Die Vorlage wird jetzt zum Abgießen vorbereitet. Dazu müssen möglichst alle Löcher soweit geschlossen werden, daß das Silikon (kriecht bis zum Erstarren in jede auch noch so kleinste Ritze) nicht in Unmengen auch innerhalb die Vorlage fließt.
Hier wurde z.B. das Loch, wo die Triebwerksausgänge herausstehen nicht extra verschlossen (sonst oft mit Knetsilikon, das blaue Zeug), sondern das Metallspritzteil wieder montiert und mit Plasteline (das Gelbe) in der ßffnung und von innen in den Spalten verschlossen. Schraublöcher werden innen einfach mit Kleber (die kleineren) oder Plasteline verschlossen. Spalte zwischen Teilen auch mit Kleber.
Legt man die Vorlagehälfte dann auf eine ebene Fläche (ich habe hier seit Jahren meine beiden Möbelbretter, Glasscheibe geht auch), sieht man entlang der Trennlinie zur Fläche mehr oder weniger viele Spalte. Hier wurden die mit Knetsilikon geschossen, manchmal klebe ich auch innen einfach Foliestreifen an.
Es geht bei der ganzen Vorbereitung nur darum, dasß beim Abgießen möglichst wenig Silikon ins Innere dringt. Bissel ist immer, aber ich habe auch schon böse ßberraschungen gehabt, weil ich nicht gründlich genug den Verschluß ringsum kontrolliert hatte.
Aus Lego-Bausteinen wird ein Formkasten gebaut. Der ist in dieser Größe noch stabil genug. Dann werden erst einmal nur paar Millimeter Silikon angegossen, hier reichten 100 ml. Das verschließt unten die wenigen Durchdringstellen.
Der Formkasten wird in mehreren Schritten ausgegossen. Hier wurde auch mittig nochmal eine Trennwand eingezogen, um Material zu sparen (Liter Silikon kostet 27 €!). Der linke Teil mit dem Heckschwanz wurde also nicht voll ausgegossen, sondern nur so hoch, daß über der Vorlage überall wenigstens ca. 10 mm Silikon sind. Hier wurden jetzt 1,5 kg Silikon vergossen.
Nach dem Aushärten wird der Abguß von der Unterlage gelöst und umgedreht. Hier hielt sich das ungewollte Eindingen in Grenzen (auf dem Bild schon weitgehend entfernt, deshalb sieht man auch vom blauen Knetsilikon kaum noch was). Die Vorlage muß dann aus dem Abguß gelöst werden, möglichst ohne den Formkasten zu öffnen. Dann können am Abguß gewollte Veränderungen vorgenommen werden (Bohrlöcher wegschneiden, Grate abschneiden, Kontur begradigen). Je sauberer man das hier hin kriegt, desto weniger Nacharbeit hat man dann an der Form.
Der Formkasten wird wieder verfestigt, der Abguß auf den Rücken gelegt und mit Resin ausgegossen (hier 550 g).

. Was hat sich bei Dir da bewährt bzw. benutzt Du hier? 2. Thema bei diesen geteilten Formen ist, einen "Eingußkanal" für das Resin zu schaffen. Könntest Du bitte über die beiden Punkte zwei/drei Worte schreiben? 
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