Hallo.
Es hätte auch evtl. die Fortschreibung von hier sein können:
Befestigung der Blattlagerwelle bei Mehrblatt-Rotorköpfen? - Seite 3 - RC-Heli Community
Meine Begeisterung für einen im Spätsommer erworbenen 4-Blattkopf für 600er Mechaniken (440g), da gedämpft und deshalb ohne FBL-Elektronik bestens zu fliegen, hatte ich ja schon hier beschrieben:
600er CopterX 4-Blatt-Rotorkopf OHNE FBL-ELEKTRONIK = - RC-Heli Community
Dieses positive Ergebnis wollte ich auch so auf einen bisher starren 5-Blattkopf umgesetzt wissen und zusätzlich sollte mich das auch von bestimmten Rotorblättern unabhängig machen.
Aber wie das realisieren?
Das Prinzip der Dämpfung ist ja uralt, aber wie bei einem kleinen 5-Blattkopf die Aufnahme für den Schlaggelenkbolzen in den Blattlagerwellen-Aufnahmen anbringen, da wegen des fünften Blatthalters ja hier keine Querbohrung machbar ist?
Die Lösung ist bei mir ein Mix aus einer normalen; gedämpften Blattlagerwellen-Aufnahme und meinem bisher starren 5-Blatt-Lightningkopf, da ja bekanntlich oben offen(!?) ist.
Der Clou meiner Idee ist die jetzige Befestigung/Führung des Schlaggelengbolzens, denn diesen wollte ich in die Mitte des Rotorkopfzentralstückes verlegen und das noch bei kleinsten Einbaumaßen.
Somit habe ich meine Gedanken zu Papier gebracht und hatte das Glück, dass mir das Rotorkopf-Zentralstück in der nächsten Zeit entsprechend meinen Vorgaben gedreht und gefräst werden sollte. Da aber die Fertigstellung auf sich warten ließ, habe ich inzwischen meine Idee bei dem noch kleineren, aber bei mir im Einsatz befindlichen starren Lightning-Kopf vorab umgesetzt:
Habe daher im 1. Schritt diesen Rotorkopf für die Aufnahmen der Dämpferbuchsen vorbohren und dann ausspindeln lassen. Der 2. Schritt, die Eigenanfertigung und dass Justieren der Führungs-/Befestigungsplatten für die Schlaggelenkbolzen, war das eigentliche Problem. Aber nach mehreren Versuchen mit den wohl unvermeidbaren Rückschlägen gelang doch der Umbau des starren Lightningkopfes zu einem vollfähigen, individuell zu dämpfenden 5-Blatt-Rotorkopf!
Die Dämpfung mittels O-Ringe/Buchsen ist wie bei allen gedämpften Rotorköpfen, aber es gibt wohl (oder nur bei mir?) hier einen gravierenden Unterschied:
Während durchgehende Blattlagerwellen in O-Ringen oder Buchsen geführt sind (Schwenkgelenk liegt hierbei mittig), ist bei einseitig befestigten Blattlagerwellen wohl die Buchsendämpfung vorzuziehen. Anscheinend lassen die Buchsen das bei Mehrblattköpfen ja weit nach vorn verlagerte Schlaggelenk besser arbeiten, da die Buchse in ihrer Lagerung wohl nicht vollflächig angedrückt/gestaucht wird. Dies verhindert Vibrationen und durch entsprechende Dicke der Druckscheibe(n) ist auch die Kopfdämpfung und damit das Direktverhalten individuell, fließend von weich bis hart, einstellbar.
Es ist wohl der kleinste, gedämpfte 5-Blattkopf für 600er Mechaniken geworden mit einem Gesamtgewicht incl. GFK/Kunststoff-Blatthaltern von nur 320g und einem Lochkreis von 156 mm!!!. Zwischen Blatthalterwellenende und Rotorwelle ist zwar nur noch 1 mm Luft, weshalb der Ein-/Ausbau der Blattlagerwellen auch nur bei demontiertem Rotorkopf erfolgen kann. Aber wann muss man da schon mal bei.
Die Bilder zeigen den Verlauf des Umbaus. Auf eine detailierte Wiedergabe bzw. Zeichnung habe ich hier bewusst verzichtet, da, obwohl inzwischen ausreichend fliegerisch bewiesen, ein Nachbau nur bei entsprechendem Material, Maschinenpark und -Können- möglich ist. Das Prinzip ist aber m. E. ausreichend erklärt/bebildert.
Fliegerisch überzeugt mein Selbstumbau. Auf eine FBL-Elektronik werde ich wie bisher, aber jetzt grundsätzlich, verzichten (können).
Mit diesem Eigenbau habe ich die Krönung meiner Helifliegerei, die ich jetzt 36 Jahre mache, wohl erreicht. Damit ist auch für mich das Thema - Mehrblattkopf/-Blätter ohne FBL-Elektronik - ausgereizt! Danke für die vielen Inspirationen zu diesem Thema.
Gruß Dieter


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