Jo und bei einem D 4,2 mm sind's A 13,85 mm2. Da dürfte die Schraube etwa 1080 kg vertragen. Das aber nur bei optimalen Bedingungen, diese sind aber nie gegeben deshalb überschlägt man mit einem Betriebsfaktor . Ich nehme mal 1,3, dann sind's nur noch 830kg, was schon ziemlich realistisch ist.
Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
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Helino
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Jo und bei einem D 4,2 mm sind's A 13,85 mm2. Da dürfte die Schraube etwa 1080 kg vertragen. Das aber nur bei optimalen Bedingungen, diese sind aber nie gegeben deshalb überschlägt man mit einem Betriebsfaktor . Ich nehme mal 1,3, dann sind's nur noch 830kg, was schon ziemlich realistisch ist.
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konstantin1288
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Tippe auf schlechte Qualität + überdehnte Schraube beim Anziehen.
Durfte jahrelang als Schichtführer meine Leute zur Benutzung des Drehmomentschlüssels ermahnen, weil alle meinen, "handwarm" die Schrauben auf richtiges Drehmoment anknallen haben sie im Gefühl. Nicht persönlich gemeint, aber das Gefühl ist so gut der Monteur auch sein mag, einfach immer subjektiv
Zumal ich bei so kleinen Schräubchen und hoher Zugbelastung / dynamischer Beanspruchung eher dazu tendieren würde, die Schraube nur anzulegen und mit mittel- bis hochfestem Loctite verkleben. Also die Vorspannung komplett Weg lassen. Die Schraube muss ja kein Blech zusammen halten, das auf Querkräfte beansprucht wird.
Dynamische Beanspruchung ist nicht umsonst der Renner im Maschinenbau
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Helino
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Das ist nicht richtig Konstantin. Die Schraube wird schwellend belastet und nicht dynamisch. Ganz ganz großer Unterschied .
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konstantin1288
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Da hast du recht, da hab ich die Begrifflichkeiten verwechselt.
Bei der Minimierung der Vorspannung bleib ich aber
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Pelle
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
8.8 und 12.9 sind Standartschrauben im Fahrzeugbau,
Jeder 40 Tonner wird durch 8.8 zusammengehalten,
Nichts gegen TS ich kann mir nur 3 Gründe für ein Versagen vorstellen:
1. Materialfehler
2. kein Loctide bzw. Fett im Gewindegang
3 der Schraube den Hals abgedreht ( Kenn keinen Hersteller der ein Anzugsmoment angibt )
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Helino
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Jap da bin ich auch dabei. Kann sehr gut möglich anwenderfehler sein, aber passiert halt.
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AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Bei Lichte betrachtet könnste sogar recht ham.....Zitat von don_king Beitrag anzeigenNochmal:
Sämtliche Radialkräfte der Blätter werden über die Blatthalter und Radiallager auf die Blattlagerwelle geleitet.
Die Schrauben an der Blattlagerwelle werden nur auf Zug belastet.
Theoretisch isses so! Wenn der Heli ne vernünftige Lagerung der Blatthalter hat werden die Kräfte über die Lager in die Welle geleitet. Bei der Größe vom Raptor geh ich mal davon aus....
Persönlich denke ich aber trotzdem das die Schraube doch einiges von der zyklischen Belastung mitbekommt.... (net böse sein, is halt mei Meinung...
)
Dann könnte es sein das die 8.8 auf Dauer plastisch verformt und ein Dauerbruch oder Schwingbruch entsteht (zumal das Gewinde nen spitzen Rißgrund abgibt)
Die 8.8 hat Dehngrenze ja bei ca. 640 MPa, die 12.9 immerhin 1080 MPa!! Die sollte also knapp 60 % mehr Last aushalten....
