Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

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  • heri
    Member
    • 16.10.2020
    • 84
    • Heri

    #1

    Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

    Durch zwei Berichte im ROTOR-Magazin von Holger Schütz, bin ich auf den Flightcontroller Pixhawk 4 mini aufmerksam geworden. Die zugehörige Software wird als Open Source Projekt unter ardupilot.org entwickelt.

    Die "Community" auf ardupilot.org ist sehr rege und man findet dort viele Informationen. Jedoch ist alles auf Englisch und natürlich gespickt mit Fachbegriffen, vorwiegend aus der Multicopter-Welt.

    Mit diesem Thread würde ich gerne die User in unserem Forum zusammenbringen, welche Interesse und/oder Erfahrungen mit ardupilot-Sytemen haben, insbesondere beim Einsatz im "normalen" Heli.

    Durch den Spirit2 mit Geolink ist ja mittlerweile auch ein kommerzielles System auf dem Markt, was mir zeigt, dass es dazu Nachfrage = Interesse an solchen Systemen für normale Helis gibt.


    Vorweg noch ein paar Gedanken zum Sinn oder Unsinn von FCs in normalen Helis:

    Als ich Ende der 1970er mit dem Helifliegen anfing, kamen gerade die ersten einfachen Kreisel von Futaba usw. auf den Markt. Viele gestandene Heli-Piloten lehnten die Kreisel ab. "Zusätzliche Teile, die kaputt gehen können", "wer fliegen kann braucht so etwas nicht", "die Flugoptik würde nicht mehr stimmen" usw.
    ßhnliche Diskussionen hatten wir beim Auftauchen der ersten FBL-Systeme "da fliegt der Heli alleine, das kann doch jeder", "wenn die ausfallen" usw.

    Ich finde die Möglichkeiten, welche Fcs bieten, auch im normalen Heli sehr interessant und geradezu prädestiniert für Scale-Helis. Jedoch zeigen mir meine ersten Erkenntnisse auch, dass die Einstellungsmöglichkeiten extrem umfangreich sind und daher die Möglichkeit Fehler "einzubauen" ebenso sehr groß sind.

    Im zweiten Lockdown habe ich mir ein Pixhawk 4 mini mit GPS und Telemetrie zugelegt. Zunächst habe ich das System in meinen Versuchsträger, einen TREX600Pro eingebaut und nach der Anleitung für "Traditional Helicopter" eingestellt.
    Später soll das Teil in einen meiner Scale-Helis eingebaut werden.

    Auf der Werkbank funktioniert alles soweit gut. Das Wetter hat bisher jedoch nicht mitgespielt und so konnte ich noch keinen Testflug starten.

    Vielleicht nicht schlecht, so habt Ihr nun Gelegenheit mir noch gute Tipps und Ratschläge zu geben.

    Insbesondere wäre es gut, wenn man Parameterlisten hätte, von bereits erfolgreich fliegenden Helis. Das könnte schon viel Anfänger-Schrott vermeiden.

    LG

    Heri
  • heri
    Member
    • 16.10.2020
    • 84
    • Heri

    #2
    AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

    Nun, viele lesen zwar meinen Thread, bisher gab es leider noch keine weiteren Reaktionen.

    Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Niemand interessiert sich dafür, oder niemand anderes hat hierzu Erkenntnisse, welche er hier zum Besten geben kann.

    Daher berichte ich mal kurz von meinem ersten Hüpfer.

    Letzten Sonntag war eine 2 Stunden Unterbrechung vom Sturm und vom Regen. Wobei der Wind immer noch bei 2 bis 3 Windstärken lag. Also viel zu viel um einen Tuning-Flug zu machen. Aber für einen ersten Hüpfer hat es gereicht. Ich hatte die Werte von den Tuning Seiten und den Verbesserungen durch Bill genommen.
    (Traditional Helicopter - Tuning Copter documentation) und (Helicopter 4.0.5 tune HELP! - Traditional Helicopter - ArduPilot Discourse)

    Nur den Wert für ATC_RAT_YAW_VFF habe ich auf 0.035 gesetzt, da ich meinen TREX600 mit relativ wenig RotorkopfDrehzahl fliege.

