Da wird mit vielen komplizierten Formeln die Durchbiegung, dynamische Effekte, Vorlauf, Spureinstellung, Blattschwerpunkt usw. gerechnet.
Schön.
Und wie wird Aufgrund dieser schönen und komplizierten Formeln das Blatt nun ausgewuchtet?
Da wird ein Massenausgleich der Blätter vorgenommen indem sie gewogen und mit Tesa (an der Blattwurzel) auf´s gleiche Gewicht gebracht werden.
Danach kommen sie auf eine Blattwaage und wiederum mit Tesa wird ein Gleichgewicht eingestellt.
Im Endeffekt wird doch dadurch überhaupt kein Massenschwerpunkt berücksichtigt und die Blätter haben zum Schluss doch wieder unterschiedliche Massen.
Er schreibt ja auch am Ende:
Bitte berichtigen falls ich falsch liege.
Oben schreibt er unter Schlußfolgerungen:
- Ein Angleichen der Blattschwerpunkte und/oder Blattmassen sollte durchgeführt werden.
Ehrlich gesagt fand ich die Anleitung zum Auswuchten gut. Und wer mal einen größeren Heli mit einer Kamera flog, weiß wie wichtig der gleiche Blattschwerpunkt ist, besonders im Vorwärtsflug und bei böigem Wind.
AW: Rotorblätter - Unterschiedliche Schwerpunkte, aber gleiches Gewicht
Bei mir hat grad was "klick" gemacht. Hätte mir OlliW's Seiten schon früher durchlesen sollen. Wenn ich das jetzt gerade richtig verstanden habe, bezeichnet "dynamisches Wuchten" im Grunde das, was wir als "Propellermomentausgleich" (PMA) kennen. Was ich am Heck meines 450ers sehr erfolgreich gemacht habe.
Auch wenn das jetzt vom Pfad des Topics abweicht: kann mir jemand das bestätigen oder meine Gedankengänge korrigieren? Der Begriff "Propellermoment" ist in Wikipedia nicht verzeichnet, ich kenne ihn nur aus der Modellfliegerei...
Es könnt' alles so einfach sein - isses aber nicht
AW: Rotorblätter - Unterschiedliche Schwerpunkte, aber gleiches Gewicht
Nein, das ist etwas anderes.
Um den Anstellwinkel bei einem Rotorblatt zu ändern und damit Schub zu erzeugen, musst du eine Kraft aufwenden. Mit den PMA reduzierst du lediglich die erforderliche Kraft welches das Servo aufbringen muss.
Gruß, Axel
NE Solo Maxx BL Nightflight; T-Rex 150;
Forza 450EX; Forza 700;
T14SG
AW: Rotorblätter - Unterschiedliche Schwerpunkte, aber gleiches Gewicht
@Hanss Axel: merke, es ist mal wieder nicht so einfach wie es sein könnte. Demnach ist "dynamisches Wuchten" das, was ein ßberkopfkreisel (die Spielzeugdinger, die sich nach dem Anschubsen von selbst auf den Kopf drehen) selbständig erledigt. Korrekt? Damit wäre das ja für unsere Rotorblattwuchtorgie völlig unerheblich.
Und eine Frage direkt an @Piloto: Deinen Erfahrungen nach, in welchem Bereich ist ein unterschiedlicher Schwerpunkt in der Praxis irrelevant, egal wie man den Hubbi durch die Luft schraubt? Als Beispiel sei ein Unterschied von 0,5mm bei 515er Blättern genannt (meine Werte)...wie groß dürfte der sein, daß es für mich theoretisch (praktisch fehlen mir dafür noch die Fähigkeiten) auch bei brutalem 3D keinen spürbaren Unterschied macht?
Es könnt' alles so einfach sein - isses aber nicht
AW: Rotorblätter - Unterschiedliche Schwerpunkte, aber gleiches Gewicht
Wenn man das erste Bild auf Ollis Page anschaut, erkennt man, daß der Gesamtschwerpunkt des Blattes fast immer einen größeren Abstand zur Nasenkante hat, als die Blatthalterbohrung. Sie haben also allen einen mehr oder weniger großen Vorlauf.
Wenn ich einen unterschiedlichen Abstand der Schwerpunkte zur Rotorwelle tollerieren würde, müsste ich auch einen unterschiedlichen Abstand des Gesamtschwerpunkts zur Nasenkante in Kauf nehmen, damit das System wuchtig läuft. Und das möchte ich auf keinen Fall. Mit den 0,5mm stimme ich zu. Ich versuche auch so genau wie möglich anzugleichen. Danach wird dann, durch Gewichtszugabe im Schwerpunkt, gewuchtet.