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AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Loctite hatte ich. Und um der Schraube den Hals abzudrehen, müsste man schon ordentlich anknallen.Zitat von Pelle Beitrag anzeigen1. Materialfehler
2. kein Loctide bzw. Fett im Gewindegang
3 der Schraube den Hals abgedreht ( Kenn keinen Hersteller der ein Anzugsmoment angibt )
Die Schraube war ja neu, da ich sie ausgetauscht habe, als ich den letzten Crash hatte. Ich denke das es Materialfehler war. Und würde auch nicht für die Qualität der Conradschrauben garantieren.....
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Helino
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Vielleicht nicht lang genug das Loctite trocknen lassen. Kann viele doofe Gründe geben das sowas passiert.
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Helino
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Irgendwie habe ich das Gefühl das Thema Schraube bzw. Metallkunde,Festigkeit und Statik ist bei dir komplett vorbeigegangen. Eine Schraube kann nicht auf Dauer Plastisch verformt werden. Das geht in einemmal, die Kräfte Werden ja nicht auf Dauer grösser. Es kann höchstens ein ermüdungsbruch entstehen. Mehr nicht.Zitat von Joe Beitrag anzeigenBei Lichte betrachtet könnste sogar recht ham.....
Theoretisch isses so! Wenn der Heli ne vernünftige Lagerung der Blatthalter hat werden die Kräfte über die Lager in die Welle geleitet. Bei der Größe vom Raptor geh ich mal davon aus....
Persönlich denke ich aber trotzdem das die Schraube doch einiges von der zyklischen Belastung mitbekommt.... (net böse sein, is halt mei Meinung...
)
Dann könnte es sein das die 8.8 auf Dauer plastisch verformt und ein Dauerbruch oder Schwingbruch entsteht (zumal das Gewinde nen spitzen Rißgrund abgibt)
Die 8.8 hat Dehngrenze ja bei ca. 640 MPa, die 12.9 immerhin 1080 MPa!! Die sollte also knapp 60 % mehr Last aushalten....
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AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Einer der sinnvollen Beiträge hier.Zitat von Pelle Beitrag anzeigen8.8 und 12.9 sind Standartschrauben im Fahrzeugbau,
Jeder 40 Tonner wird durch 8.8 zusammengehalten,
Nichts gegen TS ich kann mir nur 3 Gründe für ein Versagen vorstellen:
1. Materialfehler
2. kein Loctide bzw. Fett im Gewindegang
3 der Schraube den Hals abgedreht ( Kenn keinen Hersteller der ein Anzugsmoment angibt )
Meinrad
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AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Hallo
Uh - glück das dir nix passiert ist
Kannst du mal ein Foto von der Schraube machen ? ( auch ev. von einer Ganzen )
Ich war nämlich auch schon erstaunt, wie stark die Qualität ( Verarbeitung ) streut. Habe z.B. auch schon gesehen, das es billigschrauben gibt, die nicht mal ne Fase zwischen Schaft und Kopf haben... das muss ja reissen.
Ich habe in meiner jetzigen Sammlung nur noch Qualitätsschrauben in 12.9 - wenn auch oft "Oversized"... sicher ist sicher.
Grx Phi
Ich wäre lieber am fliegen...
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AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
1.) Oh mann, erschiess mich bitte weil ich die Formulierung falsch gewählt hab....Zitat von Helino Beitrag anzeigenIrgendwie habe ich das Gefühl das Thema Schraube bzw. Metallkunde,Festigkeit und Statik ist bei dir komplett vorbeigegangen. Eine Schraube kann nicht auf Dauer Plastisch verformt werden. Das geht in einemmal, die Kräfte Werden ja nicht auf Dauer grösser. Es kann höchstens ein ermüdungsbruch entstehen. Mehr nicht.
2) Dauerbruch / Schwingbruch hab ich ja selber geschrieben
3) woh steht das mit der plastischen Verformung? Von der Erfahrung her weiß ich, dass das eine Schraube schon ne Weile mitmacht, je weicher desto länger....
