Autorotationen! Stickmoves

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  • Escalus
    Member
    • 08.06.2018
    • 518
    • Frank
    • Euskirchen

    #31
    AW: Autorotationen! Stickmoves

    Interessant wären auch mal die Einstellungen die man für Auros verwendet. Ich hab da zB mal was von verringerter Empfindlichkeit gehört. Um wie viel % geht ihr da runter und nur Heck oder beides. Gibt es noch weitere Parameter bei denen es Sinnvoll ist sie anzupassen?
    Banshee 850-6, TDR II, TDF 6/7S, Kraken 600 12S, T-Rex 470LT

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    • Johnny
      OMPHOBBY
      • 27.11.2010
      • 5671
      • Jonas

      #32
      AW: Autorotationen! Stickmoves

      Zitat von Mr. M Beitrag anzeigen
      Um auf die Frage im Starttread zurückzukommen, was man im Teil 2 behandeln könnte, würde ich mir ein Video gerade zu diesem Thema wünschen.
      Was muss ich da gegenüber den größeren Helis beachten? Ich habe ja weitaus weniger Masse, sowohl in den Blättern als auch im gesamten Heli. Welcher Negativpitch ist empfehlenswert? Beim 700er habe ich da doch ein recht breites Spektrum. Natürlich noch mit Blick auf den Sender wäre toll, um das mal zu visualisieren.

      Das wäre meine Anregung für das neue Video oder auch für Beiträge hier.
      Danke!
      Gute Idee, passt zwar nicht ganz in das Format, aber als extra Video oder Serie wäre es vermutlich gut machbar. Ich kann es dir aber grob umreißen:

      Für normale Autorotationen: Je kleiner der Heli, desto steiler muss der Gleitpfad werden und die Sinkrate ist höher. Du fliegst tendenziell mit mehr negativem AOI an um den Rotor auf einer höheren Drehzahl zu halten, bzw um ein Abbauen zu verhindern, je nach Mechanik. Bei kleinen Helis kommt z.B. Reibung in der Mechanik viel mehr zum Tragen. Der Flare ist prinzipiell schneller und steiler zu fliegen um die Energie schneller umzuwandeln, da sonst wieder einiges verloren geht bis der Heli steht. Die verfügbare verbleibende Energie verschwindet auch schneller, also wirst du auch schneller landen müssen.

      Zitat von stern-fan Beitrag anzeigen
      Interessant für mich wäre eine genaue Erläuterung über die Pitch-Stellung vor und während des Flarens, sodass man möglichst viel Energie in den Rotor bekommt.
      Man kommt ja im Allgemeinen mit leicht negativ Pitch und Vorwärtsfahrt zügig runter. Die Nase des Helis zeigt leicht nach unten.
      Dann stellt man den Heli mehr oder weniger heftig mit der Nase nach oben um 1. zu bremsen und 2. Rotorenergie aufzubauen. Was passiert genau in diesem Moment ganz genau mit dem Pitch?
      Es kommt darauf an wie du anfliegst, das geht prinzipiell auf zwei Arten.
      1. Du fliegst an mit einer Sinkrate und willst durch den Flare Sinkrate und Geschwindigkeit abbauen. Dann lässt du deinen Pitch prinzipiell einfach da stehen wo er im Sinkflug war und ziehst Nick, das wird Drehzahl aufbauen und Geschwindigkeit und Sinkrate reduzieren, da der Luftdurchsatz durch den Rotor erhöht wird. Du kontrollierst quasi den Abbau der Fahrt mit Nick. Sobald du keine Vorwärtsfahrt mehr hast kannst du den Heli geradelegen und Pitch dazugeben um aufzusetzen, das ist auch wie ich es im Video gezeigt habe. Das ist die häufigste Variante.

