Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

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  • chris-de
    Member
    • 06.07.2011
    • 773
    • Christoph
    • Bielefeld

    #1

    Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

    Hallo zusammen,

    ich habe letzte Woche den Bau eines 600er Airwolfs mit einigen Spielereien darin erfolgreich abgeschlossen und möchte euch nun Rückblickend ein paar Impressionen von Bau präsentieren. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen bei einer Entscheidungs- oder Lösungsfindung. Die Problemchen die man so beim Scale / Semiscale Bau hat sind ja immer wieder ähnlich, und doch gibt es auch immer verschiedene Wege zum Ziel. Das macht das Hobby ja so interessant. Hier mal mein Weg.

    Gebaut wurde ein "600er Extended" Wolf auf "Rex ESP / Flasher 600" Basis mit diversen Licht + Soundeffekten, Einziehfahrwerk, Cockpit mit unsichtbarer Mechanik, und dem ein oder anderen schönes extra Detail (lackierter Kopf, lackierte Blätter, abnehmbare MG´s mit Mündungsfeuer um nur einige zu nennen). Sogar ein Mischpult ist mit an Bord. Aber dazu später mehr.

    Ich habe mir gedacht, dass ich mir alle paar Tage mal ein Detail / eine Lösung vorknöpfe und sie hier mal Stück für Stück im Einzelnen vorstelle. Also jeweils der Weg zum Ziel.

    Hier jetzt erst mal zwei Bilder von der fertigen Maschine damit ihr wisst worauf ihr euch (hoffentlich) freuen könnt.

    Viel Spaß damit!







    Zuletzt geändert von chris-de; 30.08.2021, 14:12.
    Viele Grü�e, Chris
    Compass 6HV, EC 135 Roban 800 modifiziert, Airwolf 600, Graupner MZ-24
  • chris-de
    Member
    • 06.07.2011
    • 773
    • Christoph
    • Bielefeld

    #2
    AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

    Auf einmal waren die "Eröffungsbilder" mit dem Link nach directupload weg. Daher teste ich erst mal ob das auch so geht bevor ich hier tiefer einsteige und wie das dann aussieht.



    Ein Bild vom Erstflug in Bocholter Helitreffen letztes Wochenende ,mit freundlicher Genehmigung vom Fotografen Henk Kreeft:

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    Viele Grü�e, Chris
    Compass 6HV, EC 135 Roban 800 modifiziert, Airwolf 600, Graupner MZ-24

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    • Jan_Privat
      Member
      • 05.06.2020
      • 310
      • Jan
      • Hamburg / Nordfriesland

      #3
      AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

      Sieht gut aus!

      Die Bilder aus dem Eröffnungspost hatten auch nur eine sehr kleine Auflösung (nur ca. 500 Pixel an der langen Kante). Diese sind hingegen schön groß. Insofern, leg los! :-)

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      • chris-de
        Member
        • 06.07.2011
        • 773
        • Christoph
        • Bielefeld

        #4
        AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

        So, nach positiver Rückmeldung starte ich mal mit dem ersten Step. Ich versuche chronologisch vor zu gehen.

        Zu aller erst vorweg mein Leitgedanke für das Projekt, wonach sämtliche spätere Entscheidungen ausgerichtet wurden:

        LAST:
        Bau eines technisch überschaubaren Models, mit hohen Wiedererkennungswert, technisch bewährter Mechanik, welches gerne auch mal etwas forscher durch die Luft bewegt werden kann. Dabei soll der optische Eindruck sehr ansprechend und interessant aber nicht zwingend Fullscale sein. Augenscheinliche Grundelemente sollen schon vollständig vorhanden sein und denen des Vorbilds entsprechen. Darüber hinaus muss eine gewisse einfache Zweckmäßigkeit für Transport, Lagerung, Aufbau am Platz unter beengten Platzverhältnissen geben sein. Gerne dürfen 1-2-3 Spielereien mit an Bord sein.

