die Sache ist eigentlich relativ einfach:
- die kV-Zahl ist abhängig von der Umfangsfläche des Stators geteilt durch die Windungszahl einer Phase (Annahme: gleiche Luftspalt-Induktion, also gleiche Magnetdicke und gleicher Luftspalt)
- der Innenwiderstand ist abhängig von Drahtlänge geteilt durch Drahtquerschnitt
- die Drahtlänge ist die Statorlänge (Nutzlänge) + die Länge der Wickelköpfe (notwendige, aber ungenutzte Länge)
Wird der Motor jetzt länger gemacht, sinkt der mögliche Platz für den Draht, der Querschnitt wird also geringer, der Innenwiderstand also höher. Allerdings sinkt auch der relative Anteil der unnützen Wickelköpfe ein wenig. Typischerweise ist also ein kurzer, dicker Motor bezüglich des Innenwiderstandes im Vorteil. Allerdings steigt das Gewicht des Stators linear mit dem Durchmesser bei gleicher Mantelfläche, der Motor wird also schwerer; weiters steigen mit dem Gewicht des Stators auch die Eisenverluste. Gewichtsoptimal sind die Motore typischerweise ganz grob bei Durchmesser = Länge; wegen der mit der Drehzahl zunehmenden Eisenverluste verschiebt sich das Optimum bei hochdrehenden Motoren in Richtung größere Länge.
Die Polzahl hat übrigens bei ansonsten gleichen Parametern nur unwesentlichen Einfluss auf das kV. Von den Eisenverlusten her wäre ein 3N / 2 P - Motor am besten. Nachteil davon ist, dass alle Windungen dann auf einem Zahn sind und damit die Wickelköpfe enorm groß werden. Deshalb teilt man die Wicklung sinnvollerweise auf mehrere Zähne auf, was dann eine höher Magnetzahl erfordert - mit dem Nachteil, dass die Eisenverluste steigen.


" ...ich geh also erst mal auf den Dachboden bzw. in Keller, such mein Vorlesungsscript und les nach, warum so ein E-Motor eigentlich funktioniert...
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