HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

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  • dl7uae
    dl7uae

    #1

    HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

    Ja Leute, ich will Euch mal wieder auf den Geist gehen..

    Hab's gerade aufgebaut und bin noch am Testen. Basis ist ein L4970 mit einer kleinen externen Mod.

    Startet daher bereits bei 10V Input, läuft zuverlässig ab 10,5V in, max. Inputspg. ist 51V, allerhöchstens 55V, also leider nur 12 und keine 14S, 13S wird ja wohl kaum jemand fliegen.

    10A Dauer nominal, 13,33A Kurzschlußstrom, also mit Strombegrenzung, - Temp.abschaltung (bei 150C Chiptemp.) gibt's auch, also mit Selbstschutz.

    Muss noch erforderliche Kühlung testen, will aber diesmal nicht eine monströse Worst-Case-Kiste bauen, sondern an der härteren Praxis orientieren. Es wird wohl kaum jemand wirklich stundenlang 10A rauszotteln.

    Wirkungsgrad ist immer >80%.

    Bericht/Schaltung etc. folgen bald.
  • dynaudio79
    Senior Member
    • 25.01.2008
    • 3046
    • Steffen
    • Raum Beelitz

    #2
    AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

    Tom Du bist ein Ass!!!

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    • dl7uae
      dl7uae

      #3
      AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

      Du schon wieder. Mensch, Steffen...

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      • dynaudio79
        Senior Member
        • 25.01.2008
        • 3046
        • Steffen
        • Raum Beelitz

        #4
        AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

        ...wunder mich grade wieso hier mein altes Profilbild angezeigt wird obwohl ich es geändert hab. hehe

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        • scheich
          Senior Member
          • 03.07.2007
          • 3957
          • Ugur
          • Aschaffenburg

          #5
          AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

          Zitat von dynaudio79 Beitrag anzeigen
          Tom Du bist ein Ass!!!
          Eher ein Street Royal Flash....

          Tom, meine D-Box hat heute den Geist aufgegeben.....

          Deine Anschrift bitte.....

          Im ernst:

          Ist es für den Laien möglich sowas nach zu bauen*?

          Grüssle Scheich....
          Forza 700...Goblin 500...Chase 360
          MZ 24 Hott

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          • dl7uae
            dl7uae

            #6
            AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

            Ja, ist es. Es sind nur ein paar Bauelemente dran.

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            • 0KEWL
              Member
              • 26.01.2008
              • 496
              • Lars
              • Hamburg

              #7
              AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

              Tom, Chapeau!

              Können wir das in A testen? 3 Wochen noch...

              Cheers, Lars

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              • dl7uae
                dl7uae

                #8
                AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

                Na ja..., ist ein Labormuster, nun doch, wg. Auslotens der Limits, auf "Gigantomanie" ausgelegt, also für Dauerlast. Wiegt somit 150g inkl. 60..70cm dicker Kabel. Für die Praxis, mit ganz anderem Duty Cycle, würde ich abspecken, - kleiner, leichter. Wäre aber, so, wie jetzt aussieht, praktisch einsetzbar.

                Das Ding rödelt gerade seit Stunden vor sich hin, 51V und 76,5W rein, 10A raus, wobei die Ausgangsspg. gerade auf 5,6V eingestellt ist, - also 73% Gesamt-Eta inkl. 1W f. Lüfter etc.

                Ich hadere, ob ich zum Platz fahre..., Aussehen des Himmels nahe Weltuntergang, um 8 Uhr, als ich aufwachte, Donnergrollen im Süden, da, wo der Platz liegt..

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                • 0KEWL
                  Member
                  • 26.01.2008
                  • 496
                  • Lars
                  • Hamburg

                  #9
                  AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

                  Tom, ich fliege das Ding! Wenn's abbrennt, weiß ich ja, gegen wen ich meinen Groll zu richten habe... Immer auf K... eindreschen macht ja auch keinen Spaß.

                  Wir waren heute draussen und haben prima Chopchop in den Feldfrüchten des Bauern gemacht - fliege jetzt grüne Blätter. Bilder folgen.

