Vorgehensweise 0° Einstellung ohne Pitchlehre
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AW: Vorgehensweise 0° Einstellung ohne Pitchlehre
Ich bin ja sehr experimentierfreudig und habe in den vielen Jahren des Helifliegen unzählige Methoden ausprobiert.
Dabei habe ich festgestellt, das gleichlange Gestänge nicht immer zum gewünschten Resultat führten und bei gleichlangen Gestänger entweder die Taumelscheibe schief stand oder die Servohebel nicht gleich auf 90° zum Gestänge standen.
Warum ist das so?
Ein Punkt wurde hier schon angesprochen, nicht immer sind die Servos genau auf gleicher Höhe in ihrem Einbauschacht montiert.
Legt man eine Taumelscheibe auf den Außenring auf eine gerade glatte Unterlage und misst den Abstand der Kugeln zur Unterlage, stellt man je nach Fertigungsqualität Höhenunterschiede fest und das nicht nur am Außenring, sondern auch an den Kugeln des Innenring.
Die Ursache ist meist ein verbogener Schenkel, das auch durch die Herstellung entstanden sein konnte, ungenauigkeiten in den Gewindebohrungen und die Kugelköpfe selbst.
Das ist aber nicht ganz so tragisch, wenn man weiß das nicht die Taumelscheibe als solche rechtwinklig zur Rotorwelle stehen muss, sondern das große Kugellager und damit das Schwenkgelenk.
Deshalb stelle ich nicht mehr mit einer aufstülpbaren Taumelscheibenlehre oder andere Methoden die auf der Oberseite der Taumelscheibe stattfinden ein, sondern nur noch über den Boden der Taumelscheibe der ja identisch mit dem großen Lager ist.
Zuvor müssen natürlich die Servohebel 100% im rechten Winkel zum Gestänge stehen, idealerweise auch gleichzeitig zur Rotorwelle.
Wenn ich im FBL die Servos auf Neutralposition blockiere, sind bei mir die Servohebel rechtwinklig zum Gestänge, die Taumelscheibe rechtwinklig, die Arme des Taumelscheibenmitnehmer genau waagerecht und der Blatthalter auf 0°.
Für die Servohebel mache ich mir ein kleinen Winkel, der das Spitzzulaufen der Servohebel ausgleicht und mit dem ich die Servohebelposition sehr genau einstellen kann.
Die Taumelscheibe wird in der Höhe so positioniert das die Schenkel des Mitnehmer genau waagerecht sind und mit einer Magnetlehre von unten ausgerichtet.
Taumelscheibenlehre für 8-15mm Hauptrotorwelle - WORLD-OF-HELI
Für die 0°, wonach hier ursprünglich gefragt wurde stecke ich eine Stange in den Blatthalter und stelle das Gestänge von der Taumelscheibe zum Blatthalter so ein, das die Stange genau paralell mit z.B. der Taumelscheibenführung ist.
Ob das Ganze wirklich so notwendig ist kann man in Frage stellen, da der Heli und damit die Taumelscheibe beim Schweben sowiso nicht rechtwinklig stehen wird.
Daher überlege ich als Versuch die Gestänge von den Servos zur Taumelscheibe so zu verstellen, das die erflogenen Trimmwerte des Neo gegen 0 sein werden, nur um zu sehen ob es von Vorteil ist, ich glaube aber eher nicht.Zuletzt geändert von vlk; 20.02.2020, 20:35.Gruß
Siggi
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AW: Vorgehensweise 0° Einstellung ohne Pitchlehre
Diese Taumelscheibenlehre von World of Heli hab ich auch, funktioniert prima.
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AW: Vorgehensweise 0° Einstellung ohne Pitchlehre
Könnte nur vom Durchmesser etwas größer sein.
Ich habe einen Abklatsch in blau, da die verlinkte nirgends lieferbar war.
Noch was zum einstellen wenn die 0° mit der Stange eingestellt sind.
Diesen Blatthalter und später das dazugehörige Blatt markiere ich und behandele es als Master.
Das heißt ich stelle einen vielleicht vorhandenen Spurlauf nur an dem anderen Blatt ein um mir die 0° Position nicht zu versauen.
