Polyesterharz welches Für Spannten im Heli??

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  • teredo-tectum
    teredo-tectum

    #16
    AW: Polyesterharz welches Für Spannten im Heli??

    Hallo,

    ich habe gestern in einem Align "A109" 500er Rumpf einen losen Spant gefunden. (Quality of China)
    Ich habe die Flanke des Spantes und den Rumpf mit UHU Endfest eingespachtelt und mit einer
    leichten Glasmatte bedeckt. Noch etwas Restkleber drüber und - so hoffe ich hält es für ein Helileben lang.

    Gruß Elmar


    PS: Endlich einmal ein sachlicher und hochweriger Fred. Danke.

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    • klarisatec
      Senior Member
      • 05.05.2008
      • 1457
      • Markus
      • Ortenau

      #17
      AW: Polyesterharz welches Für Spannten im Heli??

      Hallo Tino,

      ich habe mit einer Kombination aus UHU Endfest 300 und Exoxydharz die besten Erfahrungen gemacht. Zuerst mit Uhu Endfest punktweise eingeklebt und anhand der Mechanik den genauen Sitz überprüft. Erst wenn die Position sicher ist, habe ich mit Epoxydharz - und wo notwendig Glasfasermatten - alles eingeharzt (mit Füllstoffen).

      Einen "ganzen Eimer" brauchst Du da nicht, außer Du willst die Mechanik komplett im Rumpf einharzen, dann dreht sich der Rotor aber gaaaanz schwer...

      Du bist ganz schön mutig, eine Turbine einbauen und noch nie mit Harz gearbeitet...

      Dann würde ich zuerst einmal ein paar Versuchsklebungen machen (zwei Teile als T-verklebt), damit Du ein Gefühl für Konsistenz und Fließverhalten bekommst. Anschließend die Teile auseinanderbrechen, dann siehst Du ganz schnell, was stabil ist und was eben nicht - weiterhin viel Spaß bei dem Aufbau der Hughes...

      Gruß Markus
      Bell 230 (wird lackiert) / Bell 407 / Hughes 500E / Joker 3 / AW609 (im Bau)

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      • akumula
        Member
        • 10.03.2007
        • 316
        • Tino
        • Regensburg

        #18
        AW: Polyesterharz welches Für Spannten im Heli??

        Zitat von klarisatec Beitrag anzeigen
        Hallo Tino,

        ich habe mit einer Kombination aus UHU Endfest 300 und Exoxydharz die besten Erfahrungen gemacht. Zuerst mit Uhu Endfest punktweise eingeklebt und anhand der Mechanik den genauen Sitz überprüft. Erst wenn die Position sicher ist, habe ich mit Epoxydharz - und wo notwendig Glasfasermatten - alles eingeharzt (mit Füllstoffen).

        Einen "ganzen Eimer" brauchst Du da nicht, außer Du willst die Mechanik komplett im Rumpf einharzen, dann dreht sich der Rotor aber gaaaanz schwer...

        Du bist ganz schön mutig, eine Turbine einbauen und noch nie mit Harz gearbeitet...

        Dann würde ich zuerst einmal ein paar Versuchsklebungen machen (zwei Teile als T-verklebt), damit Du ein Gefühl für Konsistenz und Fließverhalten bekommst. Anschließend die Teile auseinanderbrechen, dann siehst Du ganz schnell, was stabil ist und was eben nicht - weiterhin viel Spaß bei dem Aufbau der Hughes...

        Gruß Markus
        Hi Markus,
        es ist nicht der erste Rumpf bei dem ich mit Harz Arbeite, wollte nur mal eure Meinung hören weil ich ja bis jetzt auch immer mit Endfest gearbeitet habe. Nur eine Turbine ist eben was ganz anderes wie ein Benziner, das soll es eben das beste vom besten sein.

        Gruß Tino

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        • MarkusM
          Senior Member
          • 24.09.2006
          • 1058
          • Markus
          • Airfield Arheilgen

          #19
          AW: Polyesterharz welches Für Spannten im Heli??

