Hi Henrik und alle,
gute und neutrale Diskussion zu dem teilweise heftig umkämpften Glaubenskrieg. Ich kann die Aussagen in den Grundzügen bestätigen und möchte noch kleine Anmerkungen machen:
* die Servostellkräfte steigen anhängig von den verwendeten Blättern an. Das kann soweit führen, dass man mit Servos, die mit Paddel problemlos gingen, ohne Paddel keine wirkliche Verbesserung bezüglich Präzision/Eigenleben merkt. Das liegt dann nicht am System, sondern einfach an den Stellgliedern. Bei einem Rex 600 würde ich BLS451 oder 8717 (idealerweise HV) empfehlen, wobei Stellkraft wichtiger ist als Stellzeit, wenn man nicht unbedingt den härtesten Flugstil pflegt. Sprich 100Ncm und ne 0,10er Stellzeit ist schon sinnvoll.
* Da die Flugeigenschaften maßgeblich von der Software des Flybarless-Systems bestimmt werden (die aktuelle Hardware ist einigermaßen gleich gut), besteht die hohe Gefahr, dass man das System so weit verstellt, daß man weit von den eigentlichen Fähigkeiten des Systems weit weg ist.
Damit meine ich dass man ein gutes Pre-Setup soweit verhunzen kann, dass es keinen großen Spaß mehr macht. Größter Fehler in meinen Augen ist, daß man die zyklische Wendigkeit viel zu weit aufdreht, dann versucht das irgendwie mit utopischen P und I anteilen noch hinzubiegen und sich dann wundert, warum das dann in Kombi mit zu schwachen Servos zu abenteuerlichen 3D-Flugverhalten führt.
* die niedrige Drehzahl kann man sehr gut zum Stromsparen benutzen (L5 mit 1800 am Kopf 11 min und mit 2400 nur noch 6) allerdings darf man dann keine so harten Reaktionen erwarten, wie bei höherer Drehzahl. Aber um Basics zu trainieren oder auch sauberes fliegen, absolut empfehlenswert. Allerdings sollte man auch bei niedriger Drehzahl vorsichtig mit zu hoher Wendigkeit sein, weil das leicht auch mal zu Strömungsabrissen führen kann. Insbesondere die Pitchreaktion ist natürlich nicht mehr die gleiche wie bei hoher Drehzahl.
Thema Heck: Referenz für mich ist da immer noch der SolidG, die bisher probierten FBL-Systeme waren auf dem Niveau des Spartan, der GY 611 verliert bei der Drehratenkonstanz.
Albert

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