        PFLICHT:
        Daraus resultierte der wie ich als Kind der 80er finde immer noch zeitlos elegante 600er Airwolf in der optisch detaillierteren -Extended- Version mit beleuchtetem Cockpit. Ausgestattet mit einer unspektakulären aber dafür tausendfach bewährten T-Rex 600 ESP FBL Clone Mechanik (Flasher 600) als Linksdreher, die sich der gleichen Flugakkus (6S, 3800mAH) bedient die ich für meinen vorhandenen 6HV & 800er EC135 schon nutze (Gleichteilemanagement). Damit Kopf & Blätter zum ab Werk sehr gut ausgestatten Rumpf Scale mäßig mithalten können, war klar das auch diese optisch aufgehübscht werden müssen. Als Technik -Gimmiks- habe ich mich neben der obligatorischen Posi & ACL Beleuchtung zusätzlich für die optisch & akkustische Simulation der MG´s und der -Turbos- entschieden die den Wolf im Film fiktiv auf ßberschall bringt. So kann ich das Modell auch mal etwas flotter über den Platz scheuchen und bin trotzdem Scale. Für den Transport und Lagerung gibt einen ordentlichen Halter, und eine unkomplizierte Entfernung der zum hängen bleiben prädestinierten MG`S.

        ________________________________________________


        Soweit so gut, beginnen wir mit der -Basis- Flug-Elektro & Mechanik:

        Im April ging es los. Hier der elektrischen Komponenten für den Flug. Da ich nicht oft in der Situation bin von Grund auf neue Modelle zu programmieren habe ich mir mal ein -Spielbrett- gebastelt wo alle Komponenten schön geordnet vorkonfiguriert und getestet und bei Bedarf geändert / getauscht werden können.



        Das kam rein:

        Pyro 650/83
        Kolibri 90LVi
        GDW DS 820er & BLS895er Servos
        GR 24Pro FBL
        Buffer Kondensator Pack
        Flugakku: 2x 6S 3800mAh parallel als 6S 7600mAh
        Akku für Schnick Schnack: 2S 3000mAH (ist erst nachträglich dazu gekommen als ich beim Thema -Ton- Probleme bekam. Komme ich später zu)
        12V Lüfter 40x40mm für Regler

        __________________________________________________ ______

        Als Mechanik wurde wie schon erwähnt die super unspektakuläre (was ich bei einem Scale Modell als sehr positiv empfinde) Flasher 600 Mechanik die auf Basis eines TRex 600ESP basiert verwendet. Hier kann man zusammenfassend sagen: Ein wirklich gutes Clone Modell. Da gibt-s nichts wirklich kritisch negatives. Die Kugelpfannen sind qualitativ schlecht (brechen beim einschrauben sofort) und sollten gegen Bessere getauscht werden, außerdem hatte mein Freilauf einen weg. Sonst passt das alles. Ich habe mir angewöhnt beim Aufbau neuer Mechaniken (sofern nicht aus einer Edelschmiede) immer gleich 2-3 HRW und Heckrotorwellen mit zu ordern und mir daraus die beste nach Ausmessen am Stichel mit Messuhr aus zu suchen. Hier schwankten die Wellen zw. 0,15mm & 0,07mm Schlag. Letztere war dann für mich gerade noch akzeptabel, wurde eingebaut und damit läuft er auch fast vibrationslos (richtig vibrationslos gibt es ja nie). Mir persönlich gefallen Alu Ritzel nicht besonders und ich habe deswegen dieses gegen ein gehärtetes Stahl Ritzel (Rhino Gears) getauscht welche ich noch aus Norwegen bekommen habe. Ich habe mit 15, 16 & 17T eingedeckt. Letztendlich ist es ein 16T Ritzel geworden womit die alles andere als leichte 6kg Kiste mit 620 s Schlagblättern mit knapp 1750rpm auch ganz gut am Knüppel hängt. Flugzeit 10min, max Peaks bei ca 60A.





        Die Mechanik musste ich vorne ein wenig kürzen da sonst die Akkus in das Cockpit geragt hätten. Hier wurde stumpf mit dem Dremel einmal vorher gegangen und ca 1,5cm CFK weg genommen sodass nur noch etwas vom ersten Steg unten übrig blieb. Der Regler ist aus Platzgründen nach hinten zwischen die Rahmenplatten gewandert da er an den Seite wo er ursprünglich mal angedacht war mit dem aufgesetzten Lüfter & Kühlrippen (die kommen bei mir pauschal immer an Regler die in Rümpfen stecken) an den (dem Rumpf beiliegenden) Retract Servos für das Einziehfahrwerk kollidierten. Die Befestigung der Mechanik im Rumpf erfolgt ganz klassisch über zwei 20x20mm Aluprofilen und vier M5 Schrauben die Rumpfboden in mit Endfest eingeharzte Einschlagmuttern (deren Beißnasen ich entfernt habe) greifen. Wichtig hier der Grundsatz: Mechanik im Scale Heli immer so fest wie möglich verbinden, nie soft / gedämpft. Es ist ein Trugschluss das durch den Einsatz von Gummielementen die ßbertragung von Vibrationen an den Rumpf reduziert werden. Im Worst Case schaukelt sich der Rumpf um die Mechanik dadurch erst richtig auf. Die Abstützung des Hecks ganz im Rumpf weiter verwendet werden, allerdings muss sie ein Hauch weiter nach innen versetzt werden da sie sonst am trichterförmigen Rumpf kollidiert. Dafür habe ich aus POM Restmaterial einen Block gebastelt der an die vorhandenen Löcher für die optionalen Kreiselplattformen geschraubt wird. Oben sind noch ein paar Löcher für die Lautsprecherbefestigung hinzu gekommen. Sonst passt die Mechanik perfekt in den Rumpf. Sowohl in der Höhe als auch im Achsabstand.


