AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)
Hallo,
zunächst vielen Dank für den tollen Bericht.
Ich starte gerade mein erstes Scaleprojekt. Flasher 600 mit dem normalen A-109 Rumpf.
In Deinem Bericht schreibst Du, dass Du andere Kugelpfannen verwendet hast. Kannst mir bitte sagen welche?
AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)
Servus Chris,
Du hast geschrieben, dass Du die Zähne an den Einschlagmuttern weggedrehmelt hast. Mit welcher Technik hast Du denn die Einschlagmutter von unten verkleben können?
AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)
Hey, na, zu dicke Fingerchen? Ich auch. Also musste ich mir zum platzieren der Einschlagmuttern (die in diesem Fall nur eingesteckt und eingeklebt werden) etwas einfallen lassen. Mein liebstes Tool neben Zahnstocher und Pinnchen für kleinstmengen Epoxy sind bei mir diese flachen Mundspatel aus Holz. Diesen habe ich dazu benutzt die eingekleisterten Muttern unterm Spantenboden in Position zu bringen. Damit sie nicht vom Spatelende beim positionieren fallen nutze ich doppelseitiges Klebeband. Mit dem Trick ging das recht gut. Apropos, es gibt stellen auf der Bodenplatte da spürst du das sie doppellagig ist, und es gibt Bereiche da ist sie nur 1-lagig. Mir war es wichtig eine doppellagige als Befestigungsstelle zu wählen. Mit meinem Alu Winkelprofil konnte ich das auch unkompliziert sicherstellen.
Wo wir gerade noch beim befestigen sind. Ich habe die ein oder andere stelle im Rumpf direkt noch ein wenig verstärkt. Vielleicht wäre es auch ohne gegangen, aber wie ich schon sagte, ich hab halt keine Lust auf Experimente. Folgendes habe ich noch neben der Cockpitrückwand (dir in erster Linie aus optischen Gründen rein kam, aber statisch auch hervorragend ist) getan: 1. zusätzlicher Spant mittig von Bodenplatte am Rumpfboden entlang bis Heckrohröffnung. Also parallel unterhalb des Heckrohrs. Habe ich auch schon bei meiner EC so gemacht, der ist da echt gut bei den dünnen Robanrümpfen dort aufgehoben. 2. Ein 5mm CFK Rohr quer durch die Höhenleitwerke / Heckausleger. Das passte in der Höhe perfekt bei mir zw Rohr und Heckanlenkung. Das Leitwerk wurde dadurch um ein Vielfaches steifer. Und zum 3., und das kam tatsächlich erst ungeplant nach den ersten Flügen wg Vibs nachträglich hinzu, ich habe das Endstück an dem das SL geklebt + geschraubt wie von innen noch mit recht vielen Harzgetränkten CFK Rowings versteift und außen den Spalt zw Endstück und angeschraubten SL vollständig mit Epoxy entfernt. Auch wurde das SL deutlich steifer und die Eigenresonanz die ich vorher getroffen hatte war woanders.
Meine Akkus befestige ich übrigens gar nicht. Die beiden 3800er sind nebeneinander so breit, dass ich sie nur noch mit Mühe überhaupt rein bekomme. Da habe ich überhaupt keine Sorgen dass die mir auch bei flotten Rundflug raus rutschen. Wäre es nur ein Akku, dann okay. Dann würde ein Klettaufkleber am Boden aber bestimmt auch genügen (wenn du keine Loops machst). Der 2S 3000er für Licht und Ton liegt bei mir als Führung auf einer Kunststoffschiene seitlich an der Mechanik, gehalten mittels zweier Magnete.
Zuletzt geändert von chris-de; 07.01.2022, 22:17.
Viele Grü�e, Chris
Compass 6HV, EC 135 Roban 800 modifiziert, Airwolf 600, Graupner MZ-24
AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)
Servus Chris,
ja, das mit den dicken Fingerchen stimmt tatsächlich.
Jetzt hast Du mir wieder wertvolle Tipps gegeben. Vielen Dank.
Das mit dem Höhenleitwerk und den Vibrationen ist wahrlich noch ein Thema, zu dem ich mir meinen Kopf auch schon zerbrochen habe. Kann man das Heck dann noch entfernen, wenn das CFK-Rohr quer durch den Heckausleger geht? Hast Du da ggf. noch ein Foto?
