Was die Zelle interessiert und im Zweifelsfall beschädigt, ist beides.
Ich hole mal etwas aus, vielleicht interessiert es dich ja.
Jede Zelle hat einen gewissen Innenwiderstand und das Ohmsche Gesetzt sagt uns dann, dass über diesem Widerstand bei Stromfluss eine Spannung abfällt. Als Beispiel: Hat eine Zelle 5 mOhm Innenwiderstand und du belastest sie mit 100 A dann fallen da (U = R * I = 5mOhm * 100A) 0,5V an Spannung ab.
Hätte deine Zelle also in Ruhe noch 4V (also noch gut voll), hätte sie bei einer Belastung von diesen 100A im Lastmoment nur noch 3,5V - was ok ist. Bei hingegen 3,5V Ruhespannung (also recht weit entladen), hätte diese Belastung die Zelle auf 3V gebracht, was viel zu niedrig wäre.
Der Ruhestrom ist im Grunde mal vom Ladezustand abhängig. Und davon geht bei Belastung dann immer noch praktisch der dynamische Spannungsabfall weg, der vom Strom und dem Innenwiderstand herrührt. Daher ist es auch von der Lastung abhängig, wie weit man eine Zelle sinnvoll entleeren kann. Eine Zelle mag 1000 mAh nominell haben, aber bei einem hohen Entladestrom kann ich eben nur weniger entnehmen, weil die Zellen früher an die untere Spannungsgrenze stoßen. Je sachter ich mit dem Heli fliege, desto mehr Kapazität kann ich auch nutzen, bzw. desto später muss ich aufhören.
Wenn die Zelle altert, dann wird der Innenwiderstand immer höher (wie auch bei einer kalten Zelle). Was passiert, und das kannst du oben nachrechnen, ist das ich plötzlich bei gleicher Last entsprechend früher Schluss machen muss, weil die untere Spannungsgrenze früher kommt. Sagen wir Innenwiderstand steigt von 5 auf 10 mOhm. Dann sind das bei 100A schon 1V und nicht mehr 0,5. Selbst eine noch relativ volle Zelle mit 4V wäre dann zu viel belastet.
Zwar wäre noch Energie in dieser fiktiven Zelle bei 4V, aber ich komme nur an sie ran, wenn ich langsamer Entladen würde als ich es früher tat (und das hat man ja nicht unbedingt in der Hand, wenn man fliegt). Also ist die nutzbare Kapazität kleiner geworden - durch den höheren Innenwiderstand.
Ich hoffe das klärt das Ganze etwas auf.
Der beste Rat, den ich dir zur deiner Sache nach dem guten Weg zum Umgang geben kann, ist wirklich am Ende des Fliegens einfach mit einem kleinen Lipo-Checker die Zellspannungen zu kontrollieren und danach deine Flugzeit zu richten (sofern du keine Telemetrie hast un die entnommene Kapazität direkt kennst) - und dann gerne auf die magischen 3,7V schauen
Das ist einfach zu handhaben und ausreichend präzise, um die Akkus so zu verwenden, dass man sie nicht potenziell schädigt.Beste Grüße
Finn

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