Quo vadis, Scale?

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  • nopost123
    Member
    • 14.09.2009
    • 516
    • Norbert
    • Altenberge, FMSC-Steinfurt

    #46
    AW: Quo vadis, Scale?

    Hallo liebe freunde des vorbildgetreuen Hubschraubermodellbaus
    Ich habe bewust einmal die deutsche Definition hier eingestellt. Der Grad der Vorbildtreue ist fließend. Niemand wird als "Scaler" geboren. Für den einen ist vorbildgetreu wenn der Heli die Form und Lackierung eines Manntragenden Vorbildes hat, für den Anderen ist vorbildgetreu wenn der Steuerknüppel des Piloten im Modell auch die gleichen Abnutzungsspuren wie das Vorbild hat. Im Wettbewerb werden die Bewertungspunkte auf Grund von nachgewiesenen Details des Originals vergeben. Dies erfordert erst einmal eine umfangreiche Sammlung vom Vorbild zu erstellen. Nur zwei oder drei Fotos bringen nun mal keine große Punktzahl, auch wenn ich 3000 Nieten verarbeitet habe. Die andere Seite ist eine schlechte Flugvorführung. Das tollste Modell wirkt nicht wenn es falsch vorgeflogen wird. 1987 hatte ich an der deutschen Meisterschaft für Scalemodelle teilgenommen. Von 57 Teilnehmern erreichte ich in der Baubewertung den 55 Platz. Grund. Die Maße von Zelle und Rotorsystem wichen ab, der Konuswinkel des Hauptrotors passte nicht, ich hatte zu wenig Bilder vom Original (Bo105/Edelweiß 8).
    In der Gesamtwertung reichte es dann immerhin für den 33. Platz. Es war ein tolles Erlebnis zwischen den vielen super gebauten Flugmodellen. Ja, ich war der einzigste Teilnehmer mit einem Heli. Aber die Erkenntnis war nicht zu verdrängen das für eine gute Bewertung eben ein gutes Flugprogramm gehört. Außerhalb des Wettbewerbes (Schauflugbereich) ist dies noch wichtiger. Um viel trainieren zu können und den Bauaufwand gering zu halten wäre es schon sehr schön wenn es mehr wirklich maßstabsgetreue Rümpfe (z.B. auch mit angeformten Nieten) geben würde. Das ein geringeres Gewicht machbar ist hat Mikado in den 90ern mit dem Jet Ranger gezeigt. Die Zelle sieht sehr naturgetreu aus und war sehr, sehr leicht.

    mfG

    Norbert
    Zuletzt geändert von nopost123; 23.10.2011, 21:55.
    Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.

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    • Helistarter
      scaleflying.de
      Onlineshop
      • 11.01.2009
      • 1152
      • Karsten
      • Bad Salzuflen

      #47
      AW: Quo vadis, Scale?

      Zitat von nopost123 Beitrag anzeigen
      sehr schön wenn es mehr wirklich maßstabsgetreue Rümpfe (z.B. auch mit angeformten Nieten) geben würde
      du meinst z.B. so etwas

      das ist ein Bild von einem der Prototypen
      Angehängte Dateien
      GruÃ? Karsten
      Trainer, Scaler und Fläche, controlled by T18MZ

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      • nopost123
        Member
        • 14.09.2009
        • 516
        • Norbert
        • Altenberge, FMSC-Steinfurt

        #48
        AW: Quo vadis, Scale?

        Hallo Karsten
        Ja, genau das meine ich. Die "Kleinigkeiten" an einen glatten GFK-Rumpf anzubringen ist eine "Heidenarbeit". In der Form (am Urmodell) macht man es nur einmal. Der erhöhte Mehraufwand beim Laminieren könnte sicherlich durch einen moderaten Mehrpreis abgegolten werden. Schliesslich spart man ja sehr viel Zeit ein und kann sich um individuelle Merkmale "seines" Baumusters kümmern.

        Frage: Für welche Größe ist die UH1D?

        mfG

        Norbert
        Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.

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        • vandragon
          Member
          • 26.10.2010
          • 177
          • Tino

          #49
          AW: Quo vadis, Scale?

          @Helistarter das sind doch auch eher Einschusslöscher als Nieten. Wenn man das mit dem Original mal vergleicht, sieht man doch einen Unterschied.



          Wenn man sich mal dagegen den Rumpf von Masterart-Helis anschaut



          dann sieht man doch wie es besser geht.