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Wenn du es etwas geschickt angehst geht das. Du musst halt darauf achten das die Heckstrebenbefestigung am Rohr und ganz im speziellen die letzte Führung der Heckanlenkung so positioniert ist das man das den Ausleger mit dem Querrohr drin noch nach hinten weg ziehen kann. Achte dabei auch darauf, dass du auch noch an die beiden Befestigungsschrauben zur Befestigung der hinteren Heckumlenkung beim Einbau noch ran kommst! Die vergisst man bei der Auslegung der Abstände leicht. Zum Anziehen dieser Schrauben musst du ja das Heckrohr kurzzeitig etwas tiefer in den Ausleger stecken als die spätere Einbauposition ist. Hier musste ich die Heckstrebenbefestigung an der Mechanik etwas weiter vorne befestigen. Habe mir du einen Kunststoffaufnahmebock gebaut an dem ich Streben nun weiter vorne im inneren der Mechanik montiert habe. Ach ja, ich ziehe beim Ein / Ausbau in der Regel immer das Rohr von der Mechanik noch im Rumpf. Also einfach Klemmung etwas lösen und beherzt ziehen. Das macht die Entnahme der Mechanik deutlich einfacher. Dafür habe ich den Anschluss des Heckservos gut zugänglich oben auf der Heckrohrklemmung positioniert.
Viele Grü�e, Chris
Compass 6HV, EC 135 Roban 800 modifiziert, Airwolf 600, Graupner MZ-24
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Hallo zusammen,
ich hatte versprochen, ich gehe noch ein wenig auf die Beleuchtung und die Toneffekte ein die ich Wolf verbaut habe. Fangen wir beim Licht an:
Allgemein:
Für jede Funktion (Posi incl. ACL, Mündungsfeuer & Nachbrenner) kam nach intensiven hin und her je ein Aurora LCU v2 zum Einsatz kombiniert mit einem extra Akku 8,4V, 3000mAh für den -Laststrom- (also ein 2S Akku für alle drei gleichzeitig) zum Einsatz. Die LED´s habe ich selbst gelötet und mit entsprechenden Vorwiderständen bestückt. Ich gehe kurz aufs -hin und her- ein: Der ursprüngliche Plan war es des -neue- Lichtmodul von Roban zu verwenden. Allerdings habe ich es damit bis zum Schluss nicht geschafft einen 3-fach Blitz (!) in einem 1 Sek Intervall wie es das Original hat zu erzeugen. Das was ich in dem Intervall geschafft war ein schnelles Blinken, aber sicher kein Blitz. Die blitzen war mir für die ACL´s aber wichtig, daher flog diese Steuerung noch auf dem Spielbrettchen mit dem ich ganz m Anfang mal gestartet bin wieder raus. Nächster Versuch -Unilight-: Für Posi & Blitzer habe ich das Black2 genommen. Das ging von der Sequenz und Programmierung her gut, allerdings konnte ich damit -auch nach Rücksprache mit Unilight- kein Stand Alone Betrieb ohne RC Signal, wie ich es für Demo / Messezwecke haben möchte realisieren. Doof, aber zur Not noch verschmerzbar. Die Mündungsfeuer und den Nachbrenner habe ich versucht mit zwei der Black1er Modulen zu realisieren. Es soll ja alles komplett unabhängig voneinander laufen, daher mussten jede Funktion sein eigenes Modul bekommen. Das ging auch erst mal, und auch bei deaktivierten RC Signal haben sie das gemacht was das 2er eigentlich auch machen sollte, nämlich weiterblinken. Allerdings machten die Black 1er woanders Probleme: Sie haben keine galvanische Trennung, was zur Folge hatte das ich mit dem 2S Beleuchtungsakku auf einmal den Empfänger samt Servos und Elko Pack weiter versorgt habe sobald ich die Hauptstromversorgung gezogen hatte. Das geht natürlich gar nicht klar, und so wanderte jeweils eine Schottky Diode in die Empfänger Zuleitung zu den 1er. Problem behoben. Unilight bestätigte mir übrigens auch dieses Phänomen. In der Summe blieb ein ungutes Gefühl, und auch die Tatsache das ich zum erreichen des passenden Blinkmusters für Nachbrenner + Mündungsfeuer auf einen von Unlight vorgegebenen Wert fixiert bin brachte beim Thema -Sound- auch noch weitere Probleme mit sich. Das Schaltmodul nämlich, welches die mp3 Player die ich im Wolf verbaut habe ansteuert, schaltete nämlich bei den Unilight Blink Werten noch nicht durch� Auch mit viel Trickserei und zusätzlichen Parameter verändernden Zwischenbausteinen habe ich das nicht in den Griff bekommen. In Summe also irgendwie auch blöd, daher flog auch Unilight letztendlich vollständig raus. Abhilfe hat letztendlich das Aurora LCU gebracht. Hier gibt es richtig tolle Blinkmuster, echte Blitze, richtig schicke Nachbrennersimulation, schickes auf und ableuchten der Posi Lichter, ausgelöst an frei wählbaren PMW Positionen, einen frei programmierbaren Demobetrieb ohne RC Signal und ordentliche galvanische Trennung. Kurzum: Perfekt (für mich).