                  Cheers, Lars

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                  • dl7uae
                    dl7uae

                    #10
                    AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

                    Vorgeplänkel

                    [SIZE="1"]So, jetzt muss ich ja wohl irgendwann, habe mich durch den Thread wider den inneren Schweinehund selbst verpflichten wollen..

                    Zunächst: Ich weiß gar nicht, ob meine Posts dieser Art überhaupt erwünscht sind bzw., ob man mich nicht inzw. als armen Irren auf verlorenem Posten oder gar als Selbstdarsteller betrachtet. Und so wollte ich schon beginnen mit: Hallihallöle, hier mal wieder aus Toms Bastelstube, heute - Wir basteln uns ein Kondom.

                    Ihr wißt schon, die Sache mit dem Gummibärchen.......... ...und hinterher können wir den wohlschmeckenden Präser verzehren.

                    Na ja, anyway, also zum Thema. Und weil offenbar sowieso schon alles zu spät ist, hole ich diesmal richtig schön aus, - es könnte ja das letzte Mal sein.

                    Vielleicht liege ich ja völlig falsch, ich bin aber immer noch der Meinung, dass die von mir geposteten Vorschläge durch Jedermann realisierbar sind. Ich habe zwar Elektronik gelernt und studiert, denke aber, dass ich immer noch zu 99% von den paar Faustregeln lebe, die ich schon in der siebten Klasse kannte, - das verbleibende eine Prozent will ich mit meinen Posts für Euch kompensieren. Klar liegen da exakte Wissenschaften drunter, das Design-Denken bei so kleinen Schaltungen und eigentlich generell in der Elektronik ist aber eher ein Komponentendenken nach Schematas, so wie in der Chemie. Letztere hat sich mir nie wirklich erschlossen, somit kann ich Eure Ochs-vorm-Tor-Reaktion schon verstehen.

                    Dabei schiesse ich mit den parametrischen Anforderungen an eine gepostete Baugruppe zumeist über's Ziel hinaus. Meine Design-Denke ist die, die man für Industrieelektronik hat, also immer schön worst case, 2- bis 3-fache Sicherheit. Ein 10A-BEC muss dann also bei mir 10A dauerhaft bringen, 12 Stunden und mehr, bis der Arzt kommt.
                    Das ist aber nicht praxisnah. Die Designer von Konsumelektronik scheinen eine ganz andere Philosophie zu beherrschen: Es muss mal eben gehen, Defekte fördern den Umsatz.
                    Im R/C-Bereich geht es zwar um hohe Zuverlässigkeit, aber eben auch um geringes Volumen und kleine Masse. Man muss hier jedoch schon deutlich unterscheiden zw. well-designed Produkten, wie von Deutschen Kleinherstellern, und Chin. Massenware, die i.Allg. alsbald unter x Pseudo-Brands weltweit vertickt wird, häufig alles andere als well-designed, - aber nicht immer.
                    Dann kommt die Sache mit dem "Duty Cycle": Wenn ich so einen volumenmäßig winzigen BEC sehe und dann 5 oder 10A Dauerstrom spezifiziert, auch bei Dt. Herstellern, frage ich mich, wann ich i.d.Schule gepennt habe. Bei mir fällt immer noch ein Stein zur Erde, braucht das Loswerden von Verlustleistung gewisse Maßnahmen, die Volumen/Masse größer werden lassen, als das, was man da vorgesetzt bekommt. Will ich sagen, das wäre Beschiss? Nö, es ist nur eine Frage des Duty Cycle. Vor ein paar Jahren hieß es noch: Das (feste) Telefonnetz kann max. 10% der Abonnementen gleichzeitig bedienen, - und das reicht. So ist es auch in der Realität der Anwendung eines BEC. Er muss gar nicht 10A Dauerstrom über mehrere Minuten/Stunden/Tage bringen können, er darf nur nicht abkacken bei diesem Strom, und wenn der mal 10 Sekunden fließt.
                    Wir aber, die Anwender, sollten uns dann aber auch nicht wundern, wenn aus Versehen blockierte Servos einen BEC mittels eines Stromes thermisch killen, der doch vermeintlich spezifizierter Dauerstrom ist.

