Im Dezember bin ich dann bei HobbyKing aufmerksam geworden, die nicht nur den recht beliebten HK450 verkaufen, sondern mittlerweile auch die komplette Palette an Zubehör, welches für den Einsteiger nötig ist, zum Spottpreis anbieten.
Ein Kumpel liegt mir schon länger damit in den Ohren und nach durchweg guten Erfahrungen mit HobbyKing Produkten habe ich mich entschlossen, den Versuch zu wagen und ihm einen China-450er zu bauen, komplett mit allen nötigen Komponenten für den Anfang.
Die Wahl fiel auf folgende Komponenten:
- HK450 MT $47.-
- Motor E500-6 $18.-
- Regler Plush 40A $23.-
- Kreisel HK401B $14.-
- Akkus 3 x Zippy 3s2200 20C je $12.-
- Kopfservos 3 x HXT900 je $3,15 (!)
- RC-Anlage HK-6x-M1 2,4GHz inkl. Empfänger $60.-
- Senderakkus Turnigy 2300mAh AA 8 x $0,80
- Lader Accucell-6 $34.-
- Netzteil PS-6 $10.-
- Heckservo Graupner DES477 (in D gekauft) €21.-
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Das macht rund 257 US$ + Heckservo
--> Komplettpreis: €200.- (!!!) ... darin ist ALLES enthalten, was man als Einsteiger benötigt !
Die RC-Anlage:
Der Sender kommt im üblichen Fernost-Plastik. Es ist ein 2,4GHz Computersender mit den nötigsten Funktionen um einen Heli sinnvoll zu betreiben. Um mal das wichtigste zu nennen: Servomitte, Servoweg, Dual-Rate, TS-Mischer und 5-Punkt-Gaskurve, ... auch eine SIM-Buchse ist vorhanden.
Die Knüppel lassen sich feinfühlig und ohne Ruckeln steuern und die Schalter sind sinnvoll angebracht.
Das Display ist sehr minimalistisch, nach einer Weile gewöhnt man sich aber an die kryptischen Kürzel und findet sich gut zurecht.
Die vier Schalter (Hold, Idle-Up, DualRate und ein Schaltkanal) sind sinnvoll und in der Praxis brauchbar.
Und jetzt die Schattenseiten:
1. Die beiden LED's oben in der Mitte. Beim ersten Einschalten dachte ich, soeben hab ich mir Netzhautverbrennungen dritten Grades zugezogen ! Wie man an dieser Stelle superhelle, punktstrahlende LED's einbauen kann ist mir ein Rätsel. Es ist unmöglich, einen Blick auf den Sender zu werfen ohne danach minutenlang einen schwarzen Fleck mitten im Gesichtsfeld zu haben.
2. Die Ladebuchse. Diese ist durch eine fest verlötete Diode geschützt, was zur Folge hat, dass man keine Computerlader verwenden kann.
3. Die Akkuhalterung. Sie ist von der Sorte "Einzelzellen-werden-von-oxidierten-Federn-in-Position-gehalten-und-haben-gelegentlich-mal-Kontakt" und gehört sofort in den Müll, damit kein Anfänger auf die Idee kommt sie zu nutzen.
An dieser Stelle habe ich folgendes gemacht:
1. Die LED's habe ich durch diffuse Standard-LED's ersetzt, man kommt problemlos zum löten dran.
2. Die Diode habe ich ausgelötet und durch eine Lötbrücke ersetzt.
3. Die Akkus habe ich zu einem 8er Pack verlötet und eingeschrumpft.
Insgesamt eine Stunde Lötarbeit, die sich aber lohnt.
Der Empfänger ist kompakt und passt in die allermeisten Modelle. Die beiden Antennen sind direkt rausgeführt und leider in weicher Silikonlitze gehalten, ein steifes Kabel wäre hier besser gewesen, um sie in der 90-Grad Position zu fixieren.
Ich habe den Empfänger vorab in einem Schaumflieger auf Reichweite getestet – ohne Probleme.
Schattenseite: Die Steckerleisten sind zu eng beieinander. Wenn man mehrere Servostecker einstecken will gehen sie seeehr stramm weil die Steckergehäuse gegeneinander klemmen. Es verbietet sich hier, den Stecker am Kabel rauszuziehen weil man dabei unter Umständen die Litze aus dem Crimp-Kontakt löst.



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