Da steht:
entweder Schwerpunkt UND Gewicht angleichen,
ODER
nur den Schwerpunkt,
ODER
nur das Gewicht.
Ich glaube, er ist Politiker!
Ehrlilch gesagt habe ich unabhängig davon meine feste Meinung:
1. Angleichen des Blattschwerpunkts
2. Wuchten wie auf Ollis Zeichnungen, Folie wird aber nur im Schwerpunkt aufgeklebt
und abweichend
3. Feinjustierung des Vorlaufs wie auf meinem Bild unten
Das Blatt mit etwas weniger Vorlauf wird in der Nähe der Blattwurzel hinten mit Folie beschwert. Das andere erhält die gleiche Größe in Verlängerung der Blatthalterschraube. So wird der Vorlauf korrigiert, ohne die vorangegangene Wuchtung zu beeinflussen.
Ehrlilch gesagt habe ich unabhängig davon meine feste Meinung:
1. Angleichen des Blattschwerpunkts
2. Wuchten wie auf Ollis Zeichnungen, Folie wird aber nur im Schwerpunkt aufgeklebt
und abweichend
3. Feinjustierung des Vorlaufs wie auf meinem Bild unten
Das Blatt mit etwas weniger Vorlauf wird in der Nähe der Blattwurzel hinten mit Folie beschwert. Das andere erhält die gleiche Größe in Verlängerung der Blatthalterschraube. So wird der Vorlauf korrigiert, ohne die vorangegangene Wuchtung zu beeinflussen.
Hallo Bruno,
besser kann man es dann ja nicht mehr machen!
Gruß, Axel
NE Solo Maxx BL Nightflight; T-Rex 150;
Forza 450EX; Forza 700;
T14SG
AW: Rotorblätter - Unterschiedliche Schwerpunkte, aber gleiches Gewicht
Ich selbst bin bisher wesentlich pragmatischer an die Sache rangegangen. Als nützlich in dem Kontext hat sich gezeigt, daß das leichtere Blatt meistens (glücklicherweise) gleichzeitig einen weiter innen liegenden Schwerpunkt hat, und seien es auch nur Nuancen. In dem Fall wuchte ich im Bereich der Blattspitze, und zwar so, daß auch ein eventuell vorhandener Vorlaufunterschied in die richtige Richtung korrigiert wird. Bisher bin ich mit dieser Methode prima gefahren - Fertigungstoleranzen des Rotorkopfs/der Haupt-und Blattlagerwelle haben einen spürbar größeren Einfluß auf die Wuchtung als die zurückbleibenden Unterschiede zwischen den Blättern.
Im gezeigten Beispiel hatte das ausgewuchtete, auf der Blattwaage "leichtere" Blatt einen geringeren Vorlauf sowie einen weiter innen liegenden Schwerpunkt. Fokus lag bei der Maßnahme auf perfekter statischer Balance. Die Blätter wären wohl auch ohne Tesa einwandfrei geflogen, Blattschmied liefert keine Blattpaare aus die nicht schon prima vorgewuchtet sind, aber wo das so einfach war - das Tesa ist im ßbrigen so geklebt, daß der überlappende Teil im Bereich der hinteren Blattkante UNTEN liegt, damit der Luftstrom nicht druntergreifen und es ablösen kann. Daß es leicht schief geworden ist war ein Versehen.
Der Heli hat so weder im Betrieb noch beim Auslaufenlassen an irgendeiner Stelle Schüttelneigungen, nicht mal ansatzweise. Ich bin da sehr pingelig.
AW: Rotorblätter - Unterschiedliche Schwerpunkte, aber gleiches Gewicht
Super! Problem ist nun gelöst - und verstanden!
Piloto hat's ja nochmal kurz und knackig zusammen gefasst.
Axel hat ja irgendwo auch recht, aber halt nur solange die Blätter sich nicht dynamisch bewegen und absolut kein Unterschied in den Produkten m x r ist. Ist auch nur ein kleiner drin, potenziert der sich mit zunehmender Drehzahl. In Gedanken sollten wir ja mit dem Delta (m x r) rechnen, und der ist dann abhängig von Omega!
Fliegen tun natürlich auch schlecht gewuchtete Helis, aber wer mal gesehen hat wie ein Heli turbinengleich anlaufen kann - lecker!!
Handvoll Grü�e, Lars
VStabi mit bisschen Mechanik drum rum
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