AW: Wie aus Formvorlagen Tiefziehformen entstehen am Beispiel einer WZ-10
...würde ich das machen, wäre die "Aufdickung" beim ersten senkrechten Sägeschnitt. Es müsste halt der obere Teil nochmal abgesägt und danach wieder angeklebt werden
Damit passt aber dann auch die Höhe vorne an der Rumpfspitze vom oberen (Kanzel-)Teil
.....ist aber nur meine Meinung
aber top der ganze Bericht !!! Dankeschön dafür!!!
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Nebenher sind all diese Formen für die Anbauteile entstanden. 1,8 kg Silikon sind dabei verbraucht worden. Dabei habe ich mit neuen Silikonarten, von Wagner Dental angeboten, experimentiert. Das blaue wird wohl der zukünftige Baustoff werden. Die Abgußqualität ist bei allen gleich, das blaue ist etwas reißfester als das rosane. Die "neue" Mischung von Breddermann hat mich inzwischen lange genug geärgert (es bindet ewig nicht ab, war früher anders), wird wohl die letzte Bestellung gewesen sein. Wen es interessiert: WagnerSIL 32N ist der neue Favorit (auch etwas preiswerter).
So sehen die Anbauteile im Moment aus. Beim Bau des Prototypen wird sich zeigen, ob noch Veränderungen notwendig sind. Oder das eine oder andere Teil dazu kommt.
Das sind Formen von Abgüssen für Zwischenstufen oder zum Ur-Teil-Bau, die keine weitere Verwendung finden (also wirklich im Müll landen). Auch hier 1,4 kg Silikon verbraucht.
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Hallo Bernd,
könntest Du bitte die Form von den Fahrwerksbeinen mal "ablichten"? Diese müsste ja 2-teilig sein. Das Gießen dieser Teile ist -finde ich- nicht ganz einfach.
Beim Silikon gebe ich Dir uneingeschränkt recht. Die neue Mischung ist auch in der Endhärte weicher als die alte wie mir scheint. Gerade rechtzeitig Dein Tipp mit WagnerSIL - ich hatte schon angefangen im Netz nach Alternativanbieter zu schauen Danke dafür
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Die Anbauteile sind wirklich zahlreich!
Dabei fällt mir auf: die Wischer, sowie die FLIR-Wärmebild/Kamera Kombination könnte man auch an anderen Modellen dises Maßstabs einsetzen. Sehr beeindruckend!
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@Klemens: Ich war jahrelang mit dem Breddermann-Silikon SEHR zufrieden. Vor einem halben Jahr etwa haben die ein neues Silikon als "verbesserte" Rezeptur verkauft. Sah gleich aus, hieß auch weiter so. Es ist etwas zäher, war mit dem Alten nicht mischbar ohne Folgeprobleme (habe mir eine große Form von 2 kg (!) damit fast versaut), braucht plötzlich mehrere Stunden zum Aushärten (früher nach 15 min schon gut) und es bleibt immer ein klebriger Rest im Mischbecher. Kotzte mich langsam an.
@Peter: Manches Teil aus anderen Bausätzen haben wir schon zum Einsatz gebracht. Auch gezeichnete Teile werden oft dupliziert und (wenig verändert) dort wo es so paßt eingesetzt. Kommt ja auch immer auf die Größe an. Den Scheibenwischer vom EC 135 werde ich mal etwas verkleinern und ein Stück wegnehmen, dann paßt er für den Ecureuil.
Modell-Hubschrauber sollten auch wie Hubschrauber aussehen. Ich baue die im Mini-Format.
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Und hier das Bild. Eigentlich unkompliziert. Beim Abgießen für die erste Hälfte (die dann tiefere) nur darauf achten, daß die Beine möglichst waagerecht kommen. Evtl. bissel Plasteline zum Fixieren nehmen. Die drei Ecken schneide ich mit dem Skalpell weg, weil sie so den Sitz des Deckels (2. Hälfte) an der richtigen Stelle sichern. Man kann auch kleine Zapfen einsetzen oder schneiden. Die zweite Hälfte wird meist etwas höher, damit deren Gewicht das überflüssige Resin rausdrückt.
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Mal ein kleines Fazit bis hierher, was den Materialaufwand bei solchen Projekten betrifft:
Kauf der Metallspritzguß-Vorlage rund 200 €
Menge Silikon zum Bau der Formen (rund 5 kg) 135 €
Menge Resin zum Bau der Formen (rund 1,5 kg) 25 €
einzubauender Heli (Blade 230S) 250 €
Fünfblatt Rakonheli mit passenden Blättern 150 €
Ist bestimmt gegenüber 600er Modellen eher Peanuts, aber auch bei so einem nicht mal 50 cm großen Modell kommen da bald 800 € zusammen.