        Hujuijui, sooo viel Text für ein so unspektakuläres Thema. ich glaube das reicht jetzt erst mal ������
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        Zuletzt geändert von chris-de; 01.09.2021, 11:49.
        Viele Grü�e, Chris
        Compass 6HV, EC 135 Roban 800 modifiziert, Airwolf 600, Graupner MZ-24

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        • Helischober
          Member
          • 02.11.2008
          • 545
          • Joachim
          • 51519 Odenthal

          #5
          AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

          Hallo Chris ,
          da meine Bell 222 mit T-Rex 600 ESP-Original sich noch in Bau befindet (laaangzeit Projekt) hätte ich gerne gewusst welchen Regler du einsetzt. Sehe da einen Roten Regler bei deinem Wolf. Kolibri 90 LV-i vielleicht ? Wenn ja , welchen zusätzlichen Kühlkörper und Ventilator ?

          LG Achim
          Zuletzt geändert von Helischober; 01.09.2021, 13:16.
          Kraken 580,Goblin 380,Goblin 570 Sport, PHECDA 680 E,DC-16-II + DC-24 II

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          • merhex
            Member
            • 20.04.2020
            • 420
            • david
            • Kramsach/Tirol

            #6
            AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

            Zitat von Helischober Beitrag anzeigen
            Hallo Chris ,
            da meine Bell 222 mit T-Rex 600 ESP-Original sich noch in Bau befindet (laaangzeit Projekt) hätte ich gerne gewusst welchen Regler du einsetzt. Sehe da einen Roten Regler bei deinem Wolf. Kolibri 90 LV-i vielleicht ? Wenn ja , welchen zusätzlichen Kühlkörper und Ventilator ?

            LG Achim
            na ja schreibt er ja hier:

            Das kam rein:

            Pyro 650/83
            Kolibri 90LVi
            GDW DS 820er & BLS895er Servos
            GR 24Pro FBL
            Buffer Kondensator Pack
            Flugakku: 2x 6S 3800mAh parallel als 6S 7600mAh
            Akku für Schnick Schnack: 2S 3000mAH (ist erst nachträglich dazu gekommen als ich beim Thema -Ton- Probleme bekam. Komme ich später zu)
            12V Lüfter 40x40mm für Regler
            LG David

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            • Helischober
              Member
              • 02.11.2008
              • 545
              • Joachim
              • 51519 Odenthal

              #7
              AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

              Zitat von merhex Beitrag anzeigen
              na ja schreibt er ja hier:

              Das kam rein:

              Pyro 650/83
              Kolibri 90LVi
              GDW DS 820er & BLS895er Servos
              GR 24Pro FBL
              Buffer Kondensator Pack
              Flugakku: 2x 6S 3800mAh parallel als 6S 7600mAh
              Akku für Schnick Schnack: 2S 3000mAH (ist erst nachträglich dazu gekommen als ich beim Thema -Ton- Probleme bekam. Komme ich später zu)
              12V Lüfter 40x40mm für Regler
              Dann hab ich es irgendwie überlesen.
              Damit ist dann nur noch die Sache mit den Kühlrippen und die entsprechende Befestigung am Kolibri offen.
              Also welche Kühlrippen ( Hersteller ; Lieferant) und wie befestigt ?

