nur 6,6 max 7,2 Volt).

    Grüße...
  • mukenukem
    Senior Member
    • 14.11.2010
    • 11187
    • Johannes
    • Wien

    #2
    AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

    Bau das Teil mal auf und schau dir an, wie sehr der Akku zusammenbricht.
    Und- einen Kondensator kauft man nicht von Robbe zum Apothekerpreis
    Aber was spricht für einen zusätzlichen Akku, den du auch warten (laden, entladen, lagern) mußt ? Ein HV Bec, dazu eine Green-Cap Bufferschaltung, und du mußt dir keine Gedanken mehr machen. Wartungsfrei. Plug and Play. Mit dem 1300mAh fliegst du vielleicht 2-3 Akkus...
    Zuletzt geändert von mukenukem; 30.12.2012, 19:06.
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    • krassest
      krassest

      #3
      AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

      Brauch pro Flug 200 mAh (ca. 10min). Kann also mit gut Reserve 4 Flüge machen, das reicht mir vollkommen.

      Das mit den Caps hatte ich überlegt, war mir dann zuviel Bastellei. Keep it simple...

      Die Ausfallwahrscheinlichkeit und Pflege ist beim LiFe immer noch am geringsten. Hab ja auch noch das Jive BEC (abgetrennt über ne Schottky-Diode) als Notstromversorgung im System auf 6,0 Volt mitlaufen. Falls also der Akku doch mal unter 6,0 Volt sinkt greift das Jive BEC ein.

      Ist auch schon alles aufgebaut und funktioniert soweit wunderbar. Das mit dem Messen geht leider nicht, da ich kein Oszilloskop besitze. Die Spannungsspitzen, welche durch den Dynamoeffekt auftreten, lassen sich soweit ich gelesen habe nur richtig mit nem Oszilloskop messen. Zumindest merk ich mit meinem Multimeter nix.

      Daher meine Frage: Puffert mein LiFe schon genug dieser Spitzen weg, oder würde es trotzdem Sinn machen noch zusätzlich einen Kondensator einzubauen* Angeblich sind Kondensatoren ja soviel schneller.

      Welche Größe ist denn bei den Kondensatoren empfehlenswert?
      Zuletzt geändert von Gast; 30.12.2012, 19:23.

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      • PeterH
        Senior Member
        • 26.07.2008
        • 2276
        • Peter
        • Berlin

        #4
        AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

        Hallo,
        "... Nun hab ich ne ganze Menge über den Einsatz von Low ESR's am Empfänger gelesen, um diese berüchtigten Spannungsspitzen durch den "Dynamoeffekt" der Servos abzufangen. ..."

        Wenn es um Spannungsspitzen (verursacht durch Servos) geht braucht man beim Einsatz
        von Akkus als Stromversorgung keine Kondensatoren.
        Man kann aber eine Diode zwischen +/- in Sperrrichtung sowie eine Suppressordiode zwischen
        +/- schalten.

        Wenn es darum geht, dass die Akkuspannung nicht gar zu schnell einbrechen soll, dann
        sollte man in Richtung Cold Caps (z. B. die Schaltung von Linus) gehen.
        Da reichen 4700uF nicht aus.

        Gruß
        Peter

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        • krassest
          krassest

          #5
          AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

          Danke für die Info.

          Und ja, es geht mir ausschließlich um die Spannungsspitzen durch die Servos.

          Hab weniger Bedenken, dass die Spannung meines LiFe's einbricht (der hat 30C Dauer und 50C Peak).

          Da braten mir eher die Kabel durch und außerdem gibts bei schwächer werdenden Akku ja immer noch das Backup-BEC des Jive mit 6 Volt (abzüglich des Spannungsabfalls an der Schottky)

          Nur wenn man mal nen Vormittag durch diverse Foren stöbert, macht man sich so seine Gedanken, ob's nicht noch sicherer geht.

          Nur so für die Zukunft, falls ich mal wieder auf BEC als Hauptversorger umstelle. Welche Volt und Kapazität für den Elko machen denn Sinn?