                    Wahrscheinlich könnte es mit dem Nachbau Eurerseits ganz sicher klappen, würde ich auch jeweils ein Platinenlayout mit Bestückungsplan dazu posten, besser noch, würde jemand diese Platinen, am besten als Kit inkl. benötigter Bauelemente, für erschwingliches Geld anbieten. Dann müsste man nur noch löten. Dazu bin ich aber zu faul, auch zu Hause, verwende nur Lochrasterplatinen. Es kann also nicht als Bauanleitung verstanden werden, die wäre zu aufwändig und mißverständlich beim Verwenden von Lochrasterplatinen, einzig mit dem kleinen Interfacekonverter für V-Stabi seriell/Panel scheint es geklappt zu haben, war ja auch mini. Dass eine echte Bauanleitg. angenommen werden würde, sieht man an dem Thread zur Beleuchtungssteuerung mit Microcontroller.
                    Ich will nur anregen und schaltungstechn. Nachbausicherheit geben, daher heute auch eingangs noch etwas Theorie als leichte Kost:

                    Da will einer mittels ext. BEC R/C-Spannung aus dem Antriebsakku machen, 6S und mehr. Dann liest man im entsprechenden Thread solche Tipps wie: Nimm' doch Emcotec. Man muss unterscheiden zw. BECs für separate RX-Akkus, i.Allg. 2S, und HV-BECs, die die R/C-Spg. aus der Antriebsspannung machen!

                    Erstere sind Lineare Spannungsregler, Zweitere aber Schaltregler.



                    Linearregler:

                    Wie im Bild zu sehen, ein Leistungstransistor dient als variabler Vorwiderstand, an dem die Differenzspannung Eingang minus Ausgang abfällt, der Eingangsstrom ist ergo derselbe wie der Ausgangsstrom. Somit fallen sehr hohe Verlustleistungen an diesem Transistor an, außerdem wird die Effizienz mit steigender Eingangsspg. regelrecht beschi**en.

                    Mit dem minimalistischen Denken der R/C-Welt angemessenen Mitteln und bereits unter Einrechnung eines Duty Cycle von deutlich unter 50% (der mittlere Laststrom ist kleiner als der max. spezifizierte) kann man davon ausgehen, dass man 5 Watt, mit bereits größeren Kühlkörpern evtl. 10..12 Watt an Wärmeleistung abführen kann, ohne über die magischen 150 Grad Celsius Chiptemperatur zu geraten. Mehr Verlustleistung, ca. 30..40 Watt, sind nur noch mit Zwangskonvektion, sprich, kleinem Lüfter loszuwerden. (Zwangs-)Konvektion ist sowieso die mit Abstand bessere Methode, als auf adäquate Strahlungskühlung zu hoffen. So ein kleiner Lüfter muss dabei nicht volle Pulle laufen, ein Drittel Nominaldrehzahl reicht i.Allg. völlig aus.

                    (Ich hatte vor einiger Zeit einen linearen BEC für 2S gepostet, der 10A echte Dauerlast kann.)

                    Schaltregler:

                    Wir reden hier (BEC) von einem Abwärtsregler, wohingegen in einem Charger auch ein Aufwärtsregler drin sein muss, zumindest oberhalb 3S Lade-Target. Ein abwärts, Spannung vermindernder Schaltregler wird auch oft "Buck-Converter" genannt. Hier beginnend gibt es etwas leicht verdauliche Theorie dazu.

                    Unterer Teil obigen Bildes:

                    Ein Leistungstransistor fungiert als Schalter, wobei wesentlich weniger Verlustleistung entsteht. Im durchgeschalteten Zustand fließt Strom durch die Induktivität L (Spule, Ringkern), der Strom eilt der Spannung nach, sprich, das L "wehrt sich gegen den Stromaufbau", wohingegen im Low-ESR-Elko C der Strom der Spannung voreilt, der Kondensator hat einen kleinen Widerstand für den Stromaufbau. Die Induktivität wird aufgeladen (Magnetfeld). Die Schottky-Diode D ist gesperrt (hochohmig). Dann schaltet der Transistor ab (wird hochohmig). Der Strom (Laststrom über Rl) fließt weiter über die Diode D, die Induktivität gibt die gespeicherte Energie ab. Während nun wieder eingeschaltet wird, die Induktivität geladen, gibt der Elko C seine Energie an die Last ab.
                    Das Gebilde am Ausgang des Schalters ist also ein Energiespeicher, das Niveau der Ausgangsspg. hängt davon ab, wie schnell entladen wird (Laststrom) und wie lange pro Zeiteinheit der Schalter geschlossen ist, wie lange geöffnet.

