Marcel
verbogene Blatthalterschrauben Logo 500
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Damit ist die Härte des verwendeten Materials gemeint.... 8.8 ist halt relativ weicher Stahl und 12.9 besserer (härterer)Zitat von marce Beitrag anzeigen
MarcelIch fliege Heli, Fläche, FPV & Fesselflug www.vogtland-heli.de
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Tach,
genau erklären kann ichs dir nicht - ist eine Angabe wie hart die Schraube ist, also wie stark sie sich dehnt /biegt(?)...
Ich habe auch schon gesucht, dabei dann http://www.cnc-modellsport.de gefunden.
Ihr müsst nur darauf achten, dass ihr optimalerwseise die Schrauben in der Länge bestelllt, dass der Schaft (Teil ohne Gewinde) so lang ist, dass er für die Stärke des Blattes und des Blatthalter ausreicht und der Rest Gewinde dann abgeschnitten wird.
Damit wird die Last nur von dem nicht durch das Gewinde geschwächten Teil aufgenommen.
Irgendwo in der Din 912 steht, bei welchen Längen der Schaft welche Abmessungen hat...
Ich habe an meinen Alu-Blatthaltern noch eine U-Scheibe unter die Mutter gemacht, da der Schaft ganz wenig zu lang war und ich nicht am Gewinde rumschneiden wollte...
bis denn
Sebastian
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Beim Logo 30 z.B. sind es 8mm Gewinde, der Rest ist Schaft, deswegen liebe ich diese Schrauben, die sind nie krumm.
Mikado Logo 600 3D V-bar
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Tach Dennis,
die Länge des Gewindes ist ja eigentlich genormt, also bei M4 immer 20mm, der Rest ist dann Blank.
Wenn also die Schraube wie oben geschrieben 35mm hat, sind es 35-20 = 15mm blank, bei einer 40er dann also 40-20 = 20mm blanker Schaft.
Das was an Gewinde zu lang heraussteht, kann man dann ja einfach wegdremeln.
bis denn
Sebastian
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Hallo Beisammen,
meine total unfachmännische Meinug besagt, dass es nicht an der Güteklasse der Schraube liegen mag, dass diese verbiegen sondern vielleicht im Spiel in der Augen- Nabenverbindung. Eine solche Verbindung ist immer genau dann ungünstig, wenn der Bolzen auf Biegung beansprucht wird und nicht nur auf Scherung. Das ist übrigens Stoff aus Konstruktionselemente 1 der Luft- und Raumfahrttechnik.
Mit besten Grüßen
Sebastian Zajonz
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Achso noch etwas... Die Blatthalterschrauben sind eigentlich Bolzen, da diese vorwiegend auf Scherung beanspucht werden und nicht eine Verbindung aufgrund von Krafschluss erhalten sollen.
Also: Halt durch Flächenpressung = Schraube (Belastung vorwiegend auf Zugkraft)
Halt durch Formschluss ohne Vorspannkraft oder nur mit geringer Vorspannkragt = Bolzenverbindung (Belastung vorwiegend auf Scherung)
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Seabear
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Wenn man sich die Blatthalter anschaut ist da nix mit Scherung
Noch dazu kommt dass es keine Schaftschrauben sind (somit Schwachstellen bzgl Durchmesser + Kerbwirkung). Wenn sie dann noch 8.8er sind wirds wohl eng! Ich hab das zeug grad in Maschinenelemente.
Dann werd ich mir wohl mal so 12.9er kaufen.
Beste Grüße
Fabian
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goimagog
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Zitat von Sebastian Zajonz Beitrag anzeigenAchso noch etwas... Die Blatthalterschrauben sind eigentlich Bolzen, da diese vorwiegend auf Scherung beanspucht werden und nicht eine Verbindung aufgrund von Krafschluss erhalten sollen.
