YS91 Probleme

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  • Fabian_F
    Senior Member
    • 31.12.2006
    • 1079
    • Fabian
    • Wiese

    #1

    YS91 Probleme

    So, ich komme gerade vom fliegen mit meinem 90er mit dem YS 91 ST RR und mir gehen langsam die Ideen aus....

    Eigendlich war alles wie sonst auch, ich hab am Motor nichts verstellt oder sonstwas aber seit einigen Tanks habe ich das Problem, das der Motor einfach kaum Leistung hat (für die die in Bayern da waren, ab dem letzten Flug am Samstag) und schon bei einfachen Sachen wie Rolltictocs brutalst einbricht.
    Ich muss dann nach maximal 5-6 Tictocs abbrechen weil man sonst meint, der Motor würde stehenbleiben.

    Ich hab am Vergaser rumgedreht, viele verschiedene Einstellungen getestet und festgestellt, das der Motor wenn ich etwas fetter drehe, etwas besser geht, aber lange nicht so wie er noch vor ca. 15-20 Tanks ging.

    Die Nadeln stehen eigenlich normal, wie auch in der Anleitung. 1.6 Umdrehungen Schwebe, 1.0-1.2 Umdrehungen Volllast und 0.6 Umdrehungen Leerlauf.

    So hatte ich es die ganze Zeit über aber auf einmal ging es einfach los dass der Motor sehr schnell in der Leistung wegbricht.

    Motor wie geschrieben Yamada YS 91 ST RR, Kerze OS #8, Sprit ist Wildcat DLV30.
    Gemessene Maximaltemperatur heute 130°C, nach ca. 4 sek hats am Finger angefangen weh zu tun, im Kurbelgehäuse.
    Ich hatte den Motor natürlich auch fetter laufen, wo das Kurbelgehäuse dann lauwarm war, aber das waren die Höchstwerte.
    Leistung ist, fast egal wie ich einstelle, gleichermaßen besch..eiden...

    Die Kerze ist gerade frisch eingesetzt da ich eine kaputte Kerze in Verdacht hatte aber die neue sieht jetzt genauso aus wie die alte, also es befindet sich eine leicht bräunlich bis schwarze Verfärbung am äußeren Ring, wo die Wendel "verlötet" ist. Die ersten 2 Gewindegänge sind auch dunkel.

    So, ich hoffe Ihr könnt mir helfen...
  • Nickmick
    Senior Member
    • 22.11.2006
    • 1528
    • Thomas
    • München und Pocking

    #2
    AW: YS91 Probleme

    Hallo Fabian,


    nicht selten entsteht beim Yamada ein derartiges Problem durch eine Fehlfunktion des Rückschlagventils.
    Dreck im Vergaser kann natürlich auch sein oder ein nicht mehr sauberer Kraftstoffilter.
    ßberprüfs einfach mal.
    Schau mal was passiert, wenn Du das Rückschlagventil wechselst. War bei meinen 2 Yamadas auch schon 2x der Fall, dann ging der Motor wieder einwandfrei.


    LG Nickmick

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    • Christian Rose
      Senior Member
      • 14.04.2001
      • 3193
      • Christian
      • Taching am See

      #3
      AW: YS91 Probleme

      Rein auf Verdacht:

      Schon mal Dämpfer und Kurbelwellengehäuse-Deckel abgemacht und reingeschaut? Ich vermute mal der hat sich irgendwas gezogen (Dreck, Teil vom Kerzelwedel, Teil vom Kolbenring etc). Kompression dürfte auch weniger sein. Da sollten eindeutige Riefen am Kolben zu sehen sein

      Das gleiche Phänomen gibts beim YS auch, wenn die Lager wirklich komplett hin sind und da ein Teil ggf. auch rausgebrochen ist. (Aber das hört man beim Fliegen - es sei denn man ist taub oder man hat absolut keine Ahnung von der Technik)

      Was anderes kann ich mir da eigentlich nicht vorstellen. In dem Fall: Neue Laufgarnitur rein + Lager und gut.

      Nachtrag zum Posting von Nick: Guter Ansatzpunkt, aber: dann würde der Motor abmagern, weil er weniger Sprit erwischt

      Gruß
      Christian
      XL Power Specter 700 V2 + Quest IM775
      Theta + Futaba + Kontronik + Egodrift

      Kommentar

      • Fabian_F
        Senior Member
        • 31.12.2006
        • 1079
        • Fabian
        • Wiese

        #4
        AW: YS91 Probleme

        Also der Motor hat jetzt 5 Gallonen WC30DLV durch und die Kompression ist noch genauso wie vorher auch, daher schließe ich mal Kolbenringausbrüche, kaputte Lager usw aus. Er hört sich auch an wie sonst auch.

