AW: AW609 / BA609 Tiltrotormaschine - der (Langzeit-) Baubericht
Hallo Markus, dieser wunderbare Baubericht zeigt mit wieviel Augenmaß, Vernunft und Wissen Du hier vorgehst, Zufall wird ausgeschlossen, alles allerfeinster Modellbau !! weiter so ein begnadetes Händchen, wir freuen uns auf Deinen Erfolg und weitere Berichte, Danke !
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Sodele weiter geht´s,
die Inbetriebnahme der rechten Gondel war zwar funktionell in Ordnung, allerdings hatte ich (naja, die Mechanik der Gondel... ) ungewöhnlich hohe Vibrationen. Man(n) ist ja wirklich stark verleitet zu sagen, "ach komm, für den ersten, heiß erwarteten Schwebeflug geht das schon".
Doch zum Glück gewann die Vernunft die Oberhand und ich habe mich auf die Fehlersuche begeben - denn ein Versuch hätte das Modell bereits jetzt grundlos auf´s Spiel gesetzt...
Die üblichen Verdächtigen waren es nicht: Taumelscheibe, Lager, Riemenscheibe... es war die Hauptrotorwelle. Mit einer gemessenen Unrundheit von 0,04mm ist sie weit aus dem zulässigen Bereich, den ich hierfür brauche - und der auch anders auf der Zeichnung stand...
Somit habe ich nochmals zwei neue Wellen bestellt und es heißt wieder warten...
In der Zwischenzeit habe ich mir Gedanken über die Steckverbindungen gemacht, die zum Transport des Modells immer wieder abgezogen werden müssen. Ich habe mir eine Steckerauswahl besorgt, doch der ein oder andere Stecker fällt im Vorfeld wegen schlechten Handlings raus (schlecht abziehbar, schwache Rahmen usw.).
ßbrig geblieben sind die grünen MPX und die SUB-D Stecker.
Was bzw. wieviele Einzeladern muss / müssen eigentlich verbunden bzw. getrennt werden?
- Rechte Gondel 8 Stück (6x Kabel zum Board - Servo´s und Regler, 2x Beleuchtung grün)
- Linke Gondel 8 Stück (6x Kabel zum Board - Servo´s und Regler, 2x Beleuchtung rot)
- Empfänger Lipos 2x4 Stück (je 4 Einzeladern aus den SLS Lipos)
- Schwenkantrieb 9 Stück (2x Spindelantrieb, 4x Enschalter, 3x Bedini Einheit)
Mit einem einzigen großen SUB-D Stecker wäre theoretisch alles mit einem Stecker machbar, doch um bei einer möglichen Fehlersuche flexibler und die verschiedenen Antriebsbereiche (Gondel rechts, Gondel links, Schwenkantrieb) einzeln anschließen zu können, habe ich mich für eine Mehrstecker Variante entschieden.
D.h. es müssen auf der Steuerungsseite 5 Stecker im Rumpf verbunden werden:
- 2x grüne MPX für die Lipos
- 2x SUB-D Stecker 9 polig mit Lötkelch für die Gondeln
- 1x SUB-D Stecker 9 polig mit Lötkelch für den Schwenkantrieb
Los gings mit dem Positionieren der Lipo- und Gondelkupplungen in der Zwischenplatte und dann gings wieder ans Löten. Bei den Schrumpfschläuchen achte ich auf eine konsequente farbliche Codierung, um später nicht asuversehen Leistungs- und Steuerungsteile zu vertauschen. Ein Teil ist bereits fertig, der andere Teil folgt...
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...um dem Lötkolben zwischendurch eine Pause zu gönnen und um die Wartezeit bis zu den neuen Rotorwellen doch etwas sinnvoll zu nutzen (also was den Modellbau angeht), habe ich mich zurück in die Frühzeit meines Bastelns mit Papier und Tesastreifen gebeamt...
Da ich mich (auch auf Grund der Erfahrung von Nobert mit seiner großen V22 Osprey) entschlossen habe einen GfK-Rumpf zu bauen, habe ich - um eines ersten Eindruck zu bekommen - einmal eine Seitenansicht ausgedruckt und "zusammen gebeppt"...
Nun bekommt man Ansatzweise eine Vorstellung über die Abmessungen und die sind, nun ja, mit einer Gesamtlänge von ca. 2.400 mm überzeugend.
Hier mal die - "ich kleb´Dir eine Mini Origami Projektarbeit" ...
Fest steht auch - das Geld für eine gefräste Urform (z.B. aus Ureol) möchte (und kann) ich auf keinen Fall ausgeben. Das Urmodell wird ganz herkömmlich manuell in einer Art Sandwichbauart entstehen. Vermutlich brauche ich 12 kg Schmiergel- und Schleifpapier - doch ihr wisst ja, nur die "Harten kommen in den Garten".