    Beim Leichterwerden bemerkte ich, daß der Heckrotor den Heli drehen wollte und der Heli zur rechten Seite kippen wollte. Daher habe ich mir ein Herz genommen und habe den Pitch ziemlich schnell auf Schwebeeinstellwinkel hochgefahren.

    Der Heli sprang in die Luft und stand dann recht ruhig schwebend. Gemessen an den Wetterverhältnissen.

    Am Anfang bemerkte ich ein leichtes Schütteln, was ich primär an den Landegestellkufen beobachten konnte. Ich glaube, dass der Heckrotor in hoher Frequenz hin und hergeschwungen hat. Mit der Zeit wurde dies besser, war aber nicht ganz weg. Es kann sein, dass ich den Wert für ATC_RAT_YAW_VFF zu sehr verändert hatte. Ich habe diesen nun auf 0.024 eingestellt. Und warte nun den nächsten Flug ab. So das Wetter mitspielt.

    Wer des Englischen nicht gut mächtig ist, der kann mich natürlich gerne hierzu fragen.

    Fortsetzung folgt ... ;-)

    Kommentar

    • Tüftel
      Member
      • 10.08.2018
      • 66
      • Uwe

      #3
      AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

      Beim Einfliegen des Helis lege ich mir immer den entsprechenden Parameter auf einen Schieber an der Funke.

      In der Parameterliste wird über -TUNE- der Parameter gewählt und mit -TUNE_MAX- und -TUNE_MIN- der Verstellbereich eingegrenzt, so können ßnderungen innerhalb des festgelegten Bereichs auch im Flug vorgenommen werden.

      Das spart nicht nur Zeit, so bekommst du auch ein Gefühl dafür, welchen Einfluss die verschiedenen Parameter auf das Flugverhalten haben.
      GruÃ? Uwe

      >>> Heli's <<<

      Kommentar

      • der RC-Hubiflieger
        Senior Member
        • 29.01.2016
        • 1282
        • Manfred

        #4
        AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

        Zitat von heri Beitrag anzeigen
        Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Niemand interessiert sich dafür, oder niemand anderes hat hierzu Erkenntnisse, welche er hier zum Besten geben kann.
        Das wird sich wohl die Waage halten.
        Manfred

        Kommentar

        • womi
          Member
          • 26.12.2011
          • 133
          • Wolfgang
          • Westl.Bodensee MFG Aach

          #5
          AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

          Mich interessiert es schon , hab ein Pixhawk Mini zugelegt und bin am experimentieren an einem Tandem der bisher mit einem Bavarian Demon 3SX fliegt !
          Leider stehe ich auch noch auf dem Schlauch und bin für jede Information froh !
          Mikado V-Bar
          Graupner MC20
          MD500E 600er,SAB Goblin 570,

          Kommentar

          • heri
            Member
            • 16.10.2020
            • 84
            • Heri

            #6
            AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

            Hallo Uwe, vielen Dank für den Tip mit dem Tune Parameter. Hatte das auch noch im Hinterkopf. Muss noch mal nachlesen wo ich den Parameter dem Verstell-Kanal zuordne.
            Gerne mehr von den Tipps.

            Hallo Manfred, der Holger Schütz (picoflug) ist Spezialist für Tandem mit Pixhawk. Er ist hier registriert, aber vielleicht ist er leichter über das ardupilot Forum zu kontaktieren. Dort hat er den gleichen Forumnamen.

            Würde mich dann freuen, wenn du deine zukünftigen Erfahrungen auch hier posten würdest.


            Mal schauen ob morgen ein Testflug möglich ist.

            Kommentar

            • heri
              Member
              • 16.10.2020
              • 84
              • Heri

              #7
              AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

              So, bin die Tage zu drei weiteren Testflügen gekommen.