              LG Achim
              Kraken 580,Goblin 380,Goblin 570 Sport, PHECDA 680 E,DC-16-II + DC-24 II

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              • chris-de
                Member
                • 06.07.2011
                • 773
                • Christoph
                • Bielefeld

                #8
                AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

                Moin zusammen,

                den Regler mit Kühlkörper und Lüfter aus zu statten ist denkbar einfach und günstig. Reduziert aber die Reglertemp im Rumpf um ich sag mal ca 15°C (nagelt mich nicht auf 1-2 Grad fest). Meist sind das genau die paar Grad die im Sommerbetrieb zu viel oder grenzwertig sind. Von daher plädiere ich dafür in Rumpf Helis grundsätzlich die Regler damit aus zu statten und gar nicht erst zu experimentieren ob es nicht auch ohne geht.

                Wie schon erwähnt habe ich aus der Bucht einen X beliebigen 12V oder 9V Lüfter genommen der 2 Adern hat. Der hängt wiederum einfach an einem freien Steckplatz am FBL, oder wenn halt keiner da ist per Y Stecker. Ich gebe mal die Empfehlung mit nicht kleiner als die von mir gewählten 40x40x11mm beim Lüfter zu werden. Das hängt mit dem Geräusch und Luftdurchsatz zusammen. Die kleinen Lüfter (zb 30x30x7) sind überproportional laut da sie oft recht schnell drehen um überhaupt nennenswert Luft zu fördern. Wobei nennenswert dann immer noch auf recht niedrigen Niveau ist. Hier ist es besser gleich auf ein wenig mehr Querschnitt und Tiefe zu gehen. Zum anderen passen die 40mm auch super zu Breite und Länge der Kühlplatte des Reglers.

                Ebenfalls in der Bucht gibt es unzählige Kühlkörper für sehr günstiges Geld. Hier habe ich einen ebenso großen 40x40x10 oder 11 (weiß ich nicht mehr genau) gewählt. Bei der Befestigung gehe ich wie folgt vor: Als erstes kommt der KK auf den Regler. Dafür nehme ich ein wenig Wärmeleitpaste und verteile sie ganz dünn (!!) auf der Kühlplatte des Reglers. Dann nehme ich den vorher entfetten KK und Platziere ihn darauf, drücke ihn leicht (!) fest, fixiere ihn ein wenig das er nicht verrutschen kann. Dann nehme ich Endfest und klebe ihn damit an den Kanten entlang am Reglerschrumpfschlauch / bzw Reglergehäuse fest. Das hat bisher immer gut gehalten. Alternativ würde auch Wärmeleitkleber sicherlich gehen. Habe ich halt nicht hier, daher nutze ich das was da ist. Am nächsten Tag kann dann der Lüfter auf den KK geschraubt werden. Wenn schrauben nicht geht, dann halt wieder Endfest oder Kabelbinder. Dabei auf Strömungsrichtung achten. Immer den KK anströmen, nicht ansaugen. Letzteres würde zwar auch gehen, gefühlt ist der Luftdurchsatz beim anströmen aber höher.
                Viele Grü�e, Chris
                Compass 6HV, EC 135 Roban 800 modifiziert, Airwolf 600, Graupner MZ-24

                Kommentar

                • chris-de
                  Member
                  • 06.07.2011
                  • 773
                  • Christoph
                  • Bielefeld

                  #9
                  AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

                  Weiter geht-s. Thema Heute, weil auch wirklich das Erste ist was man an diesen Rumpf machen muss (später kommt man da nicht mehr ran):

                  der Fahrwerk Einbau


                  Ein paar Worte Vorweg.
                  Der Fahrwerkeinbau ist im Grunde das einzige an diesem Rumpf was wirklich eine Anleitung erfordert und nicht selbsterklärend ist. Blöd ist es dann nur, wenn dem Rumpf eine Anleitung für den -einfachen- 600er Wolf beigelegt wird, dessen Fahrwerk ganz anders aufgebaut ist. Das schockt uns / mich aber nicht, denn die die Anleitung vom 800er & 600er Superscale Rumpf gibt es ja online bei Scaleflying zum Download. Muss man nur wissen. Ebenfalls wissen muss man, dass die dem Rumpf beiliegenden Retract Servos nur max. 6V vertragen! Das steht nämlich nirgends, was wirklich kritisch zu bewerten ist. Wer wie ich ein HV Servo Setup fliegt benötigt ein Strombegrenzer. Ein einfacher Baustein also der zw. FBL & dem dem Rumpf beiliegenden 3 Fach Y Verteilerkabel gehängt werden muss. Gibt-s zB von Multiplex oder Emcotec. Als letzten Punkt zu erwähnen gibt es noch eine technische Optimierung am vorderen Fahrwerk, die man tunlichst beherzigen sollte damit eine sichere Funktion gewährleistet ist. Komme ich gleich noch zu.