        Ich hatte ihn zwar nicht offen, aber das würde mich mehr als nur richtig verwundern wenn der ne kaputte LG hätte.... Die Kerze war auch nicht so kaputt das die Wendel gebrochen währe, sie war einfach sehr dunkel und die Wendel war so etwas "bröselig", schwer zu beschreiben. Aber nicht brökelig, als das was in den Brennraum reingefallen sein könnte, die Wendel war einfach etwas "uneben" wie nach zu magerem Lauf (was ich aber ausschließe).

        Er wird halt wenn ich ihn magerer drehe sehr schnell an die 130°C warm, würde doch eher für eine Art abmagern oder zu hohe Verdichtung und resultierende Frühzündung sprechen oder?

        Könnte ne andere (kältere) Kerze wie Enya4 helfen? So welche hätte ich noch hier.

        Kommentar

        • Christian Rose
          Senior Member
          • 14.04.2001
          • 3193
          • Christian
          • Taching am See

          #5
          AW: YS91 Probleme

          Also nochmal von vorne:

          Motor ist bereits gelaufen - Probleme traten erst nach einiger Zeit auf! Richtig? Es kann nicht sein, das Du von heute auf morgen eine andere Kerze montieren musst (anstelle von OS die Enya).

          Vergaser, Spritfilter usw - wie Mick schon geschrieben hat- sind kontrolliert und sind i.O. ?

          Dann leuchtet mir eins nicht ein:

          Du schreibst, das Du plötzlich keine Leistung mehr hast!

          Deine Argumentation im letzten Posting steht dazu im völligen Gegensatz. Wieso schließt Du dann kategorisch einen Defekt aus? Ist nämlich unlogisch. Die Kompression muss nicht gleich weniger werden, kann auch erst nach einigen Flügen passieren, da sich das ganze langsam zu einem immer größer werdenden Problem "hocharbeitet".

          Weil wenn Du magerer stellst und dann gleich 130° hast, dann bist Du meiner Meinung nach um einiges zu mager geflogen bzw. fliegst noch zu mager. Der Leistungseinbruch ist dann folglich ein Symtom für einen ßberhitzungsschaden usw.

          Sind nur 4 Schrauben dann kannst beim Dämpfer oder beim Kurbenwellen-Gehäuse nachschauen. Oder schraub den Motor einfach mal raus und schau ihn Dir an

          95% aller YS-Probleme sind meiner Erfahrung nach "Application Error caused by user". So Lapalien wie ein sich auflösendes Filzpendel oder das 20% CP Problem sind harmlos dagegen. Bei uns am Platz hab ich die Erfahrung gemacht das Vereinskollegen entweder Ihre YS viel zu fett oder viel zu mager fliegen. Die die zu fett fliegen haben Angst das sie Ihren Motor überhitzen und die deren Motor zu mager ist, meinen der Motor würgt weil er noch zu fett ist.

          VG
          Christian
          XL Power Specter 700 V2 + Quest IM775
          Theta + Futaba + Kontronik + Egodrift

          Kommentar

          • Fabian_F
            Senior Member
            • 31.12.2006
            • 1079
            • Fabian
            • Wiese

            #6
            AW: YS91 Probleme

            Ich bau den Motor morgen mal aus und werde dann mal reinschauen.

            Ich schließe deshalb einen Defekt aus, weil der Motor ansich ja schon geht, nur halt deutlich schneller einbricht, als sonst und das kam plötzlich.
            Das verwunderte mich halt ziemlich.

            Wenn ich den Motor mit Temperaturen um 110°C betreibe, bricht er richtig ein und saut mir den Heli brutalst ein, das ist dann ein wahnsinns Gesiffe...

            Vielleicht ist er auch wirklich einfach "nur" fertig, bzw die Garnitur.

            Naja, we will see....

            Kommentar

            • Austin
              Austin

              #7
              AW: YS91 Probleme

              @Christian,
              kannst Du mal den link zum "20% CP Problem" dazuscheiben oder schicken? (hat mich neugierig gemacht)
              danke
              Falk

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              • Nickmick
                Senior Member
                • 22.11.2006
                • 1528
                • Thomas
                • München und Pocking

                #8
                AW: YS91 Probleme

                Zitat von Fabian_F Beitrag anzeigen
                Ich bau den Motor morgen mal aus und werde dann mal reinschauen.

                Ich schließe deshalb einen Defekt aus, weil der Motor ansich ja schon geht, nur halt deutlich schneller einbricht, als sonst und das kam plötzlich.
                Das verwunderte mich halt ziemlich.

                Wenn ich den Motor mit Temperaturen um 110°C betreibe, bricht er richtig ein und saut mir den Heli brutalst ein, das ist dann ein wahnsinns Gesiffe...

