Zur Zeit baue baue ich an einer BO mit "Riemenantrieb-Ja bitte!" und kann sagen, dass das BO-Heck extrem eng ist.
Ich kam mit einer Kugelkopfanlenkung nicht hin und arbeite nun an einer Bowdenzuglösung.
Wenn man den Zug an mehreren Stellen festtapt, dann sollte das auch gehen.
Das befestigen der Hülle ist ohnehin unerlässlich.
Das Hauptproblem ist aber die Biegung. In dieser
manifestiert sich die Differenz zwischen Seele und Hülle
als das Spiel, das du unweigerlich dann in der Anlenkung
hast.
Du kannst mir glauben, was ich schreibe, ich habe 30 Jahre
Modellbauerfahrung mit Seglern, da waren Bowdenzüge
Standard, bis sich kleine und kräftige Servos für
Direktanlenkungen etablierten. Für Seitenruder verwendet
man immer noch häudig Bowdenzüge, aber da dieser
gerade läuft und weil das SR nicht kritisch ist, macht das nix.
Aber in der Vergangenheit wurden immer wieder Bowdenzüge
zum HR entfernt und durch Schubstangen und Umlenkhebel
ersetzt. Eben wegen des unvermeidlichen Spiels.
Ich verstehe aber das Problem, wenn man keinen Platz findet.
In diesem Fall empfehle ich, sich im nächstgelegenen Modellbau
Geschäft direkt eine geeignete Paarung auszusuchen. Der Test
ist einfach: Du schiebst beides zusammen, bildest eine einfache
Schlaufe, hälts am einen Ende fest und bewegst am anderen Ende
hin und her. Die Paarung, bei der du am wenigsten bewegen
konntest, ist dann die beste.
Früher gab es da noch richtig ausgefeilte Hüllen und Seelen,
mit inneren Stegen für möglichst geringe Reibung und wenig Spiel.
Hat aber auch nie 100% hingehauen und war das Mehrgeld oft
nicht wert.
.,,,nur so ne Idee-
könnte man nicht am Ende (Umlenkhebel am Heckgetriebe) eine kleine Feder anbringen , die das Spiel eliminiert?...quasi immer leicht am Bowdenzug zieht.
Die Idee ist nicht neu und leider wegen den hohen Kräften nicht durchführbar.
Normalerweise, da hast du recht, kann man durch diese Vorspannung ein Spiel
eliminieren. Aber ich empfehle dir folgenden Versuch und du verstehst sofort,
warum dass nicht gehen kann:
- Hauptrotorblätter entfernen
- Heckgestänge am Servo ausklipsen
- Heli mit einer Hand sicher festhalten
- Systemdrehzahl hochfahren
- Heck am Gestänge versuchen auszulenken
Spätestens jetzt weißt du, dass die Feder bärenstark sein müsste, und dass die
in neutralstellung ständig am Heckservo zerren würde UND dass sich in einer
Richtung die Kräfte noch verdoppeln würde.
Fazit: Grundsätzlich ne gute Idee, die leider an den hohen Kräften scheitern muss.
Nachtrag: Wenn die Feder schwächer als die Stellkraft ist, verschiebt sich das Spiel
lediglich und der indifferente Zustand wird an eine andere Stelle verschoben.
Das Problem ist hierbei das Gyro, welches indifferente Zustände so gar nicht mag.
Ich meine, es reicht, das Spiel durch geschickte Paarung so gering wie möglich zu halten,
bei Anderen hat es ja prinzipiell auch schon funktioniert.
Zuletzt geändert von Gast; 30.11.2011, 10:37.
Grund: nachtrag
Geht deine Kritik, gegen die ich nichts habe, auch ohne,
dass du meine Aussagen zum Thema diskreditierst?
Es ist vollkommen ok, wenn du anderer Meinung bist,
aber meine ßusserungen als "völligen Nonsens" abzu-
stempeln muss ich mir von dir nicht sagen lassen.
Natürlich kann man Scale ganz prima im Normalmode
fliegen, da stimme ich zu. Aber es ist ein Unterschied,
ob man das bewusst so eingerichtet hat, oder ob man
quasi nicht anders kann, weil es besser nicht geht.
