Macht ihr hier eure Doktorarbeit drauß oder was ist los?
Akku mit Telemetrie leer Fliegen per Kapazitätsalarm und Unterspannungswarnung, fertig.
Wenn man nicht gerade den Dauerflugrekord brechen möchte, ist es auch unerheblich ob am Ende 4% mehr oder weniger im Lipo sind.
Also muss man nicht ans Limit gehen. Ich lade die dann einfach wieder auf.
Wie wir gelernt haben, sind die Kapazitäten andere im genormten Messbereich (Niedrigstrom) als im Heli-Betrieb (Hochstrom). Wenn ich also gemäß der Anzeige im Betrieb 4000mAh entnommen habe, dann entspricht das mehr, als die Entnahme von 4000mAh im genormten Messverfahren. Und damit hätte ich bei einem mit 5000mAh ausgezeichneten Akku weniger als 20% genormte Restkapazität. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
Liebe Grüße,
Volker
Also du machst es viel zu kompliziert. 4000mAh sind 4000mAh. Egal ob du die nun mit einem Ampere oder mit 100 Ampere entnimmst. Der einzige Unterschied ist, das bei 100A die 4000mAh schneller aus dem Akku raus sind, wie bei 1A Stromentnahme. Und du erreichst bei 100A Stromentnahme schneller die kritische Spannung, wie wenn du nur mit 1A entlädst.
Also du machst es viel zu kompliziert. 4000mAh sind 4000mAh. Egal ob du die nun mit einem Ampere oder mit 100 Ampere entnimmst.
Es gibt einen erheblichen unterschied zwischen unkompliziert und falsch. Dass was du schilderst ist letzteres.
Es war die Frage danach, wie man die genaue Kapazität bestimmt! Und da sind 4000 mAh eben nicht gleich 4000 mAh.
Ob dieser Unterschied denn wirklich wichtig ist und man nicht einfach mit der Nennkapazität arbeitet, wie du es sagst, steht auf einem anderen Blatt - das ist natürlich auch klar.
Hast du mal in die von mir verlinkte Spezifikation reingeschaut?
Hier ist explizit die Rede von einer 0.2C-Kapazität und einer 1C-Kapazität!
Die Zelle im Beispiel ist mit 860 mAh angegeben und die Dauer der 0.2C-Entladung soll mindestens 300 min betragen. 300min bei 0.2 heißt eben genau 1C Kapazität, oder anders gesagt die Zelle hat mindestens 860 mAh.
Die 1C-Entladung muss hingegen mindestens 51 min dauern. Das entspricht 0.85C also einer Mindest-Nutzkapazität von 731 mAh! Also satte 15% Kapazitäts-"Verlust" (bzw. Nichtnutzung).
Natürlich muss man auch dazu sagen, dass hier sehr weit entladen wird und daher der Kapazitätsunterschied bei unseren Anwendung gut und gerne geringer sein kann.
Von alledem abgesehen denke ich auch, dass man getrost mit der angegebenen Kapazität arbeiten können wird, das wird den Kohl nicht fett machen.
Um dann hier für das Leerfliegen unter Nutzung der Nennkapazität noch ein Beispiel zu geben, hier mal kurz die Daten meiner letzten beiden Flüge von heute morgen:
12S 5100mAh laut Telemetrie in 4:38min 3786mAh (75%) verflogen. Niedrigste Spannung dabei 3,68V pro Zelle. Spannung direkt nach dem Flug 3,7V. Ich habe jetzt den Akku circa 2h später am Ladegerät auf 3,7V gebracht und dabei noch 700mAh entladen.
12S 5000mAh laut Telemetrie in 5:31 3635mAh (73%) verflogen. Niedrigste Spannung dabei 3,65V pro Zelle. Spannung direkt nach dem Flug 3,69V. Auch hier 2 Stunden später am Lader auf 3,7V gebracht und dabei noch 580mAh entladen.
Man kann also denke ich gut mit der Nennkapazität und 80% davon über Telemetrie arbeiten. Ich könnte hier wenn ich wollte also mit Sicherheit noch einige Sekunden mehr rausholen.
Ich würde mir also kein großen Stress machen damit, dass ich versuche irgendwelche Kapazitäten bei neuen Akkus zu bestimmen. Außerdem würde ich die ungerne soweit entladen.
Es war die Frage danach, wie man die genaue Kapazität bestimmt! Und da sind 4000 mAh eben nicht gleich 4000 mAh.
Trotzdem bleibe ich dabei, das 4000mAh immer 4000mAh sind, egal welche Wissenschaft man daraus macht. 4000mAh oder auch 4Ah sagen einfach aus, das man dem Akku 4Ah entnehmen kann. Entläd man den Akku mit 1A, so dauert das ganze eben vier Stunden. Macht man das gleiche mit 10A, so hat man halt die 4Ah in 24 Minuten entnommen. Und entläd man die 4Ah mit 100A, so dauert das halt nur noch zwei Minuten und 14 Sekunden.
