wollte hier auch mal "kurz" meinen ersten, etwas ernster zu nehmenden Ausflug zu den Scalern kundtun.
Teilt sich ein wenig auf in den Aufbau des eigentlichen Schraubers und im späteren Verlauf den Umbau auf den 4 - Blattrotor.
Vor gut einem Jahr reifte in mir die Entscheidung für meinen MP-XL V ein neues Zuhause zu suchen. Grundsätzlich kam mir da zunächst mal der Gedanke eines profanen Verkaufes. Da die Dinger in der V - Version komplett flugfertig ausgestattet und mit FBL-System schon für 800,- Euros über die EBAY - Theke gingen, gestaltete sich dieses Vorhaben als relativ aussichtslos (es sei denn man ist bereit einen ansich tollen Heli quasi zu verschenken).
Etwas später gab's dann eine Vario - BO zu ersteigern. Rohbau angefangen, ansonsten gab's weiter nix grossartiges über das Teil zu erfahren außer einer ca. Längenangabe. Das empfand ich dann als ideales neues Zuhause für meine XL - Mechanik, die ich im Zuge des Umzuges dann auch noch auf Elektro umzurüsten gedachte. Ohne viel Recherche und Nachdenken gab es mein Gebot und zu allem ßberfluss tatsächlich dann auch den Zuschlag.
Da ich mal so gar keine Ahnung hatte, ist mir natürlich nicht vor dem Kauf aufgefallen, daß es sich eher um ein "Museumsmodell" handelte und mit der aktuellen Vario - BO nicht mehr viel gemeinsam hat. Maßstab kleiner, Haube komplett abzunehmen, etc. Die alte BO von Vario eben, wie ich dann im Nachhinein mitbekam.
Um sich selbst nicht so dumm zu fühlen, hab' ich dann beschlossen das Beste daraus zu machen.
Das Teil hat dann einiges an Umbaumaßnahmen über sich ergehen lassen müssen, neben den ganzen Reparaturen am Rumpf, die Dank der diletantischen ersten Aufbauschritte des Verkäufers stattfinden mußten. Der Depp hatte völlig wahllos den Rumpf perforiert und ein Klebenietenmassaker vollzogen. Zusammen mit den fast komplett entfernten Flächen für die Verglasungsmontage war das wirklich ein Trauerspiel. Die Fenster hatte er auch schonmal eingeklebt und dafür wohl eine Kombi aus Silikon und Sekundenkleber zum Einsatz gebracht. Naja, habe es dann einigermaßen retten können, auch wenn die Verglasung am Ende wohl eher zu den "Schwächen" des Endresultates gezählt werden muß.
Am Rumpf geändert habe ich dann die Haube. Die ist nun mit dem Rest verbunden und dafür habe ich die vorderen Türen zum Klappen und die hinteren natürlich Schieben gestaltet. Ein Vario - Beschlagsatz zu diesem Zweck kann ich nur als Unverschämtheit im Punkto Preisgestaltung bezeichnen.
Der schon vorhandene Kühllufttunnelausschnitt für die übliche Skyfox-Verbrennermechanik wurde geschlossen, wie ebenso die für die Kufenbügel vorgesehenen Vertiefungen im Rumpfboden. Wie albern sieht das aus, wenn man das wie vorgesehen montiert ?
Die Kufenbügel selbst sollten auch etwas mehr nach Vorbild ausschauen und wurden in Kontur und an den Enden verändert. Eben abgewinkelt, was man auch wieder zusätzlich bei Vario für einen geringen Obolus bekäme. Ich hab's dann lieber selbst umgebaut.
Da die Trennlinie für die obere Abdeckung bei diesem Rumpf auch nur als unglücklich bezeichnet werden kann, so mitten durch die seitlichen Wartungsklappen, wurde das Ding auch weiter nach oben verlegt und mittig getrennt um nicht jedesmal den Rotorkopf abnehmen zu müssen um an die Mechanik zu gelangen.
Beim Höhenleitwerk kam das Fragment eines RazorPro zum Einsatz. Das ist im Groben das, was am Rumpf passiert ist.
Die Mechanik ließ sich recht leicht einpflanzen, nur beim Thema Winkelgetriebe wollte ich nicht auf das einfache Vario/Graupner - Ding vertrauen, da mir allein schon der 2mm - Stahldraht - Wellen - Ein - und Ausgang nicht geheuer ist.
Geworden ist es dann so eine Franckensteinlösung aus Kohlefaserseitenplatten und selbstgefeilten Lagerböcken, in denen Heckantriebeingangswellen aus dem XL-Heck laufen. Die habe ich mit Kegelrädern aus besagtem einfachen Winkelgetriebe versehen, die ich dazu ihrem Kunststoffwellenansatz beraubt habe. So geht da jetzt nicht ein 6mm Starrantrieb über in eine bescheidene 2mm Drahtgeschichte.
Das war aber dann auch die größte Hürde beim Mechanikeinbau. Als Motor wurde kurzerhand ein 4225 genommen, der noch im Regal schlummerte und zuvor kurz mal im TDR werkeln durfte. Zusammen mit einem Roxxy 9120 und VStabi - Governour ein prima 12s - Antrieb.
Komplettiert wurde das Ganze dann mit ein paar Cockpitausbauteilen von Graupner, Selbstbaukonsolen, einer Pilotenpuppe (irgendsoein Rescuefuzzi, der normalerweise an einer Seilwinde hängt) und einer Lackierung in Orange-Pearl im Muster der blauen Red Bull - BO. Die Positionslämpchen und der ausklappbare Landescheinwerfer werden von der Selbstbau - Beleuchtungsgeschichte angesteuert, die hier im Forum dokumentiert wurde (wird).
Fortsetzung folgt ....
Ein paar Bilder schonmal vorab



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