Und nochmal: Ich sage gar nicht, dass es nicht geht.
Andere haben es auch hinbekommen.
Hi,
Den Original blauen Sullivan Bowdenzug mit der gelben Innenhülle würde ich empfehlen.
Aber nur das Original, die nachbauten eher nicht.
Aber wenn du 30 Jahre Segler fliegst kennst du den eh schon.
Der Ansatz mit der Flexwelle gefällt mir seeehr gut, bitte berichte weiter.
Gruß
Stefan
Ich habe für meine Segler eine spezielle Kombi entdeckt, die aus sehr dicken Seelen und Hüllen aus weißem PVC bestehen. Läuft gut und hat sehr wenig Spiel. Ist hier aber nicht machbar, da der Radius für den dicken Zug zu klein ist.
Ausserdem gehe ich damit auch dann auf einen Umlenkhebel, wenn der gar nicht vorgesehen war. Die Arbeit hat sich jedesmal rentiert. Aber wenn kein Platz ist, ist eben kein Platz. Also Sullivan.
also es geht weniger um zuviel Spiel sondern mehr um zu schwergängig. Ich habe mir extra so eine Art Fiberglas Innenteil mit Teflonausrohr geholt, aber richtig leichtgängig ist das auch bei dem möglichen Radius nicht. wie schon bemerkt ist der Platz in dem Heck der kleinen BO sehr begrenzt. Umlenkhebel gehen aus Platzgründen leider gar nicht.
Ich habe den selber nicht getestet, aber ist halt einer der besten Hersteller und wenn man
den Prädikaten Glauben schenken darf, müsste dies der geeignetste Zug sein.
Lass uns bitte wissen, ob das wirklich so zutrifft, ich brauch nämlich auch noch einen für meine
kleine ASW27. Die ist zu klein für ein SLW-Servo, da muss ich auch mit dem Bowdenzug rum.
Der blau-gelbe Sullivan ist super, aber auch zu dick. Habe ich bei meinem 600er.
Nutze nun das Innenteil (weiß) eines Zuges von Conrad (orange), benutze
diesen Innenzug als Außenzug und nehme nun als neuen Innenzug 0,8mm Stahldraht.
Erst damit ist alles schön leichtgängig und zur Heckanlenkung immer noch erstaunlich stabil. Flugerprobung steht aber noch aus.
Müsste schon gehen. Wichtig ist eine absolut straffe, feste Verlegung, bzw. Fixierung der Hülle. Wenn die sich bewegen kann, bedeutet das unerwünschtes Spiel, bzw. eine lummelige Anlenkung.
Da möchte ich die Hälfte aller Seglerhersteller an die Wand nageln, wenn sie den Bowdenzug zwar einziehen, aber nur locker an den Enden fixieren. Der gehört alle paar 20cm fixiert, im Heli alle 15. Und vor allem vor, in und nach der Biegung. Da drückts am meisten.
So, die Mechanik der BO-105 hat Ihre ersten Flüge hinter sich. Ich war überrascht wie gut sich das Heck steuern lässt und vom Kreisel her hält. Ich hatte da durch die Bowdenzuganlenkung ein schwammiges weiches Heck erwartet, dieses ist nicht der Fall.
Etwas Probleme bereitet noch die Mechanik und die Einstellung des GT5. Ich hatte ziemliche Resonanzen beim runterfahren der Drehzahl, deshalb habe ich jetzt die Kopfdämpfung weicher gemacht und hoffe das es damit besser wird. Die Steuerung der Taumelscheibe ist noch recht giftig, auch da habe ich den Fehler in der Einstellung gefunden. Anscheinend waren die zyklischen Ausschäge noch viel zu hoch.
An unserem nächsten Hallenflugtermin wird nochmal so getestet und dann wird auf 4-Blatt umgebaut, anschließend kann das ganze endlich in den Rumpf.
Zumindest der Umbau auf Flexwelle macht bisher überhaupt keine Probleme und funktioniert einwandfrei.
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