Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

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  • key2
    key2

    #16
    AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

    Gut formuliert, auch wenn ich das Wort "Kreiselpräzision" nicht ganz verstanden habe in diesem Zusammenhang. Meines Wissens nach werden die Rotorblätter um 90° Phasenverschoben angelenkt, da das Blatt auch eine gewisse Zeit benötigt, dem Steuerbefehl zu folgen (Blaue Bücher: Heli-Flughtheorie). Durch das frühzeitige Anlenken hat das Blatt die Möglichkeit, sich optimal auszurichten um im Durchgang 0° (genau vorne) einen optimalen Wirkungsgrad zu erreichen. Aber das ist ein anderes Thema.

    Kurz gesagt: Der Rotor "neigt" sich durch den unterschiedlichen Auftrieb der Rotorkreisfläche vorne und hinten. Die Neigung ist durch die Kopfdämpfung und die Elastizität der Rotorblätter möglich. (Punkt!).

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    • Kholdstare
      Senior Member
      • 14.11.2007
      • 1390
      • Philipp
      • Bern

      #17
      AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

      Um mein Beispiel noch etwas mehr auszuleuchten, damit es nicht wieder in der Kreiselpräzession Ecke landet, Folgendes.

      Wir haben einen Heli am Boden stehen. Einen paddellosen Kopf, und zwar ohne Taumelscheibe, keinerlei Gestänge. Nur Zentralstück, Blattlagerwelle, Blatthalter, Blätter. Die Blätter sind wie normal drehbar gelagert.

      Nun nehmen wir eine 1 Meter lange Stahlstange, machen darauf einen Kugelkopfpfanne. Diese befestigen wir an einem der Blatthalter.

      Jetzt stehen wir mit beiden Füssen auf die Brakedisk/Bremscheibe auf dem Zentralstück. Mit der Stahlstange in der Hand können wir nun einen der Blatthalter auf- und abwärts bewegen. Wir können den Anstellwinkel des Blattes beiflussen, sagen wir von -30° - +30.

      Jetzt lassen wir den Motor hochlaufen, und drehen uns im Kreis, da wir noch immer auf der Bremsscheibe stehen. Mal angenommen das geht, wir drehen uns mit einer Drehzahl von 2000U/min.

      Bewegen wir nun die Stahlstange - und damit den Blatthalter - auf und ab - und jetzt mal EGAL ob 90° bevor oder nicht, dann müste doch genau dasselbe passieren, wie im Stand, d.h. dass wir nur den Anstellwinkel beeinflussen können, nicht aber die NEIGUNG.

      edit: Johannes hat es gut erklärt, leuchtet ein!
      key: Kreiselpräzession hat NIX mit der Neigung der Rotorkreisebene zu tun
      Zuletzt geändert von Kholdstare; 07.10.2009, 09:16.
      6 x AC3X, 3 x T14, 33 x BLS 253, 3 x TREX, kein TDR.

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      • esteban
        esteban

        #18
        AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

        Als RC-Helipiloten habt Ihr doch alle "Hubschrauber Ferngesteuert" gelesen oder?

        Wenn nicht, zitiere ich mal den Goodfather of RC - Heli

        Dieter Schlüter



        Generell gilt: Will man die Rotorkreisfläche in Flugrichtung nach vorne neigen, muss das nach vorne laufende Blatt mechanisch so nach unten gesteuert werden, das es in Flugrichtung gesehen vorne die tiefste Position erreicht und das nach hinten laufende Blatt so nach oben gesteuert werden, das es hinten die höchste Position erreicht. Das gilt analog für alle anderen Flugrichtungen genau so. Das die dazu erforderliche Neigung der Taumelscheibe 90° zum Rotorblatt beträgt ist rein mechanisch bedingt.

        Mal anders:

        Den Heli von oben betrachten, der Rotor ist eine Uhr und dreht sich rechts herum. Vorne ist 12 Uhr, rechts 03 Uhr, hinten 06 Uhr, links 09 Uhr. Der Heli schwebt, die Rotorwelle steht senkrecht, die Blätter haben rund um die Uhr angenommen 5° Anstellwinkel um den Heli in der Schwebe zu halten. Jetzt soll der Rotorkreis 3° nach vorne geneigt werden. Das sieht dann für das vordere Blatt so aus:

        12 Uhr: 5°+0°=5°
        01 Uhr: 5°+1°=6°
        02 Uhr: 5°+2°=7°
        03 Uhr: 5°+3°=8° (stärkste zyklische Verstellung positiv)
        04 Uhr: 5°+2°=7°
        05 Uhr: 5°+1°=6°
        06 Uhr: 5°+0°=5°
        07 Uhr: 5°-1°=4°
        08 Uhr: 5°-2°=3°
        09 Uhr: 5°-3°=2° (stärkste zyklische Verstellung negativ)
        10 Uhr: 5°-2°=3°
        11 Uhr: 5°-1°=4°
        12 Uhr: 5°-0°=5°
        Das hintere Blatt beginnt zur gleichen Zeit bei 06 Uhr.


