Hi zusammen
, hab mir letztes Jahr auch so meine Gedanken bezüglich Lipoerwärmung gemacht und dazu auch im Forum gestöbert
. Ich bin für mich zu folgendem Entschluss gekommen. Anwendungsbereich bei mir sind 700er Heli mit 12s Lipos (2 x 6s)
. Diese Lipos sind bekanntlich ja nicht so günstig, weshalb ich eine gut kontrollierbare Möglichkeit der Lipoerwärmung gesucht habe, die gleichzeitig einfach in der Handhabe, weitgehend verschleißfrei, sowie über einen längeren Zeitraum (mehrere Stunden) einsetzbar ist ohne von den vermeintlichen Idealwerten des Lipoheizen abzuweichen. Meine für mich Ideallösung ist jetzt nicht der Preishit, das ist klar, aber im Verhältnis zu den eingesetzten Lipos und Helikram zum fliegen doch noch im Rahmen. Eine Kühl/Heizbox aus dem Handel hab ich zuerst auch schon ins Auge gefasst, jedoch sind die wenigsten temperaturgeregelt. Wenn ja kosten die dann auch ähnlich viel Geld wie meine Lösung. Der zweite "Nachteil ist mMn, dass ich immer vom KFZ-Bordnetz abhängig bin (oder ich bastel mit nen Lipo dran). Mit Wärmflasche in der Isolierbox/Kühlbox ist auch ne Möglichkeit, jedoch wieder ohne Regelung und nachlassender Leistung.
Das größte Problem war eine geeignete Box/Koffer zu finden, die/der stabil ist um die doch schweren Akkus (8 x 6s = 6.8kg) zu transportieren. Die Koffervarianten (Alukoffer usw...), die ich so gefunden habe sind eher mit dünnen instabilen Böden und Seitenwänden ausgestattet. Das erschien mir nicht als haltbare Lösung. Letztendlich hab ich eine Metallbox erstanden, die für mein Vorhaben geeignet schien. Dann noch was an Isolierung gekauft, die ebenfalls eine gewisse Eigenstabilität mitbringt, etwas Kleber, Griffe, Lochgitter, Abstandshalter und dann ging es los.
Die Heizeinheit hab ich mir vorher schon mal von Hadi.rc bestellt. Ebenso die zwei Heizfolien mit je 36Watt. (Das kann man natürlich auch wo anders kaufen, mir hat eben das Gesamtpaket von Hadi zugesagt). Mir ging es ja um die einfache Handhabe und ein kontrollierbares System. Zum Betrieb eines autarkes System benötigte ich noch einen Akku mit ausreichend Kapa. Hier entschied ich mich für eine 4s mit 16000 mAh. Die Box kann natürlich auch mit externer 12-24V Quelle gespeist werden. Das war aber nicht mein Focus, da ich vom KFZ Bordnetz möglichst unabhängig sein wollte.
Meine Heizbox kann ich nun problemlos bei ca. 5 Grad Außentemp an zwei Tagen je 4h (mit aufheizen der Akkus) betreiben, ohne den Versorgungsakku zu laden
. Im Frühjahr oder Herbst sind 3 Tage die regel. Vielleicht hat der ein oder andere ähnliche Anforderungen zum Lipoheizen und kann hier für seine Entscheidung was mitnehmen
. Zusammengefasst noch die Vorteile aber auch Nachteile meiner Lösung:
Vorteil:
- Einfache Bedienung
- Temperaturgeregelt (kein ßberheizen, kein nachlassen der Heizleistung über mehrere Stunden)
- sehr gleichmäßig durchgewärmte Lipos (Aufheizzeit ca. 1,5 - 2h bei meiner Größe und Anzahl
sollte eingeplant sein)
- Programmierung "Start heizen" möglich. (raus aus der Arbeit, ab auf'n Platz mit warme Lipos)
- Völlig autark nutzbar.
- Sehr gute Isolierung (Box wird nach außen nicht warm)
- Verschleiß auch bei Dauerbelastung gering (sehe nur den 4s Lipo und event mal ne Heizfolie)
Nachteile:
- Hohe Anschaffungskosten
- hohes Eigengewicht (Abhängig auch von der Liopgröße als Versorgungsakku)



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