                Vielleicht ist er auch wirklich einfach "nur" fertig, bzw die Garnitur.

                Naja, we will see....

                Hallo Fabian,


                Bitte probier einfach zuerst ein anderes Rückschlagventil, bevor Du den Motor ausbaust und zerlegst.
                Du sparst Dir ne Menge Arbeit und so wie sich das anhört, glaube ich schon, daß da tatsächlich der Wurm begraben ist.
                Der Yamada reagiert extrem empfindlich, wenn dieses Ventil nicht richtig funktioniert. Mal stellst Du den Motor etwas fetter, kurzzeitig läuft er sogar wieder besser um im nächsten Augenblick wieder einzubrechen. Egal was Du am Vergaser machst, Du kommst nicht wirklich weiter. Ich kenn das und habe es selbst nicht geglaubt, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, daß dieses kleine Ventil so großen Einfluß auf die Motoreinstellung und entsprechend die Laufeigenschaften hat, aber es ist tatsächlich so.
                Nicht umsonst gibt Yamada auch in der Anleitung den genauen Abstand vom Kurbelgehäusedeckelanschlußnippel zum Ventil vor.
                Das sind zwar nur minimale Druckdifferenzen, die da entstehen, wenn der Abstand variiert wird, haben aber erhebliche Auswirkungen.
                Probiers einfach aus, wenns daran nicht liegt, kannst Du den Motor immer noch ausbauen. Wenns zum Erfolg führt, hast Du Dir ne Menge unnötiger Arbeit gespart.
                Du kannst auch das vorhandene Ventil einfach mal auseinanderschrauben, evtl. reinigen und wieder zusammensetzen.
                Du mußt dabei nur darauf aufpassen, daß Dir die kleine durchsichtige Membran, die drinnen ist, nicht verloren geht, also Vorsicht. Es kann nämlich auch sein, daß die etwas klemmt, weils verklebt ist oder wie auch immer, sich zu spät öffnet und dadurch auch nicht der richtige Druck aufgebaut wird.
                Darüber hinaus ist es auch wichtig, daß das ganze Tanksystem absolut dicht ist, also auch hier kein Druck entweichen kann. Evtl dichten die Schlauchanschlüsse nicht mehr richtig ab und dann hast Du das gleiche Problem.
                Nach einem Motordefekt hört es sich für mich zumindest nicht an, evtl. wie gesagt noch eine Verunreinigung im Vergaser, da ist auch die vorhandene Membran nicht ganz unempfindlich.
                So, dann hoffe ich, daß Dein Motor bald wieder läuft !

                LG Nickmick

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                • Hughes 500
                  Gast
                  • 28.11.2006
                  • 1119
                  • Udo
                  • Zülpich/Heimbach

                  #9
                  AW: YS91 Probleme

                  Hallo,

                  Oelrückstände im Ventil lassen es gerne Verkleben. Das Ventil öffnet nicht mehr richtig, der Druck im Tank ist geringer und der Motor magert ab.
                  Da schliese ich mich der Meinung von Nickmick an und würd das Ventil mal eben wechseln und schaun wie er dann läuft.

                  Am Ende eines Flugtages mal mit einer Spritze frischen Sprit durch das Ventil spritzen.
                  Das Oel im WC klebt schon mächtig. Ich kann es problemlos abwischen, aber einmal mict dran gedacht und einen Tag später klebt das Oel wie Klebstoff.

                  Gr.Udo

                  Kommentar

                  • Nickmick
                    Senior Member
                    • 22.11.2006
                    • 1528
                    • Thomas
                    • München und Pocking

                    #10
                    AW: YS91 Probleme

                    Zitat von Hughes 500 Beitrag anzeigen
                    Hallo,

                    Oelrückstände im Ventil lassen es gerne Verkleben. Das Ventil öffnet nicht mehr richtig, der Druck im Tank ist geringer und der Motor magert ab.

                    Am Ende eines Flugtages mal mit einer Spritze frischen Sprit durch das Ventil spritzen.
                    Das Oel im WC klebt schon mächtig. Ich kann es problemlos abwischen, aber einmal mict dran gedacht und einen Tag später klebt das Oel wie Klebstoff.

                    Gr.Udo

                    Genauso ist es, wie Udo schreibt.
                    Das ßl im WC ist mit Sicherheit nicht schlecht, aber im ungemischten Zustand (mit Methanol und Nitro) schon eher zähflüssig und neigt an der Luft leicht zum Verkleben, worauf gerade Membranen sehr empfindlich reagieren.