        LG

        Stephan

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        • Männerzeugs
          Männerzeugs

          #19
          AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

          Ich glaube es macht keinen Sinn mehr über die Biegung der Welle weiter zu diskutieren, da dies nur theoretischer Natur ist und die richtige Beantwortung keinem weiterhilft.
          Es wäre nur schön, wenn der Eine oder Andere mal nachdenkt, bevor er etwas schreibt. Und wenn man keine Ahnung hat.....
          Kleiner Tipp noch: Jede Kraft erzeugt eine gleich große Gegenkraft

          Mehr werde ich dazu nicht mehr sagen.

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          • key2
            key2

            #20
            AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

            @kholdstare: Dein Beispiel ist sehr anschaulich und nachvollziehbar War das jetzt nur nochmal für die Verdeutlichung oder stellt sich Dir die Frage, warum sich die Rotorebene neigt, immer noch?

            @Männerzeugs: Schade, dass Du die Diskussion darüber abblockst und so "pampig" reagierst.

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            • esteban
              esteban

              #21
              AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

              Als RC-Helipiloten habt Ihr doch alle "Hubschrauber Ferngesteuert" gelesen oder?

              Wenn nicht, zitiere ich mal den Goodfather of RC - Heli

              Dieter Schlüter



              Generell gilt: Will man die Rotorkreisfläche in Flugrichtung nach vorne neigen, muss das nach vorne laufende Blatt mechanisch so nach unten gesteuert werden, das es in Flugrichtung gesehen vorne die tiefste Position erreicht und das nach hinten laufende Blatt so nach oben gesteuert werden, das es hinten die höchste Position erreicht. Das gilt analog für alle anderen Flugrichtungen genau so. Das die dazu erforderliche Neigung der Taumelscheibe 90° zum Rotorblatt beträgt ist rein mechanisch bedingt.

              Mal anders:

              Den Heli von oben betrachten, der Rotor ist eine Uhr und dreht sich rechts herum. Vorne ist 12 Uhr, rechts 03 Uhr, hinten 06 Uhr, links 09 Uhr. Der Heli schwebt, die Rotorwelle steht senkrecht, die Blätter haben rund um die Uhr angenommen 5° Anstellwinkel um den Heli in der Schwebe zu halten. Jetzt soll der Rotorkreis 3° nach vorne geneigt werden. Das sieht dann für das vordere Blatt so aus:

              12 Uhr: 5°+0°=5°
              01 Uhr: 5°+1°=6°
              02 Uhr: 5°+2°=7°
              03 Uhr: 5°+3°=8° (stärkste zyklische Verstellung positiv)
              04 Uhr: 5°+2°=7°
              05 Uhr: 5°+1°=6°
              06 Uhr: 5°+0°=5°
              07 Uhr: 5°-1°=4°
              08 Uhr: 5°-2°=3°
              09 Uhr: 5°-3°=2° (stärkste zyklische Verstellung negativ)
              10 Uhr: 5°-2°=3°
              11 Uhr: 5°-1°=4°
              12 Uhr: 5°-0°=5°
              Das hintere Blatt beginnt zur gleichen Zeit bei 06 Uhr.

              Diese zyklische Blattverstellung erfolgt nur für die Phase der Steuerung des Rotors in eine neue Lage. Dem Heli passiert zuerst einmal garnichts. Hier geht es um den Hauptrotor. Der und nur der soll seine Lage und damit Zugrichtung ändern. Ob der Heli dem folgt ist eine ganz andere Story und abhängig davon, wie "lose" oder "fest" er am Rotor befestigt ist. Gesteuert wird immer nur die Differenz zwischen Heli und Rotor, egal in welcher Position der Heli fliegt bzw. sich der Rotor befindet.