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          • mukenukem
            Senior Member
            • 14.11.2010
            • 11187
            • Johannes
            • Wien

            #6
            AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

            Bei den Kondensatoren reden wir von Größenordnungen vom 20-50F. Die Green-Caps gibts mit 2.7V, wenn du 3 in Serie schließt, kommst du auf maximal 8.1V.

            Die Spitzen dürften bei deinem Setup vernachlässigbar sein, sollens bei 8-9V sein, wenn sie nicht vom Akku weggefressen werden. Aber tut nix schlimmes. Schlimm sind die Spitzen, wenn sie das BEC dadurch zum Abschalten bringen. Aber wenn du keins hast
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            • krassest
              krassest

              #7
              AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

              Glaub du verwechselst jetzt was mit der Pufferschaltung vom Linus. Bei der Pufferschaltung von Linus werden Caps mit ca. 25F verwendet, zu je 2,7 V und dann 3 in Reihe. Damit hat man dann genug Puffer für vielleicht 30-45 Sekunden.

              Das will ich ja eben nicht, da ich schon mein BEC als Backup drin hab.

              Meine Frage galt einem einzelnen Siebkondensator für den Empfänger, worüber hier und in anderen Foren ja auch schon endlos diskutiert wurde.

              Das sind wohl 10 oder 16 V Teile mit ca. 1.800 bis 10.000uF komplett ohne irgendeine Schaltung davor.

              Nur keiner erklärt wirklich, was nun wirklich sinnvoll ist.
              Mehr Volt, oder doch weniger, wie siehts mit der Kapazität aus, besser große, oder doch kleine, oder sogar ganz kleine, dafür mehrere....

              Warum bietet Emcotec eins mit 10.000uF an und Futaba nur mit 1.800uF. Muß ja irgendein Gedanke dahinter sein.

              Hat es denn mal wer getestet, bis zu welcher Größe die bei nem 700er Heli sinnvoll sind?

              Will ja nicht ünnutz Gewicht mit rumfliegen (auch wenns nur paar Gramm sind)

              ßbrigens tun die Spitzen schon was. So wie sie den Jive ab einer gewissen Voltzahl zum kurzzeitigen Abschalten bringen, kann das eben auch mit dem Empfänger passieren. Wahrscheinlich erst oberhalb von 9 Volt, da meiner bis 8,4 Volt zugelassen ist, aber hab schon was von Peaks bis 16 Volt gelesen und dann wars das!

              Grüße...
              Zuletzt geändert von Gast; 30.12.2012, 22:00.

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              • claus-juergen
                claus-juergen

                #8
                AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

                hi.

                wenn du akkus verwendet, dann können die ja auch wieder Strom aufnehmen... d.h sollte wirklich was von den servos zurückkommen, dann frisst das der akku und es kommt zu keinen (vernachlässigbaren ) spannungspitzen.
                wenn der akku viel dampf liefern kann , dann kann er auch das bisschen das da kommt locker aufnehmen.

                also.... keinen Stress und keine Sorgen ... einbauen und Spaß haben.

                LG C-J

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                • PeterH
                  Senior Member
                  • 26.07.2008
                  • 2276
                  • Peter
                  • Berlin

                  #9
                  AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

                  Hallo,
                  ein effektiver Schutz gegen Spannungsspitzen ist z. B. die Verwendung von Suppressordioden.
                  Ich verwende z. B. bei meinen Akkuweichen grundsätzlich am Ausgang so etwas.


                  Gruß
                  Peter
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                  • tobi -obu
                    Senior Member
                    • 02.04.2012
                    • 2277
                    • Tobi

                    #10
                    AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

                    Die Stützkondensatoren oder auch Siebkondensatoren sollen zum einen Spannungsspitzen aufnehmen, und zum anderen kurzzeitige Belastungen abfedern.

                    Sie können das besser als der Akku, denn sie können Strom deutlich schneller aufnehmen und wieder abgeben als jeder Akku, da beim Akku recht langsame chemische Prozesse ablaufen, wogegen der Kondensator ohne solche auskommt.
                    Rein gegen die Spannungsspitzen von den Servos tun es auch Supressordioden. Allerdings helfen die nicht dabei, kurze Lastpeaks durch die Servos abzufedern. Daher empfiehlt sich ein solcher Kondensator grundsätzlich schon.
                    Als Richtwert kannst du 4700yF bei 10 besser 16V annehmen, das ganze am besten als sog. Low-ESR-Typ.
                    Ideal ist eine Kombination aus beidem, wie in der kleinen Schaltung von PeterH.