                  Fangen wir mal einfach mit den hinteren Fahrwerk an.

                  Dadurch das jedes Rad ein eigenes Servo besitzt, was auch nur 0 & 1 kennt und an den jeweiligen Endpositionen verriegelt, lässt sich die individuelle Gestängeeinstellung recht gut bewerkstelligen. Etwas fummelig ist es dennoch. Die Vorgehensweise zum Einbau ist im Grunde jedoch simpel und in der Anleitung gut und richtig beschrieben. Damit man die Retract Servos richtig in die in den Rumpfspanten vorgesehenen Taschen einlegen kann muss man ein wenig Dremeln. Damit das Fahrwerk nicht schlackert sind die Taschen richtigerweise sehr eng ausgelegt, und zwar so eng das wirklich keine Luft um das Servo mehr ist. Da stören dann schon jeder Tropfen Harz der eine Ecke der Tasche nicht mehr eckig sondern rund macht. Ist kein großer Akt, muss aber gemacht werden sonst bekommt man die nicht rein oder man zerstört die Tasche. ich habe die Ecken die gedrückt haben mal rot markiert:




                  Mir persönlich hatte das Rad auf Radachse bei allen drei Rädern etwas zu viel Spiel. Meine Befürchtung war das sich der Heli durch das Spiel im Fahrwerk beim Durchfahren der Eigenresonanzstellen beim Sanftanlauf aufschütteln könnte. Also habe ich hier mit Passscheiben das Spiel soweit raus genommen sodass sich die Räder gerade noch wieder leichtgängig drehen können. Ich meine ich habe gut 0,3 / 0,4mm Scheiben hinzu gefügt.

                  Des Weiteren habe ich nachdem der Heli fertig war und das Abfluggewicht auf des Fahrwerk lastete die Federkraft und den Federweg angepasst. Die Federkraft deswegen, weil sie ein einem undefinierten Bereich lag. Soll heißen, es gab Situationen da hat das Bein eingefedert, manchmal aber auch nicht oder nur teilweise oder nur eins von den zwei. Und das obwohl mein Wolf mit seinen gut 6kg alles andere als ein Leichtgewicht ist. Eine Teileinfederung stellt eine kritische Situation beim FBL da. Im schlimmsten falle könnte sich die Regelung am Boden aufschaukeln und das Thema Scale Heli hat sich erledigt. Hier ist also entweder / oder angesagt. Also entweder sicher gar nicht einfedern (dann sieht er finde ich recht staksig am Boden aus), oder immer vollständig bis auf Block. Letzteres war mein Ziel. Also musste eine schwächere Feder rein. Letztendlich ist es eine 7x25x1,0mm Feder geworden. Voll eingefedert drückt bei dieser und bei der Original Feder allerding das Rad gegen die Feder und blockiert. Nicht schön wenn man den Heli am Boden rollen will, und noch viel wichtiger: Er taucht dadurch mit dem Heckrotor gefährlich nahe zum Boden ab. Sicherheitsrisiko also. Daher habe ich den Federn hinteren Fahrwerk noch ein paar Hülsen hinzugefügt, wodurch sich das Blockmaß erhöht und das Bein nicht mehr so stark einfedert. So passt es super. Auf dem Bild das eingefahrene FW mit neuer Feder und den zusätzlichen Hülsen zur Reduzierung des Blockmaßes







                  Weiter geht-s mit dem vorderen Fahrwerk:

                  Weil wir schon beim Thema sind. Auch hier musste die Federkraft reduziert werden damit er immer sicher voll einfedert und das Heck schön weit weg vom Boden bleibt. Eine 5 x 20 x 0, 6mm Feder schaffte hier Abhilfe. Das ich an der Radachse auch vorne das Spiel raus genommen habe hab ich ja schon oben geschrieben.