                    Der Schalter wird also gepulst betrieben, auch PWM (PulsWeitenModulation) genannt. So eine Impulsform, normiert, haben wir auch als Servopuls oder zum Drehzahlstellen bei einem ESC, 1x für Bürste, 3x (auf 3-Phasen) für einen BL-Steller (neben Mitteln zur Zwangskommutierung). Die Frequenz wird meist fest eingestellt, liegt i.Allg. zw. 20 und 500kHz.
                    Die Diode muss schnell sein und eine geringe Flußspannung haben, um die Schaltverluste zu vermindern, daher eine Leistungs-Schottky-Diode.

                    Im Schaltbetrieb liegt aber auch eine Crux: Rippel (Restimpulse) auf der Ausgangsspannung, schlimmer sind aber Harmonische (bzw. Oberwellen) der Schaltfrequenz, die insbesondere 35/40MHz-Anlagen stören könnten. Meist werden noch externe Filter verwendet (Tiefpass), um Oberwellen am Verbreiten zu hindern.

                    Ein Schaltregler hat somit einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als ein Linearregler, wenn die Eingangsspnnung sehr viel größer als die Ausgangsspannung ist, er bewegt sich zw. 70 und 85%. Der sich einstellende Eingangsstrom ist also stets kleiner als der Ausgangsstrom, bestimmt sich nur durch die Ausgangsleistung und den Wirkungsgrad Eta. Somit haben wir deutlich weniger Verlustleistung abzuführen, dergestalt, dass es erst durch einen Schaltregler möglich wird, aus hohen Antriebsspannungen hochbelastbare R/C-Spannung zu machen.

                    Ich mache an dieser Stelle, vor dem praktischen Teil, einen Post-Umbruch, bevor das Zeichenlimit erreicht ist. Es wird eine kleine Pause geben, unser Kleener (6) will jetzt mit mir spielen.


                    [/SIZE]

                    Kommentar

                    • dl7uae
                      dl7uae

                      #11
                      AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

                      Praxis (Testmuster)

                      [SIZE="1"]Man kann davon ausgehen, dass es heute fast alles fertig gibt, sozusagen "ARF" als ASIC (Chip), so auch bzgl. Spannungsregler. Ich hatte ein bißchen gesucht und den L4970 von ST Microelectronics als für diese Zwecke best geeignetes Bauelement (Chip) gefunden. Möglicherweise war ich zu blind, und es gibt noch bessere..

                      "ARF" heisst, es braucht noch ein paar passive externe Bauelemente, neben dem "Energiespeicher, L, C, D (s. vorigen Post), vornehmlich Kapazitäten (Kondensatoren), die schlecht integrierbar wären, bzw. solche zum Einstellen von Parametern wie die Schaltfrequenz. Je höher die Frequenz (hier max. 500kHz), je leichter, Rippel auf der Grundfrequenz glattzubügeln, - je geringer der Wirkungsgrad und je höher das Risiko der Belästigung durch Oberwellen. In Unkenntnis dessen, was passieren wird, wählte ich die goldene Mitte von 200kHz, eingestellt mit dem Widerstand an Pin 1 und dem Kondensator an Pin 2.



                      Ein Schaltregler ist alles andere als völlig verlustfrei, die Hauptverluste sind Schaltverluste am Leistungstransistor, hier ein FET, der im L4970 integriert ist, und an der Schottky-Diode, mit etwas Abstand folgt die Induktivität, eine Ringkernspule. L4970 und Diode (MBR20100CT Doppeldiode, 20A) müssen gekühlt werden (Kühlkörper bzw. Kühlblech).

                      Der Elko am Ausgang (rechts, 1000uF) muss ein Low-ESR-Typ ("105 Grad-Typ") sein, also geringen dynamischen Innenwiderstand haben. Besser noch wäre, hier 2x 500uF oder 3x 330uF vorzusehen, dadurch können Rippel weiter reduziert werden. Die beiden parallelen Kondensatoren am Ausgang, 1uF und 22nF, dienen dem Kurzschluss von Rippeln höherer Frequenz.