      2. Du fliegst in einem leichten Bogen an (zunächst steil, dann levelst du aus und wirst flacher, sodass du horizontal mit Fahrt rauskommst und entweder kurz davor bist den Autorotationszustand zu verlassen, oder ihn schon verlassen hast und Drehzahl verlierst, da du keine Sinkrate mehr hast. In dem Moment willst du Flaren und ziehst Nick, jetzt verhält es sich ähnlich wie beim Flugzeug: Wenn du ausschließlich ziehst, wird der Heli anfangen zu steigen und nur wenig Drehzahl aufbauen, da die Fahrt wieder in Höhe umgesetzt wird. In dem Fall musst du im Flare Pitch so nach unten nachführen, dass ein Steigen vermieden wird. Tendenziell beim ersten Aufstellen zum Flare recht schnell ein gutes Stück nach unten, und sobald der Heli Fahrt abbaut wieder nach oben nachführen um Durchsacken zu vermeiden. Sobald alle Fahrt abgebaut ist, ausleveln und Pitch erhöhen zur Landung mit verbleibender Energie.

      Zitat von Escalus Beitrag anzeigen
      Interessant wären auch mal die Einstellungen die man für Auros verwendet. Ich hab da zB mal was von verringerter Empfindlichkeit gehört. Um wie viel % geht ihr da runter und nur Heck oder beides. Gibt es noch weitere Parameter bei denen es Sinnvoll ist sie anzupassen?
      Für mich eigentlich immer dieselben wie im normalen Flugbetrieb, für 3D Autorotationen eben die Bank für die höchste Drehzahl. Es macht keinen wirklichen Sinn Gains anzupassen solange der Heli nicht aufschwingt. Andere Einstellungen anzupassen halte ich ebenfalls für Fragwürdig, warum würde man das Steuerverhalten des Hubschraubers ändern wollen, nur weil der Motor aus ist?
      Jonas
      OMPHOBBY M7, M6, M5, M4 MAX, M4, M2 V3 PRO & M1 EVO

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      • robert-galitz
        Member
        • 27.06.2008
        • 804
        • Robert
        • München - Süd

        #33
        AW: Autorotationen! Stickmoves

        So, heute war Auro-Tag. Drei Mal hats geklappt. Beim vierten Mal bin ich von etwas höher angeflogen, habe völlig fasziniert dem sanften herunter segeln zugeschaut, und registriert, wie die Drehzahl immer weiter runter ging. Am Schluss hatte ich nicht mehr genügend Drehzahl, um sauber aufsetzten zu können. Er kippt zur Seite: Ein Servohorn gebrochen. Die ersten drei Auros funktionierten auch nur, weil ich nur so ca 30 meter hoch war, und der Drehzahlverlust beim Flaren bis zum Boden nicht so gravierend war. Muss ich mit mehr Negativ Pitch runter oder mit mehr Fahrt anfliegen? Oder? Liebe Grüsse, Robert
        Goblin 700 Sport, Goblin 700 C, Kraken, Protos Max

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        • papads
          Senior Member
          • 07.01.2012
          • 5575
          • Werner
          • Koblenz

          #34
          AW: Autorotationen! Stickmoves

          Zitat von robert-galitz Beitrag anzeigen
          habe völlig fasziniert dem sanften herunter segeln zugeschaut, und registriert, wie die Drehzahl immer weiter runter ging.
          Für die ersten Auros, würde ich nicht gleich mit Floater beginnen (selbst da sollte die Drehzahl nicht während der Auro abnehmen) .
          Etwas mehr Negativ Pitch damit die Drehzahl während der Auro nicht abfällt.
          Am ende der Auro etwas Nick ziehen zum flaren.
          Alles gegen den Wind natürlich.

          Gruß
          Werner

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          • Johnny
            OMPHOBBY
            • 27.11.2010
            • 5671
            • Jonas

            #35
            AW: Autorotationen! Stickmoves

            Zitat von robert-galitz Beitrag anzeigen
            So, heute war Auro-Tag. Drei Mal hats geklappt. Beim vierten Mal bin ich von etwas höher angeflogen, habe völlig fasziniert dem sanften herunter segeln zugeschaut, und registriert, wie die Drehzahl immer weiter runter ging. Am Schluss hatte ich nicht mehr genügend Drehzahl, um sauber aufsetzten zu können. Er kippt zur Seite: Ein Servohorn gebrochen. Die ersten drei Auros funktionierten auch nur, weil ich nur so ca 30 meter hoch war, und der Drehzahlverlust beim Flaren bis zum Boden nicht so gravierend war. Muss ich mit mehr Negativ Pitch runter oder mit mehr Fahrt anfliegen? Oder? Liebe Grüsse, Robert
            Du kannst Drehzahl im stabilisierten Autorotationszustand prinzipiell als Funktion von Gewicht, Einstellwinkel und Geschwindigkeit auftragen. Die Drehzahl sollte nicht dauerhaft während des Sinkfluges abnehmen sondern sich irgendwann stabilisieren, ansonsten hast du den Autorotationszustand nicht erreicht.