          Hallo Stefan!

          Zitat von Stefan Reusch Beitrag anzeigen
          Hi,

          Ich glaube du bist da einem Irrtum unterlegen.
          ßh...nein.

          Uhu Plus Endfest 300 bzw. Araldit 2011 sind die besten Klebstoffe für eine solche Verbindung, da zähelastisch und sehr zugfest.
          Alleine die Datenblätter sind eindeutig genug. Gut, zugegeben, nach der Shore-Härte hab ich jetzt nicht geschaut. Aber die Werte der Zugfestigkeit sind eindeutig.
          Und 5-Minuten-Epoxi bleibt auch zähelastisch

          ...bei höherer Zugfestigkeit.

          Natürlich kann man mit L 285 eine genauso belastbare Verbindung herstellen, mit Baumwollflocken und Aerosil (Thixotrophiermittel) gemischt. Oder aber man legt einen vorgetränkten Roving in die Ecke das geht auch gut.
          Nicht eine genauso belastbare, sondern sogar eine deutlich erhöht belastbare Verbindung.
          Nur weil Vario und Co. das Zeug verkaufen und dementsprechend "bewerben", heisst es noch lange nicht das dies das Maß der Dinge ist.

          Früher mal, als ich noch Manntragende Hubschrauber zusammengenietet und -geklebt habe, wurde kein Uhu verwendet. Und das mit Sicherheit nicht nur, weil es keine Zulassung dafür hat.
          Und heute, als Fluggerätmechaniker, wird immer noch kein Uhu verwendet...

          Ich will das Zeug ja nicht schlecht reden und man kann die manntragende Fliegerei nicht mit unserem Hobby vergleichen.
          Aber ein einfaches Lesen der Datenblätter ergibt eben das Uhu Endfest 300 eben nicht der "Master-Klebstoff" ist.

          Die reine Festigkeit des Harzes sagt nichts über die Verbindung aus.
          Gruß
          Stefan
          Richtig.


          Und aber auch falsch.

          Die Vorbereitung der Klebung sowie der Anwendungsbereich, sprich welche Last abgefangen werden soll, machen einen Klebstoff geeignet oder ganz untauglich. Unabhängig von der Festigkeit des Klebstoffs.
          Insofern hast Du natürlich Recht.

          Andererseits, bei gleicher Anwendung (hier Spanten einkleben) und damit dem gleichen Lastverhalten ist die Zugfestigkeit des Klebstoffs durchaus aussagekräftig. Immerhin sind die Kohäsionskräfte innerhalöb des Klebstoffs dafür verantwortlich, das die ganze Fuhre zusammenhält und nicht einfach auseinanderfällt.
          Was natürlich nicht so ins Gewicht fällt, wenn die Adhäsionskräfte aufgrund des zu verklebenden Materials deutlich niedriger sind.

          Sprich, wenn das Material bei 150N/mm² Belastung schon zerbröselt ist es völlig wurscht ob der Kleber 300N/mm² oder 5000N/mm² aushält.

          Kaputt ist es trotzdem. Und am Kleber lags nicht.
          GruÃ? Markus
          Diskutiere nie mit einem Idioten. Er gewinnt dann durch Erfahrung.

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          • Amok
            Senior Member
            • 12.04.2009
            • 7316
            • Thomas
            • EDKA

            #20
            AW: Polyesterharz welches Für Spannten im Heli??

            Hab noch was gefunden:

            Hi, mal ne doofe Frage : Wenn Ihr all die Teile, nicht eben NICHT unbedingt 24h-Harz verlangen (z.B. Steckungen) aber trotzdem stabil sein sollen, was nehmt Ihr da für einen Kleber ? Ich habe mich mal erkundigt und mal nen 5min-Harz (R&G) mit Uhu Endfest 300 verglichen und herausgefunden...


            mfg
            Amok
            StabiDB - Projekt: Euro1

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            • Stefan Reusch
              Stefan Reusch

              #21
              AW: Polyesterharz welches Für Spannten im Heli??

