Kann mir vielleicht mal jemand kurz erklären, bei wie viel % Regleröffnung man die Kombination Motor/ Ritzel bestimmt?
Grundsätzlich schaut man ja nach dem ßbersetzungsverhältnis und den U/min/V vom Motor. Muss dann außer der %-Regleröffnung noch etwas in Betracht gezogen werden?
Kann mir vielleicht mal jemand kurz erklären, bei wie viel % Regleröffnung man die Kombination Motor/ Ritzel bestimmt?
Hallo Tobi,
die Wunschdrehzahl sollte bei ca 60% Regleröffnung erreicht werden. Dies trifft aber
durchaus nicht auf alle Regler zu, ist aber ein Anhaltswert. Ich habe gute Erfahrung
mit folgendem Headspeedcalcultator gemacht: MrMel headspeed calculator v3
Achso eines habe ich vergessen: wichtig ist natürlich noch die Spannung des Akkus. Wird da mit 4,2 V -also einem geladenen Akku gerechnet oder mit irgendwas zwischen voll und leer?
Vielleicht hat auch jemand die Lust und Muße ein Beispiel durchzurechnnen.
Z.B.:
Motor: 880 U/min/ V
Zahnrad: 117 Z
Ritzel: ?
Akku (Lipo): 6 Zellen (22,2 V)
gewünschte Drehzahl am Kopf: 2500 U/min
Ich kenne solche Rechner schon, aber ich wüsste es gerne mal, wie man sich das händisch errechnen kann.
Wofür werden in diesen Rechnern denn eigentlich immer die C-Raten des jeweiligen Akkus abgefragt? In meiner Rechnung hat das (bisher) keinen Platz
Anzahl der Zähne am Ritzel = Z
Konstante 3,2 gültig für gute Lipos und max good governing speed.
Z = (Wunschdrehzahl x Zähneanzahl HZR) : ( kV Motor x Zellenanzahl x 3,2 )
kV Motor = (Wunschdrehzahl x Zähnezahl HZR) : (Z x Zellenzahl x 3,2)
Zellenzahl = (Wunschdrehzahl x Zähnezahl HZR) : (Z x kV Motor x 3,2)
Drehzahl = ( Z x kV Motor x 3,2 x Zellenzahl ) :Zähnezahl HZR
Du kannst anstatt der Konstante auch 3,6V / Zelle einsetzen und dann
10% für den Motorschlupf abziehen. Mit der Konstante (nur bei LIPO)
ist´s halt einfacher. Generell muss ich dazu sagen , dass dies und auch
der Calculator nur Annäherungen sind, der Calc aber mMn genauer ist.
Grosser Unsicherheitsfaktor ist dabei die Leerlaufdrehzahl (kV) die sich oft
nicht mit den Herstellerangaben deckt.
Hallo Tobi,
ich gehe mal davon aus, dass die C-Rate die Spannungslage der Akkus berücksichtigt.
Ein 40C Akku hält die Spannung unter Last besser als ein 25C Akku.
Ich rechne einfach immer mit 3,25V pro Zelle, das ist die niedrigste Spannung die bei meinen Akkus während des Fluges gemessen wurde. Der Akku ist dann nur noch ca. 20-25% voll, also kurz vor der Landung. Bei dieser Spannung wird dann immer noch meine Wunschdrehzahl erreicht, der Regler ist dann aber fast 100% geöffnet. Soll er ja auch, dafür ist er ja da.
Bei deinem Antrieb komme ich auf folgende Werte:
max. Motordrehzahl: ( kV Motor x Zellenanzahl x 3,25V) = 880x6x3,25 = 17.160 U/Min
umm auf 2500 U/Min zu kommen muss die ßbersetzung so werden: 2500:17.160 ist 1:6,86
bei einem 117er HZR ergibt das folgendes Ritzel : 117:6,86 = 17,06 Zähne
Diese Rechnung ist natürlich an sich die Gleiche wie Peters oder Dinos Gleichnungen, nur für mich immer besser zu merken.
Natürlich kann man in der ersten Minute eine noch höhere Drehzahl fliegen, die Spannung ist ja deutlich höher. Nur wird diese Drehzahl irgendwann stark einbrechen, da die Spannung nicht mehr hoch genug ist um die Drehzahl zu halten.
Hallo,
ein paar Sachen sind mir eben noch eingefallen.
Und zwar ist die ßbersetzung 1:6,86 eigentlich nicht gerade günstig. Bei kleineren Helis (bis 500er) hat sich bei mir 1:10 bis 1:11 als günstig und haltbar erwiesen, bei den größeren Helis ca. 1:9. Immer für einstufige Getriebe, mit mehrstufigen habe ich keine Erfahrungen.
Warum? Eigentlich ganz einfach. Vergleiche es mit einem Fahhrad oder Auto. Bei einer etwas höheren Motor- bzw. Pedaldrehzahl ist es leichter unter Last die Geschwindigkeit zu halten.
Ich bin im Logo 600SE Motoren mit 400, 450 und 470KV geflogen. Bei gleicher Kopf-Drehzahl ist beim Schweben und leichter Rundflug kaum ein Unterschied in den Stromstärken festzustellen. Nach einem Looping ( Abfangen mit Vollpitch ) gab es dann aber deutliche Unterschiede. Der Strom war mit dem 400KV Motor am höchsten, knapp 30A mehr als beim 470er. Auch die Drehzahleinbrüche waren etwas höher. Geflogen bin ich mit 1750 U/Min am Kopf, mit dem 470KV Motor ein 12er Ritzel (1:8,83), mit dem 450er Motor ein 13er Ritzel (1:8,15) und mit dem 400er ein 14er Ritzel (1:7,57).
