Da hier das Thema V5 begonnen wurde, kopiere ich mal meinen Erfahrungsbericht vom Vstabiforum hier her.
1) Der Einbau gibt mehr Arbeit als mit den großen Vstabis, da der Kabelbaum abgestützt werden muss. Ist aber keine Hexerei.
2) Die Programmierung ist der Hammer. Ich habe mir 3 Minis zugelegt und die kamen in meinen Simple, 182cm, meine Gazelle, 194cm, beide 3blatt und meinen TDR. Zuerst wollte ich die Einstellungen auf die neune Minis überspielen. Ich war aber so von der neuen Einstellsoftware begeistert, dass ich alles nochmals neu programmiert habe. Die Einstellerei läuft wie ein geölter Blitz. Viel einfacher (V4 war schon der Hammer) und sehr intuitiv. Beim Setup gibt die Mechanik ja ihre Dinge vor. Beim Flugsetup gibts nicht mehr viel. Empfindlichkeiten habe ich alle auf TDR Niveau eingestellt, egal ob für den 5,9kg Simple oder die 9kg Gazelle. Heckdrehraten bei der großen Gazelle etwas zurückgenommen.
3) Und wie fliegen die Brummer?
Gazelle muss erst noch geflogen werden.
TDR: Aufgefallen ist mir sofort, dass der Heli etwas schneller flog als vorher, das gilt für niedrigere Drehzahlen. Keine Ahnung warum, Kollegen fiel das auch auf. Bei 1400 oder 1600 zieht der TDR anders ab als mit V4, Pitchwerte sind aber identisch mit den alten. Beim Herumturnen mit 1600 oder 1750 am Kopf erahne ich den Unterschied mehr als dass ich ihn verifizieren kann. Er ist aber da. Beschreiben kann ich ihn aber für niedrigere Drehzahlen besser, da er dort eklatant zur V4 ist.
Bei 1100 am Kopf schwebte ich gestern bei 4 Bft Wind 5cm im Rücken über dem Gras. Dabei konnte ich noch meine Kappe zurechtrücken. Der Wahnsinn! Das Ding pendelte bei der Drehzahl früher immer etwas, vor allem bei dem Bodeneffekt und dem Wind. Beim Vorwärtsflug, egal ob Kufen oben oder unten, gibt nun auch bei 1100 kein Halten mehr. Das ging zwar mit V4 auch blendend, aber nun liegt der TDR auch bei böigem Wind wie eine Taurus mit 80t.
Simple: Noch deutlicher sind hier die Unterschiede. Lief der Vogel mit 3.6 eher schlecht als recht, lag an den niederen Drehzahlen (650 bis 900), mutierte er mit V4 zum Falken. Mit V5 glaubt ich aber nicht mehr an die Evolution sondern mehr an Kraft von oben. Mit 650 bei 4Bft auf dem Rücken 5cm über´m Boden konnte ich einfach nie schweben, da der Heli zuviel Pendelbewegungen machte. Nun ist das keine Sache mehr. Auch nach einem Rückwärtslooping mit 900 rastet der Heli nun ein um dann wieder geradeaus (rückwärts) zu fliegen. Kein Wippen kein garnichts. V4 hatte da noch kleine Schwächen. Das Heck drehte um Nick etwas nach um dann wieder zurückzupendeln. Das ist nun weg. Mit 1100 sind nun Piroflips möglich. Ich wusste gar nicht, dass ich die fliegen kann. Ich werde sie heute noch mit 800 probieren.
Sowohl beim Simple als auch beim TDR war bei Autorotationen dieses verbesserte Flugverhalten bei niedrigen Drehzahlen deutlichst zu erkennen. Kurz vor dem Aufsetzen, also wenn man schon die Blätter sieht, so nieder drehen sie, bleiben die Helis nun auch völlig ruhig. Kein Pendeln, kein Eigenleben. Gerade beim Simple, der dreht beim Aufsetzen (wenn man es etwas übertreibt mit dem Aushungern) z.T. nur noch mit 350 U/min am Kopf (haben wir mal nachgemessen mit einem Stroboskopgerät) , ist die Stabilität der Wahnsinn. Die Kufen setzen parallel auf, kein Nicken nach vorne wie früher.
Was ich noch verändern werden:
1) Ich werde mit den längeren Patchkabeln deren Verlegung etwas eleganter lösen können, vor allem bei der Gazelle.
2) Auch werde ich mal mit den Einstellungen Medium und Lebendig probieren. Bin schon gespannt.
Vielen Dank für den Einsatz von Uli und seinem Team. Da ist ihnen ein großer Wurf (wieder) gelungen.
Oliver

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