Bell 222 in ganz klein

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  • Lupusprimus
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    • 23.11.2009
    • 2135
    • Bernd
    • Chemnitz

    #31
    AW: Bell 222 in ganz klein

    @dilledopp: Kleine Schrauben werden ja auch eher nicht verbaut. Die kleinen Helis (und ihre Rümpfe) haben aber den Vorteil, daß Du ab und an die Stärke Deiner Sehkraft mal testen kannst (wo liegt es denn, das runtergefallende schei... Teil).
    Nee, das geht schon. Da Du zum Fliegen Deiner größeren Teile ja durchaus auch filigrane Handarbeit leistest, wird Dir so eine Herausforderung durchaus auch gelingen. Oft kommt es auf einen Versuch an - wir freuen uns über jeden (und es gibt reihenweise Wiederholungstäter).
    Modell-Hubschrauber sollten auch wie Hubschrauber aussehen. Ich baue die im Mini-Format.

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    • Lupusprimus
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      • 23.11.2009
      • 2135
      • Bernd
      • Chemnitz

      #32
      AW: Bell 222 in ganz klein

      In den Wartezeiten (wenn der Spachtel trocknet) befasse ich mich mit den Kleinteilen. Die sind oft relativ filigran. Restgrate entfernen, glatt feilen oder schleifen, kleine Löcher auffüllen, bissel was ist da immer.
      Das Höhenleitwerk kann man direkt an den Rumpf kleben oder mittels quer durch den Heckschwanz gehender Karbonstange (1,5 mm) aufstecken. Das anstrengende ist die mittige Bohrung. Mittels Schraubstock und Ständerbohrmaschine kein Problem, mit der Hand kann es schon mal bissel Abweichung geben. Ist aber auch kein Problem, das wird in die notwendige Richtung einfach nachgebohrt und beim Verkleben dann auf die Winkel geachtet.
      Will man etwa Hecklastigkeit (und Zusatzgewicht im Bug) sparen, schneidet man die Höhenleitwerke einfach aus Folie oder einer dünnen Depronplatte.
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      • Lupusprimus
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        • 23.11.2009
        • 2135
        • Bernd
        • Chemnitz

        #33
        AW: Bell 222 in ganz klein

        Das Seitenleitwerk könnte man auch aus Resin fertigen, aber dann zerrt es den kleinen Vogel wirklich stark nach hinten unten. Die Folieteile werden aus der Folie geschnitten. Schön flach, sonst wird das Leitwerk zu fett. Die ausgeschnittenen Hälften werden immer wieder aufeinander gelegt, um die Paßgenauigkeit zu prüfen. Ist die stimmig, werden die Hälften aufeinander liegend mit Tesa fixiert. Hier darauf achten, daß keine Verwindung in der Fläche entsteht und sich das Leitwerk verzieht. Oben seitlich schneide ich ein Loch in die Fläche, um den Sekundenkleber eintropfen zu können. Den läßt man immer an einer Kante verlaufen und stellt an der Kante dann waagerecht zum Trocknen ab. Verbindungsstreifenfreies Verkleben. Nach dem Abtrocknen die Tesa-Streifen wieder entfernen, die Außenkanten ggf. spachteln und dann verschleifen. Das Eintropfloch wird auch mit Spachtel geschlossen.
        Wer sich das auch sparen will - Stück Folie oder Depron tut es (wer nicht so detailorientiert ist) auch.
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        • MasterArt-Helis
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          • 06.10.2010
          • 769
          • Christian

          #34
          AW: Bell 222 in ganz klein

          Hi Bernd,

          Bin gespannt wie der Rumpf lackiert aussieht.