Also: Halt durch Flächenpressung = Schraube (Belastung vorwiegend auf Zugkraft)
Halt durch Formschluss ohne Vorspannkraft oder nur mit geringer Vorspannkragt = Bolzenverbindung (Belastung vorwiegend auf Scherung)
Hallo Sebastian,
dazu habe ich auch schonmal was geschrieben... bin jetzt aber zu faul das rauszusuchen,... ich will nämlich gleich noch Fliegen gehen.
Da zwischen Rotorblatt und Blatthalter noch eine Distanzscheibe kommt (Rotorblatt = bewegte Welt unter Last / Blatthalter = feste Welte, im Kraftfluss mit Rotorblatt / Distanzscheibe....) wird die Schraube immer auf Biegung beansprucht. Warum sind denn sonst die Schrauben der Piloten hier verbogen?
Gruß
Christian
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Hallo Christian,
eigentlich sollten die Distanzscheiben keine Rolle spielen, da diese im Verhältniss zur Bolzenstärke sehr dünn sind. Hier würde sich ein Biegemoment nicht stark bis garnicht auswirken und es sollten fast nur Scherkräfte auftretten.
Das Problem der Verbiegenden Blatthalterbolzen ist sicherlich im Spiel zu suchen. Hier ist Spiel im Blatthalter (Gabel) und Rotorblatt (Stab) maßgebend.
Werden der Bolzenverbindung zu viele Freiheiten in Form von Spiel gelassen, dann wirkt sich das Biegemoment nicht nur auf den Elastischen Bereich des Bolzen sondern auch auf den Plastischen aus (salop gesagt: der Bolzen wird krumm des Mistding).
Zum Glück werden in der heutigen Zeit so gut wie alle Faserverbundrotorblätter mit einer Hülse (zumeist aus Messing) versehn, welche den Bolzen Recht gut führt und Biegeverformungen auffängt. Bei heute üblichen, doch sehr hohen Drehzahlen, würde das Faserverbundmaterial, eine "fast" ungehinderte Biegung des Bolzen zulassen, da dieses eine sehr hohe Elastizität hat. Ist in dieser Hülse sehr viel Spiel, dann besteht ein hohes Risiko, dass der Bolzen plastisch verbiegt. Zusätzliches Spiel im Blatthalter verstärkt natürlich das Ganze.
Ich habe hier einmal 3 Interessante Folien hochgeladen, damit ihr euch die Kräfte und Momenteverläufe in einer solchen Gabel-Stab Verbindung vorstellen könnt.
Mit besten Grüßen
Sebastian Zajonz
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Das im oberen Post sollte übrigens Augen-Gabel Verbindung heißen.
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goimagog
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Hallo Sebastian,
das Problem der theoretischen Festigkeitslehre ist die Anwendung auf praktische Fälle. Deine Folien zeigen sehr gut, was theoretisch am Besten wäre. Aber im Modellsport sind ßbermaßpassungen in den Blatthaltern eben nicht zu realisieren. Deine zweite Folie zeigt also sehr gut, welcher Fall am wahrscheinlichsten vorliegt. Und diese sagt, dass die Biegung am größten ist.
Man könnte nun natürlich mal die verschiedenen Spannungen der Belastung ausrechnen und die Sicherheiten bestimmen.
Aber das muss man gar nicht, da ich bisher noch nichts von abgescherten Schrauben am Blatthalter gelesen habe. Also sind die Biegespannungen offensichtlich kritischer als die Scherspannungen.
Zur Dicke der Distanzscheiben. Diese sind bei mir glaube ich 1 mm hoch, der Bolzen, in dem Fall die Schraube (M4) ist weniger als 4 mm dick. Das sind also 25%. Meiner Meinung nach sollte man aber die Längen direkt vergleichen und da das Rotorblatt 10 mm dick ist und auf beiden Seiten je eine Scheibe ist, beträgt das Verhältnis immer noch 20%. Ich finde das schon beachtlich.
Mein Festigkeitslehre Dozent hat mir vor allem mitgegeben, dass wie jeder weiß alle Theorie grau ist. Wichtig und besonders schwierig ist allerdings die Anwendung auf die Praxis.