                    LG Nickmick


                    LG Nickmick

                    Kommentar

                    • Fabian_F
                      Senior Member
                      • 31.12.2006
                      • 1079
                      • Fabian
                      • Wiese

                      #11
                      AW: YS91 Probleme

                      Danke erstmal für die guten Tipps.
                      Habe den Motor noch nicht draußen, das lasse ich dann auch erstmal.
                      Ich hab gerade das Rückschlagventil ausgebaut aber konnte da leider nichts feststellen, was auf verkleben oder ßlrückstände schließen lassen könnte...
                      Was ich aber festgestellt habe, der Schlauch zwischen Ventil und Tank hat sich leicht verfärbt und beim abziehen ist ein Stück abgerissen, was dann noch auf dem Nippel am Ventil war.
                      Ich hab das Ventil nun mal vorsichtig sauber gemacht und die Membran schien auch in Ordnung zu sein usw. Ich werd jetzt einfach mal noch die Schläuche erneuern und die Tanks (Haupt und Header) auf Dichtigkeit prüfen.
                      Den Haupttank muss ich eh rausmachen, da der auf Schaumstoffklebeband geklebt ist und dann zusätzlich nochmal mit starken Klettschlaufen gesichert ist, aber durch die Sifferei zerschleimt es mir immerwieder das Klebeband und der Tank wird lockerer (Kennt einer ein gutes Klebepad was Spritbeständig ist, vielleicht diese grünen Gummiklebepads von Kyosho?).
                      Wobei der Headertank dicht sein muss, weil sonst beim Fliegen durch den Druck müsste ansonsten ja Sprit aus dem Headertank richtig rausdrücken.
                      Beim Haupttank könnte es schon eher sein, mir ist aufgefallen, dass wenn ich mal nicht direkt nach dem fliegen den Tank entlüfte, dass man dann statt einem deutlichen, recht intensivem "Pfffff" nur ein leichtes "pfff" hört. Scheinbar entweicht irgendwo doch etwas Druck...

                      Kommentar

                      • Nickmick
                        Senior Member
                        • 22.11.2006
                        • 1528
                        • Thomas
                        • München und Pocking

                        #12
                        AW: YS91 Probleme

                        Zitat von Fabian_F Beitrag anzeigen
                        Beim Haupttank könnte es schon eher sein, mir ist aufgefallen, dass wenn ich mal nicht direkt nach dem fliegen den Tank entlüfte, dass man dann statt einem deutlichen, recht intensivem "Pfffff" nur ein leichtes "pfff" hört. Scheinbar entweicht irgendwo doch etwas Druck...

                        Na denn, dann kannst Dir ja schon mal ziemlich sicher sein, daß dem Motor selber nix fehlt ...



                        LG Nickmick

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                        • Fabian_F
                          Senior Member
                          • 31.12.2006
                          • 1079
                          • Fabian
                          • Wiese

                          #13
                          AW: YS91 Probleme

                          So ich war am Wochenende wieder testen, hab die Tanks neu mit Schläuchen verbunden und ansonsten auch alle anderen Schläuche erneuert, Schlauchdurchführungen erneuert, Rückschlagventil sauber gemacht usw.

                          Ergebnis waren 168.7°C nach 2x auf ca. 50% ßffnung des Vergasers hochfahren.

                          Kommentar

                          • Hughes 500
                            Gast
                            • 28.11.2006
                            • 1119
                            • Udo
                            • Zülpich/Heimbach

                            #14
                            AW: YS91 Probleme

                            Hallo,

                            da kommt zu wenig Sprit im Motor an. Desshalb die 168 Grad.
                            Jetzt bleibt ja nur noch vorne, die Geschichte unter dem Vergaser mal aufzumachen und zu reinigen.

                            Also das Drucksystem vom Yamada scheint ja eine feine Sache zu sein, aber auch sehr anfällig.
                            Bei meinem OS mit Pumpe habe ich diesen Stress nicht. Der läuft auch bis zum letzten Tropfen
                            problemlos.

                            Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist, das Yamada erst den Tank so stark unter Druck setzt
                            und dann wieder den Druck mit dem Regler unterhalb des Vergasers runterholt.
                            Da reicht eine minimale Ablagerung schon aus und der Vergaser bekommt zu wenig Sprit. Folge, Temperatur geht hoch.

                            Da gefällt mir die Lösung bei OS mit den Drucksystem einfach besser, weil viel weniger anfällig.

                            Das soll jetzt nicht heissen, das der Yamada ein schlechter Motor ist und man sich einen OS holen soll.
                            Nein, mir scheint der Yamada nur in manschen Dingen etwas empfindlicher zu sein.

                            Gr.Udo

                            Kommentar

                            • Fabian_F
                              Senior Member
                              • 31.12.2006
                              • 1079
                              • Fabian
                              • Wiese

                              #15
                              AW: YS91 Probleme

                              Genau, durch Ablagerungen, Undichtigkeit oder irgendwas magert er einfach ab....

                              Kommentar

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