Rotorwelle drehen!

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  • LosPackos
    Member
    • 12.05.2012
    • 485
    • Pascal
    • Flensburg und Umgebung

    #46
    AW: Rotorwelle drehen!

    Zitat von Luckylouds Beitrag anzeigen
    Leute Leute,

    Wenn Ich das hier so lese Stellen sich mir die Nackenhaare auf.

    Wie wollt ihr an ner fertigen Welle ein hundertstel abschleifen?

    Das lässt man auf ner Drehmaschine ablaufen, wenn überhaupt.

    Ansonsten braucht man für die Welle auf jeden Fall mal ein minus, minus Toleranzfeld da sie sonst nicht in die Lager passt. g6 ist hier das Stichwort. Das haben z.B . Auswerferstifte aus dem Werkzeugbau.

    Wie machen das bei uns in der Firma regelmäßig, daher weiß ich glaub von was ich rede.

    Grüße Dino
    Jup, nicht nur dir. Gebe dir recht. Die Rotorwelle brauch in jedem Fall eine g6 Passung, sonst wird das nichts.

    @Digi,

    die Rotorwelle hast du als h6 schleifen lassen, d.h. du hast eine ßbergangspassung. Hast ja festgestellt, weil du die einige Sachen ja nicht über Welle bekommst. Brauchst aber eine Spielpassung, wie z.B. g6.

    Als Beispiel:

    10er Lager Toleranz H6 +0.009 / 0.000
    10er Welle Toleranz h6 0.000 / -0.009

    max. Spiel 0.018 mm
    min. Spiel 0.000 mm

    10er Lager Toleranz H6 +0.009/ 0.000
    10er Welle Toleranz g6 -0.005 / -0.014

    max. Spiel 0.023 mm
    min. Spiel 0.005 mm
    GruÃ? Pascal

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    • Luckylouds
      PSG-Dynamics
      Support
      • 14.02.2010
      • 3023
      • Dino
      • Heilbronn und Umgebung

      #47
      AW: Rotorwelle drehen!

      Hi Pascal,

      danke Dir für die genaue Ausführung....

      Grüße Dino
      Zen...

      Kommentar

      • Digi
        SB-Metallgestaltung
        Supporter
        • 08.06.2002
        • 668
        • Helmut

        #48
        AW: Rotorwelle drehen!

        Hallo Pascal,

        auch von mir vielen Dank für die Informationen. Ich habe wieder etwas dazu gelernt.

        Kann man denn jetzt meine h6 auf einer Drehbank schleifen lassen nach g6 ?


        Gruss

        Helmut
        Helmut

        Kommentar

        • Luckylouds
          PSG-Dynamics
          Support
          • 14.02.2010
          • 3023
          • Dino
          • Heilbronn und Umgebung

          #49
          AW: Rotorwelle drehen!

          Hallo Helmut,

          Die kann man auf ner Drehbank mit Schmirgelleinen ablaufen lassen, was aber über die gesamte Länge ein ordentliches Stück Arbeit wird.

          Spitzenlos schleifen würde auch gehen, aber nur, wenn die Welle keinen Bund hat.

          In ner normalen Rundschleifmaschine mit Zangenfutter oder zwischen den Spitzen denke ich wird's nicht gehen, da man die Welle vermutlich nicht so genau eingespannt bekommt, dass man ein hundertstel auf dem gesamten Durchmesser weggeschliffen kriegt.

          Grüße Dino
          Zen...

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          • LosPackos
            Member
            • 12.05.2012
            • 485
            • Pascal
            • Flensburg und Umgebung

            #50
            AW: Rotorwelle drehen!

            Müsste noch gehen. Spannzange auf der Drehbank und dann Stück für Stück schleifen bis das Lager saugend rüberflutscht. Für einen geübten Zerspaner eigentlich kein Problem.

            Hier mal ein nettes Tool: Online Berechnung von Passungen
            Zuletzt geändert von LosPackos; 31.08.2014, 16:53.
            GruÃ? Pascal

            Kommentar

            • DiKey
              Member
              • 26.05.2009
              • 702
              • Dietmar
              • RCC-Zirl / Tirol

              #51
              AW: Rotorwelle drehen!

              Leider hat es mich auch getroffen und meine Welle ist krumm

              Da es sich beim Heli um einen Scaler mit längerer HRW handelt passen die Standardwellen nicht und die Bausatzwelle hat nicht die Qualität, dass ich sie dort nachbestellen will.

              Bei der Suche nach geeigneten Wellen bin ich auf gehärtete und auf h6 geschliffene Wellen aus CF53 / 1.1213 gestoßen.

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              - Ablängen sollte kein Problem sein
              - Anfasen mit HM-Meißel auf der Drehbank
              - Punktuelles Abschleifen der gehärten Randzone
              - Bohren der Querbohrungen in der Ständerbohrmaschine/Fräse
              und dann ....
              ..... Mit Schleifleinen die paar µ abarbeiten um im Schiebebereich der Taumelscheibe eine Spielpassung zu erhalten (H6 / g6)
              Die restliche Welle darf ja ruhig h6 bleiben - die Lager sind nach einem Crash eh meist angegriffen und sollten mit getauscht werden und dürfen ruhig fest auf der Welle sitzen


              Oder hab ich einen Denkfehler?

              Dietmar

              Kommentar

              • Ronny81
                Ronny81

                #52
                AW: Rotorwelle drehen!

