Nach einer Bauzeit von rund 1600 Stunden hat meine AS 350 B1 ihren Jungfernflug erfolgreich überstanden und doch einige To Do´s übrig gelassen ...
Hier das aktuellste Bild:
Die To Do´s umfassen:
- erhöhen der Systemdrehzahl
- mehr Luft für die Turbine bereitstellen
- mehr Gewicht in die Helinase
- Heckantriebsstrang verbessern und/oder an der Gyroeinstellung arbeiten
passt,
ich poste morgen einige Details und Erklärungen.
Alles in Allem war der Erstflug eigentlich erfolgreicher als ich dachte, aber trotzdem sind einige Verbesserungen notwendig, damit das Teil so funktioniert wie ich mir das vorstelle.
Kurz vorweg...
Die Maschine ist wirklich (fast) bis auf die Niete scale. Erste Kompromisse musste ich beim Abgasrohr machen. Das Scale-Abgasrohr hat den Heckausleger zu sehr erwärmt, das auf dem Bild abgebildete funktioniert im Schwebeflug-Bereich perfekt - ist halt nicht scale aber da ist auch noch Experimentalspielraum. Im Bereich Rundflug muss es erst getestet werden.
Interessant war allerdings, daß ich mir der Abdeckung über der Turbine bei einer Temp. max von 720 Grad lag (also im Abregelbereich) und ohne dieser bei 599 Grad - also ganz klar mehr Luft ist notwendig. Wie ich das scale realisiere weiss ich momentan noch nicht.
Insgesamt wurden bisher 4 Testflüge durchgeführt die zu folgenden Erkenntnissen führten:
1. Erhöhung Systemdrehzahl:
Es muss die Systemdrehzahl erhöht werden, weil bei der jetzigen Drehzahl von 913 Upm ein Schwebepitch von rund 8 Grad anliegt. Dies erscheint mir etwas zu viel.
2. Der Heli muss Nasenlastiger werden:
Mehr Gewicht muss in die Nase gepackt werden um den Heli deutlich Nasenlastig zu machen, um das Hängenlassen des Schwanzes im Schwebeflug durch den Ausgleich des Restschubes der Turbine zu verbessern. Außerdem ist eine deutliche Nasenlastigkeit für Mehrblatt Rotorköpfe grundsätzlich zu empfehlen. Diese Maßnahme wird voraussichtlich durch etwas Blei in der Nase und einem Copiloten realisiert.
3. Weitere Luftöffnungen:
Die Turbine braucht mehr Luft. Mit der Turbinenabdeckung hat die Turbine schon im Schwebeflug 720 Grad erreicht und zurückgeregelt. Ohne Abdeckung lag die max. Temp. bei 599 Grad. Dieses scale-verträglich zu realisieren wird die nächste Aufgabe sein müssen.
4. Verbesserung des Heckrotors:
Der Heckrotor ist leistungsmässig am Limit gewesen. Im Schwebeflug ausgetrimmt standen die Blätter mit dem Ausschlag fast auf Anschlag - das wird mit der höheren Systemdrehzahl sich verbessern aber hier ist sicher auch im Bereich der Blätter noch Verbesserungspotential. Auch ist die Frage ob die Kombination von schnellem Heckservo und dem "weichem" Flexantrieb unbedingt ideal ist. Ein Aufschaukeln war nicht zu merken aber richtig ruhig war das Heck nicht. Hier sollte jedoch beim nächsten Test auch die Einstellung des GY401 noch Verbesserungen zulassen.
5. Abgasrohr:
Das Scale-Abgasrohr wurde nach dem ersten Anlaufen der Turbine sofort demontiert. Wie zu befürchten war wurde durch dieses der Heckausleger zu stark erwärmt. Das Abgasrohr Nr.2 hat sehr gut funktioniert. Der Heckausleger, Seiten- und Höhenleitwerk sowie die Blätter blieben kühl. Dies betrifft derzeit nur den Schwebeflug - inwieweit die Ablenkung des Abgasstrahles im Rundflug sich auf die Erwärmung vorgenannter Komponenten auswirkt muss erst noch getestet werden. Hier ist auf jeden Fall Spielraum für weitere Experimente.
Und hier müsste man ein kleines Video vom ersten Schweben laden können.
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