Für die eigentliche Führung der Z-Achse mit der Fräse selbst habe ich mir die gleichen Gedanken gemacht - na ich werde mir doch auf den letzten Linearführungsmetern nicht untreu werden �

Vorgesehen sind bei der P2 Anlagen von EMS an der Frässpindel Aufnahme zwei 30-er Führungswagen. Um die Frässpindel maximal an das Portal zu rutschen, verfolge ich wieder einen (verrückten?) Gedanken...

Warum zwei 30-er Wagen habe ich mich gefragt? Denn zum Verfahren des gesamten Portals werden doch auch nur vier 25-iger Wagen verbaut und dort ist die Belastung ungleich größer als an der Z-Achse. Also reichen hier evtl. auch vier der kleineren 20-er Wagen?
Ab ans CAD dachte ich mir und habe die vier 20-er Wagen auf der Z-Achse verbaut. Auch hier habe ich natürlich den Vergleich der technischen Daten angestellt, diesmal der SBI SLL und SL Typen (siehe unten).
Um es vorweg zu nehmen. Die technischen Daten sind bis auf die Wagenbreite identisch mit denen der Flanschausführung der Typen FLL und FL. In diesem Fall hat die Verdopplung der Wagen also keine Einschränkung des Arbeitsbereiches zur Folge.
Auch die Tragzahlen der zwei 20-er SLL Wagen sind höher, als bei einem einzelnen 30-er Wagen. Die Drehmomente sind in etwa gleich.
Ein Plus ist bei dieser Lösung ist aus meiner Sicht:
- deutlich größere Führungslänge der Spindelaufnahme
- die Frässpindel rutscht um 15mm näher zum Portal hin
- fasst 2kg an eingespartem Gewicht
Nun kommen sicherlich bald die Nachfragen bzgl. der Gewichtsreduzierung in Verbindung mit der Schwingungsdämpfung. Klar, weniger Gewicht bedeutet evtl. auch höhere Eigenfrequenzen, doch wie verhält sich das in Verbindung mit der höheren Eigensteifigkeit?
Die Profis unter Euch haben sicherlich sofort aufgehört mitzulesen, wenn´s um den Einsatz von 20-iger Wagen geht ...

Die gesamte Führungshöhe beträgt von Schienenunterkante bis Wagenoberkante 30mm. Die Spindelmutter der ß16-er Spindel hat jedoch eine mind. Einbauhöhe von 40mm �

Und nun?
Zur Einbauidee der Spindelmutter schreibe ich Euch morgen, denn der Gedanke ist noch etwas vage. Da muss ich nochmals drüber schlafen ...

Gruß Markus


Kugelrollspindeln sind ja (im Gegensatz zu Trapezspindeln) keine Antriebe mit Selbsthemmung. D.h. sie können - wenn denn die Kraft groß genug ist - auch entgegen des Kraftflusses vom Antrieb weg (also zum Motor hin) gedreht werden. Sind die Schnittkräfte / Vorschubkräfte oder Schubkräfte z.B. durch eine Kollision extrem hoch, dann muss der Spindelantrieb min. das Haltemoment des Antriebs aushalten können, sonst wird er beschädigt.


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