endlich wieder ein neuer Tip aus unserer Schatzkiste
Warum gehen Heckrotorservos kaputt?
Wenn man einmal den normalen Verschleiss ausser Acht läßt fällt auf das gerade die Heckservos schneller den Geist aufgeben als die anderen Servos im Heli. Warum ist das so? Sieht man einmal auf einige Internetseiten gibt es die verschiedenen Tipps was der Grund für das vorzeitige Sterben sein soll, auch Allheilmittel werden genannt. Doch die Ursache wird nie genannt. Der Grund weshalb die Servos vorzeitig ihren Dienst aufgeben ist das sie von der Kombination Heckblatt/Heckrotorkonstruktion schlichtweg überfordert sind. Kaum einer macht sich Gedanken über den tatsächlichen Kraftaufwand den das Servo leisten muss. Und der ist in fast allen Fällen so hoch das das Servo nicht mal in der Lage ist den eingestellten Weg im Flug auch abzufahren. Ganz besonders kritisch wird es in Kombination eines sehr schnellem, aber auch nicht gerade kräftigem Servo (zB.Futaba 9253) in Verbindung mit einem "schwerem" Heckrotor. Wir meinen damit nicht die leichtgängige Ansteuerung, das ist obligatorisch. Die Last die der Heckrotor bei hoher Drehzahl entwickelt ist das Problem. Doch wie kann ich die messen?
Ganz einfach, hier gibt es zwei Möglichkeiten.
1) Demontiere den Hauptrotorkopf Deines Hubis.
Entferne die Heckblätter und hänge das Heckgestänge am Servo aus. Du kannst jetzt sozusagen mit der Hand den Heckrotor steuern. Wirf den Motor an. Befestige den Heli in irgendeiner Weise am Erdboden, hier eignen sich zB. Heringe aus dem Campingbedarf. Wenn Du jetzt Gas gibst wird natürlich der Heckrotor angetrieben. Da der Rotorkopf fehlt kannst Du gefahrlos am Gestänge prüfen wie hoch die Last ist um den Heckrotor zu verstellen. Du must dabei natürlich soviel Drehzahl erreichen wie im Flug. Wahrscheinlich wirst Du überrascht sein mit welcher Kraft Du den Heckrotor bewegen musst. Mindern kannst Du diese Kraft durch Propellermomentgewichte. Statt der original Schraube zur Befestigung des Heckblattes nimmst Du eine längere und reihst pro Seite einige kleine Unterlegscheiben auf. Auf beiden Seiten des Blatthalters die gleiche Gewichtseinheit herstellen. Nun wieder hochdrehen lassen und wieder prüfen wie die Kraft ist. Im Regelfall jetzt schon deutlich geringer. Du kannst das System sogar lastfrei einstellen, doch dazu später mehr.
Wenn Du es geschafft hast das die Kraft zum Ansteuern des Heckrotors deutlich geringer ist als vorher montierst Du die Blätter. Jetzt machst Du den Versuch erneut mit Heckblätter. Doch Vorsicht dabei, jetzt gibt es richtig Druck auf dem Rotor!
Besser ist jetzt ein Helfer der den Heli auf der Heckrotor abgewandten Seite hält. Im Idealfall hast Du gute Blätter die Deinem System kaum Last beim Steuern bieten. Dann lass Deine Gewichte so wie sie sind. Wenn nicht justiere mit einigen Scheiben mehr oder weniger das sich eine Ansteuerung ergibt die in der Größenordnung von 300gr. bis 500gr. liegt. Dadurch eliminierst Du jegliches Spiel in der Anlenkung. Fertig!
Jetzt kannst Du sicher sein das Dein Heckrotor mit der Last angesteuert wird die Du ausgemessen und eingestellt hast. Und das Servo nun so arbeiten kann wie es vorgesehen wurde. Du wirst feststellen das sich die Drehgeschwindigkeit wesentlich erhöht, das kommt daher, daß das Servo nun in der Lage ist auch in die vorgewählten Anschläge zu fahren. Vorher schaffte es das nicht weil die Kraft die zur Ansteuerung nötig war zu groß war.
Auch kannst Du nun die Empfindlichkeit Deines Gyro aufdrehen. Das gesamte Hecksystem arbeitet leichter und effektiver.
2.) Möglichkeit
Ersetze den Rotorkopf durch eine elektrische Bohrmaschine und treibe damit Dein Heli an. Natürlich muss die Maschine die gewünschte Drehzahl erreichen, um die 2000 Umin sollten es schon sein. Verfahrensweise wie unter 1.) erklärt.
Hat den Vorteil das man auch zu Hause im Keller ausprobieren kann wie sich der Heckrotor verhält.
DOCH ACHTUNG BITTE!!!!
Diese Arbeit ist mit großer Sorgfallt und Vorsicht durchzuführen. Nicht mit losen Hemdsärmeln in der Nähe des drehenden Systems kommen. Wenn die Heckblätter montiert sind und hoch drehen entwickelt der Rotor einen beachtlichen Schub der dazu führen kann das der Hubi richtig festgehalten werden muss. Bei zuviel Gewicht auf der Schraube entsteht genau das Gegenteil von dem was wir wollen, der Heckrotor versucht von alleine die mechanischen Anschläge anzufahren und belastet das Servo erneut. Unter Umständen ist kein Steuern mehr möglich bei zuviel Gewicht. Es muss in jedem Fall die Drehzahl erreicht werden beim Messen mit der nachher auch geflogen wird.
Deshalb ist auch dringend davon abzuraten hier einfach zu schätzen wieviel Gewicht montiert wird. Es muss in jedem Fall ausgemessen werden. Nach Beendigung der Arbeit lohnt es sich eine lange Schaftschraube entsprechend zu kürzen und als Blatthalteschraube einzusetzen. Als Mutter für diese Schraube immer eine frische, ungenutze Stoppmutter wählen. Das höhere Gewicht dieser Mutter durch Entfernen einiger Scheiben ausgleichen damit Rechts wie Links wieder das gleiche Gewicht entsteht. Wir weisen ausdrücklich darauf hin das diese Arbeit in eigenverantworlichem Handeln durchgeführt werden muss und wir nicht verantworlich sind für Schäden die durch unsachgemäße Ausführung entstehen. Bei Unkenntniss des genauen Vorgehens wendet Euch bitte an einen erfahrenen Vereinskollegen der hier weiter helfen kann.
gruß timo
PS mehr gibt es unter [a href=\"http://www.heliclub-hamburg.de/tips/f_tips.html\" target=\"_blank\"]Tips & Tricks[/a]


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