Mehrblattkopf

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  • Christian G
    Christian G

    #16
    AW: Mehrblattkopf

    Hi Amok

    Den hab ich auch schon gesehen.

    Die Raptoren haben ja 10mm - das passt.
    Noch eine Idee, ow ich den am besten Bestelle? vario direkt?
    Wäre der "große" nicht noch besser, oder langt der 68/25 ?

    Danke
    Christian
    Zuletzt geändert von Gast; 26.04.2011, 15:49.

    Kommentar

    • Amok
      Senior Member
      • 12.04.2009
      • 7316
      • Thomas
      • EDKA

      #17
      AW: Mehrblattkopf

      Ich finde den "großen" ehrlich gesagt zu wobbelig mit seinen zig Gelenken. und nur 2 Maden auf der Welle ... ich weiß nicht. Darum habe ich meinen alten Mitnehmer getauscht. Früher waren die "kleinen" auch nur mit Maden...
      Die neuen sind Klemmringe, das sieht sehr "hält" aus

      Bestellen ... ich denke, nur Vario hat momentan die neuen. Alle anderen können denke ich momentan nur noch alte Lagerware haben.

      mfg
      Amok
      StabiDB - Projekt: Euro1

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      • Sebastian
        Sebastian

        #18
        AW: Mehrblattkopf

        Hi , all,

        hi Amok!

        zu Amoks Verlinkung auf seine Seite:

        Das mit der Kreiselpräzession ist nicht ganz richtig.
        Zwar erklärt es das ganze prinzip recht gut und sogar manch Manntragender erklärt es sich so, hat aber andere Ursachen.

        Eine Kreiselpräzession kann nur wirksam werden, wenn eine die Kreiselachse betreffende Kraft von außen auf diese wirkt.
        Beim Heli wäre dies nur eine Ausweichbewegung ohne Blattverstellung zB auf die Zelle, welche eine Lageänderung der Kreiselachse bewirken wollte, welche um 90° versetzt wirkt.

        Beispiel:
        Heli schwebt,Seitenböe somit NICKT der Heli vor oder zurück, je nach Rotordrehrichtung.
        Auch ein Kufen-Hängenbleiber verdeutlicht dies, da man da die unterschiedliche Anströmung der Blätter nicht hat.

        Da beim Rotorkreis, der ja auch einen Kreisel bildet, die Rotorneigung VOM ROTOR SELBST bewirkt wird, kann da kein Kreiseleffekt wirken/entstehen.

        Im Rotorkreis bedingen sich hier nur Punkt des größten Anstellwinkels zu Punkt des größten Effekts

        Das heißt, ein Blatt muss IM ROTORKREIS einen Anstellwinkel einnehmen, wie der Rotorkreis sich auch neigen soll, vereinfacht; das Blatt stellt sich schon mal so an, wie es der Neigung der Kreisfläche AN DIESER POSITION entsprechen soll.

        D.h. ist ein rechtsdrehendes Blatt auf 3 Uhr in Flugrichtung und der Heli soll vorwärts nicken,
        so wäre die Kreisfläche an der Stelle des Blattes vorne unten und hinten oben,
        vom Bug und Heck aus gesehen gäbe es aber KEINE Anstellung(außer Pitch).

        Schwer zu erklären;
        daher hier mal Dieter Schlüter:

        Deine Frage beantworte ich gerne denn sie taucht immer wieder auf, wird auch immer wieder diskutiert und immer wieder wird die "Kreiselpräzession" fälschlich als Grund für die zyklische Blattverstellung angegeben. Speziell bei den "Großen" wird das immer wieder so weiter gegeben nur weil das mal vor vielen Jahren so (falsch) zu erklären versucht wurde.

        Unter Kreiselpräzession versteht man die physikalische Eigenschaft eines Kreisels dem Kippen seiner Achse um 90° zur Kipprichtung auszuweichen.

        Anders gesagt: Kippt man einen Kreisel von sich weg nach vorn so wird er dieser Bewegung je nach Drehrichtung um 90° nach rechts oder links ausweichen. Aber genau das will man bei einem Hubschrauber möglichst nicht.

        Beim Hubschrauber will man die Rotorblätter so steuern, das sie zusammen in einer neuen Ebene (Rotorkreisfläche) laufen. Das erreicht man ausschließlich durch die Blattverstellung, also das Steuern der einzelnen Blätter in eine neue Position. Und das geschieht "zyklisch" bei jeder Rotorumdrehung ausschließlich durch die mechanische Anlenkung an der Taumelscheibe und nicht durch irgendwelche Kreiselkräfte.