              Im ersten Flug habe ich weiter an der Einstellung des Hecks gearbeitet.
              Den Standard-Wert von 4.5 im Parameter ATC_ANG_YAW_P habe ich leicht auf 4.3 abgeschwächt
              Das Heck war dadurch schon besser, aber noch nicht optimal. Werde diese Funktion jetzt auf einen Tuning-Regler-Kanal legen und mich damit an mein gefühltes Optimum herantasten. Mehr zum Einstellen des Tuning-Regler-Kanals werde ich weiter unten beschreiben.

              Diesen Einstellflug machte ich ausschließlich im "Stabilize" Modus. In diesem Modus wird der Heli bei Knüppelmitte vom Flightcontroller (FC) automatisch horizontal aufgerichtet. Kann jedoch vom Wind von seiner Position weggedrückt werden. Auch die Höhe muss man selbst "halten" bzw. steuern.

              Beim zweiten Testflug am gleichen Tag wagte ich mich an den "AltHold" und den "Loiter" Modus heran.

              Im "AltHold" Modus wird zusätzlich zum "Stabilize" Modus vom FC automatisch die Höhe gehalten, wenn ich den Pitchknüppel ungefähr bei der Null-Lage/Knüppelmitte halte. Damit der Heli beim Umschalten von "Stabilize" auf "AltHold" keinen Sprung nach unten (oder oben) macht, sollte der Schwebepunkt ungefähr bei Knüppelmitte liegen. Für Scale-Helis ist das ja fast normal, dass diese bei Knüppel-Mitte schweben, 3D-Piloten werden diese erweiterten Stabilisierungs-Modi vermutlich nur eingeschränkt nutzen.
              Die Höhenhaltung des "AltHold" Modus wird über den eingebauten Barometer und das zusätzlich angeschlossene GPS-Modul vom FC gesteuert und funktioniert sehr gut, selbst in geringer Höhe von ca. 1 bis 2 Meter. ßber GPS wird nicht nur die X/Y-Position ermittelt, sondern auch die Z-Position (Höhe) im Raum.

              Im "Loiter" Modus hält der FC zusätzlich zum "AltHold" Modus auch noch die Position auf der X/Y-Achse (Nick/Roll-Achse). Wird der Nick/Roll und Heck-Knüppel in der Mitte gelassen, dann wird der Heli vom FC auf dieser Position gehalten. Hierzu nutzt der FC das angeschlossene GPS Modul und die zwei eingebauten Kompasse. Einer im GPS-Modul und einer im FC selbst.

              Mit Nick/Roll und Heck-Knüppel-Eingaben kann ich nun den FC "übersteuern" und dahin fliegen wo ich möchte. Lasse ich die Knüppel los und gehe auf Knüppelmitte, dann wird der Heli vom FC automatisch abgebremst und an der Stelle wiederum positioniert und dort gehalten. Wie stark ich den FC übersteuern kann, wie schnell der FC den Heli abbremst usw kann ich alles über Parameter nach meinem Steuergefühl einstellen.
              Hierzu nutzt man eine PC/Android-Software z.B. "Mission Planner". Der Umfang an Einstellmöglichkeiten ist schon extrem und von den meisten sollte man am Anfang einfach die Finger lassen.

              Der "Loiter" Modus ging am Anfang ganz gut, bis ich plötzlich ein wildes Zucken für ca.2 Sekunden hatte. Zum Glück blieb der Heli oben und der FC fing sich auch wieder. ich holte den Heli bei, schwebte noch etwas vorsichtig hin und her und landete dann.
              Dabei schaltete ich von "Loiter" wieder zunächst auf "AltHold" und ca. in 2 Meter Höhe dann zurück auf "Stabilize". Hierbei "sprang" der Heli ein klein wenig nach oben. Das ist normal.

