In der Fachzeitschrift Rotor wurde ein Weg aufgezeigt wie man mit einer Akkuladung im Kunstflugstil lange oben bleibt. Nun, die veröffentlichten Ergebnisse waren für mich nicht neu, so konstruiere ich meine Helis seit über 10 Jahren schon. Sehr lobenswert finde ich den Ansatzpunkt die sog. 3D Flugmanöver mit niedrigen Drehzahlen zu fliegen. Dies ist sicherlich deutlich schwieriger als mit einem "Bretterheli" mit irrsinniger Drehzahl auf dem Rotorkopf. Mir ist bei der aktuellen 3D-Fliegerei aufgefallen, dass sie sich zu einer irren Materialschlacht (Wegwerfgesellschaft läst grüßen) entwickelt hat.. Offensichtlich herrscht hier die Meinung vor, so viele Figuren wie möglich in kürzester Zeit und so tief und spektakulär wie möglich fliegen zu müssen. Mir fällt es häufig schwer die Figur überhaupt als solche erkennen zu können. Der Begriff "Kunstflug" beinhaltet das Wort Kunst. Damit ist sicherlich nicht nur die unumstrittene Kunst des Piloten zum Steuern des Helis gemeint,sondern die Kunst der Präsentation. Der zweite Aspekt wird leider oft vollkommen vernachlässigt. Freude an dem derzeitigen Zustand hat aber sicherlich die Modellbauindustrie. Noch nie gab es einen Trend bei dem die Konsumenten freiwillig soviel "Material" verheizt haben wie beim aktuellen 3D.
Ich möchte hier einmal ein Beispiel aus dem Eiskunstlauf aufzeigen. Die Kür eines Eiskunstläufers besteht aus weichen, geschwungenen Bewegungen die mit schnellen Aktionen gespickt werden. Das harmonische Gesamtergebnis und die Genauigkeit der Ausführung ergibt die Bewertung. (Auch vergleichbar mit F3C) .Würde ein Eiskunstläufer sich wie ein "Hardcore 3D Flieger" verhalten, so würden einem die Augen nur so vor Bewegungsabläufen flimmern. Ein harmonisches Ganzes wäre jedoch nicht erkennbar. - Weniger ist manchmal halt mehr-
Bei vielen 3D Vorführungen habe ich hingegen nur noch Angst.
Soft 3D ist m.M. nach der Weg der Zukunft.
Nun Eure Meinungen dazu:

mfG
Norbert



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