                      Der ebenfalls parallele Widerstand von 470 Ohm schafft stabilere Verhältnisse im Leerlauf (ohne Last), durch ihn fließen grundsätzlich ca. 10mA.
                      Die parallele Transil-Diode P6KE6V8 (Transient voltage suppression diode) muss nicht sein, bzw. muss man eine höhere Durchbruchsspannung nehmen, diese hier ist bei 6,8V bereits durchgebrochen (schliesst kurz, raucht sich auf), man sollte nicht mehr als 6,2V Ausgangsspannung einstellen. Grundsätzlich ist jede Ausgangsspannung einstellbar, für die der Elko C noch spannungsmäßig dimensioniert ist, und die ca. 1,5V unter der niedrigsten Eingangsspannung (unter Last) liegt, also Eingangspg. plus sog. "Dropout-Differenzspg., die Spannung, die über dem Schalttransistor max. flöten geht.

                      Dann haben wir noch Elkos vorn (links) auf der Eingangsspannung. Diese haben den Zweck, den (dynamischen) Innenwiderstand der Spannungsquelle klein zu machen, das hilft, Schaltverluste und Rippel zu vermindern. Eine Parallelschaltung von mehreren Elkos vermindert wiederum deren Innenwiderstand, hier 4x 1000uF/63V. Gerade diese Elkos sind nach Volumen und Masse die Monster im Aufbau wg. der erforderlichen Spannungsfestigkeit. Da uns gewisse Rippel auf der Grundschaltfrequenz nicht soo sehr tangieren, und da wir eine Spannungsquelle geringen Innenwiderstands haben (Antriebs-LiPo), und wenn wir Speisekabel geringen Querschnitts verwenden, - können wir hier bedeutend mit Volumen und Masse sparen, indem wir z.B. nur 3x 330uF/63V Low-ESR-Elkos nehmen. Low-ESR müssen diese Elkos immer sein.

                      Induktivität L: Bei der vorliegenden Dimensionierung für 10A/200kHz sind ca. 40uH die richtige Wahl. Der Drahtquerschnitt sollte adäquat sein, die Größe des Ringkerns auch. Ich habe daher zwei fertige Ringkerninduktivitäten á 72uH genommen und parallel geschaltet (gibt 36uH), die ohmschen Verluste auf dem gegebenen Drahtquerschnitt der Wicklung halbieren sich. In einem Aufbau für die R/C-Realität, in der keine 10A stundenlang gefragt sind, reichte nur eine solche Ringkernspule von ca. 40uH, das spart noch mal Platz und Gewicht.

                      Mit dem Potentiometer von 5 kOhm wird die Ausgangsspg. eingestellt, der Festwiderstand 22 kOhm gehört zum Spannungsteiler und erlaubt das Einstellen zw. 5,1 und 6,25V.

                      Unten links, grün hinterlegt, haben wir eine Zusatzschaltung zum Erzeugen einer stabilisierten Spannung von ca. 12V direkt aus der Eingangsspg. Der L4970 enthält eine interne Spannungserzeugung von 12V. Diese speist bestimmte interne Baugruppen, den Driver des Leistungs-FET (Schalter) und die Referenzspannungsquelle (5,1V). Die 12V liegen an Pin 15 an, die 5,1V an Pin 14, heisst, die kommen da u.a. raus. Ich weiß nun nicht, ob ich die 12V-Erzeugung via Kurzschluss an Pin 15 versehentlich killte (jedenfalls so halb), oder ob ich einen Montagschip bekam, oder ob das systemimmanent ist... Jedenfalls waren die internen 12V erst bei ca. 23V Eingangsspg. hinreichend da, und das schränkte den Anwendungsbereich unverhältnismäßig ein. Vermutlich war das mein Versehen, aber ich fand es auch nicht so toll, dass der L4970 lt. Datenblatt erst ab 15V Eingangsspg. richtig verwendbar sein soll.
                      Meine Zusatzschaltung speist also 12V unterstützend an Pin 15 ein, im Ergebnis läuft der BEC ab 10V, regelt ab 10,5V Eingangsspg., und tut das dann herunter bis 9,8V.