              Zu Hause holte ich mir dann die SD-Karte aus dem FC und lud mir die Log-Datei auf meinen PC um diese mit dem "Mission Planner" zu analysieren. Die ardupilot-Software loggt nahezu alles was im FC so während des Fluges vorgeht. Sicher bieten manche FBL-System hier auch schon einiges, aber mit diesen Loggs kommt, glaube ich zumindest, keines mit. Kann mich aber auch täuschen :-)

              Irgendwie hatte ich den Kompass im Verdacht für das Zucken. War nur so eine Ahnung. Im ardupilot-Forum bekam ich auch Hilfe und Hinweise, nachdem ich das Log-File in meinem Post hochgeladen hatte. Der FC wechselte vor dem Zucken oft zwischen den beiden Kompassen hin und her.
              Ich las daher die Anleitung zum Kalibrieren der Kompasse nochmals durch und vermutete nun, dass ich beim Kalibrieren nicht alles richtig gemacht hatte. Gleich als Tipp: Nehmt Euch einen zweiten Mann/Frau beim Kalibrieren dazu. Einer schwenkt den Heli wild in der Gegend rum und der andere beobachtet dabei die Kalibrierungs-Anzeigen im "Mission Planner".

              So habe ich das dann auch getan. Nachmittags im Garten, bei Minustemperaturen, wild mit dem Heli rumgefuchtelt und meine Frau hat auf dem Tablet die Kalibrierungsbalken im "Mission Planner" beobachtet und mir die Ergebnisse durchgegeben. Dabei merkte ich, dass ich beim ersten Mal vermutlich zu schnell die Kalibrierung beendet hatte.

              Zudem habe ich den Tipp aus dem Forum beherzigt und den Kompass, welcher im FC selbst eingebaut ist, deaktiviert. Der FC nimmt dann nur den Kompass aus dem GPS-Modul. Die meisten Heli-Piloten, welche mit FC fliegen, tun dies anscheinend. So wurde mir im Forum von mehreren Piloten versichert.

              Hier ein kleiner Exkurs zum Kompass im FC:
              Ein herkömmliches FBL-System hat keinen Kompass und braucht den auch nicht, genauso wenig wie ein GPS-Modul. Für alle autonomen und teilautonomen Modi wie zum "Loiter" oder "Return to Land" usw muss der FC jedoch wissen, in welche Kompass-Richtung er ausgerichtet bzw unterwegs ist. Ein 3D-FBL-System braucht das nicht. Und alle nicht autonomen Modi wie "Stabilize" "Acro" oder "Sport" brauchen das beim FC auch nicht. In diesen Modi wird der Kompass und das GPS schlicht nicht vom FC genutzt.

              Der Kompass richtet sich natürlich nach dem Magnetfeld der Erde, welches er misst und aus den Messwerten errechnet der FC seinen magnetischen Standort auf der Welt. Machen die großen Flugzeuge heute ähnlich zusätzlich zum GPS-Navigieren.

              Magnetisch wirkende Metalle in direkter Nähe eines Kompass, verändern dieses Magnetfeld. Weitaus mehr beeinflussen jedoch stromführende Kabel/Leiter das Magnetfeld, da diese ein eigenen Magnetfeld um sich herum erzeugen (Physik-Unterricht), daher der Begriff "Elektromagnetische Kraft". Und im Elektro-Heli haben wir starke Stöme mit starken Feldern.
              Herkömmliche FBLs können von "Knackimpulsen" durch Induktion auch beeinflußt werden, jedoch nicht beim Kompass, da sie diesen nicht haben.

              Und dummerweise sind die von den Herstellern vorgesehenen Positionen für die FBL-System oft verdammt nah dran an den Motoren oder/und den Reglern und den Zuleitungen von den Akkus.
              3D-Helis sind ja sehr kompakt aufgebaut!

              Natürlich hatte ich meinen FC auch anstelle des FBL-Systems eingebaut, in direkter Nähe vom Motor und Regler. Das GPS-Modul mit dem integrierten Kompass hatte ich jedoch hinter der Rotorwelle über dem Heckgetriebeabzweig montiert, noch dazu mit einem Abstandshalter/Mast.
              Das ist weiter vom Motor/Regler/Akku entfernt.

              Eigentlich stehen diese Hinweise alle in der Anleitung in den "docs" auf dem ardupilot-Forum. Man muss es halt nur glauben und umsetzen.