                    Ob der Kondensator tatsächlich notwendig ist, könnte nur eine Messung der Spannung im System mittels Oszillografen klären, schaden tut er aber keinesfalls.
                    Wichtig ist noch, die Zuleitung zum Kondensator so kurz und auch so dick wie möglich zu halten, denn ansonsten macht dir der Zuleitungsdraht den Effekt zunichte.

                    Bei Reichelt findest du einen passenden Kondensator z.B. unter Artikel-Nr.: RAD FC 4.700/16

                    Als Beispiel:

                    Im 450er fliege ich mit einem Stützkondensator von 1000yF/16V. Das hat sich bei den verwendeten Servos und BEC als ausreichend erwiesen (Roxxy 960-6 und Savöx SH-0263/SH0264).
                    Im 600er komme ich ohne Stützkondensator aus, da die verwendeten Align-Servos intern einen Elko haben, und die Versorgungsspannung damit ausreichend saubergehalten wird.

                    gruß

                    tobi
                    Zuletzt geändert von tobi -obu; 31.12.2012, 01:26.
                    T-REX 600 ESP 'FBL',
                    E-Flite Blade 180 CFX, DX8

                    Kommentar

                    • krassest
                      krassest

                      #11
                      AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

                      Also, wenn ich das mit der Supressordiode richtig verstehe, müßt ich dann die P6KE8V2CA nehmen? Die liegt soweit ich das verstehe mit 7,02 Volt knapp über meiner Systemspannung von 6,6 Volt.

                      Würde diese Diode dann alles, was kurzzeitig über 7,02Volt geht "auffressen"?

                      Wie werden diese Dioden eingelötet? Parallel direkt hinter den Akku, oder kann die irgendwo im Stromkreis sitzen, z.B. mit nem extra Stecker am Empfänger (ähnlich dem Kondensator)?

                      @PeterH, warum hast du 2 Supressordioden parallel geschaltet und was genau macht die 3. Diode?

                      Kommentar

                      • PeterH
                        Senior Member
                        • 26.07.2008
                        • 2276
                        • Peter
                        • Berlin

                        #12
                        AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

                        Hallo,
                        hier kannst Du Dich ein wenig in das Thema einlesen:
                        Schutzbeschaltung - Wikipedia


                        2 x Suppressordioden = für höhere Leistung
                        Geschaltet werden die Dioden zwischen +/-, so nah wie möglich an die RC-Elektronik (ist aber nicht so kritisch).

                        P6KE8V2CA: ßberschlagsspannung: 7.79 V - 8.61 V
                        Bei HV Stromversorgung würde ich Suppressordioden mit 9-10V nehmen (z. B. P6KE10A)

                        Gruß
                        Peter

                        Kommentar

                        • krassest
                          krassest

                          #13
                          AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

                          Und was genau macht die 3. Diode bei deiner Schaltung?

                          Kommentar

                          • krassest
                            krassest

                            #14
                            AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

                            Hab ja als Versorgungsspannung 6,6 Volt vom LiFe. Müßt ich dann die P6KE8V2A nehmen?

                            Die hat ne ßberschlagspannung von 7,13-7,88.

                            Was genau bedeutet denn die 3. Voltangabe im Datasheet - Vrwm. Bei der oben genannten sind es 6,40Volt?

                            Kommentar

                            • PeterH
                              Senior Member
                              • 26.07.2008
                              • 2276
                              • Peter
                              • Berlin

                              #15
                              AW: Kondensator nötig bei LiFe Empfängerakku

                              Hallo,

                              Zitat von krassest Beitrag anzeigen
                              Und was genau macht die 3. Diode bei deiner Schaltung?
                              siehe: Schutzbeschaltung - Wikipedia

                              Reverse standoff Voltage ist die Spannung welche anliegt beim Messen des
                              Rückwärtsstroms.


                              Gruß
                              Peter

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