Das PMGs nichts bringen ist natürlich wieder mal totaler Schmarrn. Mit PMGs kannst Du sehr deutlich die notwendigen Stellkräfte verringern. Der Vorteil ist einerseits eine geringere Belastung des Servos und weniger Stromverbrauch, aber vor allen Dingen kann das Servo dynamischer laufen. Wenn es immer erst gegen die Rückstellkraft arbeiten muss, dann ist es doch logisch, dass das auf die Performance geht.
Zum technischen Hintergrund ein kleines Gedankenspiel:
Du setzt Dich an die Stelle des Heckrotorsblatts und drehst Dich mit Verstellst Du nun den Hecktrotor, so bewegt sich Anlenkung des Blatts näher zum Drehpunkt. Daraus resultiert eine entsprechende Gegenkraft, die die Anlenkung nach außen zieht. So entsteht die Rückstellkraft, die Du am Gestänge fühlen konntest. Je schwerer also die Anlenkung am Blattgriff ist, um so größer ist die Rückstellkraft. Bringst Du nun rechtwinklig zum Anlenkpunkt am Blattgriff ein Gewicht (PMG) an, so wirkt dieses der Rückstellkraft entgegen. Hier bietet sich die Verwendung längerer Blattbefestigungsschrauben, wie auch schon ganz richtig von Mark beschrieben, an.
Folgende Vorgehensweise hat sich bewährt:
Zunächst schaust Du wie lang die Schraube auf der Innenseite zum Heckrohr sein darf, ohne das diese z.B. mit dem Lagerbock vom Winkelhebel kollidiert. Die Gewichte z.B. aus Muttern, Scheiben, etc. sollten beidseitig vom Blattgriff und wie gesagt rechtwinklig zur Anlenkung angebracht werden. Zur Unfallvermeidung kannst Du erst einmal die Heckblätter weglassen, denn mit Blättern erzeugt der Heckrotor schon einen erheblichen Schub. Dann eben das System drehen lassen und die Rückstellkraft von Hand messen. Es reicht einfach nur die Hand, messen muss man da nicht unbedingt. Je schwerer nun die PMGs nun sind, um so geringer wird die Rückstellkraft werden. Übertreibst Du es mit den PMGs, so erzielst Du den gegenteiligen Effekt! Dann will die Steuerhülse immer in die Endlagen, statt in die Mitte. Das ist zu vermeiden. Richtig bemessen sind die PMGs, wenn die Rückstellkraft noch ganz gering in Richtung Mitte ist. Abschließend kannst Du noch mit montierten Heckblättern testen, aber der Unterschied dürfte recht gering sein. Auch hier soll die Steuerhülse noch geringfügig in Richtung Mitte tendieren.
Damals zu GY-401 Zeiten konnte ich in der Regel die Kreiselempfindlichkeit um 5-10% erhöhen. Gleiches wirst Du auch heute noch erleben. Weiterhin ist das Heckservo nach dem Flug weniger warm.
Am Schluss solltest Du noch die maximale Gyroempfindlichkeit in allen Rotordrehzahlen erfliegen. Dies geht z.B. mit Speedkreisen in Hauptrotordrehrichtung, die mit viel Pitch geflogen werden. Dann steigerst Du die Empfindlichkeit schrittweise, bis das Heck in den Speedcircles aufschwingt. Dann wieder 2-5% zurück und die Empfindlichkeit passt. Dazu sind nur sehr wenige Flüge notwendig.
Ich hoffe das hilft Dir weiter, sonst einfach nachfragen.


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