Das Urmodell wird die Aufnahmepunkte für die Mechanik bekommen, so dass ich die Mechanik probemontieren kann um die Abdeckung über den Tragflächen auf dem Rumpf besser anpassen zu können.
Was man zu Beginn braucht ist übersichtlich:
- ein paar Sperrholzplatten (in meinem Fall habe ich sehr günstig 6mm Platten bekommen)
- ca. 9m² Styrofoam 50mm stark (Roofmate bzw. Styrodur gehen genauso gut)
- zwei Alurohre zur späteren Aufnahme des Urmodells in der "Schleiferei"
- 3 Tuben Montagekleber
- 65 "oder so" Laubsägeblätter
- doppelseitiges Klebeband
- eine Schere
- ein wenig Kleinzeug wie Stift, Bohrer, Metermaß, Schleifpapier usw.
Die Urform wird abwechselnd in Sperrholzspant und Styrofoam aufgebaut werden. D.h. 6mm Sperrholz, 50mm Styrofoam, 6mm Sperrholz usw...
Ich denke, dass die Abmesungen einen guten Mittelweg bilden, um wenig Holz schleifen zu müssen und um eine möglichst gut vorgefertigte Rumpfkontur aus dem CAD übernehmen zu können.
So - und nun habe ich alle 56mm einen Schnitt ins CAD-Modell gelegt, mir ein paar innenliegende Verbindungen überlegt und die Spanten separat gezeichnet. Wenn´s das Wetter zulässt - also quasi kalte Katzen hagelt - wird die Bastelschere meiner Kinder beschlagnahmt und geschnippelt was sie Daumen hergeben... oder bis die Blasen kommen...
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Tolles Ding. Lese immer wieder gerne weiter. Für mich als "Ahnungslosen" scheinen das aber eine Menge Spanten zu sein. Gefühlt ein wenig zu viel... Gibt es eine Erklärung dafür?
Kluge Menschen reagieren auf Kritik gelassen, dumme Menschen trotzig.
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Nun ja, die paar wenigen Spanten (es sind genau 37) sind ja nur für das Urmodell - also für das Positiv Rumpfmodell, aus dem später zwei Negativformen gebaut werden. Um es deutlich zu schreiben: dieses Urmodell wird nie in die Luft gehen - höchstens ich beim Bau, wenn´s nicht so recht klappen will ....
Erst mit Hilfe der beiden Formhälften kann (viel später) eine GfK-Rumpfform erstellt werden. Sicherlich wird aus Transportgründen noch die ein oder andere Teilung hinzukommen (müssen).
Für einen "fliegbaren" Rumpf wären die Spanten eindeutig zu viel und der gesamte Rumpf auch mit ca. 5 kg deutlich zu schwer.
Ich denke wenn ich die ersten Teile ausschneide wird´s deutlicher...
Gruß Markus
Bell 230 (wird lackiert) / Bell 407 / Hughes 500E / Joker 3 / AW609 (im Bau)
Der Lötkolben hat wieder ßberstunden gemacht und so ist die Verkabelung am Trainerrumpf endlich fertig. Bei den SUB-D Kupplungen habe ich mich zu Gunsten übersichtlicherer Platzverhältnisse beim Schwenkantrieb für einen größeren 15-poligen Stecker entschieden. Ein weiterer durchaus guter Grund ist, dass man nun die Stecker zwischen Gondeln und Schwenkantrieb nicht mehr falsch einstecken kann...
Ja, ja - ihr habt ja recht. Auf den ersten Blick wäre es perfekt gewesen auch die Stecker der beiden Gondeln zu tauschen - also z.B. männchen links, weibchen rechts - oder wie´s eben besser gefällt (oder den jeweiligen Einschlafgewohnheiten entspricht... ), so dass auch die Gondel "verpolsicher gewesen wären". Doch bei gleicher Ausrichtung habe ich nun die Möglichkeit im Fehlerfall unkompliziert die Stecker zu tauschen um sofort zu erkennen, ob der Fehler vom Empfänger bis zur Kupplung oder erst danach auftritt...
Nun noch die Stecker an die beiden Gondeln, an den Schwenkantrieb löten und dann das Lötzinn weit weg packen...
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Hallo klaisatec,
die Projekt ist ja allererste Sahne. Ich verfolge diesen Thread sehr gerne.
