Danke Ralph für die klaren Worte und ich antworte mit symphatischer Zustimming. Ich wollte hier auch nichts mehr schreiben. Ich kam am WE nicht dazu, deine PN zu beantworten. Ich denke man muß sich die Finger hier nicht mehr wund schreiben.
Zu deiner Frage Paddelstange: Es gab ein Phänomen, daß der Heli, trotz 100% Stabilisierung und darüber, immer noch nicht phasengenau reagiert hat. Nicht berücksichtigt waren die Lagerreibung der Drucklager und Rückstellkräfte der Rotorblätter. Ersteres ist eine Dämpfung, bei der Energie in durch Lagerreibung in beide Richtungen vernichtet wird. letzteres eine Federkraft. Beide drücken den Phasenwinkel auf kleiner als 90 Grad. Ein altes Beweisbild müßte ich noch suchen und kann es hochladen. Ich entfernte die Paddel und ersetzte sie durch Gewichte. Der Heli stand am Boden und ich drückte die Taumelscheibe nach vorne. Der Rotorkreis neigte sich dabei nach hinten. Dieser Widerstand muß von den Paddeln überwunden werden. Der Phasenwinkel ist deshalb nicht mehr 90 Grad, weil die Anregung nicht mehr sinusförmig ist, und nicht wie anderswo behauptet, der Schlaggelenkabstand nicht gleich Null ist. Für eine Phasenverschiebung ist der Schlaggelenkabstand überhaupt nicht erforderlich.
Bezüglich Pasenwinkel größer und kleiner als 90 Grad möglich: Ein sehr guter Bekannter (Dr. der Physik und Heliflieger) hatte schon vor langer Zeit für mich in der Herstellerfachwelt ein wenig gebohrt und da kamen für mich 2 vage, aber wichtige Hinweise heraus:
1. Es ist möglich, einen Rotor ohne anstehendes Mastmoment (also freischlagendes zentrales Schlaggelenk) mit einem Phasenwinkel sowohl größer als auch kleiner als 90 Grand zu bauen. Man beachte diesen Widerspruch zu den Theorien :-)
2. Bei 90 Grad ist die Anfälligkeit gegenüber Störungen größer als bei nicht 90 Grad.
Danach war ich wieder auf mich alleine gestellt mit meinem Verstehen.
zu 1.: Die Antwort stand bereits in einer Erwiderung auf Amoks rotierender Schraubenmutter. Man teilt zum Verstehen den Rotorkreis nicht in einzelne Blätter auf, sondern in Kreiselringe (Saturnprinzip ?)
und verbindet diese elastisch miteinander. Ich habe bewußt gesagt, daß ich noch eine zweite Schraubenmutter in der Mitte der Schnur befestige, stellvertretend für einen der Ringe. Den Rest sollte sich jeder selber durchspielen. Es gibt bremsende Federkräfte, die den Phasenwinkel verringern und beschleunigende, die ihn erhöhen. Durch Beschweren eines bestimmten Rings und Erhöhung der Auftriebskraft an einem anderen, kann man den Phasenwinkel nun steuern. Bevor jetzt eine Flut von Protesten kommt, das Rotorblatt/Rotor existiert. Ich hatte es vor ca. 20 Jahren unwissentlich gebaut, weil ich ein richtig gutes Blatt für meine 4-Blatt BK 117 wollte. 
zu2.: Da habe ich noch keine zufriedenstellende Antwort.
Wer möchte, kann nun weiterhin nachdenken. Aber für Rattermarken in den Gehirnzellen übernehme ich keine Verantwortung

fliegerische Grüße
Bruno



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