                  Darüber hinaus gibt es vorne aber noch etwas mehr zu beachten. Meines Erachtens fehlt ab Werk auf der Hebelachse eine Hülse. Diese ist weder in der Anleitung eingezeichnet noch liegt sie bei. Ohne diese Hülse (die ich mir aus Messing selbst gebastelt habe) wäre es möglich die ganze Welle mit angeschraubten Fahrwerk + Fahrwerkshebel in den eingeklebten Lagerschalen axial gut 5mm zu verschieben. Passiert das, würde entweder der Kugelkopf der am Fahrwerkshebel angeklipst ist unschön an der Rumpföffnung schaben, oder aber die M3 Sicherungsmutter der Radachse würde den Fahrwerksausschnitt am Rumpf beschädigen / schleifen / aufsetzen. Im schlimmsten Falle blockiert das Servo weil die Endposition mit aufgesetzter Mutter am Rumpfboden nicht angefahren werden kann. Mit Hülse und richtig rum montierter Radachse (Sicherungsmutter in Flugrichtung rechts) passt das allerdings super gut. Hier ein paar Bilder die zeigen was ich meine:




                  Wenn das alles passt muss vorne auch wie bei den hintern Servos noch die Gestängelänge eingestellt werden. Das ist vorne etwas fummeliger als hinten. Mir war es zu nächst nicht möglich es so ein zu stellen, das das Rad vollständig einfährt und gleichzeitig im ausgefahrenen Zustand sich mit den -Gabeln- auf der dafür vorgesehenen Abstützfläche am Rumpfspantensatz satt abstützt. Es ging nur entweder oder. Das lag daran das die Abstützfläche (was bei den hinteren FW super passt) vorne etwas zu tief liegt. Daher habe ich sie mit etwas Holz -hinterfüttert-. Sieht man auch auf dem Foto. Damit ist nun ausgefahren alles safe und eingefahren bin ich ganz knapp vor der gestreckten Länge welche ein Drehbewegung zum wieder ausfahren blockieren würde. Liegt der Rumpf richtig rum klappt es sicher, liegt er auf dem Rücken blockiert das vordere durch die Streckung des -Kniegelenks-. Da es aber unwahrscheinlich ist das ich jemals die Fahrwerke auf dem Kopf fliegend ausfahren werde kann ich damit leben ð??? Bis jetzt hat es so immer geklappt.

                  An der Messingfarbe gut zu erkennen, die zusätzliche Hülse und auch die erhöhte Abstützfläche für die Fahrwerk"gabeln":



                  Schon wieder so viel Text, verzeiht es mir bitte. Irgendwelche Wünsche für das nächste Thema? Rumpfbefestigung / Abstützung vielleicht? Weniger Text vielleicht? ð???
                  Angehängte Dateien
                  Viele Grü�e, Chris
                  Compass 6HV, EC 135 Roban 800 modifiziert, Airwolf 600, Graupner MZ-24

                  Kommentar

                  • Saabfan
                    Member
                    • 05.02.2009
                    • 544
                    • Frank
                    • Dortmund

                    #10
                    AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

                    Zitat von chris-de Beitrag anzeigen
                    Schon wieder so viel Text, verzeiht es mir bitte. Irgendwelche Wünsche für das nächste Thema? Rumpfbefestigung / Abstützung vielleicht? Weniger Text vielleicht? �
                    Nee, das ist so völlig ok. Der Text ist sehr informativ. Weiter so !!
                    [FONT="Arial"]5 x Trex 600 ESP, 1 x Trex 600 GF, Logo 500, Logo 550 SE[/FONT]

                    Kommentar

                    • chris-de
                      Member
                      • 06.07.2011
                      • 773
                      • Christoph
                      • Bielefeld

                      #11
                      AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

                      Weiter geht mit dem Thema -Lackierung-

                      Folgende Farben habe ich verwendet:

                      Kopf: RAL 7035
                      Blatt Oberseite: weiß RAL 9003
                      Blatt Unterseite: war ab Werk schon schwarz RAL 9005
                      Blattspitze: RAL 1003 ï?  Oracal 751C -019-
                      Roter Streifen Heck Blätter: RAL 3020 � Oracal 751C -032-
                      Steinschlagleiste RAL 9006 ï?  Oracal 751C -090-
                      Kugelkopfpfannen: RAL 7001


                      Für die Lackierung habe ich den vorher eingeflogenen und eingestellten Kopf nur grob zerlegt, Mechanikbereiche mit O-ringen, Silikonstöpseln oder einfach mit langen Schrauben in den Gewinden maskiert. Das Gestänge und alle anderen abgenommenen Teile wurde gekennzeichnet damit später wieder alles genau dorthin kommt woher es abgebaut und eingestellt war. Die Pitcheinstellungen & Spurlauf passte mit dieser Vorgehensweise später auf anhieb ohne noch mal was anpassen zu müssen.