              Nach diesen ßnderungen konnte ich vor ein paar Tagen wieder einen schönen 10 Minuten Flug machen. Natürlich war ich nun etwas vorsichtig und auf "Habacht". Bin jedoch fast 8 Minuten im "Loiter" Modus geflogen, ohne Vorkommnisse. Danach habe mir wieder das Log-File angeschaut und habe noch keine besonderen "Vorkommnisse" entdeckt. Zur Sicherheit hatte ich auch den FS_EKF_ACTION Parameter auf "AltHold" gesetzt. Wenn der Reglerkreis (EKF) durch seine Sensoren irritiert wird, dann soll er von sich aus in den "AltHold" Modus schalten. In diesem Modus braucht er weder Kompass noch GPS und kann daher von diesen Sensoren auch nicht verwirrt werden.

              Heute habe ich mir den ATC_ANG_YAW_P Paramter als Tuning-Parameter auf einen Drehknopf-Kanal meiner Fernsteuerung gelegt. Mit diesem Parameter kann man das "Schwingen" auf dem Heck einstellen. ßber den Tuningknopf kann ich den Parameter während des Fliegens in den von mir festgelegten Grenzen beinflussen. Wenn mir dann das Verhalten passt, dann stelle ich den erflogenen Wert fix ein und deaktiviere wieder die externe Tuning-Funktion. Davon berichte ich dann demnächst.

              Kommentar

              • womi
                Member
                • 26.12.2011
                • 133
                • Wolfgang
                • Westl.Bodensee MFG Aach

                #8
                AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

                Danke für deinen ausführlichen Bericht , das ist nicht so selbstverständlich .
                Ich bin schon auf deinen Nächsten Beitrag gespannt !
                Gruß Wolfgang
                Mikado V-Bar
                Graupner MC20
                MD500E 600er,SAB Goblin 570,

                Kommentar

                • muscle
                  Member
                  • 25.07.2018
                  • 232
                  • Thomas
                  • Castrop-Rauxel

                  #9
                  AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

                  hey heri,
                  alles sehr interresant, da ich auch mit racing drohnen unterwegs bin. kann man in dem forum auch die sprache ändern. bin zwar dem englischen etwas mchtig, aber wenn es in den fachbereich geht, wird es echt schwierig, dauernd zwischen google translater und dem forum hin und her zu switchen.

                  gruß
                  thomas
                  Landen ist ganz einfach.. nur das Teile suchen nervt

                  Kommentar

                  • EMoschi
                    Member
                    • 11.03.2008
                    • 58
                    • Thomas
                    • Hamm / NRW (MFC Hamm)

                    #10
                    AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

                    Hallo Heri,
                    vielen Dank für Deine Ausführungen, ich finde sie sehr gut beschrieben und informativ. Für mich steht die Anschaffung erst für das späte Frühjahr an, ich muss vorher noch zwei andere Projekte erst abschliessen. Es macht keinen Sinn, alles gleichzeitig anzufangen und nicht fertig zu stellen, kennt sicher der Eine oder die Andere auch....
                    Sobald ich etwas, auch bzgl. Parametrierung dazu beisteuern kann, setze ich es hier ein. Geplant ist der Einsatz erstmal in einem Testmodell, T-REx 600 ESP, nach erfolgreichem Test soll das System dann in einer 600 Jayhawk verbaut werden. Mir geistert da ein Windenbetrieb für eine Aussenwinde im Kopf, da wäre ein unterstützender Flightcontroller sicherlich eine grosse Hilfe....
                    VG
                    Thomas

                    Kommentar

                    • heri
                      Member
                      • 16.10.2020
                      • 84
                      • Heri

                      #11
                      AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

                      Hallo Thomas,

                      mit einem einfachen Testheli ist es immer besser um Neues auszuprobieren.

                      Genau für solche Anwendungen sind die FC für Scale Piloten interessant.

                      Habe heute, bei herrlichem Wetter, den Tuning-Knopf ausprobiert. Das hat wunderbar geklappt.