          Grüße,
          Christian
          GFK Rümpfe der Meisterklasse -made in germany-
          MasterArt Helis | Handcrafted RC Helicopter scales

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          • Lupusprimus
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            • 23.11.2009
            • 2135
            • Bernd
            • Chemnitz

            #35
            AW: Bell 222 in ganz klein

            Ehe man nun zu den Detailarbeiten übergeht, macht es Sinn, die Motorgruppe richtig einzubauen. Später macht man sonst Kratzer, platzt irgendwo was ab usw.
            Als erstes habe ich das Akkukabel hinter dem linken Servo verstaut (auch bei allen anderen mCPX). So kommt es sich mit dem Servo oder dem Hauptzahnrad nicht ins Gehege.
            Die Motorgruppe des mCPX wird ja verkehrt herum in diesen Rumpf eingebaut. Die ursprüngliche obere Haubenhalterung wird abgeschnitten. Bei der unteren (hinter der Platine) werden die dünneren äußeren Zapfen abgeschnitten (einfach an der Rumpfbreite orientieren). Für die (jetzt) hintere Halterung werden die Löcher genau dort in die Rumpfhaut gebohrt, wo sich von unten die schräge Nietreihe mit der waagerechten Nietreihe oberhalb der Fenster trifft (meine ursprüngliche war erst weiter unten).
            In den früheren Tailboomhalter wird (wie auf dem Bild zu sehen) ein neues Loch für die vordere Aufhängung gebohrt.
            Die Löcher für die Karbonstange werden oberhalb des großen Fensters in die Rumpffolie gebohrt. Karbonstange dann von einer Seite durchstecken und das Loch auf der anderen Rumpfseite so anreißen, daß die Hauptrotorwelle schön senkrecht steht.
            Setzt man die Motorgruppe jetzt ein, sitzt sie hinten unten innen auf und schaut nur minimal oben etwas raus.
            Sollte bei dem Löcher bohren mal was daneben gehen, ist das kein Beinbruch. Einfach hinter das Loch innen ein Stück Folie kleben, außen zuspachteln und neues Loch bohren. Sieht hinterher kein Mensch. Ich muß ja bei den Prototypen immer einiges ausprobieren, mache auch mal was verkehrt. Das ist alles kaschierbar.
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              • 23.11.2009
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              • Bernd
              • Chemnitz

              #36
              AW: Bell 222 in ganz klein

              Jetzt brauchen wir noch den Heckmotor. Natürlich scalelike auch das Rotorblatt dann links wie beim Vorbild.
              Der Tailboom wurde aus der Chassishalterung gezogen, der Stecker vorn an der Platine gelöst. Jetzt brauchen wir die Drähte frei. Man kann schneiden und dann wieder löten (bei den Lötspezialisten wird das schneller gehen) oder eben die Karbonstange mit einer Flachzange aufquetschen und auseinanderziehen. Der Heckmotorhalter wird vorsichtig mt einer Fingernagelschere aufgeschnitten und aufgebogen, damit die Drähte raus können.
              Auf der linken Seite des Heckschwanzes wird mittig ein Loch für den Motor geschnitten. Immer schön Stück für Stück, der Motor sollte am Schluß des Schneidens klemmen.
              Dann wird der Motor im geschnittenen Loch ausgerichtet (von oben und hinten peilen) und auf der rechten Seite erst ein kleines Loch für die Motorwelle geschnitten. Dann die etwaigen Außenlinien anzeichnen. In diese angezeichnete Stelle wird dann (erst auch wieder etwas kleiner) das Loch für rechts geschnitten. Immer wieder peilen, dort wo noch was weg muß schneiden. Idealerweise sollte der Motor am Ende in beiden Löchern klemmen und achsial richtig ausgerichtet sein.
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                • Bernd
                • Chemnitz

                #37
                AW: Bell 222 in ganz klein

                Jetzt wird das Seitenleitwerk zum Anbau vorbreitet. Anhalten und das Loch vom Motor übertragen. Das Loch muß dann etwas größer als der Motor geschnitten werden, damit der Motor spielend durch paßt. Die Ausbeulung zum Durchführen der Drähte muß nach vorn gemacht werden (hier noch nach hinten, manchmal hat man beim Bauen wie Bretter vorm Kopf).
                So sah das in der ersten Variante von rechts aus, das zweite Einfädeln des Heckmotors führte dann zum Nachdenken und Drähte nach vorn.
                Das Seitenleitwerk wird verklebt, die Zwischenräume zum Heckschwanz dann mit Spachtel gefüllt.
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                  • Bernd
                  • Chemnitz