Wenn mehrere Versuche (einen schönen Dank an die Kaninchen
) jetzt zeigen, dass sich die Schrauben verbiegen. Dann fällt es mir schwer davon auszugehen, dass die Scherspannungen kritischer sind als die Biegespannungen.
Gruß
Christian
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AW: verbogene Blatthalterschrauben Logo 500
Hallo Christian,
ich glaube du hast mich falsch verstanden. Ich bin ebenfalls der festen ßberzeugung, dass die Biegebelastung die Ursache allen ßbels ist. Ich denke nur, dass für die verbiegenden Bolzen das Spiel im Blatthalter und Hülse verantwortlich ist, da den Bolzen einfach zu viele Freiheiten gelassen werden.
Betrachtet man den Bolzen als Balken, die Hülse samt Rotorblatt als Aufdickung dessen und die Blatthalterbohrungen als Lager welches Momente, und Kräfte in alle Richtungen aufnehmen können, dann kann man sehr schön sehen, dass dieser eine mm kaum einen Einfluss auf die Biegekurve hat. Man könnte dies jetzt sicherlich sehr theoretisch berechnen und aus der Bemessungslast die Querkraft und dann durch Intergration Momente, Biegelinie etc. berechnen nur hilft das hier nicht wirklich weiter.
Man könnte sich diesen einen mm auch als sehr kurzen fest eingespannten Stab vorstellen, welcher im Verhältniss zur Länge einen sehr großen Durchmesser hat -> Keine Biegung sondern Scherung, aber auch das ist hier egal und eigentlich auch falsch.
Praxiserfahrungen sind sicherlich nicht durch diese, zugegeben sehr trockende Theorie, zu ersetzen, aber die Theorie hilft zu verstehen was wo eigentlich vorgeht.
Natürlich sind ßbermasspassungen praktisch nicht machbar, es sollte nur verdeutlichen wie sich der Momentenverlauf verändert. Hier gilt IMMER: Spiel in Gabel und Stab. Dadurch läßt sich Biegung des Bolzens nie vermeiden, aber durch reduzieren von Spiel und ausweitung der Führung des Bolzens im Blatthalter, könnte man die Biegung quasi zwangseinschränken und so verhindern, dass die Durchbiegung in den plastischen Bereich des Schraubenmaterials geht. Höher Vergütete Schrauben sind hier eigentlich nur eine Notlösung- aber sie sind eine.
Ideal wäre es wenn das Spiel in der Hülse minimal wäre und der Bolzen relativ Spielfrei auf eine längere Strecke im Blatthalter geführt wird. Manche Hersteller machen dies durch Stahlinserts in den Blatthaltern, was sicherlich auch der Lochleibung wegen gemacht wird.
Mit besten Grüßen
Sebastian Zajonz
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Gast
AW: verbogene Blatthalterschrauben Logo 500
Hallo,
als Ersatz für die Schrauben sollten doch die vom Raptor 50 passen - oder? Vielleicht kann das jemand der beide Helis hat mal prüfen.
Die Schrauben von meinem Raptor haben sich nie vorbogen (Crash ausgenommen) und ich meine dies auch von anderen noch nicht gehört zu haben.
Unverständlich, daß dieses Problem noch nicht beseitigt worden ist. Wir reden ja hier nicht von einer billigen China-Mechanik...
Gruß
Markus
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Seabear
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Danke für die guten Erklärungen!
Sooo, war heute beim lokalen Schraubenhändler und hab mir 40mm M4 12.9 Schrauben gekauft, das Gewinde um ca. 2mm weiter auf den Schaft geschnitten und dann passend abgelängt.
Habs heute beim fliegen mal drauf angelegt und siehe da, nix verbogen.
Es ist jedoch wirklich schade dass da Mikado nix daran ändert, denn das waren ja keine Einzelfälle...
Beste Grüße
Fabian
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