Hier nun die einzelnen Funktionen:
Posi Lichter + ACL
Die Beleuchtung entspricht in den Grundzügen dem Original. Posi L+R grün /rot sowie weiß nach hinten. Dies wurde mit 5mm LED´s gelöst. Ein Stufe weiter geschaltet, geht dann noch die beiden roten ACL´s 3fach blitzend in Form von 3W Emittern mit an. Das passt recht gut im Verhältnis zueinander und auch zur Hubschraubergröße. Das Original hatte eigentlich noch einen Landescheinwerfer am Vorderrad montiert, sowie einen Klappscheinwerfer ungefähr mittig rechts unterm Rumpf. Allerdings mit montierten Raketenwerfer waren diese nicht mehr in der Lage aus zu fahren, wodurch sie in der Fernsehserie auch ungenutzt sind. Auch beim vorderen am Bugrad montierten Landescheinwerfer kenne ich nur eine kurze Szene in der dieser in Betrieb war. Diese Umstände + die enge Einbaulage da vorne haben mich dazu veranlasst die Landescheinwerfer im Modell nicht zu realisieren.
Mündungsfeuer:
Die MG´s habe ich wie schon erwähnt per Magnet gehalten abnehmbar gestaltet. Zwei der drei Befestigungsrohre dienen als -Stromübertrager- (Zuleitung / Rückleitung) mit eingesetzten 2mm Goldsteckern, der hintere Dritte nur als Verdrehsicherung. Je MG Flügel sind es 2Stk 3mm LED´s und eine 5mm LED in orange in Reihe geschaltet. Sieht man auch sehr schön auch am Tag im Flug. Die Raketenwerfer hängen ebenfalls an dieser Aurora und werden bei Aktivierung er MG´s mit angeschaltet, jedoch mit einem anderen Blinkmuster. Er schießt also aus allen Rohren â?¦ í ½í¸? Der Raketenwerfer ist übrigens von -Scale Print-, und wirklich toll gearbeitet. Je Rohr gehen 4 Stk 5mm LED in Gelb/Orange nach vorne und eine 5mm LED nach hinten. In Summe also 15 Stk nur im Raketenwerfer, + 6 LED´s an den Maschinengewehren.
Nachbrenner:
Von innen habe ich 2 Stk weiße 3W Emitter LEDs mit Kühlkörper einfach vor die ßffnungen geklebt. Die scheinen recht gut durch die vorhandenen Schlitze durch und sind auch im Flug gut flackernd zu erkennen. Wie schon erwähnt hat auch der Nachbrenner seine eigene Aurora. Die Simulation ist wirklich sehr gut gelungen: Langsames hochdimmen, flackern mit Fehlzündungen, herunterdimmen beim Ausschalten. Man hätte übrigens auch wahlweise den Nachbrenner über den Gaskanal steuern können, was gerade bei Jets sehr interessant sein dürfte. Für meinen gewünschten Zusatzeffekt war das jedoch nicht notwendig.
Da Bilder mehr sagen als 1000 Worte, hier ein Video zum Thema -Beleuchtung-:
Ja, und da wäre noch die Sache mit dem -Ton-�.
