Soweit ich das verstanden habe, wird der Motor aktiv abgebremst. Dabei wirkt dann der Motor als Generator und die Spannung erhöht sich, wodurch der Akku sogar geladen werden kann.
Dass eine E-Maschine zum Generator wird, wenn man sie mechanisch antreibt, ist jetzt nicht wirklich verwunderlich. Die Frage hier ist, wie dreiphasiger Wechselstrom (den unsere BL-Motoren da produzieren) den Weg in einen Akku findet. Bei der herkömmlichen PWM an den Low-End-FETs (sowohl mit passivem als auch mit aktivem Freilauf) sehe ich den aber nicht.
Also was bedeutet "regenerativer Freilauf" schaltungstechnisch?
Z.B. bei einem Overspeed. Wo die Motordrehzahl erst einmal massiv steigen würde. Durch den regenerativen Freilauf wird der Motor wieder "zurückgeholt".
Der Motor weiß normalerweise nix vom Overspeed, wegen des (mechanischen) Freilaufs im Antriebsstrang. Da geht nur die Last gegen Null und die Drehzahlregelung nimmt die Leistung zurück. Deswegen hat beim Heli eine elektrische Motorbremse (und genauso die Rekuperation) keinen Sinn.
Bei einer Klappluftschraube ist sie eine Notwendigkeit, und im Flächenkunstflug kannst damit aerodynamisch bremsen. Aber wenn sich ein Rotor ohnehin frei weiter dreht, wozu den Motor aktiv verzögern? Und rekuperieren, nur um das bisserl kinetische Energie aus ihm (dem Motor, nicht dem Rotor) zurück zu holen?
Das ist mir klar, nur beim Overspeed wird schlagartig entlastet, weshalb der Motor extrem schnell über die Solldrehzahl hinausschießt ohne die regn. Bremse und er sehr lange bräuchte, um wieder auf Solldrehzahl sich einzupendeln und sogar durch die Trägheit erst vorher einbrechen würde.
Wie das technisch abläuft, aber eike Rückspeißung in den Akku zurück soll möglich sein.
... nur beim Overspeed wird schlagartig entlastet, ...
So schlagartig, wie ein im Vergleich zum Motor erheblich trägerer Rotor eben Drehzahl aufbauen kann. Da geht´s (schon rein akustisch) um Zehntelsekunden, und das sollte eine Regelelektronik doch leicht hinbekommen. Der VStabi Governor schafft das nicht?
Kannst Du hier nachlesen. Die regenerative Bremse ist sowohl bei der internen Regelung, als auch bei der externen wichtig, nur bisher war sie bei der externen Regelung nicht aktiviert. Zukünftig wird sie immer aktiv sein. Mit einer Touch kann man sie leicht aktivieren, ansonsten benötigt man USB.
Glaube die Drehzahl ist von 2000 rpm auf bis zu 2500 ca. hochgeschossen. Also die Motordrehzahl umgerechnet. Es wird ja nie die Rotordrehzahl gemessen.
Für das Update wirst Du eh das USB benötigen. Und da die zwei Hochlaufzeiten aktuell soweit ich weiß (verwende die clsssic Vbar) nicht über die Touch zu verändern sind, werden diese wohl in der zeitnahen Zukunft auch nur über PC zu verstellen sein. All dies ist aber nur eine Vermutung meinerseits.
Ebenso wird dann auch der letztens von mir erwähnte Wettkampfmodus kommen, wo für F3N und F3C optimal ausgewählt werden kann, dass der Motor im Bailout wie bei Kontronik und Hobbywing komplett aus ist. Optimal deshalb, weil die aktuelle Variante die bessere ist, sie wird daher auch Standard bleiben.
Ich denke du meinst optional?
Für mich wäre eher der kommende F3C Modus optimal.
Wie gesagt, ich möchte nicht mit weiter angetriebenen Motor mit 20% Rotordrehzahl nach einer missglückten Auro mit dem Heli umkippen. Das gibt Kleinholz.
Die einzige Möglichkeit das Aktiv zu verhindern wäre während der Auro nach dem "point of no return" (also wenn es zu spät für einen Bailout ist) den Motor sofort komplett abzustellen.
Also muss ich noch warten mit meinem Reglerkauf bis das Update verfügbar ist.
Danke für deine Nachfrage und Berichtigung bei YGE.
@ Philipp : Threadnapping finde ich übrigens nicht so fein.
Bitte eröffne einen passenden Thread.
Meinte optional und dann stelle doch 10% oder 8% ein. Dann hast Du nur 200 rpm.bei einem 700er und da passiert dann nix mehr
Ich habe dieses Jahr einmal Blätter kaputt gemacht, weil der Bailout bei einem anderen Regler wo der Motor ganz aus ist beim Bailout. vermeintlich nicht mehr kam. Dann habe ich den Motor ganz ausgemacht und genau in dem Moment ging der Motor wieder an. Da war es aber zu spät.
Zuletzt geändert von danielgonzalez; 28.09.2020, 18:03.
Hallo, ich hänge mich mal kurz hier dran, da ich gerade die ersten beiden Helis von HobbyWing auf YGE umgebaut habe und ich auch mit dem anderen Verhalten beim Bailout zu "kämpfen" hatte.
