Moin,
der Stefan hat den "Gravitationsspeed" schon sehr gut erklärt. Der horizontale Speedflug durch eine 200m lange FAI-Messtrecke ist da schon wieder was kompl. anderes.
Hierbei muss man schon 100m vor der eigentlichen 200m langen Kernmesstrecke im richtigen Fenster (25 x 25m) drin sein.
Da in dem 100m langen horizontalen Anflug fast der kompl. "Gravitationsspeed" verpufft, macht es ergo keinen Sinn die Baumgartner Nr. als Anflugvariante zu verwenden.
Beim horizontalen Speeden braucht man in erster Linie ein perfekt abgestimmtes Setup (FBL) und Power, Power, Power (Motor, Regler, LiPos).
Mit dem Prinzip "eierlegende Wollmilchsau" kommt man hier nicht weiter. Es ist hier vielmehr extrem wichtig den Heli von vorne herein nur auf Speed auszulegen. Das fängt z.B. beim Motor schon an, denn
um auf die Entsprechende DZ am Kopf zu kommen, braucht man einen Motor mit einer NS von ca. 610U/V an 12S. Das ergibt dann mit einem 15er Ritzel in Verbindung mit einer passenden Regleröffnung (noch Platz zum Nachregeln) eine DZ von ca. 2200 am Kopf. Das man damit nicht mehr low RPM fliegen kann, sollte dann auch jedem klar sein.
Hier macht es aus meiner Sicht auch keinen Sinn den Regler 100% offen zu fliegen, denn damit ist die Reglung ausgeblendet und das FBL muss vom Gain eine zu große DZ-Range ausgleichen.
Mit 12S und besagtem Motor mit 100% Regleröffnung kommen da mal locker um die 2500-2600 am Kopf im Turn (ohne Last) bei raus. Unten im Abfangbogen bricht dann die DZ sowieso auf ca. 2180 U/min. ein. D.h. das FBL muss mit einem Gainwert, eine DZ-Range von ca. 3- 400 U/min. am Kopf abdecken. Das ist im high-speed Bereichen einfach zu viel. Die max. DZ am Kopf die mit 12S halbwegs stabil für ca. 4 Durchflüge a 6sec. Dauer zu realisieren ist, liegt mit guten Packs, Motor bei ca. bei. 2.180 U/min.
Beim Pitch liegen durch die Strecke dann permanent 16° an, die ein entsprechender Motor auch ohne Prob. durchzieht. Dabei zieht sich der Motor dann ca. 200 - 230A aus dem LiPo.
Bei den Blättern verwende ich die DH 711 FBL mit ca. 200g vom Dominik, die sich als extrem stabil und präzise für das Streckenspeeden herauskristallisiert haben.
Meinen FAI-Speed WR bin ich seiner Zeit mit den CY 710 FBL 200g geflogen welche sich ebenfalls gut zum Speeden eignen. Die DH 711 haben allerdings den Vorteil, dass sie über die gesamte Blattlänge ca. 2mm schmaler als die CY, und die Blade-tips für weniger Verwirbelungen sorgen.
Mit den DH 711 bin ich gleich schnell im Vergleich zu den CY nur zieht das System etwas weniger A durch den Rotor.
Generell sollte man sich darüber im klaren sein, das eine solch extreme Antriebsauslegung def. einer Materialschlacht gleichkommt.
Außerdem ist der TDR zwar von Haus aus ein sehr schneller Heli, aber eigentlich ein 3D Heli. Für die unter euch, denen es nur und rein um Speed geht, kommt was anderes von Jan.
Aber da müsst ihr euch leider noch bis zur IRCHA gedulden :-)
Lieben Gruß
Olli

Wie kannst du uns das denn jetzt bitte nur antun*!!!! 


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