Modell-Hubschrauber sollten auch wie Hubschrauber aussehen. Ich baue die im Mini-Format.
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Mega cool - welche Mechanik mit 3-Blatt HR & HR???
@ariyor: Ich nehme mal an, Du beziehst Dich auf das von Harald eingestellte Foto seines Helis. Ist jetzt etwas Off-Topic, aber wenn Du auf Seinen Namen klickst, und sein Profil besuchst kannst Du die Themen und Beiträge von Ihm finden. Harald baut viele Mechaniken selbst, und soweit ich das bei meinen Recherchen zum Bau meiner Mechaniken noch in Erinnerung habe gehört die Mechanik dieses Helis mit zu den von ihm gebauten. Es lohnt sich, da reinzuschauen.
Bernd, ich hab schon vor diesem Bericht großen Respekt vor Deiner Arbeit gehabt. Der hat sich inzwischen verdoppelt, gerade die kleinen Resin-Teile sind wirklich beeindruckend. Die Kosten leider auch, da muss man mit dem (Modellbauer-) Herzen dabei sein.
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Ja, mit dem Modellbauerherz muß man da schon dabei sein (bzw. es sich leisten können). Unser kleines Team ist in der beneidenswerten Lage, durch den Verkauf der Bausätze genügend Geld reinzubekommen, um auch solche Projekte wirtschaftlich zu "überstehen". Andere kaufen sich teure Uhren.
Mit dem Formenbau ist dieser Abschnitt aber noch nicht zu Ende. Ehe es dann an den Bau des (später P4 genannten) Modells geht, wird als erstes ein P(rototyp) 1 zusammen "geschustert". Anders kann man das nicht nennen. Einer der ersten brauchbaren Folieabzüge (meist in einer dünneren Folie, weil man da mehr Details und Fehler sieht) wird ausgeschnitten und möglichst paßgenau nur mit Streifen Tesa verbunden. Dann werden größere Anbauteile (auch nur punktweise, also provisorisch) befestigt.
Da sieht man schon die ersten Aufgaben, wie hier vorn (die schon gezeigte) Lücke zwischen abnehmbaren Kabinenteil und Bug-Resinteil.
Dann wird eine Mechanik provisorisch eingebaut. Hier die Bauteile von einem Blade 230S, umgebaut auf unser Multichassis. Hauptorientierung ist die möglichst vorbildgerechte Lage der Hauptrotorachse und die Höhe des Rotorkopfes. Auch Heckmotor und Heckrotor müssen irgendwie ran wegen der Schwerpunkt-Prüfungen. Dabei sieht man oft sehr schnell, was geht oder wo es ein vorher nicht erkanntes Problem gibt.
Hier z.B. ist es doch ganz schon eng für die seitlichen Anlenkungen. Da wird dann probeweise solange freigeschnitten, bis alles reibungslos bewegbar ist. Manchmal muß die Mechanik schon noch paar Millimeter (meist nach hinten) verschoben werden, weil sonst der Schwerpunkt überhaupt nicht stimmt. Hier zeigt sich, daß der AR636 problemlos dann hinten befestigt werden kann (genug Platz da) und der Regler unter der Mechanik seinen Platz finden wird, da er gewichtstechnisch vorn selbst beim 800er Standardakku nicht gebraucht wird. Bei alternativen Akkus mit mehr mAh ist aber auch schon klar, daß es kurze dicke sein müssen, da unter der Mechanik kontaktfrei wenig Platz ist.
Es zeigt sich aber auch, daß die dann (möglichst unauffällige) Anbringung der Heckmotorkabel (motornah) ein echtes Problem wird und der Heckmotor einen nochmals angepaßten (umgezeichneten) Heckmotorhalter brauchen wird. Das Seitenleitwerk ist ja eher schmal und vorbildgetreu leicht nach rechts abgewinkelt!
An so einem P1 wird viel ausprobiert, manches auch mehrmals anders gemacht. Sonderlich schön sieht der danach nie aus. Ich habe mal formuliert, daß ich nie ein P1 (Versuchskarnickel) sein möchte.
So ein Konstrukt (also nur tesa-geheftet!) wird dann auch schon mal für erste Flugtests mißbraucht (wie der hier noch in der Entwicklung befindliche Merlin in 1:48).
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Super!!!
Kommt da ein Rakonheli-Mehrblattkopf zum Einsatz? Da müssen die Ausschnitte für die Anlenkungen vermutlich nochmal genau ermittelt werden....
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Na klar kriegt der WZ-10 ein Fünfblatt. Auch einen nach VorbÃld gezeichneten Vierblatt-Heckrotor. Der hier aufgepflanzte diente nur als Gewichts-Dummy.
Modell-Hubschrauber sollten auch wie Hubschrauber aussehen. Ich baue die im Mini-Format.
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