Da das Masterblatt bei in Neutralstellung im blokiertem Zustand gena 0° hat, spielt bei weiteren Einstellungen mit einer Pitchlehre ein schief stehender Heli keine Rolle!
Einfach das ausgerichtete Blatt genau über das Heckrohr, Pitchlehre aufschieben und Nullen.
Jetzt können die vom Fbl geforderten Referenzwerte meist 6° oder 8° und die max/min Werte eingestellt werden.
Auch diese Werte können mit der Faltmethode und Abstandmessen ohne Pitchlehre gemacht werden.
Wenn jemand eine Verbesserung der Einstellprozedur hat, her damit.Gruß
Siggi
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AW: Vorgehensweise 0° Einstellung ohne Pitchlehre
Hallo Siggi,Zitat von vlk Beitrag anzeigenIch bin ja sehr experimentierfreudig und habe in den vielen Jahren des Helifliegen unzählige Methoden ausprobiert.
Dabei habe ich festgestellt, das gleichlange Gestänge nicht immer zum gewünschten Resultat führten und bei gleichlangen Gestänger entweder die Taumelscheibe schief stand oder die Servohebel nicht gleich auf 90° zum Gestänge standen.
Warum ist das so?
Ein Punkt wurde hier schon angesprochen, nicht immer sind die Servos genau auf gleicher Höhe in ihrem Einbauschacht montiert.
Legt man eine Taumelscheibe auf den Außenring auf eine gerade glatte Unterlage und misst den Abstand der Kugeln zur Unterlage, stellt man je nach Fertigungsqualität Höhenunterschiede fest und das nicht nur am Außenring, sondern auch an den Kugeln des Innenring.
Die Ursache ist meist ein verbogener Schenkel, das auch durch die Herstellung entstanden sein konnte, ungenauigkeiten in den Gewindebohrungen und die Kugelköpfe selbst.
Das ist aber nicht ganz so tragisch, wenn man weiß das nicht die Taumelscheibe als solche rechtwinklig zur Rotorwelle stehen muss, sondern das große Kugellager und damit das Schwenkgelenk.
Deshalb stelle ich nicht mehr mit einer aufstülpbaren Taumelscheibenlehre oder andere Methoden die auf der Oberseite der Taumelscheibe stattfinden ein, sondern nur noch über den Boden der Taumelscheibe der ja identisch mit dem großen Lager ist.
Zuvor müssen natürlich die Servohebel 100% im rechten Winkel zum Gestänge stehen, idealerweise auch gleichzeitig zur Rotorwelle.
Wenn ich im FBL die Servos auf Neutralposition blockiere, sind bei mir die Servohebel rechtwinklig zum Gestänge, die Taumelscheibe rechtwinklig, die Arme des Taumelscheibenmitnehmer genau waagerecht und der Blatthalter auf 0°.
Für die Servohebel mache ich mir ein kleinen Winkel, der das Spitzzulaufen der Servohebel ausgleicht und mit dem ich die Servohebelposition sehr genau einstellen kann.
Die Taumelscheibe wird in der Höhe so positioniert das die Schenkel des Mitnehmer genau waagerecht sind und mit einer Magnetlehre von unten ausgerichtet.
Taumelscheibenlehre f�r 8-15mm Hauptrotorwelle - WORLD-OF-HELI
Für die 0°, wonach hier ursprünglich gefragt wurde stecke ich eine Stange in den Blatthalter und stelle das Gestänge von der Taumelscheibe zum Blatthalter so ein, das die Stange genau paralell mit z.B. der Taumelscheibenführung ist.
Ob das Ganze wirklich so notwendig ist kann man in Frage stellen, da der Heli und damit die Taumelscheibe beim Schweben sowiso nicht rechtwinklig stehen wird.
Daher überlege ich als Versuch die Gestänge von den Servos zur Taumelscheibe so zu verstellen, das die erflogenen Trimmwerte des Neo gegen 0 sein werden, nur um zu sehen ob es von Vorteil ist, ich glaube aber eher nicht.
Gaaaaanz herzlichen Dank für Deine super ausführliche Schilderung und Mühe!