Spricht irgend etwas dagegen, den Gaswert für die Autorotation z.B. auf 2% zu legen, so dass der Motor nicht mehr (an)läuft?
Die Tests waren auf der Werkbank (ohne Blätter) erfolgreich: Ich lasse den Heli bei Nenndrehzahl laufen, schalte auf die Flugphase AR: Der Motor geht aus und der Rotor läuft aus. Nehme ich jetzt AR wieder raus, beschleunigt der YGE zügig auf die Nenndrehzahl. Hier kann ich keinen gravierenden Unterschied zum vorherigen HobbyWing erkennen.
Was fehlt, ist nur der Timer des HobbyWing, nach wie vielen Sekunden Autorotation ein Bailout nicht mehr durchgeführt wird, auch wenn die Gasvorwahl noch auf Autorotation steht. (Hier nutze ich beim YGE den "Motor-Aus" Schalter nach der Landung, um Bailout zu deaktivieren)
Das ist ja interessant!
Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall mit yge telefonieren um sicherzustellen das dabei nichts schiefgehen, weil vielleicht der Anlauf zu hart ist und den Freilauf überlastet.
Was fehlt, ist nur der Timer des HobbyWing, nach wie vielen Sekunden Autorotation ein Bailout nicht mehr durchgeführt wird, auch wenn die Gasvorwahl noch auf Autorotation steht.
Wenn man diesen Timer denn unbedingt benötigt, dann kann man sich diesen mit einem Sequenzer im Sender einfach selbst erstellen. Ich glaube bei HW ist der auf max. 60 Sekunden einstellbar.
Ich habe schon Auros aus sehr großer Höhe (bei Wind) als Floater geflogen die länger als 60 Sekunden gedauert haben. Deshalb bin ich gar nicht so ein Freund von diesen Timer wenn man die Zeit nicht hochgenug einstellen kann.
Einfach nach dem landen zuerst Motor komplett aus und dann den erst den Auroschalter zurückschalten. Anfangs muss man sich etwas konzentrieren beim schalten, aber nach einigen Auros geht das in Fleisch und Blut über.
So ist sichergestellt das der Auromodus des Reglers sofort verlassen wird.
Das ist ja interessant!
Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall mit yge telefonieren um sicherzustellen das dabei nichts schiefgehen, weil vielleicht der Anlauf zu hart ist und den Freilauf überlastet.
Den Anlauf kann man unter "Gas-Reaktion" am PC Tool individuell einstellen. Von sinnfreien Anlaufzeiten weit über 20 Sekunden, bis zur kürzesten Zeit die bei 0,5 Sekunden liegt. (Das ist sicher zu hart).
Mit 2,2 Sekunden für meinen 600er klappts gut - vielleicht gehen Andere da noch härter ran.
Die Werkseinstellung für "Fast" beim Anlauf ist übrigens 2,7 Sekunden im Auro-Abbruch. 5,4 Sekunden für den normalen Anlauf. Beide Zeiten beziehen sich auf den Anlauf bis 100%, wenn man eine Gasgerade von 80% fliegt, geht's schneller.
Den Anlauf kann man unter "Gas-Reaktion" am PC Tool individuell einstellen. Von sinnfreien Anlaufzeiten weit über 20 Sekunden, bis zur kürzesten Zeit die bei 0,5 Sekunden liegt. (Das ist sicher zu hart).
Mit 2,2 Sekunden für meinen 600er klappts gut - vielleicht gehen Andere da noch härter ran.
Die Werkseinstellung für "Fast" beim Anlauf ist übrigens 2,7 Sekunden im Auro-Abbruch. 5,4 Sekunden für den normalen Anlauf. Beide Zeiten beziehen sich auf den Anlauf bis 100%, wenn man eine Gasgerade von 80% fliegt, geht's schneller.
dito
habe auch um die 2s Anlaufzeit eingestellt, da ich nicht auf so extreme Heckversetzter in Bodennähe stehe und ich das Getriebe bei fehlgeschlagener Auro etwas schonen will. Der Motor dreht dann während des Bailout bei meinen aktuellen Einstellungen noch mit 250rpm am Kopf weiter - habe heute mal darauf geachtet.
So ist es. Ich kann so auch extrem viel mehr beim Aurotraining mit Flugschülern zulassen. Erst neulich sogar Rückenloopingauros mit halber Rolle vor der Landung mit einem Flugschüler gemacht. Das hätte ich früher nie gewagt, weil Du musst dich da 100% auf den Bailout verlassen. Sowohl in der Zuverlässigkeit, als auch in der Schnelligkeit
Ich hab`s heute unfreiwillig getestet - und hier die Telemetrie dazu: an1.jpgan2.jpg
Nach dem Aufsetzen hab ich TH aktiviert. Gaskanal, weiße Line zeigt Wert 0. Die Drehzahl ist zwischen 150 und 200 RPM als ich den TH deaktiviert habe und damit geht der Gaskanal auf Wert 58, meine Gasgerade. Der YGE 95 LVT legt einen Schnellanlauf hin, und bringt den Rotor in knapp über einer Sekunde auf Nenndrehzahl.
Es ist also nicht erforderlich, einen geringen Gas-Wert zu programmieren. Solange der Rotor beim Autorotieren noch dreht, macht der YGE Regler einen Schnellanlauf. Die gemessene Drehzahl ist dafür ausschlaggebend.
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