Aber geht es nicht mehr weiter oder darf man aufFortsetzung hoffen
Gruß Peter
Kraken 700, 2xGoblin 500 Sport
Jeti DS 16; BD 3SX; Axon
LOGO 10
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Hallo Peter,
schön dass Du nachfragst und prima, dass Dich das Projekt begeistert. Um es vorweg zu nehmen, natürlich gibt es eine Fortsetzung.
In den vergangenen Wochen ist mir jedoch als Häuptling und ModellBAUER von meiner Frau und meinen Kindern ein Projekt angetragen worden, zudem ich natürlich bei den geballten, riesigen Lächeln und den mondgroßen Augen nicht nein sagen konnte.
Für die Hasen und Meerschweinchenzucht fehlt noch ein passender Winterstall und irgendwie sei der Sommer vorbei, haben sie gesagt. Hm... ich habe kurz überlegt:
- keine Rotorblätter?
- keine Lipos?
- keine Carbonteile?
- keine HV Servos?
Ob das was werden kann? So habe ich mich primär mit praktischen Dingen der Mechanik wie: Leichtbauwärmedämmung, Energiespar LED Beleuchtung, Solides Landegestell, Unversalchassis, Lüftungsgitter, ßlwannen, aerodynamische Dacheindeckung, gesicherte Schraubenverbindung usw. gestürzt. Leider fliegt er nicht (is doch ä bissele schwerer geworden), aber er ist absolut scale geworden...
Meine Familie ist begeistert und ich kann voll montiviert weiter modelln....
Doch ein bisschen was Neues gibt es dann doch noch...
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... die letzten Tätigkeiten betrafen die Steckerlösung auf der Flächen- bzw. Gondelseite.
Ich habe die Kabel zu den passenden SUB-D Steckern angelötet. Die Stecker sitzen sehr straff und sind eine gute Alternative zu MPX und Konsorten.
Dann gibt es natürlich viele Dinge, die man nicht sieht. Diese nerven jedoch manchmal mehr als so manche mechanische Lösung - doch wem erzähle ich das...
Nur mit Tüten voller Gummibärchen waren folgende Dinge zu lösen:
- update der beiden IISI Cockpits TXE´s und EXP-RPM´s
- update des Rotormast Controller
- Einstellung / Parametrisierung der IISI Componenten
- Einstellung der Controller Software
- Einstellung der 3 Gyros
- Einstellung der Bewegungsrichtungen der Servos über die Controller Software
- optimierte Position / Nachjustierung der Servoarme
- Ausrichtung der Taumelscheiben...
Als nächstes wird die Wirkrichtung der Kreisel geprüft (schwenkt mal so ´ne Kiste in der Küche.... - ich habe das Kaffeegeschirr noch nie so richtig prickelnd gefunden...), es wird eine Platte zur Aufnahme beider IISI Cockpits an der Steuerung gefertigt, dann kommen die Blätter drauf und die Blatthalter / Pitchwinkel werden eingestellt - also die letzten Vorbereitungen zur ersten Inbetriebnahme mit Rotorblätter.
Ob ich zum Erstflug noch zwei Stützen unter den Gondeln anbaue, weiß ich noch nicht. In diesem Sinne eine gute Nacht,
... , dann kommen die Blätter drauf und die Blatthalter / Pitchwinkel werden eingestellt - also die letzten Vorbereitungen zur ersten Inbetriebnahme mit Rotorblätter...
...zum Erstflug noch zwei Stützen...
Gruß Markus
Sehr gut, das sind die Schlüsselworte, auf die ich gewartet habe!
Die Knopfbatterien der Pitchlehre haben den Geist aufgegeben - so dass ich leider am Wochenende hier nicht weiterkomme...
Während der Einstellarbeiten ging es im Hintergrund natürlich weiter mit den konstruktiven Tätigkeiten am CAD. Ziel war die Detailkonstruktion des Hauptfahrwerks. Dieses möchte ich auf jeden Fall auch noch am Trainer testen um die Einfederung auch beim härteren Aufsetzen zu prüfen und zu beurteilen. So kann ich, falls nötig, am Fahrwerk evtl. noch rechtzeitig optimieren.
Viele der abgebildeten Teile hat Sascha (aus dem Nachbarforum in der Schweiz) gefertigt und glasgeperlt - er hat absolut phantastische Arbeit geleistet ...
Kommende Woche geht´s dann an die letzten Einstellungen der Rotorköpfe.
...ungeplant aber schön - ein wenig Zeit zum Basteln...
Die nächsten Schritte am Hauptfahrwerk. Um zu vermeiden, dass die Schrauben in den verbundenen Aluteilen "fressen" habe ich einfach ein Messingrohr als Laufbuchse eingesetzt. Die Mechanik läuft spielarm und überraschend leicht.
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