Viele Grüße
Olaf
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AW: Vorgehensweise 0° Einstellung ohne Pitchlehre
@Philipp:
Nur weil es andere nicht so machen wie Du muss es doch nicht falsch sein. Ich mache es nun so und für mich funktioniert es. Ich habe nicht gesagt, dass das jeder so machen muss. Aber sich einfach so hinzustellen und zu behaupten, dass der andere falsch macht, zeigt nicht gerade Toleranz.
@enied:
Ich habe keine Ahnung was meine Schlüter-Lehre damals gekostet hat. War auf jeden Fall weder billig, noch sonderlich genau. Allerdings ist das inzwischen auch über 20 Jahre her. Damals waren Helis eigentlich nur deshalb teuer, damit man sich als Elite fühlen soll.CU,
Egbert.
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AW: Vorgehensweise 0° Einstellung ohne Pitchlehre
Ich denke hier sollte man zwischen Paddel-Heli und FBL-Heli unterscheiden.
Eine Digitale Pitchlehre nützt an einem Paddel-Heli vermutlich nicht so viel, es sei den du benutzt eine zusätzliche Wasserwaage oder ähnliches, da ist deine alte Schlüter-Lehre vermutlich besser zu gebrauchen.
Beim hier genannten Logo ist diese wiederum vermutlich nicht zu gebrauchen!?
Funktioniert die Klappmethode eigentlich auch gut für Paddel-Helis?Zuletzt geändert von michaMEG; 21.02.2020, 07:41.Grüße, Micha
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AW: Vorgehensweise 0° Einstellung ohne Pitchlehre
Zitat von michaMEG Beitrag anzeigenHier noch der Link zur Taumelscheiben-Lehre für Arme:
Oft kann man die Methoden ja auch kombinieren oder zumindest für einen Schnelltest verwenden!
Und wenn man noch ärmer ist, reicht auch ein Klebestreifen zwischen Zentralstück und Blatthalter, das man mit dem Cutter durchtrennt.
Angehängte DateienMindestens haltbar bis: 17.04.2020
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AW: Vorgehensweise 0° Einstellung ohne Pitchlehre
Den Klebestreifen könntest Du auch weglassen und Dich stattdessen an dem Kratzer im Anlenk-Arm orientieren.Zitat von Ulli600 Beitrag anzeigenUnd wenn man noch ärmer ist, reicht auch ein Klebestreifen zwischen Zentralstück und Blatthalter, das man mit dem Cutter durchtrennt.
T12FG, T18SZ, DS-12 und eine ausreichende Anzahl Helis
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AW: Vorgehensweise 0° Einstellung ohne Pitchlehre
Also ohne Pitchlehre gehts mal gar nicht finde ich. habe die Bevelbox von BeastX inkl Halterung sowie die Soko Lehre!
Meine Vorgehensweise die sich bei mir bis jetzt immer bewährt hat egal ob die HRW nen winkel hat oder nicht sofern man die Grundlagen einhält wie TS 90 Grad zur HRW.
Servohebeln so gut wie möglich auf 90 grad anlenkung zur TS, Servogestänge nach vorgaben längen, Rotorkopf demontieren und eine Büroklammer aufbiegen, diese mit Tesa auf der HRW fixieren und ein Ende der Klammer auf einen Kugelkopf der servoanlenkung der TS hinbiegen. Dann alle anderen Punte damit prüfen. Die HRW kann man drehen somit drhet sich die Klammer mit und die höhe kann nun überall gleich eingestellt werden. Alles was nicht mit dem gestänge hin zu bekommen ist wird im FBLmenü durch servomitte korriegiert! Somit steht die TS 100% gerade bzw 100% 90 Grad zur TS. Dann nehme ich die Pitchlehre und nulle diese auf der HRW damit ich diese als bezugspunkt habe. Motor geht auch sofern man die Lehre sauber auflegen kann. aber die HRW ist soweit eigentlich perfekt da sich ja alles um diese dreht. Dann kopf wieder drauf und Pitch auf 0grad an den Blättern eingestellt. Dazu prüfe ich immer jedes Blatt vorne 0 grad zur Rollachse und 180 Grad zur Rollachse gedreht nach hinten. NIEEEE 90 Grad zur nick achse da die HRW nach vorne geneigt sein kann!! Landegestell oder Generell durchs chassis bedingt!! Bis jetzt fliegt jeder Heli so wie auf schienen!!