                      Rechts (grün) ist ein kleiner Lüfter, 5V/0,8W, zu sehen, dieser bläst über einen kleinen Kühlkörper am L4970, ein Kühlblech an der Schottky-Leistungsdiode und im Weiteren auch durch die Ringkerne. Der Lüfter dürfte in der R/C-Praxis nicht erforderlich sein, er erlaubt im Testaufbau, 10A Dauerstrom bei max. Eingangsspg. von 51V rauszuzotteln. Ich ließ das mal eben 24h so rumrödeln.

                      L4970:
                      Max. 55V Eingangsspg., 10A Dauerlast, kurzschlußfest.
                      Bei Kurzschluss stellen sich (exemplarbedingt) ca. 13,3A ein, die Sicherheitsschaltung im L4970 geht auf Notprogramm mit nur 40kHz Schaltfrequenz.
                      Desweiteren gibt es eine ßbertemp.abschaltung (bei 150C Chiptemp.), eine Unterspannungsabschaltung des PWM-Impulses und ein paar Gimmicks (wie Softstart und Synchronisation mit weiteren L4970 und anderen Chips der Produktreihe), die uns hier nicht interessieren sollen.

                      Specs des Testaufbaus:
                      Eingangsspannung: 10,5V (3S, besser minimal 4S) bis 12S (50,4..51V), max. 55V (13S)
                      Ausgangsspannung: minimal 5,1V (== interne Referenzspg.), max. 6,25V, einstellbar
                      Ausgangsstrom: nominal max. 10A, dauerlastfest, kurzschlußfest

                      Ich war zu faul, den Oszi anzuschmeissen, einen Spektrumanalysator (wg. Oberwellen) habe ich eh nicht. Allerdings bin ich als Funkamateur bestens mit empfindlichem Empfängerzeugs zw. 100kHz und 2,4GHz ausgestattet und habe vor allem im verdächtigen Frequenzbereich des 35- bzw. 40MHz-Bandes nach Oberwellen gesucht: Soweit nix.

                      Der Aufbau erfolgte auf einer Lochrasterplatine 84 x 38mm, er ist 35 hoch, max, 45 an der Stelle des Lüfters, wiegt 148g inkl. längerer Anschlußkabel entsprechenden Querschitts.

                      Das ginge nun alles kleiner und leichter, - gleich nach den unvermeidlichen Fotos:





                      Man sieht, die 4 Elkos am Eingang fressen richtig Platz (fast die Hälfte) und machen etwa 40g plus Lötzinn aus. Der Lüfter könnte auch ein kleinerer sein, baut nach oben auf. An der Schmalseite sieht man den Kühlkörper des Transistors der 12V-Zusatzschaltung und die zwei Platz fressenden Ringkerne (und Gewicht).

                      Die abgespeckte Variante für die R/C-Realität

                      Jau, obige Gigantomanie muss, wie gesagt, nicht wirklich sein, kein Lüfter, keine 12V-Zusatzschaltung, weniger/kleinere Elkos am Eingang etc. pp. Ich halte es für möglich, auf ca. 60g Masse herunter zu kommen, evendudel weniger.



                      Hier ist gar keine Transil-Diode am Ausgang vorgesehen, die Ausgangsspg. ist einstellbar zw. 5,1 und 7,2V. Die Transildiode hat aber auch einen "äußeren Zweck", sie schliesst Spannungsspitzen kurz, die als Gegeninduktionsspg. der Induktivitäten der Servomotoren auftreten können.
                      Die Diode kann nicht dauerhaft die Verbraucher schützen, sollte der BEC durch Defekt ßberspannung liefern, sie raucht sich dann gleich auf (im wahrsten Sinne des Wortes), obwohl sie Impulse mit bis zu 1,5kW platt machen kann.

                      ßbrigens würde ein Dauerkurzschluss den L4970 mit der Zeit stark erwärmen, es käme dann nach einiger Zeit seine thermische Schutzschaltung mit Abschaltung. Bei der Testversion mit Lüfter würde bei Kurzschluss selbstverständlich der Lüfter zum Stehen kommen. Habe Dauerkurzschluss gestestet, - null Problemo.


