Hallo liebe freunde des vorbildgetreuen Hubschraubermodellbaus
Ich habe bewust einmal die deutsche Definition hier eingestellt. Der Grad der Vorbildtreue ist fließend. Niemand wird als "Scaler" geboren. Für den einen ist vorbildgetreu wenn der Heli die Form und Lackierung eines Manntragenden Vorbildes hat, für den Anderen ist vorbildgetreu wenn der Steuerknüppel des Piloten im Modell auch die gleichen Abnutzungsspuren wie das Vorbild hat. Im Wettbewerb werden die Bewertungspunkte auf Grund von nachgewiesenen Details des Originals vergeben. Dies erfordert erst einmal eine umfangreiche Sammlung vom Vorbild zu erstellen. Nur zwei oder drei Fotos bringen nun mal keine große Punktzahl, auch wenn ich 3000 Nieten verarbeitet habe. Die andere Seite ist eine schlechte Flugvorführung. Das tollste Modell wirkt nicht wenn es falsch vorgeflogen wird. 1987 hatte ich an der deutschen Meisterschaft für Scalemodelle teilgenommen. Von 57 Teilnehmern erreichte ich in der Baubewertung den 55 Platz. Grund. Die Maße von Zelle und Rotorsystem wichen ab, der Konuswinkel des Hauptrotors passte nicht, ich hatte zu wenig Bilder vom Original (Bo105/Edelweiß 8).
In der Gesamtwertung reichte es dann immerhin für den 33. Platz. Es war ein tolles Erlebnis zwischen den vielen super gebauten Flugmodellen. Ja, ich war der einzigste Teilnehmer mit einem Heli. Aber die Erkenntnis war nicht zu verdrängen das für eine gute Bewertung eben ein gutes Flugprogramm gehört. Außerhalb des Wettbewerbes (Schauflugbereich) ist dies noch wichtiger. Um viel trainieren zu können und den Bauaufwand gering zu halten wäre es schon sehr schön wenn es mehr wirklich maßstabsgetreue Rümpfe (z.B. auch mit angeformten Nieten) geben würde. Das ein geringeres Gewicht machbar ist hat Mikado in den 90ern mit dem Jet Ranger gezeigt. Die Zelle sieht sehr naturgetreu aus und war sehr, sehr leicht.
mfG
Norbert





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