                      Durch den Flug habe ich auch die Erfahrung mitgenommen, dass mir die Ausschläge auf der Taumelscheibe im Loiter Modus zu gering sind. Auch das automatische Abbremsen geht mir zu langsam. Suche mir nun die entsprechenden Parameter heraus und änder das.

                      Bin mal gespannt wie gut die Modes funktionieren, wenn ich bei mehr Wind fliege.

                      LG

                      Heri

                      Kommentar

                      • Tüftel
                        Member
                        • 10.08.2018
                        • 66
                        • Uwe

                        #12
                        AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

                        Hallo Heri,

                        wenn dir -Loiter- zu lahm ist, probier mal -PosHold-. Funktioniert wie Loiter nur das nick und roll direkt deinen Stickeingaben folgen.
                        GruÃ? Uwe

                        >>> Heli's <<<

                        Kommentar

                        • heri
                          Member
                          • 16.10.2020
                          • 84
                          • Heri

                          #13
                          AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

                          Hallo Uwe,

                          werde ich mal ausprobieren.

                          LG

                          Heri

                          Kommentar

                          • heri
                            Member
                            • 16.10.2020
                            • 84
                            • Heri

                            #14
                            AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

                            Zitat von muscle Beitrag anzeigen
                            hey heri,
                            alles sehr interresant, da ich auch mit racing drohnen unterwegs bin. kann man in dem forum auch die sprache ändern. bin zwar dem englischen etwas mchtig, aber wenn es in den fachbereich geht, wird es echt schwierig, dauernd zwischen google translater und dem forum hin und her zu switchen.

                            gruß
                            thomas
                            Hallo Thomas,

                            nein, das ardupilot-Forum ist nur in Englisch und man kann es nicht umstellen.
                            Google bietet aber auch an, ganze Seiten übersetzt darzustellen. So musst Du beim Lesen nicht jeden einzelnen Post getrennt übersetzen. Das nur zur Info.

                            LG

                            Heri

                            Kommentar

                            • heri
                              Member
                              • 16.10.2020
                              • 84
                              • Heri

                              #15
                              AW: Erfahrungen mit ardupilot Flightcontrollern z.B. Pixhawk 4 mini

                              Hallo,

                              ich habe nun weitere Testflüge unternommen und Erfahrungen gesammelt.

                              Seit der Neukalibierung des Kompasses hatte ich kein unvorhersehbares Verhalten mehr in einem der GPS-Modi. Klopfen wir auf Holz, dass dies so bleibt ;-)

                              Mein Testheli, ein TREX600 hat im Moment keine Haube drauf, da ich den FC vor dem Motor auf der "Plattform" quer montiert habe. Ja, der FC ist etwas größer als ein FBL, da auch viel mehr Funktionen/Anschlüsse im Gerät untergebracht sind.

                              Und ohne Haube wird so ein TREX600 in 100 Meter Entfernung doch ganz klein. Zumal für einen Scale-Flieger der eher 700er oder 800er fliegt.

                              Aber aus alter Gewohnheit fängt man an immer größere Kreise zu fliegen und schwupp ist der Heli fast aus den Augen. Und unser Platz liegt dummerweise so, dass wir oft mit Gegenlicht fliegen müssen. Und da war sie wieder, die Situation dass ich die Lage des Heli mehr erahnen als sehen konnte. Zum Glück war ich im Loiter-Modus. Also Heli "parken", Ruhe bewahren und über den Acker zum Heli marschiert bis ich dessen Lage wieder gut erkannte. Und dann zurück zum Platz geflogen. Wunderbar dachte ich, aber warum muss ich über den Acker marschieren, da gibt es doch RTL (Return to Land).

                              Zuhause angekommen machte ich mich sofort über die Dokumentation zu RTL her.

                              RTL bedeutet, dass der Heli an den Punkt, von dem er gestartet ("Armed") wurde zurückfliegt und dort landet. Hierbei kann man über Parameter genau festlegen wie er das tut und ob er in einer bestimmten Höhe über dem Startpunkt schweben bleibt oder tatsächlich landet. Ich habe mich für das Scheben in 3 Meter Höhe entschieden.
                              Das ganze "Wie" kann man in den Docs nachlesen und ist ausführlich beschrieben.
                              Ich löse RTL über einen Wipp-Feder-Schalter aus. Solange ich diesen Schalter gedrückt halte folgt der FC seinem RTL. Lasse ich den Schalter los, kehrt er in den letzten Flug-Modi zurück den ich vor dem Auslösen des RTL eingestellt hatte.

