"Superhet" (superheterodynamischer Empfänger - zu gut Deutsch ßberlagerungsempfänger).
Doppelsuper - 2fache Mischung --> 2 Zwischenfrequenzen:
Nach einer Eingangsstufe (Vorstufenverstärker) wird das Signal in einem ersten Mischer
auf eine erste sog. Zwischenfrequenz (ZF) gemischt, hier meist 10,7 MHz. Nach evtl. Ver-
stärkung auf der ersten ZF und Selektion folgt ein zweiter Mischer, der meist auf 455 kHz
zweite ZF umsetzt. Dieser folgt nach Verstärkung und Selektion die Demodulation - hier
Schmalband-Frequenzmodulation (FM).
Der Empfänger(RX)-Quarz eines Doppelsupers schwingt also auf der Differenz zwischen
Eingangsfrequenz (Kanal) und erster ZF (10,7 MHz). Ein zweiter Quarz für den Oszillator zur
Mischung von erster ZF auf die zweite ist im RX fest eingebaut.
Der RX-Quarz eines Einfachsupers schwingt dagegen auf der Differenzfrequenz Kanal-zu-455kHz.
Das Modulationsverfahren, AM oder FM, hier immer FM, als auch das Kodierungsverfahren,
PPM oder PCMxy, spielen dabei keine Rolle. PCM-RX sind aber meist Doppelsuper, obwohl
das nicht technisch notwendig ist.
Warum Doppelsuper?
Bei einer Mischung entstehen immer 2 Differenzfrequenzen (Empfangsfrequenzen), Oszillator-
frequenz plus oder minus ZF. Die ungewollte Frequenz nennt man "Spiegelfrequenz". Diese kann
umso besser unterdrückt werden (verminderte Störanfälligkeit), je weiter sie von der
Nutzfrequenz entfernt ist. Je höher die Frequenz der ersten ZF, je besser ist das.
Um auf einer hohen ersten ZF exzellente Selektion zu machen (Schmalbandigkeit -->
Nahselektion), bedarf es hohen/teuren Filteraufwandes. Daher setzt man bei hoher erster ZF
dann auf eine niedrige zweite ZF um, auf deren Frequenz Nahselektion mit einfacheren Mitteln
möglich ist.
Daher Doppelsuper. Es gibt auch 3-, 4-fach Super.
Alle Klarheiten beseitigt?

Tom

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