              Hi Markus,

              Ich laminiere auch nicht erst seit gestern, ich hab schon vor 20 Voll GFK F5B Segler gebaut die einiges mehr aushalten müssen, auch ein paar Rümpfe für Helis stammen aus meinem Umfeld.

              Der große Vorteil von Endfest bzw Araldit 2011 ist die zähigkeit der Verbindung. Die erreicht man mit 285 nicht so ohne weiteres, da viel Härter. Eine falsch ausgeführte Spantverklebung mit 285 kann man u. U. rückstandsfrei wieder rausbrechen, mit Endfest keine Chance.
              Und die Festigkeit von Endfest reicht dicke aus für das Verkleben von Spanten, die Verklebubg ist immer besser wie das Material.

              Nochmals deutlich: Natürlich kann man, richtig ausgeführt mit L 285 eine festere Verbindung schaffen, aber ob die wirklich besser ist wie mit Endfest liegt beim Verarbeiter. Bei Endfest kann man eingentlich nichts falsch machen. Gerade die Haftzugfestigkeit auf Holzspanten ist bei Endfest hervorragend. Frag mal bei Toni Clark nach warum die Explizit Endfest bzw. Araldit 2011 für hochbelastbare Verklebungen von Holzspanten vorschreiben und Epoxy L Explizit nicht Empfehlen. Die haben da schon Lehrgeld bezahlt mit abvibrierten Motorspanten usw.


              Gehen tut richtig gemacht beides, Epoxydharz L ist um ein vielfaches Billiger.
              Gruß
              Stefan

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              • MarkusM
                Senior Member
                • 24.09.2006
                • 1058
                • Markus
                • Airfield Arheilgen

                #22
                AW: Polyesterharz welches Für Spannten im Heli??

                Hallo Stefan!

                Na, das liest sich doch schon anders.

                Dann sind wir uns zumindest schon so nahe gekommen, das wir beide Recht haben.

                Direkt auf das Thema gekommen bin ich aber eigentlich eh nur wegen dem Kommentar in meiner Verlinkung. Eben dieses "Totschlagargument" der unerreichten Festigkeit vom Uhu.

                Aber ich sags ja immer wieder:

                Es gibt nicht DEN Kleber der alles klebt. Es kommt immer darauf an, WAS geklebt werden soll und wie die Vorbereitung (und Verarbeitung) ist.
                GruÃ? Markus
                Diskutiere nie mit einem Idioten. Er gewinnt dann durch Erfahrung.

                Kommentar

                • Rolf01
                  Senior Member
                  • 30.11.2003
                  • 1772
                  • Rolf

                  #23
                  AW: Polyesterharz welches Für Spannten im Heli??

                  Hallo,
                  ich habe schon mehrere Helis mit Zenoah G-230 (die ja bekanntlich heftig vibrieren), und auch Helis mit Turbine gebaut. Ich verklebe die Spantensätze ausschließlich mit UHU Plus Endfest 300 in Verbindung mit Microballons. Ich habe zwar keinen Vergleich zu anderen Harzen, würde aber immer wieder zu UHU Plus Endfest 300 zurückgreifen. Bei einem Heli in dieser Größe braucht man da 3 bis 5 Pakete a 18g/15g. Das sind dann zusammen ca. 35 Euro. Ich denke für einen Heli in dieser Preisklasse vernachlässigbar. Wenn man allerdings Helis im Kundenauftrag baut und Harze kiloweise verarbeitet, gibt es sicher Harze die weitaus günstiger sind.

                  Das A&O einer Verklebung ist wie schon erwähnt eine gründliche Vorbereitung der Klebefächen, d.h. ordentlich aufrauhen und entfetten, aber das dürfte ja jedem der mit Kleber arbeitet klar sein.

                  So sehen meine Klebenähte dann aus.
                  Angehängte Dateien
                  Viele Grüsse
                  Rolf

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