        Generell gilt: Will man die Rotorkreisfläche in Flugrichtung nach vorne neigen, muss das nach vorne laufende Blatt mechanisch so nach unten gesteuert werden, das es in Flugrichtung gesehen vorne die tiefste Position erreicht und das nach hinten laufende Blatt so nach oben gesteuert werden, das es hinten die höchste Position erreicht. Das gilt analog für alle anderen Flugrichtungen genau so. Das die dazu erforderliche Neigung der Taumelscheibe 90° zum Rotorblatt beträgt ist rein mechanisch bedingt.

        Mal anders:
        Den Heli von oben betrachten, der Rotor ist eine Uhr und dreht sich rechts herum. Vorne ist 12 Uhr, rechts 03 Uhr, hinten 06 Uhr, links 09 Uhr. Der Heli schwebt, die Rotorwelle steht senkrecht, die Blätter haben rund um die Uhr angenommen 5° Anstellwinkel um den Heli in der Schwebe zu halten. Jetzt soll der Rotorkreis 3° nach vorne geneigt werden. Das sieht dann für das vordere Blatt so aus:
        12 Uhr: 5°+0°=5°
        01 Uhr: 5°+1°=6°
        02 Uhr: 5°+2°=7°
        03 Uhr: 5°+3°=8° (stärkste zyklische Verstellung positiv)
        04 Uhr: 5°+2°=7°
        05 Uhr: 5°+1°=6°
        06 Uhr: 5°+0°=5°
        07 Uhr: 5°-1°=4°
        08 Uhr: 5°-2°=3°
        09 Uhr: 5°-3°=2° (stärkste zyklische Verstellung negativ)
        10 Uhr: 5°-2°=3°
        11 Uhr: 5°-1°=4°
        12 Uhr: 5°-0°=5°
        Das hintere Blatt beginnt zur gleichen Zeit bei 06 Uhr.

        Ich habe das bei einem Symposium mal mit einer alten CD demonstriert auf die ich mit Klebeband zur Darstellung der Rotorblätter ein Kreuz geklebt hatte. Von der Seite betrachtet sieht man genau, wie bei dem obigen Beispiel das eine Blatt bei 09 Uhr am stärksten negativ, bei 03 Uhr am stärksten positiv läuft.

        Diese zyklische Blattverstellung erfolgt nur für die Phase der Steuerung des Rotors in eine neue Lage. Dem Heli passiert zuerst einmal garnichts. Hier geht es um den Hauptrotor. Der und nur der soll seine Lage und damit Zugrichtung ändern. Ob der Heli dem folgt ist eine ganz andere Story und abhängig davon, wie "lose" oder "fest" er am Rotor befestigt ist. Gesteuert wird immer nur die Differenz zwischen Heli und Rotor, egal in welcher Position der Heli fliegt bzw. sich der Rotor befindet.

        Trotzdem wirken beim Hubschrauber auch gewisse Kreiselkräfte und zwar dann, wenn - zum Beispiel durch eine Boe oder eine besondere Fluglage - von außen her Kräfte auf den Rotor einwirken die ihn in eine andere Lage zwingen wollen. Dabei kann es dann vorkommen, daß der Rotor mit einer durch die Präzession verursachten Kraft (unbeabsichtigt) um 90° versetzt.
        Generell gilt:
        Die Steuerung eines Hauptrotors in eine neue und gewollte Lage erfolgt nur mechanisch durch die zyklische Blattverstellung und nicht durch irgendwelche Kreiselkräfte.

        Freundliche Grüße,
        Dieter Schlüter
        Nach zu lesen hier:

        unter "Antworten auf Leserfragen" dann nach "Zyklische Blattverstellung durch Kreiselkräfte ?"


        Anbei ein Bild der Firma Bell-Helicopter aus dem die Begriffe gut hervogehen
        (Highest FLAP result, also größter Schlag/Schwing/Trag-Effekt, nicht mit dem Blattschlagen zu verwechseln.

        ßbrigens, ne BO105 hat nur 75° , was zT aber auch am Starren Kopf liegt.
        Die meissten kardanisch oder halbkardanischen Köpfe haben einen 90° Vorlauf (Bell UH, JetRanger, Bell47..) was auch an den starren Blättern liegt.

        Blätter/ Köpfe mit speziellen Konstruktionen für Schlagen und Schwenken habe da zT stark abweichende "Vorlauf"Winkel.

        Sorry für den langen Text, dachte es interessiert gerade, da auch auf die Seite verlinkt wurde.
        Angehängte Dateien

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        • Amok
          Senior Member
          • 12.04.2009
          • 7316
          • Thomas
          • EDKA

          #19
          AW: Mehrblattkopf

          Zitat von Sebastian Beitrag anzeigen
          Schwer zu erklären;
          Das ist glaube ich das eigentliche Problem
          Daher vergleicht man es gerne mit der Kreiselpräzession...


          mfg
          Amok
          StabiDB - Projekt: Euro1

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