Die Frage ist halt nur noch, ob man wirklich auch mit dem sehr hohen Strom die 4Ah aus dem Lipo rausbekommt, oder ob nicht vorher die Spannung zuweit einknickt. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
Die Frage ist halt nur noch, ob man wirklich auch mit dem sehr hohen Strom die 4Ah aus dem Lipo rausbekommt, oder ob nicht vorher die Spannung zuweit einknickt. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
Die Spannug wird bei hohen Strömen früher einbrechen als bei niedrigen Strömen.
Das bedeutet im Umkehrschluß das je höher die Ströme werden, je weniger wird die Nutzbare Kapazität des Akkus.
Das bedeutet die auf dem Lipo angegebene Nennkapazität bezieht sich auf genau eine Entladestromstärke.
Da es aber hier keine Normung gibt kann der Hersteller je nach Seriösität abstruse Werte auf seinen Lipo schreiben die nach seiner Prüfmethode sogar stimmig sind.
Ob dies für unsere Praxis interessant ist, steht auf einem anderem Blatt.
Bei Blei Battereien wird deshalb noch ein K Faktor angegeben.
ZB. K20 = 80Ah und bei K100 120Ah.
Der k Faktor ist hier die Zeit der Entladung bis zur Entladeschlußspannung.
Auch da gibt es viele schwarze Schafe beim labeln.
In der Regel bezieht sich die Aufgedruckte Kapazität auf den K20 Faktor.
Es gibt aber welche die Schreiben auf der gleichen Batterie wesentlich höhere Kapazitäten und ganz klein irgendwo K200 dabei.
Wie du daran erkennen kannst ist die Nennkapazität keine Konstante sondern Stromabhängig.
Das bedeutet im Umkehrschluß das je höher die Ströme werden, je weniger wird die Nutzbare Kapazität des Akkus.
Das bedeutet die auf dem Lipo angegebene Nennkapazität bezieht sich auf genau eine Entladestromstärke.
Genauso ist es. Dies ist auch bei den Tests von Gerd Giese auf der von mir verlinkten Seite deutlich in den Diagrammen zu sehen. Gerd testet mit unterschiedlicher Belastung, und zeigt so dass die nutzbare Kapazität bei höheren Strömen entsprechend geringer ausfällt.
Trotzdem bleibe ich dabei, das 4000mAh immer 4000mAh sind, egal welche Wissenschaft man daraus macht. 4000mAh oder auch 4Ah sagen einfach aus, das man dem Akku 4Ah entnehmen kann. Entläd man den Akku mit 1A, so dauert das ganze eben vier Stunden. Macht man das gleiche mit 10A, so hat man halt die 4Ah in 24 Minuten entnommen. Und entläd man die 4Ah mit 100A, so dauert das halt nur noch zwei Minuten und 14 Sekunden.
Da liegst Du komplett falsch - das Gegenteil ist richtig.
Bleibt die Erkentnis, dass der Lipo nach Kapazität UND C-Rate ausgewählt werden muss. Ist die C-Rate gelogen, stimmt die nutzbare Kapazität nicht mehr. Wenn mein 65C-Lipo bei 10C bereits einknickt, werde ich kaum 80% der aufgedruckten Kapazität entnehmen können. Ich habe gelernt, dem Aufdruck keineswegs zu vertrauen. Wie ihr in meinem Post weiter oben gesehen habt, war auch der 2200mAH SLS X-Cube, vorgeheizt, nach der Entnahme von 1100mAh bei 21,5V unter Last. Wäre ich weitergeflogen, so hätte der Regler unweigerlich abgeschaltet, lange bevor die 1700mAh (80%) erreicht worden wären.
Belastet wurde der 30C SLS dabei mit 10A, Peaks von unter 15A. Der 30C-Aufdruck bescheinigt dem Lipo aber einen Dauerstrom von 66A, Spitzen von 120A. Die Temperatur des Lipos ist trotz vorheizen bei den moderaten Strömen schnell gesunken.
Derselbe Lipo, vorgeheizt, aber im warmen geschlossenen Rumpf des Scale-Modells: Ein ganz anderes Bild. 1850mAh stehen zur Verfügung, das sind deutlich mehr als 80% der Kapazität.
Mir ging es nicht um nutzbare Kapazität, sondern darum das 4Ah immer 4Ah sind. Daran ändert sich auch nichts, ob der Akku mit hohem oder mit niedrigem Strom entladen wird. Die 4Ah sind halt nur mehr oder weniger schnell verbraucht.
Das die Nutzkapazität von vielen Faktoren abhängig ist, ist eine ganz andere Sache.
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