                Moin,

                also wie schon von anderen geschrieben:
                Nimm Schmirgelleinen und spann die Welle in einen Akkuschrauber oder Bohrmaschine und lass die Welle drehen und dann einfach abschleifen.
                Ich mache das immer so auf meiner Drehbank wenn ich sehr genaue Passungen brauche.
                Es drauert nur ein paar Minuten und geht sehr genau. Keine Angst.
                Schmirgelleinen mit 400 oder 600 geht gut.
                DAnn einfach an einer Seite der Welle beginnen und immer wieder mit einem Kugelnlager kontrollieren wie weit du es schon leicht aufschieben kannst.
                Alles Andere wie Nachschleifen auf der Maschine usw. ist oversized bei einer Welle für ein paar Euro!

                Wenn du willst kannst du mir eine Welle auch schicken udn ich mach dir das auf der Drehdanke für den Preis von einem Bier


                Gruß Ronny

                Kommentar

                • DiKey
                  Member
                  • 26.05.2009
                  • 702
                  • Dietmar
                  • RCC-Zirl / Tirol

                  #53
                  AW: Rotorwelle drehen!

                  Zitat von Ronny81 Beitrag anzeigen
                  ... das auf der Drehdanke für den Preis von einem Bier
                  Danke für das Angebot!
                  Nur muss meine Drehbank ja auch was zu tun haben - Das Bier können wir bei Gelegenheit trotzdem trinken.


                  Kurzer Bericht:
                  Die Welle hab ich beim lokalen Lagerdealer um knapp 13,--€ für 1m bekommen (SKF-Qualität).

                  Anschließen in den Werkzeughandel um eine Großpackung 3mm Bohrer zu besorgen. Die Gefahr, dass der Bohrer nicht lang durchhält ist ja gegeben. Kurzes Gespräch mit dem Händler und ich geh mit einem 3mm VHM Bohrer zur Kasse - 12,20€. Gleichzeitig bekomm ich den Tipp, den Bohrer ja nicht fallen zu lassen, er ist total Bruchanfällig!

                  Der, wenn auch zaghafte, Versuch die Welle mit der Eisensäge abzulängen wurde gleich abgebrochen. Hoffnungslos durch die gehärtete Schicht durchzukommen!
                  Also Proxxon raus und mit einer schmalen Schleifscheibe rundum eine Nut einschleifen; grad so tief, dass die gehärtete Schicht sicher durch ist. Dann den verbleibenden Kern mit der Säge durchschneiden.

                  Welle in die Drehbank spannen, auf Länge bringen und die Schnittfläche sauber planen (HM-Wendeplatten).

                  Die Fase hab ich nicht angedreht sondern mit dem Proxxon angeschliffen.

                  Zentrierbohrung einbringen war kein Problem; der Kern ist ja nicht gehärtet. Die Zentrierung wollte ich haben um die Welle zum ßberschleifen mit der Körnerspitze stützen zu können.

                  Welle ganz kurz ins Futter spannen und mit der Körnerspitze abstützen.

                  Mit Schleifleinen, beginnend mit 320er, die paar µ abschleifen. Finish mit 2000er und den Bereich in dem die TS laufen wird mit Schleiffließ in Axialrichtung aufpolieren.

                  Anschließend die Bohrungen. Dazu die Welle im Maschinenschraubstock (dünnes Alublech als Schutz beilegen) auf der Fräse/Bohrständer spannen und genau ausrichten.
                  Mit dem VHM-Bohrer mit viel Schneidöl ist es kein Problem das Loch durch die Welle zu bekommen.

                  Anschließend die Bohrgrate (freihand) mit der Proxxonschleifscheibe entfernen.

                  FERTIG!

                  Die Originalwelle hat 15 - 20µ Untermaß - meine 10 - 15µ und die TS läuft seidenweich.

                  Dietmar

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                  • DiKey
                    Member
                    • 26.05.2009
                    • 702
                    • Dietmar
                    • RCC-Zirl / Tirol

                    #54
                    AW: Rotorwelle drehen!

                    Was mir beim Einbau der Rotorwelle aufgefallen ist:

                    Durch die gehärtete Oberfläche "beißen" sich die Madenschrauben für den Klemmring und den TS-Mitnehmer nicht richtig fest. Dadurch kann es dazu kommen, dass der Ring oder Mitnehmer im Betrieb verrutscht/verdreht.

                    Beim TS-Mitnehmer würde das zu verdrehtem Steuerverhalten auf Nick und Roll führen. Ist zwar lästig aber bis zu einem gewissen Grad aussteuerbar.

                    Nur, wenn der Klemmring verrutscht kann es dazu führen, dass sich die ganze Rotorwelle axial verschiebt und das dürfte für die Zahnräder mit massivem Karies enden.


                    Daher hab ich an die Stellen, an denen die Maden greifen müssen, leicht angeschliffen und somit ebene Punkte geschaffen die keine Härtung haben. Damit sollte das Problem behoben sein.



                    Dietmar

                    Kommentar

                    • Ronny81
                      Ronny81

                      #55
                      AW: Rotorwelle drehen!

                      Servus Dietmar,

                      ja genau so macht man das.
                      Man braucht zum Schleifen noch nicht mal einen Drehbank, ein Akkuschrauber oder Bohrmaschine reichen auch .

                      Gruß Ronny

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                      • DiKey
                        Member
                        • 26.05.2009
                        • 702
                        • Dietmar
                        • RCC-Zirl / Tirol

                        #56
                        AW: Rotorwelle drehen!

                        Zitat von Ronny81 Beitrag anzeigen
                        ja genau so macht man das.
                        Dann hab ich mich doch nicht ganz umsonst vor 30 Jahren(mano ist das lang her) durch die HTL (Maschinenbau) gequält .
                        Im Berufsleben hab ich zwar nichts mit Metallbearbeitung zu tun - aber irgendwas scheint hängengeblieben zu sein

                        Dietmar

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