Bei dir würde ich (wenn noch kein Motor vorhanden ist) nach einem 12er oder 13er Ritzel schauen und einen Motor mit ca. 1200 KV nehmen, oder evtl. mit 8S rechnen.
Warum? Eigentlich ganz einfach. Vergleiche es mit einem Fahhrad oder Auto. Bei einer etwas höheren Motor- bzw. Pedaldrehzahl ist es leichter unter Last die Geschwindigkeit zu halten.
Ne Jan,
mechanisch gesehen sind die Untersezungen die wir üblicherweise im Helibereich
haben um vieles zu gross. Jan Henseleit zB trägt dem mit dem 2stufigen Getriebe
Rechnung. Also je grösser das Ritzel wird ,desto besser. Ich glaube mich erinnern zu können ,
dass ein 1:4 Verhältnis das Maximum wäre. Zudem läuft ein grosses Ritzel immer schöner da
gleichzeitig mehrere Zähne eingreifen.
Ich wollte nur noch anmerken, dass das oben von mir wirklich nur ein fiktives Beispiel ist. Es soll demnächst eigentlich kein neuer Heli ins Haus kommen
Jan, die Regleröffnung berücksichtigst Du gar nicht bzw. nimmst sie bei 100% an, oder?
Vielleicht hat auch jemand die Lust und Muße ein Beispiel durchzurechnnen.
Hi Tobi, ich rechne schon seit Jahren mit folgender Formel :
1.) Frage, welches Ritzel ?
Rechnung : Drehzahl X Zähne / ( Leerlauf x Volt x Rest)
Drehzahl Zähne Leerlauf Zellen Rest Ritzel
1770....... 120......... 580 ........37,00 0,9 ..11,00
2.) Frage : Welchen Motor ?
Rechnung : ßbersetzung x Drehzahl : ( Volt x Rest )
ßbersetzung Drehzahl Zellen Rest .....Leerlauf
10,91....... 1770 37,00 0,9.... 580
3.) Frage : Welche Rotordrehzahl ?
Rechnung : Leerlauf x ( Volt x Rest ) : ßbersetzung
Hallo Peter,
von der mechanischen Seite her ist ein größeres Ritzel besser, da hast du Recht.
Aber der Motor quält sich bei ßbersetzungen (oder Untersetzungen??) von 1:7 und kleiner unnötig. Beim 2-stufigen Getriebe kann man größere Ritzel nehmen, und trotzdem auf eine ßbersetzung 1:10 oder noch besser kommen. Der TDR hat von 1:10,04 bis 1:12,36, der Diabolo von 1:9,8 bis 1:13,1, der Voodoo 700 von 1:8,74 bis 1:13,7.
Wenn 1:4 oder auch 1:7 gut funktionieren würden, hätten die nicht alle ein 2-stufiges Getriebe eingebaut.
Bei Align, Mikado usw. muss man halt einen Kompromiss eingehen, die Hauptzahnräder sollen so klein wie möglich sein, und daher muss man bei einer vernünftigen ßbersetzung halt mit einem relativ kleinen Ritzel leben.
die Regleröffnung interessiert bei der grundsätzlichen Auslegung erst mal nicht. Ich lege Wert darauf, dass der Motor die Drehzahl bis zum Flugende halten kann, dabei darf der Regler dann auch bis an die 100% öffnen.
Meine höchste Drehzahl wird halt danach im Sender eingestellt, in idle3. Die anderen Drehzahlen stelle ich dann ein wie es mir gefällt.
der Regler ist dann aber fast 100% geöffnet. Soll er ja auch, dafür ist er ja da.
Hallo Jan, die Regler sind ALLE so ausgelgt, dass die Regleröffnung zwischen 60% u. 80 % nicht überschritten oder unterschritten werden sollten.
Bei 100 % tiger ßffnung hat er keine Möglichkeit, nach oben nachzuregeln.
Gruß
Rolf
MC 22, IISI V2 und Einzelzellenüberwachung sind meine treuen Begleiter.
Ich bin der Meinung, sowas kann man nur für jeweils einen ganz bestimmten Heli relativ exakt machen. Ich passe meine Formel immer an (was Wirkungsgrad/Regleröffnung angeht).
Hallo Jan, die Regler sind ALLE so ausgelgt, dass die Regleröffnung zwischen 60% u. 80 % nicht überschritten oder unterschritten werden sollten.
Bei 100 % tiger ßffnung hat er keine Möglichkeit, nach oben nachzuregeln.
Bei Governorbetrieb ja. Aussserdem sollte man zur Drehzahlberechnung wirklich von einem Akku mit 3,7V/Zelle ausgehen. Die Drehzahl soll ja nicht nur bei vollem Akku gehalten werden können.
"Verdammt! Alle auÃ?er mir haben sich verirrt .... " (c) Indiana Jones
Hallo Jan, die Regler sind ALLE so ausgelgt, dass die Regleröffnung zwischen 60% u. 80 % nicht überschritten oder unterschritten werden sollten.
Bei 100 % tiger ßffnung hat er keine Möglichkeit, nach oben nachzuregeln.
Gruß
Rolf
Hallo Rolf,
wenn ich mit einem vollen Akku losfliege, ist die Regleröffnung etwas unter 80% (bei meiner höchsten Drehzahl). Die 100% werden nur gegen Flugende erreicht, wenn die Akkuspannung gegen 3,25V/Zelle läuft. Das meinte ich mit "dafür ist der Regler ja da".
Dann ist da auch nicht mehr viel Luft zum Regeln, dass ist schon klar. Dafür habe ich aber 95% der Flugzeit eine gleichbleibende Drehzahl, und darauf kommt es doch an?
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