            Wichtig ist auch, den Heli flach zu halten (parallel zum Boden, Nase nicht zu weit runter nehmen), sonst hast du nicht die benötigte Durchströmung des Rotors. Das machen viele am Anfang falsch.
            Jonas
            OMPHOBBY M7, M6, M5, M4 MAX, M4, M2 V3 PRO & M1 EVO

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            • robert-galitz
              Member
              • 27.06.2008
              • 804
              • Robert
              • München - Süd

              #36
              AW: Autorotationen! Stickmoves

              Lieber Johnny, versteh ich richtig: Also: 1. etwas schneller sinken? 2. Das "Nase nicht zu weit runter nehmen" habe ich noch nicht ganz verstanden. Ich hatte Nick benutzt, um eine gleichmäßige Vorwärtsfahrt einzuhalten um erst kurz über dem Boden stärker Nick zu ziehen, gerade legen und aufsetzten. Sollte doch die Anflugsgeschiwindigkeit etwas höher sein, damit ich gleich mit mehr Nick den Einstellwinkel erhöhen kann? Entschuldige die dummen Fragen, aber ich will vom Prinzip her verstehen. (Im AccuRc klappt es inzwischen immer. Gibt es da ßbungen, den Ablauf besser zu verstehen?) Liebe Grüsse, Robert
              Goblin 700 Sport, Goblin 700 C, Kraken, Protos Max

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              • Johnny
                OMPHOBBY
                • 27.11.2010
                • 5671
                • Jonas

                #37
                AW: Autorotationen! Stickmoves

                Zitat von robert-galitz Beitrag anzeigen
                Lieber Johnny, versteh ich richtig: Also: 1. etwas schneller sinken? 2. Das "Nase nicht zu weit runter nehmen" habe ich noch nicht ganz verstanden. Ich hatte Nick benutzt, um eine gleichmäßige Vorwärtsfahrt einzuhalten um erst kurz über dem Boden stärker Nick zu ziehen, gerade legen und aufsetzten. Sollte doch die Anflugsgeschiwindigkeit etwas höher sein, damit ich gleich mit mehr Nick den Einstellwinkel erhöhen kann? Entschuldige die dummen Fragen, aber ich will vom Prinzip her verstehen. (Im AccuRc klappt es inzwischen immer. Gibt es da ßbungen, den Ablauf besser zu verstehen?) Liebe Grüsse, Robert
                Eine Sache musst du dir klar machen:

                Du steuerst deine Drehzahl mit Nick.

                Nick steuert direkt den Luftdurchsatz des Rotors. Wenn du Nick ziehst erhöhst du den Luftdurchsatz und gewinnst Drehzahl. Das ist das Prinzip vom Flare. Wenn du aber während des Sinkfluges Nick drückst, verringerst du den Luftdurchsatz und verlierst Drehzahl. Du solltest deinen Anflug allein durch deine Sinkrate steuern.

                Du steuerst deine Sinkrate mit Collective.

                Deine Vorwärtsfahrt musst du im Sinkflug kaum korrigieren, die nimmst du aus dem Anflug mit und die ändert sich quasi nicht während der Autorotation, auch mit leichten ßnderungen der Lage des Helis. Du stellst lediglich mit Collective den Gleitpfad so ein, dass der Heli vor dir rauskommt. Mit Nick brauchst du nicht versuchen da was zu ändern, das ist eher nachteilig, da es wie oben beschrieben direkt die Drehzahl betrifft.

                Im Umkehrschluss:
                Nick hat nur einen zweitrangigen, langsamen Effekt auf Geschwindigkeit und Sinkrate.
                Collective hat nur einen zweitrangigen, langsamen Effekt auf die Drehzahl.
                Jonas
                OMPHOBBY M7, M6, M5, M4 MAX, M4, M2 V3 PRO & M1 EVO

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