                      RC-Heli Community




                      Vorgehensweise Lackieren:

                      1) Teile grob demontieren
                      2) maskieren
                      3) Auf Haltevorrichtung befestigen
                      4) Entfetten (Bremsenreiniger)
                      5) Haftgrund sprühen (ich habe MIPA 1K Haft Promoter genommen)
                      6) Ablüften lassen
                      7) Farbton in so vielen dünnen Schichten sprühen bis dieser deckt (ich habe gute Erfahrungen mit -Belton spectRAL- Dosen gemacht
                      8) ßbernacht aushärten lassen
                      9) Maskierung entfernen
                      10) 2-3 Tage endgültig aushärten lassen (bis die Teile kaum noch riechen), dann erst montieren oder ggf. folieren.

                      Einen Klarlack habe ich nicht verwendet.

                      Um die schwarzen Blätter (es gab leider keine hellen anderen 620mm linksdrehend auf Lager) strahlend weiß zu bekommen habe ich unglaubliche 22 Durchgänge á 3 Bewegungen je Blatt benötigt. Ruhezeit je Durchgang: 5min. Dann war auch die Dose leer. Durch die paarweise Vorgehensweise habe ich am Ende nur 0,05g Gewichtsunterschied zw den Blätter rein bekommen! Ich hätte bei 22 Schichten mit weit mehr gerechnet. Die Endstirnfläche wurde ebenfalls gelb lackiert, die gelbe Ober & Unterseite foliert. Ebenso foliert wurde die silberne Steinschlagleiste. Kaum sehen von unten sind die durchsichtig folierten selbst geplotteten Turbulatoren. Auch aus 751C Folie. Nach dem ganz Schick Schnack war nur ein einziger Streifen Tesafilm notwendig um die die Blätter wieder perfekt ins Gleichgewicht zu bekommen. Die Heckblätter sind komplett folierte 96mm KBDD Kunststoffblätter. Fliegt sich super damit.







                      Und hier noch meine improvisierte Sprühkabine:


                      Angehängte Dateien
                      Viele Grü�e, Chris
                      Compass 6HV, EC 135 Roban 800 modifiziert, Airwolf 600, Graupner MZ-24

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                      • chris-de
                        Member
                        • 06.07.2011
                        • 773
                        • Christoph
                        • Bielefeld

                        #12
                        AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

                        Kaum vergisst man ein Bild groß zu pinnen, schon kommt eine Frage zu genau dem Thema. � Hier seht ihr wie ich die Kugelkopfpfannen montiert am Gestänge lackiert habe:

                        Viele Grü�e, Chris
                        Compass 6HV, EC 135 Roban 800 modifiziert, Airwolf 600, Graupner MZ-24

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                        • bedroso
                          Member
                          • 16.01.2012
                          • 50
                          • Peter
                          • UnterschleiÃ?heim / Mitterteich

                          #13
                          AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

                          Servus Christoph,
                          ich habe mit dem Wolf in der Extended-Version von Scaleflying ein 2-Jahres-Projekt begonnen (vor zwei Jahren) - es wird wohl eher ein 2 1/2 bis 3-Jahres-Projekt. Insofern habe ich bereits aus Deinen ersten Beiträgen hilfreiche Tipps erhalten (z. B. die 6V beim Einziehfahrwerk, die Federn beim Einziehfahrwerk oder auch die Lackierung des Hauptrotorkopfes) - Danke dafür.

                          Die Elektronik ist soweit im Rumpf verkabelt/verlegt. Aktuell stehe ich kurz davor, die Mechanik in den Rumpf einzupassen. Wenn ich / die Community über diesen Bauabschnitt Fotos / professionelle Tipps erhalten könnte, wäre das wieder absolut top und ich freue mich, wenn Du diesen Bericht fortsetzt.

                          LG aus Unterschleißheim b. München
                          Peter
                          LOGO 480 XXtreme / Henseleit TDSF
                          Jeti DS-12

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                          • chris-de
                            Member
                            • 06.07.2011
                            • 773
                            • Christoph
                            • Bielefeld

                            #14
                            AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

                            Hallo Peter,

                            vielen Dank für deine positive Rückmeldung dazu. Toll das ich helfen konnte.

