soeben ist es passiert. Meine BO105 hat sich im Rohbaustadium durch Bodenresonanzen zerlegt.
Sie ist schon sehr gut und ohne merkliche Vibrationen geschwebt. Ich hatte nur nochmal abgesetzt um das Heck etwas nachzutrimmen.
Plötzlich fing sie an aufzuschwingen. Ich habe sofort Drehzahl rausgenommen. Bevor sie reagierte und Drehzahl abbaute war schon alles zu spät. Sie tanzte von einer Kufe auf die andere, drohte umzukippen und die Blätter schlugen ins Heck ein.
Das alles im Bruchteil einer Sekunde.
Der Schaden am Rumpf ist nicht sehr groß. Lediglich das Heckrohr ist an seiner oberen Nahtstelle aufgegangen und die Leitwerke sind abrasiert.
Viel schlimmer ist, dass mich die Sache einen Vierblattsatz und 4 Bendixelemente samt Blattkauschen vom inzwischen doch seltenen Orthofer-Scale-Kopf kostet.
Die Mechanik ist zum Glück absolut unversehrt.
Eine Sekunde später stand sie dann auch ohne Drehzahl und mit hängenden Blättern da als ob nichts passiert wäre.
Die Rumpfzelle ist sehr steif (Graupner) und die Mechanik (Genesis) ist oben im Rumpf abgestützt.
Mir ist auch klar das man durchaus Drehzahlbereiche treffen kann in denen ein Modell aufschwingt.
Die Frage ist nun wie vermeidet man so was im Vorfeld (unmöglich, oder?) und vor allem was tut man wenn es soweit kommt.
Abheben wäre das einzig richtige, aber das geht ja eben so schnell auch nicht.
Und Drehzahl rausnehmen bringt es eben auch nicht, dazu ist das System zu träge.
Wahrscheinlich gibt es gar kein Geheimrezept und es ist dann einfach nur Pech.
Gruß
Thorsten (dem Irgendwie nach den ganzen Baustunden und diesem schnellen Ende die Lust auf Scale vergangen ist und der überlegt ob er sich von dem Modell trennt - werde aber erst mal ne Nacht drüber schlafen)

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