Rolf
Motor mit höherer Spannung betreiben - Verständnisfrage
Einklappen
X
-
Shuttle ZXX
AW: Motor mit höherer Spannung betreiben - Verständnisfrage
Rolf du überliest das THEORETISCH, dabei hab ich es doch extra unterstrichen...Zitat von Rolli Beitrag anzeigenAlso :klares NEIN !!
Man KANN den Motor mit höherer Spannung betreiben, davon geht er nicht kaputt. Nur wie schon erwähnt SOLLTE man dann nicht Vollgas geben. Da dann die Drehzahl zu hoch wäre.
Also es geht, solange man innerhalb des Drehzahllimits bleibt.
- Top
Kommentar
-
Michael62
AW: Motor mit höherer Spannung betreiben - Verständnisfrage
Ein Elektromotor hat so wie ich demke, vier Grenzen ( wenn jemandem noch eine einfällt? )
- Isolationsspannung
Das ist die 1000V, die bei der Wicklung geprüft wird.
Wenn deine Freilaufdioden im Regler schnell sind, dann kannst du bei der Betriebsspannung bis etwa 60% davon in einem Dreiphasen System gehen.
Also kannst du den Motor weit höher belasten als du denkst ( Spannungsmässig )
- Entmagnetisierungsstrom
Jedes ßberschreiten ( auch kurzzeitig im Millisekundenbereich ) des Entmagnetisierungsstroms führt zu einem Nachlassen der Permanentmagnete welches Irreversibel ist.
Wenn es öfter mit kleinen ßberschreitungen passiert, verliert der Motor schleichend Leistung
- thermische Grenze
in Abhängigkeit von dem verwendeten Isolatormaterial, der Vergussmasse und den Magneten gibt es Temperaturgrenzen.
Die sollte man nicht überschreiten, sonst kommt es zu einem schleichenden Kraftverlust ( Magnete ) oder zu einem Versagen ( Wicklungsverguss / Drahtisolationsmaterial )
- mechanische Grenzen
maximale Kräfte auf den Lagern, Maximaldrehzahl u.ä.
Spannungsmässig wirst du einen AC-Antrieb nicht kaputt bekommen.
Anders sieht es bei dem Regler aus.
Es gibt einen Mindestwiderstand und eine Mindestinduktivität ( meist auch eine Höchstinduktivität ) die ein Regler/Steller braucht.
Die verwendeten Bausteine haben einen sogenannten Lawinendurchbruch ( Avalanche Energie Limit , wen es interessiertt - http://www.vishay.com/docs/90160/an1005.pdf )
Für die ESC Hersteller ein Zielkonflikt. Sie müssen die FETs so niederohmig wie möglich ansteuern, damit in den Schaltflanken möglichst wenig Energie verbraten wird, aber in Abhängigkeit von Ausgangslast Ohm und Induktiv gerade noch so, dass die Bausteine den Lawinendurchbruch nicht bekommen..
Wenn du nun mit hoher Zellenzahl an einen sehr niederohmigen Motor mit geringer i
induktivität gehst und nun auch noch die Pulsweite stark zurücknimmst, kommt das ESC eventuell in den gefährlichen Bereich und die Endstufe macht die Grätsche.
Also wirst du - solange du auf die Drehzahlgrenze der Lager achtest und den zulässigen Entmagnetisierungsstrom und keine Eier auf dem Motor braten kannst, eher deinen Regler als den Motor gefährden.
So denke ich das jedenfalls.Zuletzt geändert von Gast; 09.08.2013, 20:02.
- Top
Kommentar
-
AW: Motor mit höherer Spannung betreiben - Verständnisfrage
Eine Sache wurde bisher noch gar nicht betrachtet und zwar die Polzahl des Motors.
Der 900er ist ein 14 Poler und irgendwann kommt der Regler mit seiner begrenzten Felddrehzahl nicht mehr hinterher.
Denke das ist der Teil des Problems der am ehesten greift.
Ist wie beim Tausendfüßler auf der Autobahn.
Gruß Stefan
- Top
Kommentar
-
Shuttle ZXX
AW: Motor mit höherer Spannung betreiben - Verständnisfrage
Weitläufig bekannt als FehlkommutierungZitat von noch ein Stefan Beitrag anzeigenEine Sache wurde bisher noch gar nicht betrachtet [...] und irgendwann kommt der Regler mit seiner begrenzten Felddrehzahl nicht mehr hinterher.
aus Beitrag #9
Zitat von Shuttle ZXX Beitrag anzeigenheftige Fehlkommutierungen erzeugen durch zu hohe Drehzahl (Regler killer) usw..
- Top
Kommentar

Kommentar