                            Ok, dann nach einigen Wochen / Monaten hier die Fortsetzung mit deinem "Wunschthema"

                            Mechanikeinbau / Befestigung

                            Im Grunde ist das bei diesem Rumpf denkbar einfach. Er passt wie angegossen auf den 600er Rex / ESP / Flasher 600. Da muss erst mal nichts angepasst oder unterlegt werden. Mechanik reinstellen, Heckrohr aufschieben (Schaumstoffelement hinten nicht vergessen), Heckrotor aufstecken, SL aufstecken. Mechanik soweit verschieben, dass das Heck sauber hinten im seitlichen Rumpfausschnitt platziert ist (Bewegung Anlenkhebel mit einkalkulieren). Dann die Mechanik vorne seitlich schön mittig ausrichten. So ausgerichtet markierst du dir die Borstellen auf der bereits werkseitig eingeharzten Bodenplatte. Du kannst die dem Rumpf beiliegen Kunststoffstreben anstelle des Kufenlandegestells zur Befestigung nehmen, oder wie ich beispielsweise zwei Winkelschienen an die Mechanik schrauben.



                            Vielleicht erfindest die du auch noch eine "Quick Lock" Lösung? Hier führen bestimmt viele Wege zum Ziel. Ich habe 4 Schrauben M5 genommen, die in von unten eingesetzte Einschlagmuttern eingreifen. Den Einschlagmuttern habe ich die Zähne weg gedremelt. Statt dessen habe ich die mit angedicktem Endfest eingeklebt.



                            Oben im Rumpf muss du dann noch mit dem Dremel den Ausschnitt entsprechend deiner Mechanik für die Taumelscheibe anpassen. Das Rundloch ab Werk ist hier nur ein "Dummy" ausschnitt. Um eine schöne Kontur zu bekommen liegt dem Rumpf ja sogar eine wirklich gute Konturschablone bei. Einfach auf die Rotorwelle aufstecken & anzeichnen + ausschneiden. Alle sehr easy finde ich.


                            Im Grunde müsste das eigentlich schon zur Befestigung reichen. Da ich aber auch hier keine Lust auf Experimente habe stütze ich meine Mechaniken immer pauschal auch noch oben noch mehrfach ab, sodass sich nichts aufschaukelt oder vibriert. Hierzu habe ich beim Wolf ein Blech gebogen, womit sich der obere Rumpf hinten an der sehr steifen Heckrohrhalterung abstützt. Vorne habe ich zwei alte Servoarme zweckentfremdet, die seitlich an die Mechanik drücken und nach außen bei Mechanikentnahme weg geschwenkt werden können. Mit der zusätzlich eingefügten Cockpit Rückwand ergibt das einen super steifen Rumpf. Hier noch zwei weitere Bilder dazu:






                            _____________________________________________

                            Aktuell baue ich am Raketenwerfer für den Wolf, der auch mit 15 LED´s animiert sein wird. Ich glaube ich werde daher für das nächste Topic mal das Thema "Licht" näher "beleuchten" (höhöhö ) Da gibt's auch viel zu schreiben. Aktuell befinden sich gleich 3 Lichtsteuerungen im Wölfchen.
                            Angehängte Dateien
                            Zuletzt geändert von chris-de; 05.01.2022, 13:35.
                            Viele Grü�e, Chris
                            Compass 6HV, EC 135 Roban 800 modifiziert, Airwolf 600, Graupner MZ-24

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                            • bedroso
                              Member
                              • 16.01.2012
                              • 50
                              • Peter
                              • UnterschleiÃ?heim / Mitterteich

                              #15
                              AW: Review Bau eines 600er Airwolf Extended (mit viel Extras)

                              Servus Chris,

                              vielen Dank für die Fortführung des Reviews. Mit den neuen Infos hast Du mich jetzt wieder für 2 Monate mit Informationen versorgt.

                              Das Thema "Licht" klingt gut. Ich habe mir für die Standardbeleuchtung das RS-LED-Steuermodul von scaleflying zugelegt und eingebaut. Funktioniert auch soweit schon. Bei mir ist es an den Gaskanal gekoppelt (mangels freier Kanäle). Wenn Du mir dem Thema "Licht" weitermachst, wäre ich Dir dankbar, wenn Du auch auf die Blinkabfolge der Standardbeleuchtung eingehen würdest. Ggf. ist ja auch ein kleines Video möglich?

                              Tausend Dank schon mal.

                              LG
                              Peter
                              LOGO 480 XXtreme / Henseleit TDSF
                              Jeti DS-12

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