Das ganze habe ich auch früher bei meinen Paddlern so gemacht!!Zuletzt geändert von diamondblack; 21.02.2020, 09:26.Grüße Willi
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AW: Vorgehensweise 0° Einstellung ohne Pitchlehre
Eine digitale Pitchlehre kannst Du z. Bsp. auf dem Motor oder FBL nullen und dann ist es egal, ob die HRW schräg steht.Zitat von diamondblack Beitrag anzeigenAlso ohne Pitchlehre gehts mal gar nicht finde ich. habe die Bevelbox von BeastX inkl Halterung sowie die Soko Lehre!
Meine Vorgehensweise die sich bei mir bis jetzt immer bewährt hat egal ob die HRW nen winkel hat oder nicht sofern man die Grundlagen einhält wie TS 90 Grad zur HRW.
Servohebeln so gut wie möglich auf 90 grad anlenkung zur TS, Servogestänge nach vorgaben längen, Rotorkopf demontieren und eine Büroklammer aufbiegen, diese mit Tesa auf der HRW fixieren und ein Ende der Klammer auf einen Kugelkopf der servoanlenkung der TS hinbiegen. Dann alle anderen Punte damit prüfen. Die HRW kann man drehen somit drhet sich die Klammer mit und die höhe kann nun überall gleich eingestellt werden. Alles was nicht mit dem gestänge hin zu bekommen ist wird im FBLmenü durch servomitte korriegiert! Somit steht die TS 100% gerade bzw 100% 90 Grad zur TS. Dann nehme ich die Pitchlehre und nulle diese auf der HRW damit ich diese als bezugspunkt habe. Motor geht auch sofern man die Lehre sauber auflegen kann. aber die HRW ist soweit eigentlich perfekt da sich ja alles um diese dreht. Dann kopf wieder drauf und Pitch auf 0grad an den Blättern eingestellt. Dazu prüfe ich immer jedes Blatt vorne 0 grad zur Rollachse und 180 Grad zur Rollachse gedreht nach hinten. NIEEEE 90 Grad zur nick achse da die HRW nach vorne geneigt sein kann!! Landegestell oder Generell durchs chassis bedingt!! Bis jetzt fliegt jeder Heli so wie auf schienen!!
Das ganze habe ich auch früher bei meinen Paddlern so gemacht!!
VG
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AW: Vorgehensweise 0° Einstellung ohne Pitchlehre
ja zum nullen sag ich ja geht der Motor auch aber das was du da markiert hast habe ich gemeint nicht 90 Grad zur Nickachse messen wegen der neigung der HRW wie zb 6grad bei den Aligns. Dann hast du aufeinmal 6 grad bei pitch mitte und ned null. Darum messe ich immer der lönge nach auf der rollachse!!
Vl sollte ich dazu sagen das es entscheidend ist in welcher Achse man die Lehre nullt.Zuletzt geändert von diamondblack; 21.02.2020, 09:37.Grüße Willi
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AW: Vorgehensweise 0° Einstellung ohne Pitchlehre
Entweder verstehe ich was falsch oder wofür nullst Du vor der Montage des Kopf?Zitat von diamondblack Beitrag anzeigenDann nehme ich die Pitchlehre und nulle diese auf der HRW damit ich diese als bezugspunkt habe. Motor geht auch sofern man die Lehre sauber auflegen kann. aber die HRW ist soweit eigentlich perfekt da sich ja alles um diese dreht. Dann kopf wieder drauf und Pitch auf 0grad an den Blättern eingestellt.
Da der Heli auf Kufen steht die nie Starr sind hat doch die Rotorwelle nach montage des Kopf eine andere Posttion.
Die Taumelscheibe mit einer Büroklammer oder was auch immer auszurichten taugt nicht, habe ich mehrfach probiert.
Problem ist, das man nicht gleichzeitig alle Auflagepunkte sieht, dennoch besser als ohne nur mit dem Auge.
Außerdem richtet man damit die Arme oder wenn der Draht weiter nach außen gebogen wird, die Kugel, hatte ich früher auch so gemacht, hat aber bei Verzug der Arme oder Kugel wie weiter oben von mir erklärt den Nachteile.
Besorge Dir mal so eine Magnetlehre und überprüfe damit Deine Einstellung, Du wirst Dich wundern.Gruß
Siggi
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