                              Gesagt getan. Und es funktioniert prima. Schalter auf RTL: Heli stoppt; Heli steigt auf eingestellt Sicherheitshöhe; Heli richtet sich zum Lande(Start)punkt aus; Heli fliegt Richtung Startpunkt; Heli bleibt über Startpunkt schweben und richtet den heli so aus, wie er gestartet wurde; Heli sinkt in vorgegebener Geschwindigkeit bis zur vorgegebenen Höhe; Heli schwebt über Startpunkt und wartet auf meine weiteren Befehle.

                              Das ist genial.

                              Ich habe seitdem in jedem Flug 2 bis 3 mal die RTL-Funktion ausgelöst. Zur ßbung für die Motorik im Gehirn. Damit ich in einer "Notsituation" nicht lange überlegen muss was ich mache und wo der Schalter ist.


                              Ob der Heli auch aus einer Kopfüber-Position das RTL ausführen kann, habe ich nicht ausprobiert. Ich vermute jedoch, dass der FC das kann.


                              Mir gefällt der "Loiter"-Modus sehr gut. Klar, Sportpiloten und 3D-Flieger werden dies als "Koax"-Fliegen belächeln. Im Gegensatz zum PosHold-Modus kann ich den Loiter-Modus über viele Parameter an meinen persönlichen Flugstil und das Modell anpassen.
                              Hier bietet der PosHold-Modus weniger Einstellungen.
                              Die Trägheit um den Knüppelmittelpunkt kann man vermindern, indem man ein negatives Expo einstellt. Also ein Expo, welches um den Knüppelmittelpunkt die Ausschläge vergrößert und dann abflacht. Hierdurch wird der Heli bei kleinen Knüppelausschlägen agiler.

                              Jedem Modus den ich nutze, habe ich auf meiner Fernsteuerung einen Flugzustand zugewiesen. Beim Umschalten auf diesen Modus kann Dual-Rate und Expo entsprechend angepasst werden.

                              Ich habe mich dafür entschieden vorwiegend in einem Modus zu fliegen. Nach meiner Meinung stellt sich so das Gehirn auf das Steuerverhalten besser ein.


                              Auch nachfolgende Betrachtung stellt nur meine persönlich Meinung dar und ich akzeptiere hierzu auch jede andere Meinung:

                              Auf vielen Modellflugtagen sehe ich immer wieder Scale-Helis, die spektakulär bewegt werden. Echten Passagieren würde es den Magen umdrehen. Ich frage mich dann, warum nimmt der Besitzer nicht eine schöne Trainerhaube oder einen F3C-Rumpf und steckt seine Mechanik da rein. Gut jedem das seine.

                              Oft werden Scale-Modelle auch viel zu schnell geflogen. Bei einem 1:7-Modell mit einer originalen Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h sollte das Modell nicht schneller als 40 km/h bewegt werden, im Schnellflug. Mit einem FC kann man dies leicht einstellen.
                              Das ruhige, runde, ja fast träge Flugbild eines großen Originalhelis sollte das Ziel jedes Scale-Piloten sein. Wird doch viel Zeit in das detaillierte ßußere des Scale-Helis gesteckt und teils die Nieten und Sicken gezählt. Und die Instrumentenbeleuchtung muss wie im Original "ablaufen".
                              Diesem Originalflugbild nahe zu kommen ist mit dem FC sicherlich leichter geworden und der schon beschriebene Sicherheitsgewinn kommt noch hinzu.

                              Ich habe schon den zweiten Pixhawk 4 Mini auf meiner Werkbank liegen. Der kommt in meine VARIO Bell 230 rein. Und wer mich dann einen Koax-Flieger nennt, der darf das gerne

                              LG

                              Heri

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