          Ich denke gerade beim Scale Modellbau sieht man wo ein Modellbauer seine Wurzeln hat. Wenn man vorher Standmodelle gebaut hat, sieht man oft schneller einen Fehler als jemand dem es zuvor nur um das reine Bewegen eines Modelles ging. Das Auge muss man ja auch erst einmal für Details schulen. Es gibt nun mal auch Leute die sehen im Essen ein Kunstwerk, andere nur Nahrung.

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          • dilledopp
            Senior Member
            • 07.07.2008
            • 2401
            • Helmut
            • Rhein-Sieg-Kreis

            #50
            AW: Quo vadis, Scale?

            Zitat von vandragon Beitrag anzeigen
            @Helistarter das sind doch auch eher Einschusslöscher als Nieten. Wenn man das mit dem Original mal vergleicht, sieht man doch einen Unterschied.
            Villeicht sollen die Löcher auch mit Weißleim aufgefüllt werden?
            Das würde das manuelle Nietensetzen natürlich erheblich vereinfachen.
            Nur frage ich mich dann, warum man die Löcher nicht in die Negativform gemacht hat.
            [FONT="Arial Black"][/FONT]GruÃ?-Helmut

            Jeder hat das Recht auf meine Meinung!

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            • Helistarter
              scaleflying.de
              Onlineshop
              • 11.01.2009
              • 1152
              • Karsten
              • Bad Salzuflen

              #51
              AW: Quo vadis, Scale?

              wer lesen kann, ist klar im Vorteil

              Zitat von Helistarter Beitrag anzeigen
              das ist ein Bild von einem der Prototypen
              Die UH-1N / 212 kommt in der 600er Größe


              Die Rümpfe von Masterart sind sicherlich Klasse jedoch geht der Absatz in dieser Klasse fast gegen Null, daher wird dort auch nicht mehr groß investiert.
              GruÃ? Karsten
              Trainer, Scaler und Fläche, controlled by T18MZ

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              • Sniping-Jack
                Sniping-Jack

                #52
                AW: Quo vadis, Scale?

                Hab grad keine Zeit, viel zu schreiben, drum nur Stichpunkte:

                - Funscale: Mechanik von der Stange in Zelle von der Stange, meinetwegen mit Beleuchtung
                - Fullscale: Wettbewerbstaugliches Modell mit allen wichtigen Details
                - Semiscale: Alles zwischen diesen beiden, aber mit dem doch deutlich sichtbaren Bemühen, sich dem Original zu nähern. Beispiel: Eine Zelle eines 4-Blatt-Helis mit einem 2-Blatt zu bestücken ist Funscale. Ob ein Rotor mit der passenden Blattzahl aber auch links dreht, ist mangels passender und tragender Rotorblätter oft nicht möglich. Das betrachte ich dann als Semiscale.
                Kurzum: Ich sehe den größeren Teil der Modelle derzeit bereits bei Funscale, ein großer Teil ist Semiscale und ein kleiner Rest ist Scale.
                Ziel: Den Schritt von Funscale zu Semiscale zu erleichtern.

                Dieser Einteilung muss keiner Zustimmen, ich denke aber, dass sie halbwegs zutreffend sein könnte.


                Bez. Gewichtsparen: Ich schätze, ich bin da einfach besseres gewohnt, da ich aus der Seglerecke komme. Dagegen sind die Heli-Zellen einfach grobschlächtig laminiert und wirklich plump und billig gefertigt. Das zu verbessern ist aber nicht eine Frage der Möglichkeiten sondern der Nachfrage. Wenn keiner mehr Lust hat, sinnlose Pfunde mitzuschleppen, dann ändert sich das auch. Und wiegesagt: Eine Zelle leicht und dennoch fest zu bekommen ist eien Frage von Wissen. Wer das KnowHow nicht hat und nur einfach solange herumprobiert, bis keiner mehr Meckert, der wird nie gute Rümpfe produzieren. Aber es geht, das wurde längst bewiesen und das kostet auch kein Vermögen. Das erfordert "lediglich" ein etwas intelligenteres Gelege-Layout.

                Ich betone auch gerne nochmal: Ich will gerade das Gegenteil von teuerer und exclusiv. Ich will mehr Scale ohne (viel) mehr Geld. Naja, soweit das eben geht. Aber wenn 3 von 4 nur noch eine Zelle an ihre 3D-Mechanik hängen, wird der Trend, der bereits im Positiven eingesetzt hat, schnell wieder rückläufig. Ich will aber dass es weiter geht, dass es sich entwickelt und dazu wäre wichtig, dass mehr Leute sich mit dem Thema auseinandersetzen und kommunizieren.