                  #38
                  AW: Bell 222 in ganz klein

                  Jetzt kommt der Kanzelverschluß an die Reihe. Ich löse das oft mit Folielaschen und Magneten. An wichtigen Stellen wird von innen eine Lasche angeklebt. Innen dann nochmal ein Magnet.
                  Vorn genau so. Lasche und von innen Magnet (den sollte man schon vorher an die Lasche mit Sekundenkleber angeklebt haben, sonst gestaltet sich das manchmal zu anstrengend).
                  Dann wird die Kanzel aufgesetzt und von außen die Stelle markiert, wo der andere Magnet dann hin soll (Polarität vorher ausprobieren!). Den Magneten außen klebe ich dann immer etwas weiter oben und vorn auf, so zieht der Magnetismus über den äußeren Magneten die Folie richtig an den Rumpf ran.
                  Zu beachten ist, daß man die Magnete nicht an Stellen anbringen sollte, wo später noch Decals drauf müssen. Das macht dann Streß.
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                    • 23.11.2009
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                    • Bernd
                    • Chemnitz

                    #39
                    AW: Bell 222 in ganz klein

                    Es folgt der Anbau der Fahrwerksbeine. In den Fahrwerksverkleidungen hatte ich ja eine Buchse mit Metalluntergrund eingebaut, um die Hauptfahrwerkbeine einsteckbar zu montieren. Das sollte (bei abgebautem Fahrwerkbein) schönere Aufnahmen in der Luft ermöglichen. Der Rumpf ist an der Unterseite flach genug, um auch damit starten und landen zu können.
                    Die Fahrwerksbeine aus dem Bausatz müssen erst mal auf Länge gekürzt werden. Hat man die gefunden, werden nochmal 1,5 mm weggefeilt, da an die Oberseite ja ein runder Magnet angeklebt werden soll.
                    Eingesteckt sieht das dann so aus. Beim Kürzen des 2. Fahrwerksbeins auch darauf achten, daß der Rumpf nicht seitlich geneigt steht.
                    Im Bug wird innen ein schon auf den Durchmesser des Bugfahrwerkbeins aufgebohrter kleiner Quader eingeleimt. Dann wird das auch von außen im Bugfahrwerkbeinschacht aufgebohrt.
                    So sieht das Bugfahrwerkbein montiert aus.
                    Sind alle drei Beine montiert, sollte der Rumpf mit der Unterseite etwa parallel zum Boden sein.
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                      • Bernd
                      • Chemnitz

                      #40
                      AW: Bell 222 in ganz klein

                      Der Zusammenbau geht dem Ende entgegen.
                      Der Hecksporn wird aus einem Stück Büroklammer nach der maßstäblichen Zeichnung und Bildern gebogen.
                      In das Seitenleitwerk wird von unten ein Loch gebohrt. Der Sporn wird mit Kleber versehen und eingesetzt. Nochmal an die Vorlage halten, seitlich ausrichten und gut ist.
                      Die Triebwerksaustritte werden an die Rumpfkontur angepaßt, wo nötig bissel verspachtelt und nach dem Austrocknen nachgeschliffen.
                      Die fertig montierten Höhenleitwerke werden am Heckschwanz montiert und verklebt.
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                      • Lupusprimus
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                        • Bernd
                        • Chemnitz