                      So, Ende des erneuten Anschlages aus Euer Nervenkostüm. Tut mir ja leid, sollte ich hier wiederholt die Quadratur des Kreises versucht haben... Aber, meine Hoffnung, vielleicht gibt's ja doch dem Einen oder Anderen Ideen.

                      Zum Abschluss noch Bezugsquellen der benötigten Bauelemente:

                      Ich kaufe immer alles bei Reichelt.

                      1x L 4970 A EUR 6,85
                      1x MBR 20100CT Schottky-Diode, TO220AB EUR 0,23
                      3x 105Grad Low-ESR-Elko 330uF/63V EUR *(peanuts)
                      1x 105Grad Low-ESR-Elko 1000uF/25V EUR 0,1
                      2x Funkentstördrossel 72uH je EUR 1,39 (besser 1x ca. 40 uH nehmen)
                      10x Kondensator KERKO 2,2nF zusammen EUR 0,43
                      1x Elko 1uF/63V EUR 0,03
                      10x Elko 2,2uF/63V zusammen EUR 0,34
                      10x Widerstand 15k 1/4W zusammen EUR 0,28
                      10x Widerstand 16k 1/4W zusammen EUR 0,28
                      1x SMD Kühlkörper 29x29x8mm EUR 1,43
                      1x Stellpoti (Trimmer) 5k EUR *(peanuts)
                      10x Kondensator 390pF zusammen EUR 0,34
                      1x Kondensator MKS-2 220nF EUR 0,08
                      10x Kondensator Z5U-5 22nF zusammen EUR 0,52

                      Alles in allem ca. EUR 12..13 plus EUR 5,60 Shipping/Handling. So preiswert und doch leistungsfähig kann R/C_Elektronik sein.

                      Fürti[/SIZE]
                      Zuletzt geändert von Gast; 22.05.2009, 19:01.

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                      • dl7uae
                        dl7uae

                        #12
                        AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

                        P.S. Wirkungsgrad Eta

                        Unterhalb 40V Eingangsspannung 80..82%, bei 42V noch 78%, bei 51V 73..74%.

                        Das ist der Gesamtwirkungsgrad, da gehen bereits meine zusätzlichen, schaltungsbedingten Verbraucher ein, also 470 Ohm am Ausgang, 12V-Zusatzschaltung (vor allem), Lüfter. Ohne das Geraffel war der Leerlaufstrom (an der Quelle) bei 51V ca. 40mA, jetzt ca. 80mA.

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                        • Fantus
                          Senior Member
                          • 25.05.2005
                          • 8357
                          • Torsten

                          #13
                          AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

                          hm das ist sehr interessant ...danke Tom
                          GruÃ?, Torsten
                          nein, das wird tatsächlich ohne 'h' geschrieben) :D

                          "Gott hat die Welt ja nur in sieben Tagen erschaffen können, weil es keine installierte Basis gab."

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                          • dl7uae
                            dl7uae

                            #14
                            AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

                            P.S.

                            Ich war etwas schlampig bzgl. der Störstrahlungsbestimmung, habe das eben noch mal wiederholt: Es gibt schon erhebliche Rauschglocken bei 10A Dauerlast im Abstand der Schaltfrequenz von 200kHz. Was das 35MHz-Band betrifft, eine bei 35180kHz, also um den K78 rum, die um 35780kHz kann den Bandanfang des B-Bandes beeinflussen.

                            Hier muss etwas gemacht werden, a) die Taktfrequenz so gelegt werden, dass fragliche Frequenzbereiche möglichst weniger getroffen werden, b) braucht's ein Filter, wozu ich hier noch posten werde.

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                            • ka8
                              ka8
                              Member
                              • 12.06.2006
                              • 585
                              • Thomas
                              • Weilerswist

                              #15
                              AW: HV HighPower getaktetes BEC im Eigenbau

                              Hallo Tom,

                              heisst das dann, dass man bei 2,4GHz keine Störeinflüsse mehr hat und sich somit den Ringkern im Patchkabel zum Empfänger sparen kann ?


                              Grüße Thomas
                              [FONT="Comic Sans MS"]Grü�e - Thomas[/FONT]

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