                Leute, das ist keine Illusion, sowas hat mit den halbsymmetrischen Blättern bereits funktioniert! Die waren so gut wie weg vom Markt und ich hab mir die Finger wund getippt, die Vorzüge von tragenden Blättern zu erkären. Heute muss ich (und selbstredend auch Andere) nicht mehr. Innerhalb 1-2 Jahren hat sich herumgeschwiegen, was bis vor 10 Jahren eigentlich selbstverständlich war.

                Ich will also nicht das Unmögliche, so blöd bin ich nicht. Ich kenne die Materie, die Hindernisse, die Möglichkeiten. Aber alleinentscheidend ist nur eins: Erst wenn genügend Leute auch ein bisschen mehr als nur Funscale wollen, dann kommt was in Bewegung. Es liegt also an uns, nicht an den Möglichkeiten. Die sind längst da. Mehr noch: das gab es alles längst schon!
                Damals mussten die Erbauer noch viel findiger sein, da erstens die Leistungen kleiner waren und zweitens die Materialien nicht so gut oder unbezahlbar.

                Würde man nun einfach das tun, was unsere Väter bereits taten, dies aber mit modernen Materialien und Techniken, dann hätten wir bald enorm leistungsfähige Semi-Scaler. Sehr lange Flugzeiten, oder eben günstige Akkukosten - was man halt wichtiger erachtet. Und natürlich zu bezahlbaren Preisen. Nochmal: ich will kein Elite-Scale, ich hab doch selber keine Kohle.

                Auf andere, noch offene Punkte gehen ich dann wan anders ein.....

                Opps, doch wieder'n Roman....



                PS: Manches wird viellleicht erst deutlich, wenn mein eigenes Projekt fertig ist. Das wird aber noch dauern, da ich auch keine Eile habe.

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                • dilledopp
                  Senior Member
                  • 07.07.2008
                  • 2401
                  • Helmut
                  • Rhein-Sieg-Kreis

                  #53
                  AW: Quo vadis, Scale?

                  Zitat von vandragon Beitrag anzeigen
                  Wenn man sich mal dagegen den Rumpf von Masterart-Helis anschaut
                  dann sieht man doch wie es besser geht.

                  Klar geht`s besser, aber leider nur für kleines Geflügel, damit kann ich nix anfangen.
                  [FONT="Arial Black"][/FONT]GruÃ?-Helmut

                  Jeder hat das Recht auf meine Meinung!

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                  • coerni
                    Senior Member
                    • 21.04.2010
                    • 1385
                    • Karsten
                    • Vallstedt

                    #54
                    AW: Quo vadis, Scale?

                    niemand hindert die Produzenten daran, solche Modelle auch in Gross zu produzieren. Solange man aber nackte unmassstäbliche Rümpfe ebenso für teures Geld verkaufen kann, werden die natürlich keinerlei Gründe sehen, das zu ändern... (würde ich auch nicht). Im Schiffsmodellbaubereich könnte man mit unstrukturierten (oder schlecht strukturierten) Rümpfen höchstens im Billigsegment bestehen... .

                    Der Kunde kann durch sein Kaufverhalten hier natürlich steuernd eingreifen, nur leider kenne ich keinen ansatzweise bezahlbaren Hersteller, der solche tollen Rümpfe wie von Master Art in grösser anbietet. Master Art will die UH1 in 500er Größe bringen, dann hat man es wenigstens etwas grösser. Aber bei den Rümpfen sind es nicht nur die Nieten. Das Landegestell sieht toll aus, die Trennfugen sind unauffällig gelöst, der ganze Rumpf wirkt von den Proportionen einfach gut). Hier sieht man einfach, das jemand beim Design des Rumpfes wirklich mitgedacht hat (ich hatte so einen Rumpf zu Hause). Normale Plastemodelle sind übrigens meistens nochmal deutlich besser detailiert... .

                    Hier ist man dann halt wieder auf Selbermachen angewiesen. Bei solchen gewollt und nicht gekonnt Details wie bei dem Prototypen kann man als halbwegs Modellbauer auch gerne verzichten, hier macht es mehr Arbeit das wieder zu verspachteln, als gleich mit einem glatten Rumpf anzufangen... . Wer weniger Anspruch hat, der nimmt es halt so... .
                    Zuletzt geändert von coerni; 24.10.2011, 17:46.
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