              Nachtrag:


              Trotzdem wirken beim Hubschrauber auch gewisse Kreiselkräfte und zwar dann, wenn - zum Beispiel durch eine Boe oder eine besondere Fluglage - von außen her Kräfte auf den Rotor einwirken die ihn in eine andere Lage zwingen wollen. Dabei kann es dann vorkommen, daß der Rotor mit einer durch die Präzession verursachten Kraft (unbeabsichtigt) um 90° versetzt.
              Generell gilt:
              Die Steuerung eines Hauptrotors in eine neue und gewollte Lage erfolgt nur mechanisch durch die zyklische Blattverstellung und nicht durch irgendwelche Kreiselkräfte.


              LG

              Stephan

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              • Wolf
                Wolf

                #22
                AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

                Zitat von esteban Beitrag anzeigen
                Als RC-Helipiloten habt Ihr doch alle "Hubschrauber Ferngesteuert" gelesen oder?

                Wenn nicht, zitiere ich mal den Goodfather of RC - Heli

                Dieter Schlüter



                Generell gilt: Will man die Rotorkreisfläche in Flugrichtung nach vorne neigen, muss das nach vorne laufende Blatt mechanisch so nach unten gesteuert werden, das es in Flugrichtung gesehen vorne die tiefste Position erreicht und das nach hinten laufende Blatt so nach oben gesteuert werden, das es hinten die höchste Position erreicht. Das gilt analog für alle anderen Flugrichtungen genau so. Das die dazu erforderliche Neigung der Taumelscheibe 90° zum Rotorblatt beträgt ist rein mechanisch bedingt.

                Mal anders:

                Den Heli von oben betrachten, der Rotor ist eine Uhr und dreht sich rechts herum. Vorne ist 12 Uhr, rechts 03 Uhr, hinten 06 Uhr, links 09 Uhr. Der Heli schwebt, die Rotorwelle steht senkrecht, die Blätter haben rund um die Uhr angenommen 5° Anstellwinkel um den Heli in der Schwebe zu halten. Jetzt soll der Rotorkreis 3° nach vorne geneigt werden. Das sieht dann für das vordere Blatt so aus:

                12 Uhr: 5°+0°=5°
                01 Uhr: 5°+1°=6°
                02 Uhr: 5°+2°=7°
                03 Uhr: 5°+3°=8° (stärkste zyklische Verstellung positiv)
                04 Uhr: 5°+2°=7°
                05 Uhr: 5°+1°=6°
                06 Uhr: 5°+0°=5°
                07 Uhr: 5°-1°=4°
                08 Uhr: 5°-2°=3°
                09 Uhr: 5°-3°=2° (stärkste zyklische Verstellung negativ)
                10 Uhr: 5°-2°=3°
                11 Uhr: 5°-1°=4°
                12 Uhr: 5°-0°=5°
                Das hintere Blatt beginnt zur gleichen Zeit bei 06 Uhr.

                Stephan
                Du wiedersprichst Dir eben selber. Die tiefste Position hat es 90 Grad vorher, nämlich bei 9 Uhr

                Schlüter ist bestimmt der Godfather des Heli-Modellbaus, aber kein Physiker.........

                Gruß,
                Andreas

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                • DerMitDenZweiLinkenHänden
                  RC-Heli TEAM
                  • 09.12.2004
                  • 12087
                  • Kurt
                  • Hinterbrühl/Wien

                  #23
                  AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

                  Du wiedersprichst Dir eben selber. Die tiefste Position hat es 90 Grad vorher, nämlich bei 9 Uhr
                  Den geringsten Anstellwinkel hat es vorher.
                  Den tiefsten Punkt erreicht es aber vorne.

                  Kurt
                  Zuletzt geändert von DerMitDenZweiLinkenHänden; 07.10.2009, 10:23.
                  Bauberichte und viele Fotos auf meiner Homepage - siehe dazu im Profil

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                  • the.bass
                    the.bass

                    #24
                    AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

                    Zitat von Männerzeugs Beitrag anzeigen
                    Ich glaube es macht keinen Sinn mehr über die Biegung der Welle weiter zu diskutieren, da dies nur theoretischer Natur ist und die richtige Beantwortung keinem weiterhilft.
                    Es wäre nur schön, wenn der Eine oder Andere mal nachdenkt, bevor er etwas schreibt. Und wenn man keine Ahnung hat.....
                    Kleiner Tipp noch: Jede Kraft erzeugt eine gleich große Gegenkraft

                    Mehr werde ich dazu nicht mehr sagen.
                    Schade, dass Du nicht mehr teilnehmen willst, mich hätte interessiert um wieviel sich die Welle Deiner Meinung nach verbiegt - in Grad oder in Millimeter.....