Animierte MG´s ohne Sound, da fehlt einfach etwas. Also mindestens das muss mit Sound untermalt sein. Ich habe versucht das maximum was platztechnisch geht an Leistung rein zu stecken. Quasi auf den mm genau passte noch der Visaton R10S lautsprecher rein, den auch Benedini empfiehlt. Der bringt 30W und 90db, was indoor unglaublich laut ist, sodass auch Soundeinstellungen nur mit Kapselgehörschutz durchführen konnte. Outdoor im Flug , dürfte es gerne tatsächlich noch etwas mehr sein. Das liegt aber vor allen dingen daran das er bei mir nach oben aus den Cowling Lüftungsgittern abstrahlt und nicht zur Seite / nach vorne. Aber da hab ich halt keine geeignete ßffnungen im Model. Betrieben wir der Lautsprecher mit einem günstigen 30W Verstärker aus der Bucht, der wiederum direkt vom 6S Hauptakku über eine Parallelleitung versorgt wird. Der Input erfolgt über zwei OEM mp3 Player (1x MG Sound, 1x Nachbrenner / Airwolf -heulen- Sound), die stumpf anfangen zu spielen sobald sie Strom bekommen. Dafür Der Aufbau ist daher wie folgt: Empfänger, Y Kabel (1 Ende Aurora Modul, 1 Ende der RC Schalter für Ton), Rc Schalter, mp3 Player, Mischpult, Verstärker, Lautsprecher. Habe ich da gerade Mischpult geschrieben? Tatsächlich habe ich dem Wolf ein eigenes Miniatur 4-Kanal Stereomischpult spendiert, sodass sich die beiden mp3 Player sofern sie gleichzeitig genutzt werden sich nicht Gegenseitig stören. Da ich eine saubere Stromtrennung zwischen Effekte Beleuchtung + Ton und Empfänger nutze habe ich keine Störungen durch die Servos am Lautsprecher. Mit den galvanisch nicht sauber getrennten Black1 Modulen von Unilight gab es auch da übrigens Probleme. Noch ein Grund mehr warum sie rausgeflogen sind.
Hier noch zwei kurze Videos wie sich das ganz letztendlich anhört:
So, jetzt wisst ihr auch wie die Toneffekte zustande kommen. Damit ist im Grunde alles geschrieben was zum Wolf zu schreiben gibt. Ich hoffe es war interessant für euch?
AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)
Vielen Dank für den tollen und ausführlichen Bericht.
Ich hätte interessehalber noch zwei Fragen (sorry wenn ich evtl. etwas überlesen haben sollte)
Mit den ganzen Extras wie Soundsystem etc., bei welchem Gesamtgewicht bist Du mittlerweile? Und wie hast Du das Schwerpunktthema gelöst (wieviel Zusatzgewicht musstest Du evtl. vorne hinzupacken), da die Roban Modelle natugemäß doch sehr hecklastig sind?
AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)
Hi, das glaub ich gerne das man bei meinem vielen Text den ich geschrieben habe was übersieht. Ich bin nun bei stattlichen 6100g TOW. Dem gegenüber stelle ich 1800RPM, 620mm Blätter. Damit ist durchaus auch agiles fliegen wie es sich für ein Wolf gehört möglich. Der Schwerpunkt passt insgesamt sehr gut, da ich mit sehr dicken Akkus (2x6S 3800) die unmittelbar vor der Mechanik stehen fliege. Dazu kommt noch das Cockpit, was aber nicht besonders viel Gewicht mit sich bringt.
Hier der super günstige mp3 player den ich 2x verwendet habe:
MP3 Audio Modul mit MicroSD-Karteneinschub, USB-Anschluss und 3,5mm Klinkenbuchse Mit diesem Modul können Sie MP3-Dateien per USB-Stick (bis 32GB) oder…
Viele Grü�e, Chris
Compass 6HV, EC 135 Roban 800 modifiziert, Airwolf 600, Graupner MZ-24
Hi, das glaub ich gerne das man bei meinem vielen Text den ich geschrieben habe was übersieht. Ich bin nun bei stattlichen 6100g TOW. Dem gegenüber stelle ich 1800RPM, 620mm Blätter. Damit ist durchaus auch agiles fliegen wie es sich für ein Wolf gehört möglich. Der Schwerpunkt passt insgesamt sehr gut, da ich mit sehr dicken Akkus (2x6S 3800) die unmittelbar vor der Mechanik stehen fliege. Dazu kommt noch das Cockpit, was aber nicht besonders viel Gewicht mit sich bringt.
...und auch hierfür wieder ein dickes Dankeschön
AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)
Servus Chris,
Du hast da ein absolutes Kunstwerk erschaffen. Ich zolle Dir dafür meinen größten Respekt.
Nachdem mein Bau auch weiter vorangeschritten ist, hat sich wieder eine Frage ergeben. Du hast geschrieben, dass Du die seitliche Bewaffnung abnehmbar gemacht hast. Wie hast Du das genau bewerkstelligt? Hast Du Detailfotos?
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