                        #41
                        AW: Bell 222 in ganz klein

                        Nun werden die Farbtöpfe umgerührt. Ich nutze meistens Revell Aqua Color-Farben, nur wenn Farbtöne absolut nicht stimmig sind, suche ich im Acryl-Sortiment von Model Masters, Tamiya, Humbrol oder Hobby Color.
                        Ich habe mich für die Bemalung der California Highway Police aus den 90er Jahren entschieden. Es gibt bei http://www.airliners.net eine ausreichend große Anzahl anderer Farbvarianten mit sehr guten Bildern.
                        Als erstes wird der gesamte Rumpf nochmal hellgrau gespritzt. Das wirkt als Grundschicht, bei hellen Farben zwingend notwendig, um die Lichtdurchscheineffekte zu verhindern. Dann wird mit Silber gespritzt. Das deckt gut.
                        Nach dem Abtrocknen (geht bei Acryl eher schnell) wird die obere Hälfte des Heckschwanzes mit schwarz angemalt. Man könnte das spritzen, aber hier steht der Abklebeaufwand in keinem Verhältnis zum (möglichen) besseren Aussehen.
                        Dann kommt das Seitenleitwerk dran in einem knalligen Rot. Auch hier arbeite ich mit dem Pinsel. Ist die Farbe dünn genug, sieht das hinterher fast wie gespritzt aus.
                        Dann gehts schon an Details, rote Bugunterseite, Fahrwerkschächte, Luftaustritte und kleinere Klappen. Alles mit Pinsel. Rutscht der mal aus, wird mit Silber wieder begradigt.
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                        • Flieger42
                          Flieger42

                          #42
                          AW: Bell 222 in ganz klein

                          Wirklich ein schöner Aufbau mit toller Bilderdoku

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                          • Chris_G
                            Member
                            • 30.12.2011
                            • 40
                            • Christian

                            #43
                            AW: Bell 222 in ganz klein

                            Sehr schön. Wenn Interesse besteht, start ich einen neuen Thread mit dem Bau eines UH-1 MCP-X. Bin aktuell darn die Positionslichter zusammenzulöten. Echte Fitzelarbeit

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                            • Lupusprimus
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                              • 2135
                              • Bernd
                              • Chemnitz

                              #44
                              AW: Bell 222 in ganz klein

                              Nach der Farbe kommen die Decals. Die sind auf durchgehenden Film gedruckt. Sauber mit einem kleinen Rand ausschneiden, in lauwarmes Wasser eintauchen und am Rand (ich nehme immer eine Untertasse) ablegen und weichen lassen.
                              Den Untergrund sollte man immer mit glänzendem Klarlack vorspritzen. Das kann hier entfallen, weil das Silber glänzt und auch kaum rauh ist (Klarlack glättet auch den Untergrund der Decals).
                              Die Decals einzeln an den vorgesehenen Stellen aufbringen. Diese vorher einfach anfeuchten (Decals geht dann leichter zu verschieben) und bei passendem Sitz mit Papiertaschentuch abtupfen. Sitzkontrolle - wenn unstimmig einfach wieder befeuchten. Das lange Streifen-Decal besser zerteilen, es ist sonst sehr mühsam, ehe das richtig sitzt.
                              Wenn alle Decals aufgebracht sind, an neuralgischen Stellen (nicht ganz glatter Untergrund) mit Weichmacher behandeln. Dann mit weichem Material nochmals abtupfen (ich nehme dazu gefaltete Papiertaschentücher).
                              Hinter dem Streifen-Decal auf dem Rumpfrücken mit dem Pinsel die schwarze Fläche bis auf den Streifen an das Decal heran ergänzen (die richtigen Cracks werden auch das spritzen).
                              Nach dem Abtrocknen alle Decals mit (hier) glänzendem Klarlack überspritzen. Der sichert die Abriebfestigkeit.
                              Erst jetzt werden die Maskierungen von den Fenstern entfernt. ßberschüssige Farbe innerlab der Fensterrahmen wird durch vorsichtiges Kratzen entfernt, fehlende Stellen mit Silber ergänzt.
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                              • Lupusprimus
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                                • 2135
                                • Bernd
                                • Chemnitz

                                #45
                                AW: Bell 222 in ganz klein

                                Zum Schluß kommt die Kleinarbeit. Fahrwerke anmalen und montieren, kleine Fehlerstellen korrigieren usw.
                                So sieht das Modell abschließend aus:
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