                    Mehr werde ich dazu nicht mehr sagen außer hiermit dezent und freundlich auf meine Signatur hinzuweisen.

                    Frankie

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                    • Klaus O.
                      Senior Member
                      • 03.12.2007
                      • 22475
                      • Klaus

                      #25
                      AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

                      Leutz, nu bleibt bitte mal sachlich.
                      Gruß Klaus

                      Wer emotional wird hat keine sachlichen Argumente mehr und somit verloren.

                      Kommentar

                      • Kholdstare
                        Senior Member
                        • 14.11.2007
                        • 1390
                        • Philipp
                        • Bern

                        #26
                        AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

                        @Männerzeugs: Ist schon klar dass unter gewissen Umständen sich die Rotorwelle um 0.0000000000000001 Mikron sich verbiegen könnte - nur ist das nicht das Thema und das Verbiegen der Rotorwelle (wenn überhaupt in der Praxis nachweisbar was ich bezweifle) führt wohl kaum zu der im Beispiel genannten erforderlichen Neigung der Rotorkreisebene im Vorwärtsflug. Somit kann uns Dein Beitrag hier eher wenig helfen - weil es schlicht weg nix zur Sache tut.

                        @key: Jo, ist soweit klar, wollte das Beispiel nur noch einmal nachdrücken. Aber jetzt habe ich dennoch was gefunden

                        Angenommen, der Heli steht am Boden im luftleeren (Vakuum) Raum. So, selbes Spiel, bei 0 Pitch anlaufen lassen und Nick nach vorne geben. Jetzt dürfte sich die Rotorkreisebene NICHT neigen, weil die Blätter im luftleeren Raum keine Wirkung haben.

                        Auch ein Weg um zu erklären warum Kreiselpräzession hier nix zur Sache tut.

                        Zuletzt geändert von Kholdstare; 07.10.2009, 10:31.
                        6 x AC3X, 3 x T14, 33 x BLS 253, 3 x TREX, kein TDR.

                        Kommentar

                        • Taumel S.
                          Senior Member
                          • 31.12.2008
                          • 26320
                          • Helfried
                          • Ã?sterreich

                          #27
                          AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

                          Ich glaube es macht keinen Sinn mehr über die Biegung der Welle weiter zu diskutieren
                          Die Hauptrotorwelle kann sich unmöglich relevant verbiegen! Die ist hart wie Männerzeugs!

                          Kommentar

                          • key2
                            key2

                            #28
                            AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

                            Männerzeugs ist auch unterschiedlich hart. Im Alter meist weicher als in jungen Jahren

                            weich ist weich,
                            hart ist hart,
                            immer weich ist auch hart..

                            Back2topic: Thema geklärt! Klasse! *applaus*

                            Kommentar

                            • Wolf
                              Wolf

                              #29
                              AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

                              Zitat von DerMitDenZweiLinkenHänden Beitrag anzeigen
                              Den geringsten Anstellwinkel hat es vorher.
                              Den tiefsten Punkt erreicht es aber vorne.

                              Kurt
                              Das meinte ich ja damit. Der negativste Anstellwinkel 90 Grad vorher, damit vorne dann der tiefste Punkt der Rotorkreisebene erreicht wird. Die Wirkung kommt ja 90 Grad später.


                              Andreas

                              P.S. Sehe gerade dass es Hr. Schlüter auch so gemeint hat........O.K. nehme alles zurück:-)
                              Zuletzt geändert von Gast; 07.10.2009, 10:50.

                              Kommentar

                              • the.bass
                                the.bass

                                #30
                                AW: Warum neigt sich die Rotorkreisebene?

                                Zitat von Klaus Ortner Beitrag anzeigen
                                Leutz, nu bleibt bitte mal sachlich.
                                Alles klar, sorry.

                                Anderen einen Rat zu geben und ihn aber gleichzeitig selbst zu missachten hat mich zum Sarkasmus hinreissen lassen. War nicht persönlich gemeint, Männerzeugs. Und es hat auch nichts mit unterschiedlichen Meinungen zu tun, sondern war nur meine Reaktion auf Deinen "Rat an den Einen oder Anderen".

                                LG
                                Frankie

                                Kommentar

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