Ich habs sogar mal live gesehen alsn Kollege am Hydraulikprüfstand nen Zylinder bis zur Zerstörung überlastet hat... da waren längere Schrauben als Stehbolzen und die hats richtig durchgewalkt.. hat ausgesehen als ob sich kleine Tierchen unter der Oberfläche bewegen.....
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konstantin1288
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Nicht im Ernst, oder?Zitat von Helino Beitrag anzeigenVielleicht nicht lang genug das Loctite trocknen lassen. Kann viele doofe Gründe geben das sowas passiert.
Schraube reißt weil Loctite noch feucht
Zumal das ( Original ) Loctite dermaßen schnell fest wird..
Eine Schraube kann schon so belastet werden, die folge ist halt ein Sprödbruch.Zitat von Helino Beitrag anzeigenIrgendwie habe ich das Gefühl das Thema Schraube bzw. Metallkunde,Festigkeit und Statik ist bei dir komplett vorbeigegangen. Eine Schraube kann nicht auf Dauer Plastisch verformt werden. Das geht in einemmal, die Kräfte Werden ja nicht auf Dauer grösser. Es kann höchstens ein ermüdungsbruch entstehen. Mehr nicht.
Fraglich in diesem Fall ist aber, ob das mit der Lagerung jemals passieren würde. Wenns so wäre, würde jeder Heli über kurz oder lang sonst auf diese Weise runter kommen.
Anhand eines guten Fotos ließe sich jedoch erkennen, was für ein Bruch es war. Waben/Punktförmiger, gerader Abriss oder Linienförmige Rissausbreitung... spricht Bände. Dafür braucht man kein REM.
Doch hätte es durchaus, sollte es sich nach der nach mir beschriebenen Ursache hergetragen haben:Zitat von Thomas L. Beitrag anzeigenes ist ganz klar geschrieben, M5 Schraube abgerissen. Das hat aber nichts mit Loctide zu tun.
Evtl. kein Loctite zur Hand, die Schraube eben schön fest ( zu fest -> überdehnt, damit zu viel vorspannung die die Reserven auffrisst ) angeknallt. Am besten noch wie von Pelle geschrieben leicht Fett im/am Gewinde, dann kann man nämlich noch stärker anziehen, ohne es zu merken. Sollte man Loctite benutzen, hat dies sogar ebenfalls einen schmierenden Effekt.
Da der TS schreibt dass die Schraube neu war, kann hier kaum ein Ermüdungsbruch vorliegen. Jeder, der mal die Zyklen dazu im Labor simulieren musste, weiß warum ich hier eher von einer stinknormalen "Zugprobe" spreche, hervorgerufen durch
a) Vorspannung durch anziehen ( ob jetzt zu stark, sei dahin gestellt) +
b) Fliehkräfte des Rotors +
c) möglicher Materialfehler +
d) ggf. zu gering gewählte Festigkeit der Schraube.
= klassische ßberdehnung mit anschließendem Bruch nach überschreiten von RM
Dieses auszurechnen hängt aber von zu vielen Variablen ab: Drehzahl, Anzugsmoment. Wovon mindestens das Anzugsmoment niemals mehr ermittelt werden kann und somit jegliche rechnerei sich mehr oder weniger in Kaffeesatzleserei verwandelt.
Wobei noch zu erwähnen ist, dass Gerüchten zufolge die Wahl zwischen 8.8 und 12.9 (bei guten Schraubenherstellern ) eigentlich egal ist. Für den Schraubenhersteller ist das Umrüsten zwischen zwei verschiedenen Materialien viel zu teuer. Das Herstellprinzip ist das gleiche. Das einzige was er macht, sind bei den 12.9ern entsprechend intensivere Materialproben, damit er auch garantieren kann, wirklich 12.9 zu liefern. Bei billiganbietern, die garkeine 12.9er herstellen und denen auch Radien gegen Rissbildung etc schnurz-piep-egal ist, kann natürlich davon nicht die Rede sein.
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